Erosion

Als Teil des exogenen Gesteinskreislaufes ist die Erosion ein Verwitterungsprozess, bei dem Gesteine und Böden abgetragen und anschließend transportiert werden. Der Antagonist zur Erosion ist die Sedimentation, welche für gewöhnlich im Anschluss an den Transport des erodierten Materials erfolgt. Erosion und Transport erfolgen über ein Medium. In der Regel sind das Wasser, Eis, oder Luft. Es können auch gleichzeitig mehrere Medien an der Erosion beteiligt sein. Durch die Abtragung erodierter Gesteine können unterschiedliche Landschaftsformen entstehen. Berge werden geformt und Täler geschaffen. Endogene Prozesse, wie die tektonisch bedingte Bodenanhebung können der Erosion entgegenwirken. Noch immer wachsen die Alpen etwas schneller, als sie erodieren. Dennoch wird letztendlich die Erosion gewinnen und die Berge werden wieder abgetragen. Über die Flüsse landet das ab abgetragene Material ins Meer, welches so immer flacher wird. Man kann auch sagen, dass die Erosion ein nivellierender Vorgang ist.

Auf der Erde gibt es zahlreiche fantastische Erosionslandschaften, wie den Grand Canyon, oder den Arches Nationalpark in den USA. Auch Atolle verdanken ihr bizarres Erscheinungsbild neben dem Korallenwachstum der Erosion von ganzen Vulkanen.

Erosion an Vulkanen

An Vulkanen zersetzten aggressive Gase Gesteine. Besonders in Furmarolenfeldern kann der Boden weich sein, so dass man einsinkt. Schuttlawinen, pyroklastische Ströme, Lahare und Lavaströme können tiefe Täler in die Vulkanflanken einschneiden und Erdbeben zermürben das Gestein. Natürlich ist auch ein Vulkan nicht vor der üblichen Erosion durch die Kraft von Wasser, Eis und Wind gefeilt. Ähnlich wie bei normalen Bergen, wird die Erosion einen Vulkan auf Dauer besiegen, spätestens, sobald der Feuerberg erlischt.

Von der Erosion besonders betroffen sind Vulkaninseln. Gerade während der Geburt einer neuen Insel findet ein unablässiger Kampf zwischen der Kraft des Vulkans, und der des Wassers statt. Wie man in den 1920-iger Jahren bei der Geburt von Anak Krakatau beobachten konnte, wurde das junge Vulkaneiland mehrmals wieder abgetragen, bevor sich eine einigermaßen stabile Vulkaninsel bilden konnte.

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