Steckbrief Fuego

Lage: 14.47 N  90.88 E  Guatemala
Höhe: 3.763 m
Art: Stratovulkan
Typ: Subduktionszonen Vulkanismus
Petrographie: Basalt, Andesit
Ausbruchsart: Vulcanisch, pyroklastische Ströme
Letzter Ausbruch: 2009
 
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 Vulkan Fuego in Guatemala

Der Fuego in Guatemala ist ein relativ junger basaltischer Stratovulkan. Zusammen mit dem andesitischen Acatenango bildet er einen Doppelvulkan. Die beiden Vulkane erheben sich nur 30 Kilometer von Guatemala-Stadt entfernt in direkter Nachbarschaft des Ortes Antigua Guatemala.

Als Vulkan der mittelamerikanischen Küstenkordillere verdankt er seine Entstehung der Subduktion der Pazifischen Platte.
Erste Spuren des Vulkanismus gab es hier bereits vor 230.000 Jahren. Zu dieser Zeit war der Vulkan Meseta aktiv. Sein Kollaps produzierte vermutlich die lawinenartigen Schuttablagerungen von Escuintela. Danach wanderte das Eruptionszentrum in südwestlicher Richtung und der Doppelvulkan Acatenango - Fuego entstand.

Der Fuego ist für seine vulcanische Tätigkeit bekannt, die häufig von pyroklastischen Strömen begleitet wird. Er zählt zu den aktivsten Vulkanen in Mittelamerika und ist in den vergangenen 500 Jahren mehr als 60 Mal ausgebrochen. Die Eruptionen konzentrieren sich in Phasen, zwischen denen der Vulkan mitunter bis zu 170 Jahre lang pausiert.

Die stärkste eruptive Phase der jüngeren Vergangenheit fand 1974 statt. Eine Reihe vulcanischer Eruptionen förderte Asche bis in die Stratosphäre.
Zwischen 1977 und 1979 war der Fuego daueraktiv. 2006 ereignete sich eine Serie von paroxysmalen Eruptionen, die mit leichten strombolianischen Explosionen begannen und im Ausstoß von hohen Lavafontänen gipfelten. Seitdem ist der Vulkan oft strombolianisch tätig.



Der Acatenango überragt seinen Nachbarn Fuego um gut 200 Meter und ist mit diesem durch einen schmalen Grat verbunden. Die bislang letzte Eruption des Acatenango fand 1972 statt. Die Ausbrüche des Fuego kann man relativ gefahrlos vom gegenüber liegenden Gipfel des Acatenango aus beobachten. Der Aufstieg stellt keine besonderen technischen Ansprüche, ist aber recht lang und wird im Allgemeinen mit 8 Stunden Dauer angegeben. Zudem gibt es immer wieder Meldungen von Überfällen auf Touristen. Deswegen wird ein Aufstieg nur in Gruppen mit lokalen Guides empfohlen.