Fuego: Livecam filmt Triple-Eruption am Morgen

Drei starke Explosionen am Fuego in Folge – Livecam filmt Ereignis

Gestern Morgen ereigneten sich am Fuego in Guatemala drei explosive Ascheeruptionen in kurzer Folge. Sie manifestierten sich zum Sonnenaufgang um 06:21 Uhr, 06:42 Uhr und 07:17 Uhr Ortszeit. Neben massiven Aschewolken wurden auch größere Pyroklastika gefördert, die nachts besonders ästhetische Rotglutspuren auf den Aufnahmen hinterlassen hätten. Da der Wind stark blies, wurden die Aschewolken sofort nach Westen verfrachtet und konnten nicht so hoch aufsteigen, wie man es angesichts der Stärke der Explosionen erwarten würde.



Fuego

Das VAAC erfasste die Aschewolken und gab VONA-Warnungen heraus, nach denen die Asche bis auf Flugfläche 140 aufstieg, was einer Höhe von etwa 4.300 m über dem Meeresspiegel entspricht. Die Vulkanologen von INSIVUMEH gaben eine Aschehöhe von 4.800 m an und eine Eruptionsfrequenz von 2 bis 5, was genau genommen ein unterdurchschnittlicher Wert ist. Möglicherweise erfolgen die Ausbrüche in längeren Zeitabständen, sind dafür aber stärker. Während die Aschewolken bis zu 20 Kilometer weit verfolgt werden konnten und es zu leichtem Aschefall in Ortschaften am Fuß des Vulkans kam, stieg bei nächtlichen Eruptionen rotglühende Tephra bis zu 300 m hoch auf.

Bemerkenswert ist, dass die guatemaltekische Katastrophenschutzbehörde CONRED sich zwar auf Daten und Beobachtungen von INSIVUMEH stützt, aber andere Daten zu den Eruptionen am Vortag veröffentlicht hat: Den Katastrophenschützern zufolge konnte die Asche zunächst 50 Kilometer weit verfolgt werden, während Prognosemodelle eine Ascheausbreitung von bis zu 75 Kilometern voraussagten.

Obwohl die Eruptionen stärker ausfielen als gewöhnlich, wurden bislang keine Geodaten veröffentlicht, die auf einen sich anbahnenden Paroxysmus hindeuten würden. Tatsächlich wurden einige Tage vor den bisherigen Lavafontänen-Episoden Explosionen beobachtet, die stärker als üblich waren und in immer kürzeren Intervallen aufeinanderfolgten, bis die paroxysmale Hauptphase einsetzte. So ist es nicht ausgeschlossen, dass wir in einigen Tagen einen jener Paroxysmen sehen werden, die für die Anwohner eine ernste Bedrohung darstellen.

Vulkan Fuego: Aschewolke driftet weit

Fuego bleibt aktiv: weit driftende Aschewolken und Steinschlag an den Flanken

Am Volcán de Fuego in Guatemala setzt sich die explosive Aktivität fort. In der Nacht und den frühen Morgenstunden des 29. August 2026 wurden mäßig starke Explosionen registriert. Dabei entstanden Aschesäulen, die Höhen zwischen 4.200 und 4.600 Metern über dem Meeresspiegel erreichten. Starke Winde verfrachteten die Asche in Richtung Westen und verbreiteten die Aschewolken bis zu einer Entfernung von 75 Kilometern, was INSIVUMEH dazu veranlasste, eine Sondermeldung zu veröffentlichen.

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Nach Angaben des guatemaltekischen Vulkanobservatoriums INSIVUMEH kam es infolge der Emissionen zu Ascheniederschlag in San Pedro Yepocapa sowie in den Gemeinden Panimache I und II, Morelia und Santa Sofía. Damit war nicht nur – wie sonst üblich – die unmittelbare Umgebung des Vulkans von der Aktivität betroffen.

Zusätzlich wurden Schuttlawinen an der West-, Südwest- und Südflanke des Fuego beobachtet. Bei einigen dieser Abgänge erreichten vulkanische Blöcke bereits die Vegetationsgrenze. Es besteht die Gefahr von Waldbränden, sollten noch glühende Lavabrocken das Buschwerk erreichen. Die Ereignisse verdeutlichen, dass einige Explosionen stärker als üblich sind.  Diese erzeugten zudem deutlich wahrnehmbare Grollen und Druckwellen sowie Geräusche, die Beobachter mit dem Klang einer fahrenden Lokomotive verglichen.

Die Aktivität wird auch durch Satelliten und Webcam überwacht. Das VAAC Washington meldete am 29. August um 11:43 UTC häufige Ascheemissionen. Die Aschewolke erreichte dabei bis etwa FL150, entsprechend einer Höhe von 4.600 Metern über dem Meeresspiegel. Zum Beobachtungszeitpunkt bewegte sich die Asche mit einer Geschwindigkeit von etwa 18 km/h nach Westen. Modellrechnungen prognostizierten für die folgenden Stunden eine Verlagerung nach Westnordwesten und eine Ausdehnung der Aschewolke auf 40 Kilometer vom Vulkan.

Da sich der Gipfel des Fuego in den letzten Stunden überwiegend in Wolken hüllte, konnte die Aktivität nur zum Teil visuell dokumentiert werden. Zuletzt wurden die Eruptionen am 27. August in schönen Bildern festgehalten. Die hier gezeigte Aufnahme wurde in der Nacht von der AfarTV-Webcam aufgezeichnet.

INSIVUMEH warnt ausdrücklich davor, sich auf dem Grat zwischen Fuego und Acatenango oder dem Gipfelplateau des Fuego aufzuhalten. Aufgrund der anhaltenden Explosionen besteht dort die Gefahr, von ballistischem Auswurfmaterial getroffen zu werden. Die aktuelle Aktivität zeigt damit weiterhin das typische Wechselspiel aus Explosionen, Ascheemissionen und gravitativen Massenbewegungen, ohne dass aus den vorliegenden Beobachtungen allein auf eine unmittelbar bevorstehende größere Eruption geschlossen werden kann.

Vulkan Fuego: Starke Explosion in Orten hörbar gewesen

Starke Explosion des Fuego weithin hörbar gewesen – Acatenango-Park wieder geöffnet

Auch nach dem Ende des Paroxysmus vom 3. August ist der guatemaltekische Vulkan Fuego aktiv geblieben und kehrte zu seiner gewohnten strombolianischen Tätigkeit zurück. Diese erfuhr gestern erneut eine Steigerung, als es zu einer stärkeren Explosion kam, die nicht nur glühende Tephra hunderte Meter über den Krater aufsteigen ließ, sondern sich auch in den Ortschaften am Fuß des Feuervulkans lautstark bemerkbar machte. Auf Livecam-Aufnahmen ist nicht nur die Explosion selbst zu hören, sondern auch das Prasseln der Tephra, als diese auf die Vulkanflanke einschlug. Die Geräuschentwicklung bzw. das Hören der Geräusche am Fuß des Vulkans ist nicht alleine auf die Stärke der Explosion zurückzuführen, sondern auch auf die ungewöhnliche Windstille am Vulkan.

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Die Asche wurde dabei in unterschiedlichen Höhen transportiert. Eine Wolke erreichte etwa 13.000 Fuß (ca. 4.000 Meter) über dem Meeresspiegel und driftete mit dem Wind nach Südwesten. Eine weitere, höher reichende Emission wurde bis auf etwa 16.000 Fuß (rund 4.900 Meter) transportiert und bewegte sich nach Nordwesten. Die Prognosen des VAAC gehen davon aus, dass sich die Asche in den folgenden Stunden weiterhin überwiegend in südwestlicher und nordwestlicher Richtung ausbreiten wird.

Zudem traten kontinuierlich schwächere Emissionen auf. Der Vulkan produziert damit weiterhin regelmäßig explosive Ereignisse, wie sie für den Fuego charakteristisch sind.

Die Aktivität hatte zuletzt auch Auswirkungen auf den Tourismus in der Region. Die Gemeinde Acatenango gab am 7. August die Wiedereröffnung des Regionalen Gemeindeparks „Astillero Volcán Acatenango“ bekannt. Das beliebte Wandergebiet, das die Terrassen auf der Vulkanflanke gegenüber des Fuegos mit einschließt, als auch den Gipfel des Acatenango, war am 3. August vorsorglich geschlossen worden, als die Aktivität des Fuego in einem Paroxysmus kumulierte. Mit der Verbesserung der Sicherheitslage wurde der Zugang nun wieder freigegeben.

Vulkan Fuego: Paroxysmaler Vulkanausbruch am Höhepunkt

Paroxysmus am Fuego hält an – pyroklastische Ströme erreichen die Basis des Vulkans

Der guatemaltekische Vulkan de Fuego befindet sich weiterhin in einer äußerst intensiven paroxysmalen Eruptionsphase und generiert pyroklastische Ströme, die bis zur Basis des Vulkans vordringen. Nach Angaben der INSIVUMEH-Vulkanologen hält der Ausbruch bereits seit mehr als 23 Stunden an. Inzwischen ist die Nacht in Guatemala vorbei und es gibt Anzeichen, dass der Höhepunkt des Ausbruchs überschritten ist.

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Seit Beginn der Eruption am 3. August um 08:30 Uhr Ortszeit registrieren die Vulkanologen einen anhaltend starken Ausstoß von Lava, Asche und Gasen aus dem Krater. Die seismischen Messwerte, insbesondere die durchschnittliche Amplitude des vulkanischen Tremors (RSAM), bewegen sich auf hohem Niveau und zeigen einen weiteren Anstieg. Gleichzeitig wird eine hohe Infraschallaktivität erfasst.

Besonders gefährlich sind pyroklastische Dichteströme, die in den vergangenen Stunden mehrfach durch die Schluchten Seca, Taniluyá, Ceniza, Las Lajas und Honda talwärts rasten. Die pyroklastischen Ströme können weiterhin alle Schluchten des Vulkans erreichen und Entfernungen von etwa 5 bis 7 Kilometern zurücklegen. Auf Livecam-Aufnahmen ist zu erkennen, dass sie teilweise den Fuß des Vulkans zu erreichen scheinen.

Die zunehmende Zahl und Stärke dieser Glutlawinen hat zu verstärktem Aschefall sowie zu schwefelhaltigen Gasgerüchen in den betroffenen Gebieten geführt. Besonders betroffen sind die Regionen westlich und südwestlich des Vulkans. Die Beobachtung der Aktivität wird dort allerdings durch dichte Bewölkung und große Mengen schwebender Asche erschwert.

Angesichts der gefährlichen Situation hat die Katastrophenschutzbehörde CONRED die lokalen und regionalen Behörden aufgefordert, Evakuierungspläne, Sicherheitszonen und Notfallrouten zu überprüfen. Gleichzeitig soll die Bevölkerung verstärkt über Schutzmaßnahmen informiert werden.

Bewohner und Besucher werden aufgefordert, Abstand zu den Schluchten des Vulkans zu halten, Schutzmaßnahmen gegen Aschebelastung zu ergreifen und einen vorbereiteten Notfallrucksack bereitzuhalten. Bei einer Verschärfung der Lage kann eine Evakuierung notwendig werden. Wie bereits berichtet, wurden nachts bereits besonders gefährdete Siedlungen geräumt.

Inzwischen gibt es Anzeichen dafür, dass der Zenith der Eruption überschritten ist und die Aktivität nachlässt. Dennoch ist ein Wiederaufleben der Tätigkeit nicht gänzlich auszuschließen, auch wenn das für Paroxysmen eher untypisch ist.

Starker Vulkanausbruch am Fuego löst Evakuierungen aus

Erwarteter Paroxysmus am Fuego hat eingesetzt – Dorf am Fuß des Vulkans wird evakuiert

Der Fuego in Guatemala steigerte seine Aktivität weiter und gegen 22:35 Uhr Ortszeit setzte die paroxysmale Hauptphase der Eruption ein, die sich technisch in einem starken Anstieg der Tremoramplitude äußerte und visuell mit dem Beginn der Förderung einer kontinuierlichen Lavafontäne aus dem Hauptkrater. Die Aktivität führte zu ersten Evakuierungen eines Dorfes am Fuß des Vulkans, das in Abflussrichtung möglicher pyroklastischer Ströme liegt. Der Zivilschutz rief die zweithöchste Alarmstufe „Orange“ aus.

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Nach Angaben der Vulkanüberwachungsbehörde INSIVUMEH wurde eine erste Aktivitätssteigerung am Morgen des 3. August beobachtet, wobei eifrige Livecambeobachter bereits in der Nacht zuvor feststellten, dass die Explosivität des Feuervulkans genauso zugenommen hatte wie Lavaspattering und Ascheemission. Der Zivilschutz Conred reagierte sofort und schickte erste Beobachter zum Vulkan und informierte die Anwohner.

Über 14 Stunden lang steigerte sich die Tätigkeit am Fuego langsam, bis es gegen 22:35 Uhr zum beschriebenen Energiestoß kam, die Tremoramplitude stieg und die strombolianische Tätigkeit in eine Lavafontäne überging. Damit stieg das Risiko größerer pyroklastischer Ströme signifikant an und erste Evakuierungen wurden angeordnet. Betroffen ist vor allem zunächst die Ortschaft El Porvenir in der Gemeinde San Juan Alotenango. Zudem wurde die Nationalstraße RN-14 gesperrt, da sie mehrere Schluchten quert, die von pyroklastischen Strömen und später auch von Laharen erfasst werden können.

Ulrich, der Host unserer immer noch nicht einwandfrei funktionierenden LiveCam, sollte mit seiner Familie ebenfalls aus seiner Finca evakuiert werden, was sich aufgrund der gesperrten Straße als unpraktikabel erwies, weswegen er nun beschlossen hat, auszuharren, obwohl er nahe des Golfplatzes wohnt, der bei der Katastrophe von 2018 durch pyroklastische Ströme und Lahare zerstört wurde.

Aktuell besonders gefährdet sind die Schluchten Seca, Taniluyá und Ceniza, doch auch weitere Barrancas an der Süd- und Südostflanke könnten von pyroklastischen Strömen betroffen werden. Ascheniederschlag wurde bereits aus Gemeinden wie San Pedro Yepocapa gemeldet.

Als Paroxysmus bezeichnen Vulkanologen den Höhepunkt einer sich stetig steigernden Eruption, die überwiegend explosiven Charakter hat, aber wie am Ätna auch Lavaströme hervorbringen kann. Während der Hochphase steigt die Energieabgabe des Vulkans sprunghaft an. Typisch sind mehrere hundert Meter hohe Lavafontänen, heftige Explosionen, der Auswurf großer glühender Gesteinsblöcke, kilometerhohe Aschewolken und vor allem pyroklastische Dichteströme – extrem heiße Gemische aus Gas, Asche und Gesteinsfragmenten, die mit Geschwindigkeiten von weit über 100 Kilometern pro Stunde die Vulkanflanken hinabrasen. Diese Ströme gelten als größte Gefahr, weil sie nahezu alles auf ihrem Weg zerstören.

Nach INSIVUMEH-Angaben erreichen die Lavafontänen des Feuervulkans eine Höhe von 200 bis 300 Metern über dem Krater. Glühende Blöcke werden bis an die Vegetationsgrenze geschleudert. Prognosen gehen davon aus, dass die Eruptionssäule bis auf über 7000 Meter ansteigen könnte. Satellitendaten zeigen bereits Aschewolken in Höhen zwischen 5000 und 6000 Metern, die bis zu 130 Kilometer weit nach Westen über den Pazifik driften.

INSIVUMEH empfiehlt CONRED, die Bevölkerung im Umkreis von zehn Kilometern um den Vulkan unverzüglich zu informieren und die Notfallpläne zu aktivieren. Gleichzeitig wurde der Zugang zum Acatenango- und Fuego-Nationalpark für Touristen bis auf Weiteres gesperrt. Die Vulkanologen überwachen die Entwicklung rund um die Uhr mit Seismometern, Infraschallsensoren, Webcams und Satellitenbildern und warnen, dass sich die Lage jederzeit weiter verschärfen kann.

Fuego: Aktivitätssteigerung löst Alarmstimmung am Vulkan aus

Signifikante Aktivitätssteigerung am Vulkan Fuego – Paroxysmus möglich

Die guatemaltekischen Vulkanologen und Zivilschutzvertreter behalten den Fuego heute unter ganz besonderer Beobachtung und blicken besorgt auf die aktuelle Entwicklung am Feuervulkan, der kontinuierlich Asche emittiert und anhaltendes Lavaspattering aus dem Hauptkrater zeigt. Zwischendurch gibt es starke Explosionen, die den oberen Vulkanhang mit glühender Tephra eindecken und Aschewolken bis auf eine Höhe von 4300 m aufsteigen lassen. Die Vulkanüberwachungsbehörde INSIVUMEH hat ein Sonderbulletin herausgegeben und warnt vor einer weiteren Aktivitätssteigerung bis hin zum Paroxysmus.

Fuego

Paroxysmen sind Eruptionen, die sich zunächst über Tage oder Stunden langsam aufbauen, um sich dann innerhalb kürzester Zeit signifikant zu steigern. Typisch sind Lavafontänen, hoch aufsteigende Aschewolken und zum Teil Lavaströme und pyroklastische Ströme. Kleinere Dichteströme mit Längen von bis zu 2 Kilometern wurden nach Angaben der Vulkanbeobachter vor Ort bereits gesichtet. Die heißen Gemische aus Gas, Asche und vulkanischem Material bewegten sich über die Schluchten Barranca Ceniza und Barranca Seca hangabwärts.

Der Zivilschutz CONRED hat extra Personal abgestellt, um die besonders gefährdeten Schluchten, durch die sich pyroklastische Ströme hangabwärts bewegen könnten, zu beobachten, und steht im engen Kontakt zu den Anwohnern des Vulkans, um notfalls schnell zu evakuieren. Die Behörde erinnert die Bevölkerung an die Vulkangefahren und appelliert, einen Fluchtrucksack bereit zu halten, der alles Notwendige für eine schnelle Evakuierung enthält.

Am Fuego kommt es immer wieder zu Paroxysmen, wobei ihre Häufigkeit seit der Katastrophe von 2018 deutlich abgenommen hat. Vor der Katastrophe befand sich der Fuego in einer Phase regelmäßig wiederkehrender Ausbrüche, die neben der alltäglichen Aktivität im Schnitt alle 14 Tage auftraten. Während es damals noch keinen Livestream gab, ist die Aktivität heute sehr schön via Afar-Tv-Livestream zu beobachten:

Ob sich tatsächlich ein größerer Paroxysmus entwickelt, hängt von der weiteren Dynamik des Magmasystems ab. Die kommenden Stunden gelten als entscheidend. Genau vorhersagen lassen sich Paroxysmen nicht, so ist auch völlig unklar, wie groß ein möglicher Ausbruch werden kann. Die meisten dieser Eruptionen beschränken sich in ihrer Wirkung auf den Gipfelbereich des Fuegos, wobei Aschewolken und Paroxysmen größere Entfernung zurücklegen können.

Vulkan Fuego erzeugte einen pyroklastischen Dichtestrom

Vulkan Fuego in Guatemala bleibt aktiv – Ascheeruptionen, Explosionen und pyroklastische Ströme

Der guatemaltekische Vulkan Fuego setzt seine explosive Aktivität nicht nur fort, sondern hat sie in den letzten Tagen intensiviert. In der Nacht und den frühen Morgenstunden des 21. Juli 2026 dokumentierten Livecamaufnahmen Serien starker Explosionen, die den Gipfelbereich mit rotglühender Tephra eindeckten und Aschewolken erzeugten, die lauf VAAC Washington bis auf eine Höhe von 4900 m aufgestiegen sind. Die Explosionen erzeugten Schockwellen, die bis in die Ortschaften am Fuß des Vulkans wirkten und Fensterscheiben zum Klirren brachten. Ein Video zeigt, wie im Zuge einer starken Explosion ein pyroklastischer Dichtestrom entstand.

Fuego
Dichtestrom

Dieser Dichtestrom wurde von einem Vulkanspotter gefilmt, der sich auf Beobachtungsposten am dem Fuego gegenüberliegenden Gipfel des Acatenango befand. Daten wurden nicht mitgeteilt, doch wahrscheinlich beschränkte sich die Ausbreitung des Dichtestroms auf den oberen Flankenbereich. Größere pyroklastische Ströme, wie sie bereits im Zuge von Paroxysmen entstanden sind, können im Extremfall Orte am Vulkanfuß erreichen. Kleinere Dichteströme entstehen infolge starker Explosionen, wenn größere Lavablöcke ausgestoßen werden, die auf den Kraterrand landen und fragmentiert werden. Dabei werden im Lavablock enthaltene heiße Gase freigesetzt, die nicht nur zur weiteren Fragmentierung des Blocks beitragen, sondern auch ein Gaskissen schaffen, auf dem Asche und Gesteinstrümmer hangabwärts gleiten.

Darüber hinaus bestätigen Beobachtungen des guatemaltekischen Vulkanologischen Dienstes INSIVUMEH sowie Satellitendaten des US-amerikanischen Vulkanasche-Warnzentrums Washington anhaltende Ascheeruptionen. Gestern erzeugten die Ausbrüche Aschewolken, die Höhen zwischen etwa 4.200 und 4.500 Metern über dem Meeresspiegel erreichten. Die Asche driftete zunächst in südöstliche Richtung und wurde über eine Entfernung von rund 25 Kilometern vom Vulkan beobachtet. Das VAAC Washington meldete Ascheemissionen, die sich bis in eine Entfernung von etwa 35 Kilometern vom Gipfel verfolgen ließen. Reste älterer Aschewolken waren sogar noch bis rund 130 Kilometer Entfernung auf Satellitenbildern sichtbar. Die Ausbreitung erfolgte überwiegend nach Südwesten mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 km/h.

Durch die Aktivität kam es zu Ascheniederschlägen in mehreren Gemeinden am Fuß des Vulkans, darunter San Pedro Yepocapa sowie Panimache I und II, Morelia und Santa Sofía. Bewohner berichteten von kräftigen Explosionen, die mit Druckwellen und Geräuschen, vergleichbar mit einer vorbeifahrenden Lokomotive, einhergingen. Eine Videoaufnahme in sozialen Medien zeigt, wie eine besonders kräftige Explosion eine Kamera erschütterte und eine Stoßwelle auslöste.

Neben den explosiven Eruptionen wurden auch Schuttlawinen an den West-, Südwest- und Südhängen beobachtet. Dabei erreichten einzelne größere Blöcke die Vegetation am Vulkanhang.

Die Behörden warnen weiterhin davor, sich auf dem Grat zwischen Acatenango und dem Fuego aufzuhalten. Aufgrund möglicher ballistischer Auswürfe besteht dort akute Gefahr durch herabfallende Lavabrocken.

Fuego: Stärkerer Explosionen verursachen hohe Thermalstrahlung

Hohe Thermalstrahlung infolge einer stärkeren Explosionsserie – Touristen auf dem Grat zum Krater des Fuego gesichtet

Die MODIS-Satelliten registrieren heute eine hohe Thermalstrahlung vom guatemaltekischen Vulkan Fuego, wie sie sonst häufig von kleinen Lavaströmen emittiert wird. Doch Aufzeichnungen der Livecams enthüllen, dass die starke Wärmeentwicklung auf glühende Pyroklastika zurückzuführen ist, die in der Nacht im Zuge einer Serie stärkerer Explosionen ausgestoßen wurden.

Fuego

Die Phase erhöhter Aktivität begann gestern Abend und erreichte gegen 23:00 Uhr Ortszeit ihren Höhepunkt. In vergleichsweise kurzen Abständen kam es zu mehreren Explosionen, die die oberen Hänge mit glühender Tephra eindeckten. Diese rollte in Form von Schuttlawinen hangabwärts und hinterließ dabei deutlich sichtbare Glutspuren. Einige der Eruptionen wurden von länger anhaltendem Lavaspattering eingeleitet. Die emittierte Wärmestrahlung erreichte in der Spitze eine Leistung von 129 MW und wurde von MIROVA um 2:20 Uhr UTC registriert.

Bei den Eruptionen wurden nicht nur glühende Pyroklastika ausgestoßen, sondern auch feine Vulkanasche. Laut einer VONA-Meldung stieg diese bis auf FL 140 auf, was einer Höhe von etwa 4300 m über dem Meeresspiegel entspricht. Die Aschewolken wurden mit einer Geschwindigkeit von 48 km/h nach Westen verfrachtet. Dem vergleichsweise starken Wind ist es geschuldet, dass die Aschewolken nicht höher aufstiegen. In Ortschaften in Vulkannähe kam es zu leichtem Ascheniederschlag. Außerdem waren zeitweise Geräusche zu hören, die an eine Dampflok erinnerten.

INSIVUMEH attestierte dem Fuego gestern eine schwache bis mäßig starke Explosivität und beobachtete zwischen vier und acht stündliche Eruptionen. Vulkanasche stieg dabei bis auf eine Höhe von 4800 m auf.

Auf den Afar-TV-Livecamaufnahmen waren in der Abenddämmerung erneut zahlreiche Lichter von Taschenlampen zu sehen, die sich auf dem Grat zwischen Acatenango und dem Fuego-Krater bewegten. Offenbar waren die Beinahe-Katastrophen der vergangenen Wochen nicht Warnung genug für die selbsternannten Vulkanführer, ihre Gruppen bis in die unmittelbare Gefahrenzone zu führen. Etwas, das nicht nur riskant, sondern auch offiziell verboten ist.

Fuego: Vulkantouristen entgehen knapp einer Katastrophe

Vulkanbomben schlagen zwischen Touristengruppe am Fuego ein – Unvernunft häuft sich

Am guatemaltekischen Vulkan Fuego wäre es beinahe zu einem Unglück gekommen, als frisch ausgestoßene, glühende Lavabomben zwischen einer Touristengruppe einschlugen. Die Wanderer hatten sich viel zu weit dem aktiven Krater des Feuerbergs angenähert und dabei jegliche Vernunft außer Acht gelassen. Es ist bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass Vulkantouristen am Fuego nur knapp einer Katastrophe entkommen sind.

Fuego

Ein in den sozialen Medien geteiltes Video geht derzeit viral und dokumentiert das Geschehen. Zu sehen ist, wie glühende Lava zwischen den Touristen auf den Boden schlägt, fragmentiert und die noch immer glühenden Bruchstücke auf den Filmer zufliegen. Auf dem Boden hocken Touristen, bei denen nicht ersichtlich ist, ob sie bereits von glühenden Schlackenfragmenten getroffen wurden. Darunter befindet sich offenbar auch ein Kind.

Die Wanderer sind bis zum Ende des Pfades gegangen, der in Richtung des Fuego-Kraters führt und normalerweise nur in ruhigen Phasen begangen werden sollte. Generell ist es verboten, den Grat zwischen Acatenango und Fuego zu betreten, da es dort wiederholt zu Unfällen gekommen ist. Tatsächlich animieren selbst ernannte Vulkanführer ihre Gruppenmitglieder, die sie zu den sicheren Terrassen auf dem Acatenango führen, zu solchen Extratouren, die selbstverständlich zusätzliche Gebühren kosten. Manche Touristen sind sich möglicherweise nicht über die Gefahr im Klaren, in die sie sich dabei begeben.

Abgesehen von solchen Eskapaden halte ich den Fuego derzeit für den attraktivsten Vulkan für Vulkantouristen. Er ist daueraktiv und gut erreichbar. Es gibt geführte Touren sowie Übernachtungsmöglichkeiten auf dem dem Fuego gegenüberliegenden Vulkan Acatenango. Der Aufstieg dorthin ist zwar anstrengend, technisch jedoch einfach zu bewältigen und führt durch einen reizvollen Bergwald.

Dennoch ist die Tour nicht völlig frei von Risiken. Die größten Gefahren gehen von plötzlichen Wetterumschwüngen aus, weshalb man seine Ausrüstung auf mögliche Nachtfröste und Unwetter abstimmen sollte.

Darüber hinaus ist der Fuego sehr aktiv und es gibt immer wieder Explosionen, die stärker als die Üblichen sind. Sie denken den oberen Flankenbereich mit glühender Tephra ein. Vulkanasche steigt bis zu 4500 m Höhe auf und es kommt gelegentlich zu Ascheniederschlag in den Orten am Fuß des Vulkans.