Drei starke Explosionen am Fuego in Folge – Livecam filmt Ereignis
Gestern Morgen ereigneten sich am Fuego in Guatemala drei explosive Ascheeruptionen in kurzer Folge. Sie manifestierten sich zum Sonnenaufgang um 06:21 Uhr, 06:42 Uhr und 07:17 Uhr Ortszeit. Neben massiven Aschewolken wurden auch größere Pyroklastika gefördert, die nachts besonders ästhetische Rotglutspuren auf den Aufnahmen hinterlassen hätten. Da der Wind stark blies, wurden die Aschewolken sofort nach Westen verfrachtet und konnten nicht so hoch aufsteigen, wie man es angesichts der Stärke der Explosionen erwarten würde.

Das VAAC erfasste die Aschewolken und gab VONA-Warnungen heraus, nach denen die Asche bis auf Flugfläche 140 aufstieg, was einer Höhe von etwa 4.300 m über dem Meeresspiegel entspricht. Die Vulkanologen von INSIVUMEH gaben eine Aschehöhe von 4.800 m an und eine Eruptionsfrequenz von 2 bis 5, was genau genommen ein unterdurchschnittlicher Wert ist. Möglicherweise erfolgen die Ausbrüche in längeren Zeitabständen, sind dafür aber stärker. Während die Aschewolken bis zu 20 Kilometer weit verfolgt werden konnten und es zu leichtem Aschefall in Ortschaften am Fuß des Vulkans kam, stieg bei nächtlichen Eruptionen rotglühende Tephra bis zu 300 m hoch auf.
Bemerkenswert ist, dass die guatemaltekische Katastrophenschutzbehörde CONRED sich zwar auf Daten und Beobachtungen von INSIVUMEH stützt, aber andere Daten zu den Eruptionen am Vortag veröffentlicht hat: Den Katastrophenschützern zufolge konnte die Asche zunächst 50 Kilometer weit verfolgt werden, während Prognosemodelle eine Ascheausbreitung von bis zu 75 Kilometern voraussagten.
Obwohl die Eruptionen stärker ausfielen als gewöhnlich, wurden bislang keine Geodaten veröffentlicht, die auf einen sich anbahnenden Paroxysmus hindeuten würden. Tatsächlich wurden einige Tage vor den bisherigen Lavafontänen-Episoden Explosionen beobachtet, die stärker als üblich waren und in immer kürzeren Intervallen aufeinanderfolgten, bis die paroxysmale Hauptphase einsetzte. So ist es nicht ausgeschlossen, dass wir in einigen Tagen einen jener Paroxysmen sehen werden, die für die Anwohner eine ernste Bedrohung darstellen.








