Fuego in Hochform: Vulkan stieß gestern große Lavablöcke aus und entzückte Touristen
Der Fuego in Guatemala ist nach wie vor einer der vulkanischen Hotspots der Erde, der von Touristen hochfrequentiert wird. Tatsächlich ist der Fuego momentan einer der wenigen daueraktiven Vulkane der Welt, an dem man regelmäßig strombolianische und die stärkeren vulcanianischen Eruptionen von einem Logenplatz aus beobachten kann, ohne sich dabei einem besonders großen Risiko auszusetzen. So genossen gestern Hunderte Schaulustige die Show, die der Vulkan abgezogen hat, als er mehrmals stark eruptierte und größere Mengen glühender Tephra hunderte Meter hoch in die Luft schoss. Dabei wurden auch glühende Lavablöcke von der Größe eines Kühlschranks ausgeworfen, was auf einem Afar-TV-Livestream dokumentiert wurde.
Ein weiteres Bild, das vom Krater des Nachbarvulkans Acatenango aufgenommen wurde, zeigte zudem, dass die glühende Lava bis zu 300 m über Kraterhöhe aufstieg. Obwohl es auf der Aufnahme so aussieht, als würden sich die Schaulustigen in unmittelbarer Nähe der Eruption befinden, sind sie doch knapp 3 Kilometer vom Fuego-Krater entfernt gewesen.
Darüber hinaus stiegen Aschewolken bis auf eine Höhe von 4800 m auf und drifteten mit dem Wind nach Westen. Sie verteilten sich über den Vulkan hinaus und verursachten in bewohntem Gebiet Ascheregen, vor dem man sich mit einer Staubschutzmaske schützen sollte. Betroffen waren Orte bis in 20 Kilometern Entfernung zum Fuego. Entgasungen erzeugten eine bis zu 600 m hohe Gasfahne über dem Krater.
Neben Asche stellt vor allem das ausgeworfene glühende Material eine Gefahr dar. Ballistische Geschosse und heiße Tephra wurden bei den stärkeren Explosionen mehrere hundert Meter weit geschleudert und erreichen teilweise die Vegetation an den Flanken des Vulkans. Begleitet wurde diese Aktivität von dumpfem Grollen, spürbaren Stoßwellen und anhaltenden Geräuschen, die von Augenzeugen oft mit dem Dröhnen einer Flugzeugturbine verglichen werden. Diese Geräusche zeugen vom kontinuierlichen Gasausstoß.




