Vulkan-Update 21.12.21: Manam, Hunga-Tonga

Am Manam in PNG gab es eine größere Eruption. Der Ausbruch in Tonga geht weiter und es gibt neue Daten zur Campi Flegrei.

Manam eruptiert Aschewolke

Staat: PNG | Koordinaten: -4.08; 145.04 | Eruption: Paroxysmus

Das VAAC meldete heute Mittag eine Aschewolke, die vom Vulkan Manam in Papua Neuguinea ausgeht. Sie erreicht eine Höhe von 35.000 Fuß, was umgerechnet gut 10.700 m entspricht. Die Vulkanasche driftete in Richtung Süden. MIROVA registriert eine moderate Wärmestrahlung mit einer Leistung von 21 MW. Bereits in der letzten Woche wurde ein deutlicher Anstieg der Seismizität registriert und vor einer bevorstehenden Eruption gewarnt. Vergleichbar hohe Aschewolken wurden in den letzten Jahren am Manam oft im Zuge von  Paroxysmen gefördert.

Hunga-Tonga Ha’apai eruptiert weiter

Staat: Tonga | Koordinaten: -20.545; -175.393 | Eruption: Explosiv

Vom entlegenen Inselvulkan in Tonga gingen weitere Eruptionen aus. Heute Nachmittag wurde eine Eruptionswolke gemeldet, die bis auf einer Höhe von 16 km aufstieg. Auf dem zugehörigen Bild erkennt man, dass der Ausbruch überwiegend Dampf aufstiegen ließ. Sehr wahrscheinlich fand die Eruption unter Wassereinwirkung statt, oder lief sogar submarin ab. Das VAAC Wellington meldete zuletzt Vulkanasche in einer Höhe von gut 12.000 m.

Campi-Flegrei: Inflation hält an

Staat: Italien | Koordinaten: 40.826, 14.138 | Eruption: Fumarolisch

Das INGV-Napoli veröffentlichte heute Mittag seinen neuen Wochenbericht der vergangen Woche. Die Forscher detektierten 53 Erdbeben, die sich überwiegend im Bereich der Mikroseismizität bewegten. Interessant ist, dass weiterhin eine Bodenhebung registriert wird. Sie begann im Jahr 2011 und summierte sich auf 82,5 cm. Die monatliche Hebungsrate liegt bei 10 mm, mit einer Toleranz von 2 mm. Die Gastemperatur an der Hauptfumarole von Pisciarelli lag bei einem Durchschnittswert von 95°C. Die restlichen Werte waren unauffällig.

Erdbeben-Update 21.12.21: Philippinen

Bei den South Sandwich Islands und in Alaska gab es zwei moderate-starke Erdbeben. Die Philippinen wurden von einem moderaten Erdstoß erschüttert. Unter Island ist die Seismizität hoch.

Alaska: Erdbeben Mw 5,9

Datum: 21.12.2021 | Zeit: 22:42:14 UTC | Lokation: 60.30 N ; 153.55 W | Tiefe: 148 km | Mw 5,9

Im Süden von Alaska ereignete sich ein Erdstoß der Magnitude 5,9. Der Erdbebenherd befand sich in einer Tiefe von 148 km. Das Epizentrum wurden 112 km westlich von Anchor Point lokalisiert.

Süd Sandwich Inseln: Erdbeben Mw 5,9

Datum: 21.12.2021 | Zeit: 05:51:51 UTC | Lokation: 57.82 S ; 25.47 W | Tiefe: 30 km | Mw 5,9

Im Osten der Südlichen Sandwichinseln manifestierte sich ein Erdbeben der Magnitude 5,9. Das Hypozentrum befand sich in einer Tiefe von 35 km. Das Epizentrum wurden 2163 km östlich der Falklandinseln festgestellt. In der Region bebt es überdurchschnittlich oft.

Philippinen: Erdbeben Mw 5,1

Datum: 21.12.2021 | Zeit: 15:08:11 UTC | Lokation: 40.33 N ; 124.53 W | Tiefe: 26 km | Mw 6,2

Laut dem philippinischen Erdbebendienst ereignete sich heute Nachmittag ein moderates Erdbeben der Magnitude 5,1. Das Hypozentrum wird mit einer Tiefe von 5 km angegeben. Das Epizentrum befand sich in der Region Occidental Mindoro, genauer, 15 km nördliche von Sablayan.

Iran: Erdstoß Mb 4,6

Datum: 21.12.2021 | Zeit: 16:36:12 UTC | Lokation: 27.68 N ; 56.16 E | Tiefe: 10 km | Mb 4,6

Im Südiran bebte es mit einer Magnitude von 4,6. Der Erdbebenherd lag in einer Tiefe von 10 km. Das Epizentrum wurde 56 km nördlich von Bandar Abbas verortet.

Island: Erdbeben Ml 3,0

Datum: 21.12.2021 | Zeit: 15:08:11 UTC | Lokation: 63.907 ; -19.652 | Tiefe: 6,2 km | Ml 3,0

Am Vulkan Vatnafjöll zog die Seismizität wieder an. Es manifestierte sich ein Erdbeben der Magnitude 3,0. Der Erdbebenherd lag in 6,2 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 1,3 km südlich des Vulkans lokalisiert. Es folgten mehrere schwache Erschütterungen, darunter eine am Vulkan Hekla.

Andere isländische Regionen wurden von Erdbeben nicht verschont. Es ereigneten sich zahlreiche Erschütterungen auf der Reykjanes-Halbinsel und im Bereich des Vatnajökulls. Darunter Beben unter den Vulkanen Herdubreid, Grimsfjall (Grimsvötn-System) und Bardarbunga. Insgesamt registrierte IMO unter ganz Island 192 Erdbeben innerhalb von 48 Stunden.

Zugspitze: Höchster Berg Deutschlands

Die Zugspitze ist der höchste Berg Deutschlands und als solcher eine touristische Attraktion. Dieser Umstand ist nicht nur der Tatsache geschuldet, dass der fast 3000 m (genauer 2962 m) hohe Berg in den Alpen liegt und eben der höchste Berg unseres Landes ist, sondern auch seiner spektakulären Seilbahn, die bis auf den Gipfel führt.

Seilbahn Zugspitze

Die Seilbahn Zugspitze ging in ihrer aktuellen Version im Dezember 2017 ans Kabel und ersetzte die Eibsee-Seilbahn. Die Stationen der alten- und neuen Seilbahn befinden sich an gleicher Stelle. Die Zugspitz-Seilbahn ist von allen Pendelbahnen der Welt diejenige, die den größten Höhenunterschied in einer Sektion überwindet: 1945 m. Sie hat eine Länge von 4.467 m. Ihre beiden Gondeln sind gigantisch und bieten 120 Passagieren Platz.

Die Zugspitze-Seilbahn auf deutscher Seite ist allerdings nicht die einzige Möglichkeit auf den Gipfel zu kommen. Vom Eibsee aus startet auch eine Zahnradbahn. Sie wurde bereits 1930 in Betrieb genommen und stellte damals eine Spitzenleistung der Ingenieure dar. Allerdings verläuft die Strecke zum größten Teil in einem Tunnel und bietet somit wenig Panorama.

Darüber hinaus gibt es noch eine Seilbahn auf der österreichischen Seite des Berges.

Das Gipfelkreuz der Zugspitze


Die Bergstation der Seilbahn nimmt den größte Teil der Gipfelregion der Zugspitze ein. Etwas abseits befindet sich die höchste Erhebung des Berges, auf der ein goldenes Gipfelkreuz steht. Dieses wurde 2017 erreichtet. Es ersetzte eine ältere Version, welche aus den 1970iger Jahren stammte. Das erste Gipfelkreuz wurde 1851 gesetzt. Die Erstbesteigung der Zugspitze gelang am 27.August 1820. Sie wurde von dem Trio Leutnant Josef Naus, dem Bergführer Johann Georg Tauschl und dem Gehilfen Maier.

 

 

Erlebnis Zugspitze

Selbst wenn man die Zugspitze nicht selbst erklimmt, ist die Fahrt mit der Seilbahn ein Erlebnis. Die Gondel steigt fast so schnell wie ein Hubschrauber empor und kommt den fast senkrechten Wänden ganz nahe. Die Fahrt dauert nur wenige Minuten. Die futuristisch anmutende Gipfelstation scheint sich auf einem anderen Planeten zu befinden. Das Alpenpanorama beeindruckt, besonders bei klarem Wetter. Wer Wetterpech hat und trotzdem hoch fährt, erlebt die Unbilden der Natur.

Vulkan-News 21.12.21: Ätna, Kilauea

Am Ätna hat die Seismizität zugenommen. Kilauea und Erta Alé sind hawaiianisch aktiv. Vom Sangay geht ein starkes thermisches Signal aus.

Ätna: Schwarmbeben im Süden

Staat: Italien | Koordinaten: 37.73, 15.00 | Staat: Italien |Eruption: Fumarolisch

In den letzten Tagen stieg die Seismizität unter dem Ätna wieder an. Die meisten Beben manifestierten sich unter der Ätna-Südflanke. Die Tätigkeit konzentrierte sich in einem Areal bei Paterno. Die Mehrzahl der Hypozentren lag zwischen 6 – 10 km Tiefe. Die Magnituden waren gering und lagen überwiegend im Bereich der Mikroseismizität. Es wird sich um tektonisch bedingte Beben gehandelt haben, infolge des stärkeren Erdstoßes von vor 3 Tagen. Dieser hatte eine Magnitude von 2,6. Aber auch unter dem Valle del Bove ist eine Zunahme der Seismizität zu beobachten. Dabei war die Erdbebentätigkeit in den Monaten der Paroxysmen gering. Nun, da der Vulkan ehr selten eruptiert, könnte sich wieder mehr Druck infolge von Inflation im Fördersystem aufstauen, der sich auch auf die Störungszonen auswirkt und Erdbeben triggert. Dass sind normale Prozesse unter einem aktiven Vulkan, die oft zyklisch ablaufen.

Erta Alé: Nur ein Krater aktiv

Staat: Äthiopien | Lokation: 13.60, 40.70 | Eruption: Hawaiianisch

Ein neues Sentinel-Satellitenbild zeigt, dass am äthiopischen Vulkan Erta Alé nur noch der Südkrater aktiv ist. Dafür intensivierte sich hier die Aktivität, so dass man schon einen Lava-Pool erwarten kann.

Kilauea: Lavasee-Tätigkeit fluktuiert

Staat: USA | Lokation: 19.42, -155.29 | Eruption: Hawaiianisch

Am Kilauea auf Hawaii gab es gestern eine intensive Phase in der Lavasee-Aktivität. Seit Samstag stieg der Lava-Pegel um 4 Meter. Seit Eruptionsbeginn am 29. September wurde der Krater um 69 m aufgefüllt. Heute sieht es so aus, als würde die Eruption wieder schwächeln. Seit einigen Wochen fluktuiert die Tätigkeit stark und es gibt Phasen ohne Lava-Ausstoß. Inflation und Deflation wechseln sich zyklisch ab, so wie wir es vom Kilauea gewohnt sind. Langfristig bleibt eine minimale Bodenhebung übrig, so dass mehr Magma aufsteigt, als eruptiert wird.

Sangay mit thermischer Anomalie

Staat: Ecuador | Koordinaten: -2.00, -78.34 | Eruption: Vulcanianisch

In Ecuador ist der Sangay wieder stärker aktiv geworden und emittiert eine hohe Wärmestrahlung mit einer Leistung von 739 MW. Sehr wahrscheinlich fließt wieder ein zäher Lavastrom über die Südflanke des Vulkans. Es besteht die Gefahr, dass Pyroklastische Ströme entstehen.

Erdbeben-News 21.12.21: USA

Vor der Küste von Nordkalifornien ereignete sich ein starkes Erdbeben. Das Schwarmbeben vor der Küste Marokkos intensivierte sich wieder.

USA: Erdbeben Mw 6,2

Datum: 20.12.2021 | Zeit: 20:10:21 UTC | Lokation: 40.33 N ; 124.53 W | Tiefe: 26 km | Mw 6,2

Kurz vor der Küste von Nordkalifornien bebte es mit einer Moment-Magnitude von 6,2. Das Hypozentrum lag 26 km tief. Das Epizentrum wurde 43 km südwestlich von Fortuna lokalisiert. Es gab zahlreiche Nachbeben. Die Beben ereigneten sich an der Schnittstelle zwischen der Cascadia-Subduktionszone und der San-Andreas-Verwerfung. Solche Kreuzungspunkte sind besonders Erdbebengefährdet. Erst vor 2 Wochen hatte es etwas weiter nördlich an der Cascadia-Subduktionszone gebebt.  Zu diesem Zeitpunkt gab es auch schon am Kreuzungspunkt Beben. Die Vermutung liegt nahe, dass sich entlang der gesamten US-Westküste starke Spannungen aufgebaut haben, die sich früher oder später in weiteren starken Erdbeben entladen werden. Dabei sind auch die Metropolen der Region gefährdet.

Argentinien: Erdbeben Mb 5,1

Datum: 20.12.2021 | Zeit: 16:34:27 UTC | Lokation: 26.15 S ; 64.71 W | Tiefe: 10 km | Mb 5,1

Gestern bebte es im Westen Argentiniens. Das Beben hatte eine Magnitude von 5,1 und ein Erdbebenherd in 10 km Tiefe. Das Epizentrum befand sich 39 km nördlich von Burruyacú und damit am Fuß der Anden.

Grönland-See: Erdstoß Mb 4,9

Datum: 20.12.2021 | Zeit: 17:22:52 UTC | Lokation: 79.56 N ; 3.79 E W | Tiefe: 10 km | Mb 4,9

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage gab es ein moderates Erdbeben in der Grönland-See. Es hatte die Magnitude 4,0. Das Hypozentrum befand sich in einer Tiefe von 10 km. Das Epizentrum wurden 294 km west-nord-westlich von Longyearbyen auf Spitzbergen lokalisiert.

Marokko: Schwarmbeben setzt sich fort

Datum: 20.12.2021 | Zeit: 21:39:07 UTC | Lokation:  35.47 N ; 3.68 W | Tiefe: 20 km | Ml 3,7

Vor der marokkanischen Mittelmeerküste intensivierte sich die Erdbebentätigkeit wieder. Gestern ereignete sich ein Erdstoß der Magnitude 3,7, was weitere Beben zur Folge hatte. Das EMSC registrierte seitdem 25 Erschütterungen. Das Hypozentrum befand sich in einer Tiefe von 20 km. Das Epizentrum wurde 34 km nördlich von Al Hoceïma verortet.

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