Aschewolken-Warnung am Popocatepetl – Vulkanasche inn 6700 m Höhe
Der mexikanische Vulkan Popocatepetl zeigt einmal mehr vulkanische Aktivität mit Ascheemission, die bis auf eine Höhe von 6.700 m aufgestiegen sind und in Richtung Nordosten driften. Dabei bewegt sich die Aschwolke mit einer Geschwindigkeit von ca. 28 km/h und breitet sich über ein großes Areal aus. In Gebieten unter der Eruptionswolke ist es zu Ascheniederschlag gekommen.
Die vorhergesagte Entwicklung der Aschewolke zeigt, dass noch in den nächsten 6 Stunden Vulkanasche in ähnlicher Höhe und Richtung erwartet wird. Ab 18:00 UTC sind keine weiteren Aschewolken vorhergesagt, ebenso für Mitternacht (00:00 UTC am 15. Januar). Aufgrund von Wolken am Satellitenbild sind die Ascheemissionen derzeit nicht klar sichtbar.
Die Daten der VONA-Meldung zusammengefasst:
- Die Höhe der Aschewolke reicht bis etwa FL220 (Flight Level 220, ca. 6.700 Meter).
- Bewegung der Aschewolke: Nordost mit ca. 15 Knoten.
- Sichtbare Aschewolken am Satellitenbild sind durch Wetterwolken beeinträchtigt.

In einem Update von CENAPRED heißt es, dass es am 13. Januar zu 20 Asche-Dampf-Exhalationen kam. Sie hielten insgesamt gut 80 Minuten an. Zudem wurde moderater Tremor mit einer Gesamtdauer von 33 Minuten registriert, was für diesen Vulkan recht wenig ist. Am Vortag dauerte der Tremor genausolang an. Der Alarmstatus bleibt auf „Gelb Phase 2“.
Der Popocatepetl ist einer der aktivsten Vulkane Mexikos und befindet sich etwa 70 km südöstlich von Mexiko-Stadt. Seit Beginn seiner aktuellen Eruptionsphase im Jahr 1994 zeigt er immer wieder explosionsartige Aktivitäten mit Ausstoß von Asche, Gasen und gelegentlich kleinen Lavafontänen.
Die aktuelle Aktivität ist typisch für den Vulkan mit häufigen kleineren Eruptionen und Aschewolken, die lokal in der Umgebung zu Beeinträchtigungen führen können. Die mexikanische Vulkanüberwachungsbehörde CENAPRED hält die Bevölkerung und den Luftverkehr ständig über mögliche Gefahren auf dem Laufenden.
Wegen der Emission von Aschewolken wird Flugverkehr in der Region regelmäßig überwacht, da Asche in Triebwerken gefährlich sein kann. Die Warnungen des VAAC Washington unterstützen hierbei mit Satellitenbeobachtungen und Wettermodellen.