Japanischer Vulkan Funka Asane eruptiert am 28.03.22

Staat: Japan| Koordinaten: 25.42, 141.28 | Eruption: Submarin

In Japan kam es zu einer Eruption des submarinen Vulkans Funka Asane, einem Seitenschlot des Kita Ioto.

Inhalt

  • In Japan eruptierte der Funka Asane im Ogasawara-Archipel
  • Vulkanasche stieg bis zu 8 km hoch auf
  • Der Alarmstatus wurde auf „orange“ erhöht

Die japanische Meteorologie-Behörde (JMA) meldete heute die Eruption des Unterwasservulkans Funka Asane. Er liegt im Archipel von Ogasawara, dass sich gut 1000 km südlich von Tokio befindet. Das VAAC Tokio brachte seit gestern Nachmittag 5 VONA-Warnungen heraus. Demnach stieg Vulkanasche bis auf einer Höhe von 8000 m auf und driftete in Richtung Nordosten. Der Alarmstatus wurde auf „orange“ erhöht.

Satelliten detektierten nachts weitere Eruptionen. In Medienberichten ist von einer submarinen Eruption die Rede. Neben Flugzeugen warnte man auch den Schiffsverkehr vor der Eruption. Nach Angaben der Behörde ist es möglich, dass die Eruption des Vulkans Funka Asane anhält. Sie ruft Schiffe in der Region dazu auf, auf herabfallende Vulkanbomben, treibende Trümmer und die rasche Ausbreitung von vulkanischem Gas und Asche zu achten.

Die Ogasawara-Inselkette ist vulkanischen Ursprungs und es kommt oft zu Vulkanausbrüchen. Funka Asane befindet sich nördlich der Insel Ioto, die auch als Iwojima bekannt ist. Beim Funka Asane handelt es sich nicht um einen eigenständigen Vulkan, sondern um einen Seitenschlot vom Kita Ioto. Nördlich liegt auch das Vulkaneiland Nishinoshima, über dass ich hier regelmäßig berichten darf. Letztes Jahr verursachte der 130 km entfernt liegende Unterwasservulkan Fukutoku-Oka-no-Ba eine große Eruption, die einen mächtigen Bimssteinteppich auf dem Ozean erzeugte.

Funka Asane war im letzten Jahrhundert sehr aktiv

Der Funka Asane war in den letzten Jahren nicht aktiv. Anders sah es zwischen 1930 und 1945 aus. Fischer beobachteten dort jedes Jahr zwei oder drei Ausbrüche. Zwischen 1953 und 1993 wurden Wasserverfärbungen gesichtet. Sie stammten sehr wahrscheinlich von hydrothermalen Lösungen, die am Meeresboden austraten.

Zur Stunde ist es nicht klar, ob die Eruption vom Inselvulkan ausgeht, oder ob sich auf der unterseeischen Flanke ein Schlot öffnete. Da die Eruptionswolke vergleichsweise hoch aufstieg, würde ich den Schlot entweder Überwasser vermuten, oder in geringer Wassertiefe.

Erst im Januar hielt die gewaltige Eruption des Vulkan Hunga Tonga-Hunga Ha’api die Welt in Atem. Bei der Eruption tauchte zunächst eine neue Insel auf, die dann schnell durch ihre eigenen Explosionen wieder vernichtet wurde.

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