Campi Flegrei: Erdbeben und Regen

Kaum ein anderer Vulkan der Welt wird so gut Beobachtet wie die Caldera Campi Flegrei (Phlegräischen Felder) bei Pozzuoli im Großraum Neapel. Der Calderavulkan steht im Verdacht ein „Supervulkan“ zu sein, der in der Lage ist explosive Eruptionen mit einem VEI 7 zu erzeugen. Dabei ist der Kessel des Vulkans besiedelt: Die Stadt Pozzuoli befindet sich praktisch im Vulkan und die Metropole Neapel grenzt direkt an dem unheimlichen Feuerberg. Dem nicht genug: der Untergrund der Caldera hebt und senkt sich in einem langperiodischen Mustern. Momentan befindet er sich in einer Hebungsphase: der Boden hat sich Stellenweise um bis zu 82 cm angehoben. Die Hebung findet seit 2011 statt. Bradyseismos nennt sich das Phänomen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass magmatische Fluide, in diesem Fall hydrothermales Tiefenwasser in flache Erdschichten eindringen und diese anheben. Umstritten ist, ob nicht zumindest ein Teil der Hebung auf Magma zurückgeht, dass sich unter einer stabilen Gesteinsschicht sammelt.

Erdbeben in der Campi Flegrei werden teilweise durch Regenwasser verursacht

Die Bodenbewegungen gehen oft mit Schwarmbeben einher, wobei schon früh vermutet wurde, dass zumindest ein Teil der Beben auf eine Interaktion von Regenwasser mit dem Hydrothermalwasser zurückzuführen sind. Dieser Sachverhalt wurde bereits von der Intuition des Abtes Giovanni Maria della Torre (1710-1782) erkannt und als Hypothese aufgestellt. Der König von Neapel, Ferdinand II. von Bourbon, gründete 1841 das Vesuv-Observatorium als meteorologisches Observatorium, um den Zusammenhang zwischen meteorologischen und vulkanischen Phänomenen zu untersuchen. Doch erst heute gelang es einer Studie den Einfluss des Regens auf die Bebentätigkeit der Campi Flegrei statistisch zu beweisen.

Die Studie der neapolitanischen Universität Federico II wurde unter Federführung von Nicola Scafetta und Adriano Mazzarella durchgeführt und bereits im Januar in der Zeitschrift „Water“ veröffentlicht.

Die Forschenden verglichen den Erdbeben-Katalog der seismischen Ereignisse der Jahre 2008 bis 2020 mit einem statistischen Modell, das aus den täglichen Niederschlagsmessungen des Meteorologischen Observatoriums der Universität Neapel abgeleitet wurde. Das so entstandene Modell zeigt, dass es besonders häufig zu Schwarmbeben kam, nachdem es ausgiebig geregnet hate. Das Regenwasser braucht bis zu 14 Tage um bis in einer Tiefe von 2500 m vorzudringen und dort mit dem über 100 Grad heißem Tiefenwasser des Hydrothermalsystems zu interagieren. Es werden Mikroexplosionen generiert, die die Beben verursachen. Es können Erschütterungen bis zu einer Magnitude von 3 entstehen. Aber nicht alle Erdbeben in der Campi Flegrei sind auf diesem Mechanismus zurückzuführen. So bleibt noch Raum für Spekulationen und weiteren Forschungsarbeiten.

Vulkan-News 13.11.21: Campi Flegrei, Cumbre Vieja

Der Calderavulkan Campi Flegrei ist seismisch aktiv. Der Cumbre Vieja eruptiert Lavaströme.

Campi Flegrei: Zunahme der Mirkoseismizität

Staat: Italien | Koordinaten: 40.826, 14.138 | Eruption: Fumarolisch

Seit gestern ereigneten sich unter dem italienischen Calderavulkan Camip Flegrei (Phlegräische Felder) 12 schwache Erdbeben. Sie lagen im Bereich der Mikroseismizität und hatten Hypozentren in geringen Tiefen. Die meisten Beben konzentrierten sich in den oberen Erdschichten bis in 2 km Tiefe. Bereits im Oktober wurde eine Zunahme der Mikroseismizität festgestellt. Das INGV registrierte 212 schwache Erschütterungen im Bereich der Caldera. 126 Beben ereigneten sich zwischen Pozzuoli, dem Gebiet Solfatara-Pisciarelli und dem Golf von Pozzuoli. Die Bodenhebung lag weiterhin bei ca. 1 cm im Monat. Die seit November 2005 verzeichnete Hebung beträgt etwa 87 cm, gemessen an der GPS-Station Rione Terra. Der Gasausstoß steigt weiter, insbesondere der CO2-Ausstoß aus dem Boden bei Pisciarelli zeigt -nach einem Rückgang in den vorangegangenen Monaten- im Oktober 2021 ähnliche Werte, wie in den ersten Monaten des Jahres 2020. Die Vulkanologen vermuten, dass die Bodenhebung im Zusammenhang mit dem Bradyseismos steht. Im Allgemeinen geht man davon aus, dass diese periodischen Bodenhebungen und Bodenabsenkungen durch die Zirkulation magmatischer Fluide im Hydrothermalsystem der Caldera verursacht werden und nicht unbedingt direkt von aufsteigendem Magma hervorgerufen werden.

Cumbre Vieja: Lavaströme aktiv

Staat: Spanien | Koordinaten: 28.57-17.84 | Eruption: Flankeneruption

Auf La Palma tritt weiterhin Lava aus und fließt Richtung Küste. Nachts zeigten die LiveCams einen verzweigten Lavastrom, der an einigen Stellen relativ schnell floss. Das Lavafeld bedeckt eine Fläche von 10 Quadratkilometern, wobei sich die Lava an manchen Stellen bis zu 50 m hoch auftürmt. Für die Straßenbauer dürften die klippenartigen Lavaströme eine Herausforderung darstellen, wenn es darum geht die unterbrochenen Straßenverbindungen wieder herzustellen. Nachts sah man auch, dass aus 2 Kratern glühende Tephra eruptiert wurde, die einige 10er Meter hoch aufstieg. Zudem dampft der Krater mächtig. Der Tremor ist gegenüber dem Vortag etwas gestiegen, bewegt sich aber auf relativ niedrigem Niveau. Die Seismizität ist ebenfalls rückläufig, allerdings gab es morgens einen Erdstoß M 4,7. Der Erdbebenherd lag in 60 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 4 km nördlich von Los Llanos de Aridane lokalisiert.

Vulkan-News 11.10.21: Askja, Campi Flegrei

Am spanischen Vulkan Cumbre Vieja ist die Eruption stabil und die Seismizität hoch. An den Vulkanen Askja, Keilir und Campi Flegrei gab es Erdbeben.

Cumbre Vieja: Erdbebenaktivität hoch

Staat: Spanien | Koordinaten: 28.57, -17.84 | Eruption: Hawaiianisch

Die Eruption ist stabil und die Seismizität ist weiterhin hoch. Gestern wurden zum 2. Mal in Folge mindestens 150 Erschütterungen detektiert. Viele der Beben hatte Magnituden im 3-er Bereich. Mikroerdbeben mit Magnituden kleiner 1 wurden praktisch gar nicht registriert. Die meisten Hypozentren liegen in Tiefen um 13 km. Die Bodenhebung beträgt an der Station LP3 21 cm und ist damit relativ konstant. An der Station Lp4 beträgt die Bodenhebung ca. 9 cm und zeigt einen leichten Aufwärtstrend. An anderen Stationen wird keine Inflation detektiert, auch nicht im Gipfelbereich des Cumbre Vieja, unter dem die Erdbeben stattfinden.

Campi Flegrei mit kleinem Schwarmbeben

Staat: Italien | Koordinaten: 40.826, 14.138 | Eruption: Fumarolisch

Am Samstag manifestierte sich unter dem italienischen Calderavulkan ein kleiner Erdbebenschwarm. Er bestand aus 7 schwachen Erschütterungen im Bereich der Mikroseismik. Die stärkste gemessene Magnitude belief sich auf M 1,1 in 1850 m Tiefe. Im Bericht der letzten Woche heißt es, dass die Bodenhebung bei ca. 1 cm pro Monat liegt. Damit ist die Inflation gegenüber Juli etwas zurück gegangen. Damals betrug die Bodenhebung ca. 13 mm. Seit 2011 hob sich der Boden an einigen Stellen um bis zu 80 cm. Vergleicht man das mit den Werten auf La Palma, dann kann man sich die Dimensionen einer potenziellen Eruption der Campi Flegrei vorstellen. Der Vulkan befindet sich mitten im Städtekonglomerat Pozzuoli-Neapel. Selbst ein moderater Vulkanausbruch würde in der dicht besiedelten Region schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Allerdings ist es nicht erwiesen, dass die Bodenhebung durch Magma hervorgerufen wird. Es könnte sich auch um andere Magmatische Fluide handeln, die den Untergrund eindringen und den Boden anheben.

Update: Mittlerweile wurden weitere Erdbeben der Meldung hinzugefügt: der Schwarm bestand nun aus 12 Beben.

Askja und Keilir

Staat: Island | Koordinaten: 65.03, -16.75 | Eruption:  Fumarolisch

In den vergangenen Wochen ist es um den isländischen Vulkan Askja etwas ruhiger geworden, doch am Samstag gab es wieder eine Erschütterung mit M 3,0. Der Erdbebenherd lag in einer Tiefe von 2,8 km. Wir erinnern uns: der Alarmstatus des Vulkans wurde im September auf „gelb“ erhöht, da es nicht nur Erdbeben gab, sondern auch Inflation. Auch am Keilir auf Reykjanes setzten sich die Erdbeben fort. Hier gab es nicht nur eine Erschütterung M 3,2 in 6,3 km Tiefe, sondern ein ordentliches Schwarmbeben mit fast 200 Erschütterungen innerhalb von 48 Stunden.

Campi Flegrei: Risiko phreatischer Eruptionen

Die Phlegräischen Felder (Campi Flegrei) in Italien stehen schon lange im Fokus der Forscher und liefern einen großen Pool an besorgniserregenden Entwicklungen. Gerade die Bewohner des Calderavulkans sorgen sich um ihre Zukunft. Eine neue Studie italienischer Forscher vom INGV und der Universität Neapel dürfte nicht gerade beruhigen.

In einem multidisziplinären Ansatz untersuchten die Forscher das tektonische Gefüge im Bereich der Fumarole von Pisciarelli. Das Thermalgebiet liegt Außerhalb der Solfatara, genauer, auf der Nordostflanke des Kraters und am Rand des besiedelten Gebiets. Seit 2011 begann eine neue Inflationsphase in den Phlegräischen Feldern. Seitdem hob sich der Boden stellenweise um gut 73 cm an. Die Bodenanhebung geht einher mit zahlreichen Erdbeben und wird durch aufsteigende Magmatische Fluide verursacht. Seit einigen Jahren veränderte sich das Thermalgebiet um die Fumarole Pisciarelli signifikant: das ehemalige Dampfloch verwandelte sich in einem Schlammpool. Die emittierten Gase wurden heißer und ihre chemische Zusammensetzung änderte sich. Anwohner und Wissenschaftler zeigten sich alarmiert, sperrten den Bereich ab und beobachten seitdem die Veränderungen mit Argusaugen.

Geschichte der Aufstiegsrouten magmatischer Fluide in der Campi Flegrei rekonstruiert

Die neue Studie rekonstruierte die geologische Geschichte des Areals und nahm die bevorzugten Aufstiegsrouten Magmatischer Fluide unter die Lupe, welche mit Hilfe der elektrischen Widerstands-Tomographie identifiziert wurden. Die gesteigerte Seismizität entlang dieser Pfade zeigt das sie auch jetzt aktiv sind.

Die Forscher sind sich sicher, dass es in den vergangenen Jahrtausenden immer wieder zu phreatischen Eruptionen kam und dass sich entsprechende Ereignisse wiederholen könnten. Aktuell sind die hydrothermalen Erscheinungen im Bereich von Pisciarelli am ausgeprägtesten und die dortige Aktivitätssteigerung könnte als Vorwarnung interpretiert werden.

Eine besondere Gefahr geht dabei von Erdrutschen aus, die das Thermalgebiet von Pisciarelli immer wieder verschütteten. Sie blockierten die Entgasung der Fumarolen und ließen den Druck im Boden soweit ansteigen, bis es zu phreatischen Explosionen kam. Sie sprengten die Fumarolen wieder frei. Die Morphologie des Areals ist auch heute noch so angelegt, dass es zu Erdrutschen kommen kann. Aber auch ohne Verstopfungen durch Erdrutsche könnte es zu Dampfexplosionen kommen. Besonders Menschen, die sich auf dem Sportplatz am Rand des Thermalgebietes aufhalten, wären im Falle einer phreatische Eruption gefährdet. (Quelle: INGV, AGU)

Erdbeben-Nachrichten 13.05.21: Panama, Indonesien

Das seismische Geschehen zum Neumond wurde von mehreren moderaten-starken Erdbeben bestimmt. Auffällig ist, dass es in den letzten beiden Tagen mehr stärkere Erdbeben gab als üblich. Der stärkste Erdstoß manifestierte sich offshore bei Panama.

Panama: Erdbeben Mw 6,0

Datum: 13.05.2021| Zeit: 09:42:10 UTC | Lokation: 6.71 N ; 82.36 W | Tiefe: 2 km | Mw: 6,0

Vor der Südküste von Panama bebte es mit der Magnitude 6,0. Das Hypozentrum befand sich in nur 2 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 157 km süd-süd-östlich von Punta de Burica lokalisiert.

Indonesien: Erdstoß Mw 5,5

Datum: 12.05.2021| Zeit: 18:20:29 UTC | Lokation: 3.97 N ; 128.61 E | Tiefe: 61 km | Mw: 5,5

Nördlich der indonesischen Insel Halmahera wurde ein Erdbeben der Magnitude 5,5 detektiert. Das Hypozentrum befand sich in einer Tiefe von 61 km. Das Epizentrum lag 258 km nördlich von Tobelo. Ein Blick auf die Karte enthüllt, dass die seismische Aktivität zwischen Indonesien und den Philippinen sehr groß ist. Viele der Inselchen im Bereich des Epizentrums sind vulkanischen Ursprungs. Bekannteste Vulkane der Region sind Karangetang, Dukono und Ibu. Alle 3 Vulkane sind aktiv.

Peru: Erdbeben Mw 5,5

Datum: 12.05.2021| Zeit: 15:56:57 UTC | Lokation: 14.16 S ; 75.67 W | Tiefe: 52 km | Mw: 5,5

In Peru manifestierte sich ein weiteres moderates Erdbeben. Es hatte eine Magnitude von 5,5 und ein Hypozentrum in 52 km Tiefe. Das Epizentrum befand sich 12 km südöstlich von Ica. In den vergangenen Tagen gab es auffällig viele moderate Erdstöße in Peru. Die Spannungen in der Erdkruste scheinen zu wachsen und es könnte sich bald ein starkes Erdbeben ereignen.

Iran: Erdbeben M 4,6

Datum: 12.05.2021| Zeit: 16:26:15 UTC | Lokation: 29.74 N ; 50.69 ED | Tiefe: 10 km | Mw: 54,6

Im Südiran bebte es mit einer Magnitude von 4,6. Der Erdbebenherd lag 10 km tief. Das Epizentrum wurde 24 km nord-nord-östlich von Bandar-e Genāveh lokalisiert. In den vergangenen Wochen kam es dort häufiger zu Erdbeben.

Campi-Flegrei: Schwarmbeben

Datum: 12.05.2021| Zeit: 20:59:59 UTC | Lokation: 40.83; 14.14 | Tiefe: 3 km | M: 0,8

Unter dem italienischen Calderavulkan Campi Flegrei kam es letzte Nacht zu einem kleinen Erdbebenschwarm. Das INGV registrierte zwischen dem 11. und 13. Mai 14 schwache Beben. Sie hatten alle Magnituden unter 1 und lagen in Tiefen zwischen 1 und 3 km.

Für die letzte Woche meldete das INGV insgesamt 70 Erschütterungen. Die Bodendeformation bleibt bei 13 mm pro Monat.

Vulkannachrichten 05.05.21: Fournaise, Nevados de Chillan, Campi Flegrei

Die Vulkannachrichten drehen sich heute um den Piton de la Fournaise, wo Lava durch ein altes Tunnelsystem fließt. außerdem gibt es Neues von den Vulkanen Nevados de Chillan und Campi Flegrei zu berichten.

Piton de la Fournaise: Lavaströme aktiv

Lokation: -21.23, 55.72; Frankreich | Eruption:  Hawaiianisch | Link

Am Piton de la Fournaise auf La Réunion fließt weiterhin Lava. Neue Luftaufnahmen zeigen, dass im Hauptkegel auf der Eruptionsspalte Lava brodelt. Sie fließ unterirdisch ab und tritt am Steilhang vom Grandes Pentes aus. Innerhalb von 24 Stunden schritt die Lava um 180 m voran. Die Front des Lavastroms befindet sich auf einem Höhenniveau von 1500 m. Das Interessante ist, dass sich die Lava tatsächlich ihren Weg durch alte Lavaröhren gesucht hat. Auf dem Foto sieht man, dass die Lavaströme an der Kante eines alten Lavafeldes austreten. Der Tremor ist noch leicht erhöht und es wurden 3 vulkanotektonische Beben registriert.

Nevados de Chillán eruptiert Aschewolken

Lokation: -36.85, -71.377; Chile | Eruption: Dom | Link

In Chile ist der Chillan wieder aktiv geworden und eruptierte mehrere Aschewolken. Sie stiegen bis auf eine Höhe von 3600 m auf und drifteten in südlicher Richtung. Webcamaufnahmen zeigten eine kontinuierliche Ascheemission. MIROVA detektiert eine moderate Wärmestrahlung mit Maximalwerten von 29 MW. Es ist durchaus möglich, dass es wieder zu einer Intensivierung des Domwachstums gekommen ist. Der Alarmstatus steht auf „gelb“.

In Chile stehen noch 2 weitere Vulkane auf Alarmstufe „gelb“. Das sind der Volcan Hudson und die Laguna del Maule. Unter letzterem Vulkan wurden starke Bodenanhebungen registriert, die an das Geschehen im Bereich der italienischen Campi Flegrei erinnern.

Campi Flegrei: Erdbeben M 2,0

Lokation: 40.826, 14.138; Italien | Eruption: Fumarolisch| Link

Wo wir gerade beim Thema Campi Flegrei sind. Dort gab es heute ein leichtes Erdbeben der Magnitude 2,0. Damit unterscheidet es sich deutlich von den üblichen Erdstößen im Bereich der Mikroseismik. Das Hypozentrum lag in 2,8 km Tiefe. Im INGV-Bulletin der letzten Woche (Beobachtungszeitraum 19. – 25. April) ist zu lesen, dass 70 Erdstöße registriert wurden. Die Bodenanhebung lag bei etwa 13 mm. Seit 2011 hob sich der Boden um 73,5 cm. In den letzten Monaten beschleunigte sich die Inflation. Allerdings ist man sich nach wie vor nicht im klaren darüber wie es am Vulkan weitergehen wird. Spannend bleibt die Situation auf jeden Fall.

Erdbeben-Nachrichten 23.04.21: Griechenland, Nicaragua, Japan

Die Erdbeben-News vom Freitag, werden von einer Reihe moderater Erdstöße bestimmt, die sich zum Teil in vulkanisch aktiven Regionen ereigneten. Im Fokus stehen dabei wieder die Erdbeben nahe der griechischen Vulkaninsel Nisyros.

Griechenland: Erdbeben M 4,1 bei Nisyros

Datum: 22.04.2021| Zeit: 19:49:58 UTC | Lokation: 36.41 N ; 27.14 E | Tiefe: 12 km | Ml: 4,1

Südlich der griechischen Vulkaninsel Nisyros gab es weitere Erdbeben. Das Stärkste brachte es gestern auf eine Magnitude von 4,1. Es hatte ein Hypozentrum, das 12 km tief lag. Das Epizentrum wurde 41 km südöstlich von Kéfalos lokalisiert. Insgesamt ereigneten sich in den letzten 48 Stunden 34 Erdbeben in der Region. Seit Beginn der seismischen Aktivität gab es mehr als 400 Erdstöße.

Nicaragua: Erdbeben M 4,5

Datum: 23.04.2021| Zeit: 01:45:30 UTC | Lokation: 11.41 N ; 86.77 W | Tiefe: 5 km | M: 4,5

Vor der Küste Nicaraguas bebte es mit einer Magnitude von 4,5. Der Erdbebenherd lag in nur 5 km Tiefe. Das Epizentrum manifestierte sich 50 km süd-süd-westlich von Masachapa. In der Region gab es in den letzten Tagen zahlreiche Erdstöße. In Nicaragua gibt es einige aktive Vulkane.

Japan: Erdstoß M 4,5

Datum: 23.04.2021| Zeit: 07:26:34 UTC | Lokation: 30.51 N ; 131.39 E | Tiefe: 10 km | Mb: 4,5

Südöstlich der japanischen Insel Kyushu ereignete sich ein Beben der Magnitude 4,5. Das Hypozentrum lag 10 km tief. Das Epizentrum befand sich 45 km ost-süd-östlich von Nishinoomote. Das Interessante an diesem Beben ist, dass es sich nur wenige Kilometer von der Kikai-Caldera entfernt ereignete.

Chile: Erdbeben Mb 4,1

Datum: 23.04.2021| Zeit: 03:53:12 UTC | Lokation: 30.51 N ; 131.39 E | Tiefe: 10 km | Mb: 4,1

Vor der chilenischen Küste gab es in den letzten 2 Tagen viele schwache-moderate Erdstöße. Der Stärkste brachte es in den letzten Stunden auf M 4,1. Das Hypozentrum befand sich in 10 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 86 km südwestlich von San Antonio verortet.

Campi Flegrei: Kleiner Erdbebenschwarm

Datum: 23.04.2021| Zeit: 03:53:12 UTC | Lokation: 40.8238, 14.1370 | Tiefe: 1,2 km | M: 0,9

Der Caldera-Vulkan Campi Flegrei wurde wieder Schauplatz eines kleinen Erdbebenschwarms. Wie das INGV berichtet, ereigneten sich 7 Erdbeben mit Magnituden unter 1. Sie alle lagen in Tiefen von weniger als 3 km. Seit mehreren Jahren wird unter der Caldera Inflation registriert.

Erdbeben-News 07.04.21: Kermadec, PNG, Campi Flegrei

Heute gab es ein weiteres starkes Erdbeben am Tonga-Graben. Auf Papua Neuguinea bebte es mit einer moderaten Magnitude. Die Campi Flegrei wurde von einem Schwarmbeben heimgesucht.

Kermadec: Erdbeben Mw 6,0

Datum: 07.04.2021| Zeit: 09:53:29 UTC | Lokation: 29.14 S ; 176.50 W | Tiefe: 15 km

In der Nähe der neuseeländischen Kermadec-Inseln ereignete sich ein weiteres starkes Erdbeben. Es hatte die Magnitude 6,0. Das Hypozentrum wurde in 15 km Tiefe festgestellt. Das Epizentrum befand sich 882 km südlich von ‘Ohonua, auf Tonga. Ein weiteres Nachbeben hatte die Magnitude 5,2. Der Tonga-Graben kommt offensichtlich nicht zur Ruhe und mit weiteren Beben ist zu rechnen.

Papua Neuguinea Erdstoß M 5,6

Datum: 07.04.2021| Zeit: 05:13:16 UTC | Lokation: 29.14 S ; 176.50 W | Tiefe: 446 km

Östlich der New Ireland Region in PNG bebte es mit einer Magnitude von 5,6. Das Hypozentrum befand sich im Erdmantel, genauer, in einer Tiefe von 446 km. Damit muss sich die Erschütterung an einem Stück subduzierte ozeanischer Kruste zugetragen haben, weil es ansonsten praktisch keine Erdbeben im plastischen Material des Erdmantels geben kann. Das Epizentrum wurde 199 km nordöstlich von Kokopo, und damit in relativer Nähe zur Rabaul-Caldera lokalisiert Der dortige Vulkan Tavuvur ist schon verhältnismäßig lange ruhig.

Campi Flegrei: Schwarmbeben

Datum: 07.04.2021| Zeit: 02:08:45 UTC | Lokation: 40.8297; 14.1497 | Tiefe: 2,1 km

Der italienische Calderavulkan Campi Flegrei war letzte Nacht Austragungsort mehrere schwacher Erdbeben. Die stärkste Erschütterung hatte eine Magnitude von 1,9 und lag 2,1 km tief. Das Epizentrum lag einige Hundert Meter westlich der Solfatara. Insgesamt registrierte das INGV 9 Erschütterungen.

Kanarische Inseln: Erdbeben M 2,1

Datum: 07.04.2021| Zeit: 00:05:14 UTC | Lokation: 27.72 N ; 18.22 W | Tiefe: 36 km

Die Kanareninsel El Hierro wurde von einem schwachen Erdbeben der Magnitude 2,1 erschüttert. Das Hypozentrum wurde in einer Tiefe von 36 km lokalisiert. Das Epizentrum befand sich vor der Südspitze der Insel, genauer, 31 km west-süd-westlich von Valverde.

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