Momotombo: weitere Eruptionen

Feuer am Momotombo.In den letzten Wochen ist es wieder etwas stiller um die Vulkane Nicaraguas geworden, obwohl sie immer noch aktiv sind. Der Lavasee im Krater des Masaya ist etwas gewachsen und die Lava sehr dünnflüssig. Am Wochenende gab eine kleinere Eruption am Telica und Nachts ist auf der LiveCam Rotglut zu erkennen. Diese erkennt man derzeit auch am Momotombo. Ungewöhnlich ist der Ort der Rotglut: neben illuminierte Wolken über dem Gipfel leuchtet es auch an seiner Basis. Unweit der LiveCam scheint ein Feuer zu wüten. Wodurch der Waldbrand ausgelöst wurde ist unklar, doch es ist nicht auszuschließen, dass glühende Tephra die Ursache ist. Auf jeden Fall kommt es sporadisch zu explosiven Eruptionen des Vulkans.

Momotombo: weitere Eruptionen

Eruption am Momotombo. © Paul Wyse / Ineter

In der letzten Nacht gab es 2 explosive Eruptionen am Momotombo in Nicaragua. Die erste war vergleichsweise heftig und deckte einen Großteil des Vulkankegels mit glühender Tephra ein. Zudem gibt es Hinweise auf einen pyroklastischen Strom, der über die Flanke floss.

Die zweite Explosion war deutlich kleiner, dennoch landeten im oberen Kraterbereich glühende Lavabrocken auf der Außenflanke. Dieses Event fand praktisch ohne vorausgehende Seismik statt, was dafür spricht, dass das Magma hoch im Förderschlot steht und die Aufstiegswege frei sind.

Nicaragua: Cerro Negro

Nachdem die Vulkane in dem mittelamerikanischen Land jahrelang ruhig waren, tauchen nun gleich 4 Feuerberge Nicaraguas in den Meldungen auf. Neben den bereits eruptierenden Vulkanen Masaya, Momotombo und Telicia reiht sich der Cerro Negro in den Reigen der Vulkane mit zunehmender Aktivität ein. Dort wurde die Bevölkerung vor einen möglichen Ausbruch gewarnt. Grund hierfür ist erhöhte Seismik in der Region. Am Dienstag gab ein einen Erdstoß M 4,1 der die Hauptstadt erschütterte. Es folgten mehrere schwache Erdbeben. Heute manifestierte sich ein weiteres Beben M 4,6 vor der Küste. Cerro Negro eruptierte in der Vergangenheit häufig nach Erdbeben.

Masaya: erhöhte Aktivität

Im Krater des Vulkans in Nicaragua brodelt Lava im Förderschlot. Diese Nachricht ist nicht neu. Neu ist allerdings, dass die Vulkanologen steigende Seismik und einen recht hohen Ausstoß an Schwefeldioxid registrieren. Zudem steigt die Lava weiter im Förderschlot an, so dass bald aus einer Lavalinse ein Lavasee entstehen könnte. In einem weiteren Förderschlot eines benachbarten Kraters findet Lavaspattering statt. Hier könnte sich die Aktivität in Richtung strombolianisch steigern.

Am Momotombo in Nicaragua kam es heute zu einer kleinen Ascheeruption. Mit weiteren explosiven Eruptionen am Telica ist ebenfalls zu rechnen. Nicaragua hat derzeit also viel Potenzial für Vulkanbeobachter.

Momotombo: erneute Eruptionen

Livecambild der nächtlichen Eruption. © Alex Bogár‎

Der Vulkan Momotombo in Nicaragua ist wieder aktiv geworden. Am Samstag wurden 2 kleiner Ascheeruptionen gemeldet. In der Nacht gab es dann eine größere explosive Eruption, die einen großen Teil des Vulkans mit glühender Tephra eindeckte. Die Vulkanologen registrierten zudem 25 Gaseruptionen und 18 Erdbeben mit Magnituden bis 3.

Der Vulkan eruptierte das letzte Mal vor einem Monat. Bei dieser Eruption handelte es sich um einen Paroxysmus, der neben einem Lavastrom eine hoch aufsteigende Aschewolke förderte.

Momotombo: Lavafontänen

Der Momotombo in Nicaragua. © Viva Nicaragua

Gestern Mittag wurden einige schwache Eruptionen des Vulkans in Nicaragua registriert. In der Nacht steigerten sie sich zu einer paroxysmalen Eruption mit kontinuierlicher Lavafontäne, Ascheausstoß  und einem Lavastrom, der über die Vulkanflanke floss. Heute ist die Aktivität noch erhöht, aber nicht so stark wie in der Nacht. Das Geschehen kann via Livecam beobachtet werden.

Der Momotombo ist ein 1297 m hoher Stratovulkan im Nordwesten des Lake Managua. Die letzte große Eruption fand 1905 statt. Im Jahr 2006 gab es einen kleineren Vulkanausbruch.

Telica: explosive Eruption

Gestern Morgen kam es am Vulkan Telica in Nicaragua zu einer plötzlichen Eruption. Ohne Vorwarnung schleuderte der Vulkan Vulkanasche und Lavabomben mehrere Tausend Meter hoch. Es bildeten sich kleinere pyroklastische Ströme. Kühe wurden von großen Gesteinsbrocken erschlagen. Auf einem Bild in der Presse ist zu erkennen, wie ein Fels aus einer Kuh gezogen wurde. Allem Anschein nach handelte es sich bei dem Gestein um altes anstehendes Material und nicht um eine frische Lavabombe. Es gibt aber auch Fotos mit Kopf-großen dampfenden Bomben, die bis aufs Farmland flogen. Die Bilder seht ihr im Blog „earth of fire„.

Telica: erhöhte Aktivität

Der Vulkan in Nicaragua ist seit dem 8. Mai aktiv und erzeugt strombolianische Eruptionen. Einige der Ausbrüche decken den Kraterhang mit glühenden Lavabomben ein. Vulkanasche steigt über 1000 m hoch auf. Die Seismik ist erhöht und die Behörden rechnen mit weiteren Ausbrüchen, die an Intensität zunehmen können.
Der 1610 m hohe Vulkan Telica ist einer der aktivsten Feuerberge Nicaraguas und liegt nur 112 km von der Hauptstadt entfernt. Sollte es zu einem großen Vulkanausbruch kommen, würde zumindest der Flugverkehr zum internationalen Flughafen betroffen werden.