Fuego: neuer Paroxysmus beginnt

Nach gut 10 Tagen intensiver strombolianischer Tätigkeit scheint nun ein neuer Höhepunkt in Form eines Paroxysmus zu beginnen. Auf der LiveCam sieht man kontinuierliche Rotglut und MIROVA präsentiert eine steigende thermische Strahlung. Beides Indikatoren eines beginnenden Paroxysmus am Fuego.

Ein weiterer Vulkan Mittelamerikas steht in den Schlagzeilen wegen seiner leicht erhöhten Aktivität: Colima in Mexiko. Der Dom wächst und im oberen Bereich der Flanke fließt ein zäher Lavastrom.

In Peru ist der Sabancaya wieder recht munter: vorgestern eruptierte er eine Aschewolke die 3500 m über den Gipfel aufstieg.

Zhupanovsky in Kamtschatka meldet sich nach einer längeren Pause mit Ascheausstoss zurück. Auf der sibirischen Halbinsel ist der Shiveluch derzeit besonders oft in den Meldungen des VAAC Tokyo vertreten.

Shiveluch: pyroklastische Ströme

Der Vulkan auf Kamtschatka ist in den letzten Tagen besonders aktiv. Im der Lavadom im hufeisenförmigen Krater wächst und generiert pyroklastische Ströme. Gestern registrierte das VAAC Tokyo 8 Aschewolken, die vom Shiveluch ausgingen. Dagegen ist es am benachbarten Klyuchevskoy etwas ruhiger geworden.

Der Fuego in Guatemala hat seit 2 Tagen ein leicht erhöhtes thermisches Signal auf MIROVA. Das Vulkanologische Institut meldet schwache bis mittelstarke explosive Eruptionen mit Aschewolken die bis in eine Höhe von 4500 m aufsteigen. Die Vulkane Pacaya und Santiaguito sind recht ruhig.

Vorgestern erwachte der Sabancaya in Peru zu neuem Leben. Es wurden mehrere kleine Aschewolken beobachtet. Mit einer Höhe von 5.976 m zählt der Andenvulkan zu den höchsten Feuerbergen der Erde. Die letzte größere Eruption fand 2003 statt.

In Deutschland manifestiert sich derzeit ein kleiner Erdbebenschwarm bei Schaffhausen. Es wurden mehrere Erdstöße mit Magnituden kleiner 2 registriert.

Stärker bebt die Erde in Südfrankreich: nördlich von Monaco gab es ein Erdbeben M 4,1. Das Hypozentrum lag in nur 2 km Tiefe. es folgten mehrere Nachbeben.

Am Ätna auf Sizilien gab es in den letzten Tagen mehrere schwache Erdbeben. Heute Abend präsentiert sich der Tremor ebenfalls leicht erhöht. Dieser leichte Anstieg muss nicht zwingend ein Vorbote einer neue Eruption sein, zeigt aber, dass der Vulkan jederzeit wieder eruptieren kann.

Der Vulkan Suwanose-jima in Japan eruptierte seit gestern 6 Mal. Das VAAC Tokyo registrierte auch mehrere Eruptionen der Vulkan Shiveluch und Klyuchevskoy auf Kamtschatka.

Nach dem letzten starken Erdbeben in Mittelitalien wurden östlich des Erdbebengebietes 2 neue Schlammquellen aktiv. Diese fließen in einem Olivenhain nahe des Dorfes Santa Vittoria. 
Es ist nicht die ersten Schlammvulkane in der Gegend, andere wurden in Monteleone entdeckt und in S. Maria bei Paganico gibt es ziemlich bekannte Schlammvulkane. 

Vulkane und Erdbeben

Das Geschehen der letzten 24 Stunden wird von mehreren interessanten Erdbeben und einigen Vulkanausbrüchen bestimmt. Uns am nächsten war ein Erdbeben der Magnitude 5,1 das die Straße von Gibraltar erschütterte. Das Hypozentrum  lag in nur 2 km Tiefe.

Im Gebiet des isländischen Vulkans Bardarbunga ereignete sich ein kleiner Erdbebenschwarm. In den letzten 48 Stunden waren es 20 Einzelevents.

Erdbeben waren auch ein Problem am peruanischen Vulkan Sabancaya. Dort sollen es vulkanisch bedingte Erdbeben auf Magnituden von 5,4 gebracht haben. Einige einfach gebaute Häuser wurden zerstört. Der Vulkan dampft zunehmend und scheinbar wurden auch einige explosive Eruptionen beobachtet. Sollte es sich bei den Beben tatsächlich um vulkanotektonische Erdbeben handeln, dann könnten diese auf massiven Magmenaufstieg hindeuten.

Am Momotombo in Nicaragua kam es zu weiteren Eruptionen. Eine dauerte scheinbar etwas länger als die vorangegangenen Vulkanausbrüche. Diese kommen normalerweise unvermittelt ohne visuelle Vorzeichen und sind einzelne kurzlebige Explosionen.

Sabancaya: erhöhte Aktivität

Der Vulkan in Peru ist laut Medienberichten in eine neue Phase erhöhter Aktivität eingetreten. Der Tremor ist gestiegen und es finden Asche-und Dampferuptionen statt. Gestern stieg eine Eruptionswolke ca. 3 km hoch auf. Die Behörden rechnen mit weiteren explosiven Eruptionen und mit einer Zunahme der Aktivität.

Sabancaya ist ein Stratovulkan in den Anden im Süden Perus. Mit einer Höhe von 5976 m ist er einer der höchsten aktiven Vulkane der Welt. Er ist Teil einer 20 km langen Vulkankette die aus 3 Startovulkanen besteht.