Sabancaya steigert Aktivität – Explosion fördert Vulkanasche bis auf 7.300 m Höhe
Der Vulkan Sabancaya liegt im Süden Perus und zeigt erneut erhöhte Aktivität mit wiederkehrenden Asche- und Gasemissionen. Laut dem Geophysikalischen Institut von Peru (IGP) kam es am 3. Mai 2026 sowie in den frühen Morgenstunden des 4. Mai zu mehreren Explosionen, die einen deutlichen Ascheniederschlag im Westen und Süden des Vulkans verursachten. Um 11:52 Uhr ereignete sich eine stärkere Explosion, die zu einer großräumigen Ausbreitung vulkanischer Partikel führte, die sich über mehr als 30 Kilometer vom Sabancaya entfernten.

Betroffen wareb unter anderem die Distrikte Lluta, Huambo, Cabanaconde und Tapay sowie umliegende Siedlungen in der Provinz Caylloma. Die Aschewolke wurde zusätzlich durch atmosphärische Bedingungen beeinflusst, wodurch sich ihre Flugbahn variabel gestaltete und eine Ausbreitung in den nördlichen Sektor nicht ausgeschlossen werden konnte.
Der Vulkan bleibt weiterhin auf Warnstufe Orange, was eine mittlere bis hohe Eruptionswahrscheinlichkeit signalisiert.
Die Aschewolken führten beim VAAC Buenos Aires zu VONA-Meldungen, denen zufolge die Asche gestern bis auf Flughöhe 220 (6700 m) aufstieg. Laut einer IGP-Grafik erreichte die Aschewolke eine Höhe von 2000 m über dem Krater. Heute stiegen die Emissionen sogar bis auf Flughöhe von 240, was etwa 7.300 m über dem Meeresspiegel entspricht. Die Asche driftete mit einer Geschwindigkeit von 18 km/h in Richtung Westen.
Die peruanischen Behörden überwachen die Situation kontinuierlich mit seismischen Stationen, Gasmessgeräten und Kamerasystemen. Auf dem Echtzeit-Seismogramm sind heute mehrere Explosionssignale und Tremorphasen zu erkennen, die mehrere Minuten andauerten und mit starken Entgasungen oder Ascheemissionen einhergehen könnten.
INDECI ruft die Anwohner dringend dazu auf, Schutzmaßnahmen zu ergreifen: Das Tragen von Masken und Schutzbrillen, das Schließen von Häusern sowie die Vorbereitung von Notfallsets gehören zu den zentralen Empfehlungen.
Zusätzlich wird geraten, den Aufenthalt im Freien zu vermeiden, Wasserquellen abzudecken und Nutztiere in geschützte Bereiche zu bringen. Die wiederkehrenden Eruptionen gelten als Teil des seit 2016 anhaltenden Aktivitätszyklus des Sabancaya, einem der aktivsten Vulkane Perus. Die Lage bleibt angespannt, und weitere Ascheemissionen sind in den kommenden Stunden und Tagen wahrscheinlich.






