Taal stößt erneut sehr viel Schwefeldioxid aus

Hoher Schwefeldioxid-Ausstoß in der Taal Caldera detektiert

Dass der Calderavulkan Taal zu den größten vulkanischen Dreckschleudern der Welt gehört, ist spätestens seit seinem letzten Ausbruch im Jahr 2020 bekannt. Ungewöhnlich ist allerdings die Menge an Schwefeldioxid, die er in den letzten Tagen emittiert, obwohl der Vulkan nicht eruptiert: vorgestern wurden 14211 Tonnen des vulkanischen Gases ausgestoßen, was nahe an bisherigen Rekordwerten heranreicht. Der Direktor von PHILVOLCS, Teresito Bacolcol, beruhigte die Anwohner des Vulkans allerdings und sagte in einem Interview, dass es außer den starken Gasemissionen aktuell keine Anzeichen eines unmittelbar bevorstehenden Vulkanausbruchs gäbe. Dank des moderaten Windes, der über die Caldera hinwegzieht, besteht momentan auch keine Gesundheitsgefahr durch VSMOG. Dennoch könnte sich bei einer Änderung der Wetterlage schnell wieder dieser gefürchtete Nebel aus Vulkangas in der Caldera bilden. Bei besonders hartnäckigen Inversionswetterlagen kann sich sogar im ca. 50 km entfernt gelegenen Manila vulkanisch bedingter Smog bilden.

Auch wenn Teresito Bacolcol die Bevölkerung beruhigen kann, so ist es nicht ganz richtig, dass es keine Anzeichen dafür gibt, dass der Taal zeitnahe wieder ausbrechen könnte. Zwar gibt es augenblicklich nur wenige vulkanisch bedingte Erdbeben, dennoch wird unter den Flanken des Intracalderavulkans von Volcano Island eine Inflation festgestellt. Das Wasser im Kratersee hat einen pH-Wert von 0,2 und eine neue Temperaturmessung kam auf eine Temperatur von 72,2 Grad Celsius. Während sich das Wasser um ca. 2 Grad abkühlte, nahm die Acidität des Wassers zu. Außerdem wird der See von Turbulenzen aufgewühlt und dampft. Zumindest phreatische Eruptionen erscheinen mir hier jederzeit möglich zu sein.

Generell ist der extrem hohe Gasausstoß besorgniserregend: So hohe Werte erreichen normalerweise nur Vulkane, die eine große Menge Lava ausstoßen oder in deren Krater Lavaseen brodeln. Auch der italienische Calderavulkan Campi Flegrei stößt hohe Mengen magmatischer Gase aus. Dort ist es aber Kohlendioxid, das aus der Tiefe aufsteigt und von einem Magmenkörper in größerer Tiefe zeugt, während am Taal Schwefeldioxid ausgestoßen wird, das von einem flach gelegenen Magmenkörper stammen muss. Ungeklärt ist die Frage, wieviel eruptionsfähige Schmelze in diesem Magmenkörper enthalten ist. Auch wenn kein unmittelbarer Vulkanausbruch bevorstehet, könnte sich die Lage schnell zum Schlechteren wenden.

Taal Vulkan mit hohem Gasflux am 26.01.24

Staat: Philippinen | Lokation: 14.002; 120.99 | Aktivität: Fumarolisch

Taal stößt viel Schwefeldioxid aus – Turbulenzen im Kratersee

Der philippinische Taal-Vulkan stieß in den letzten 24 Stunden wieder extrem viel Schwefeldioxid aus. Wie das Institut PHLVOLC angibt, lag der Ausstoß bei 15145 Tonnen am Tag. Das ist der höchste Wert seit Monaten. Das Gas steigt überwiegend vom Grund des Kratersees auf Volcano-Island auf und löst im Wasser starke Turbulenzen aus. Zudem ist das Seewasser 74 Grad heiß und verfärbt. Es steigt eine bis zu 1200 m hohe Dampfwolke auf. Vulkanotektonische Erdbeben wurden nicht registriert. Während der Boden in der gesamten Caldera langsam absinkt, steigt er im Bereich der kleinen Vulkaninsel. Die Bodenhebung wird von magmatischen Fluiden verursacht, wobei unklar ist, ob es sich um Magma handelt oder um Gas und Tiefenwasser.

Man darf nicht vergessen, dass das Schwefeldioxid nur ein Bestandteil des ausgestoßenen Gases ist. Der Hauptanteil vulkanischer Gase besteht meistens aus Wasserdampf. Von daher ist der Taal-Vulkan schon eine mächtige Gasausstoßmaschine und trägt zum natürlichen Gashaushalt der Atmosphäre bei. Schließlich darf man nicht vergessen, dass täglich mehrere hundert oder sogar tausende Tonnen Gas aus der Atmosphäre ins Weltall entweichen. Dieser Prozess wird als atmosphärische Flucht bezeichnet. Dies geschieht durch verschiedene Prozesse, insbesondere durch thermische Fluktuationen und die kinetische Energie der Gasmoleküle. So gehen Forscher davon aus, dass seit der Bildung der Ozean vor ca. 4 Milliarden Jahren ungefähr ein Viertel des Ozeanwassers infolge der atmosphärischen Flucht ins Weltall verabschiedet haben. Dadurch senkte sich der Meeresspiegel um 800 m. Die Ausdünstungen der Vulkane tragen dazu bei, diesen Verlust ein wenig auszugleichen und halten den Atmosphärendruck weitestgehend konstant. Außerdem wirken die Gase aus den Vulkanen klimaregulierend. So können Schwefeldioxidaerosole in der Stratosphäre Sonnenlicht reflektieren und der Klimaerwärmung entgegenwirken. Diese Erläuterungen zeigen, dass Vulkangase nicht nur schädlich sind. Normalerweise stehen sie am Taal in den Schlagzeilen, weil sie gesundheitsschädlichen VOG verursachen können.

Taal mit VOG am 10.01.24

Warnung vor VOG am Taal – Tragen von Masken empfohlen

Staat: Philippinen | Lokation: 14.002; 120.99 | Aktivität: Fumarolisch

Der philippinische Taal-Vulkan liegt in der Provinz Batangas unweit von Manila und zeigte nach einem alarmierend hohen Ausstoß von Schwefeldioxid in der letzten Woche nun eine leichte Abnahme der Emissionen. Das geht aus einem Bericht von PHILVOLCS hervor. Gestern wurden innerhalb von 24 Stunden ein Schwefeldioxid-Ausstoß von 10.933 Tonnen gemessen. Verglichen mit dem Höchstwert von 12.685 Tonnen Anfang Januar und 11.499 Tonnen im November des letzten Jahres, ist das zwar weniger, aber immer noch sehr viel. Darüber hinaus stieß der Vulkan eine Dampfwolke aus, die bis auf eine Höhe von 1200 m aufgestiegen war. Im Kratersee auf Volcano Island gab es weiterhin Wasserturbulenzen, die durch den Gasausstoß hervorgerufen wurden und werden. Zudem verfärbten Gas und aufgewühlte Sedimente das Wasser.

Während auf Volcano Island eine lokale Bodenhebung detektiert wird, senkt sich der Boden in anderen Bereichen der Caldera, die im Vorfeld der Eruption von 2020 angehoben wurden.

Hohe Schwefeldioxid-Emissionen und Dampffreisetzung haben zu „VOG“ geführt – einem schädlichen Dunst aus vulkanischem Gas – der Orte in der Nähe des Vulkans mit Beschlag belegte, insbesondere auf Seeuferstädte in Batangas und Tagaytay City in der Provinz Cavite. Regierungsbeamte haben die Bewohner angewiesen, N-95-Gesichtsmasken (die bei Gas nichts bringen) zu tragen, um sich vor VOG zu schützen, da dieser SO2-Gas enthält und Augen, Nase und Rachen reizen kann, insbesondere für Menschen mit Atemwegserkrankungen und schwangere Frauen.

Der Vulkan bleibt auf Alarmstufe 1 für geringe vulkanische Unruhe, was bedeutet, dass phreatische Ausbrüche, vulkanische Erdbeben, Ascheniederschlag und gefährliche Gasemissionen möglich sind. PHILVOLCS betonte, dass der Vulkan weiterhin in einem anormalen Zustand sei und keine Anzeichen für das Ende der Unruhen oder die Einstellung der möglichen Eruptionsaktivität bestünden.

Mayon stößt ebenfalls Schwefeldioxid aus

Neben dem Taal-Vulkan ist auf den Philippinen auch noch der Mayon unruhig. Zwar hat seine Aktivität in den letzten Wochen nachgelassen, doch noch immer ist der Schwefeldioxid-Ausstoß hoch. Gestern wurde mehr als 1500 Tonnen des Gases emittiert. Die Lavaströme sind allerdings Geschichte. In Bezug auf mögliches Domwachstum gab es keine Aktualisierungen bei PHILVOLCS. Wahrscheinlich stagniert es erst einmal. Allerdings könnte diese Stagnation nur kurz anhalten, denn der Vulkan bläht sich weiter auf.

Taal mit hohem Schwefeldioxid Ausstoß am 04.01.24

Taal stieß mehr als 11.000 Tonnen Schwefeldioxid aus – Warnung vor VOG

Staat: Philippinen | Lokation: 14.002; 120.99 | Aktivität: Fumarolisch

Der philippinische Taal-Vulkan beginnt das neue Jahr, wie er das alte beendete: mit einem hohen Ausstoß an vulkanischem Schwefeldioxid-Gas. Am 2. Januar waren es 11.434 Tonnen, die dem Krater auf Volcano-Island entströmten. Das Wasser des Kratersees war verfärbt und aufgewühlt. Der Gasausstoß verursachte starke vertikale Strömungen. Eine Dampfwolke stieg bis zu 2400 m über dem Krater auf und driftete in Richtung Südwesten. Offenbar werden andere Messungen nur noch sporadisch ausgeführt, denn pH-Wert und Wassertemperatur wurden zuletzt im Oktober gemessen. Der pH-Wert betrug 0,4 was extrem sauer ist und einen Wert annahm, der nahe dem Ende der Skala liegt. Zur Erinnerung: Der pH-Wert ist ein Maß für die Stärke einer Säure bzw. Base. Die Skala wird normalerweise von 0 bis 14 dargestellt, wobei der Mittelwert 7 neutral ist. Rechts davon hat eine Flüssigkeit die Eigenschaft einer Base. Links von 7 werden Säuren angezeigt. Die Temperatur lag bei 74,3 Grad, was ebenfalls sehr heiß für einen Kratersee ist. Außerdem wurde im Bereich von Volcano Island Bodenhebung festgestellt. Gestern wurden 4 vulkanisch bedingte Erdbeben registriert. Alles in allem sprechen die geophysikalischen Daten dafür, dass Magma im Untergrund entgast und das Hydrothermalsystem weiter anheizt. Phreatische Eruptionen sind jederzeit möglich und stellen eine Gefahr für Menschen da, die sich auf Volcano Island aufhalten.

Die starken Schwefeldioxid-Emissionen stellen eine gesundheitliche Gefahr für die Anwohner der Region dar, da sich das Gas großflächig verteilt. Besonders bei Inversionswetterlagen kann das Gas nicht nach oben entweichen und sammelt sich in bodennahen Luftschichten an. Dann entsteht VOG, bzw. VSMOG, wie der Dunst aus Vulkangas auch genannt wird. Ähnlich wie der industriell bedingte SMOG ist VOG gesundheitsschädlich und belastet vor allem die Atemwege und das Herzkreislaufsystem. Auch die Schleimhäute und Augen können gereizt werden.

Bulusan mit Erdbeben und Bodenhebung

Staat: Philippinen | Lokation: 12.77; 124.05 | Eruption: Fumarolisch

In den letzten Tagen verursachte auch der Vulkan Bulusan Sorgen, denn Seismizität und Inflation nahmen signifikant zu. So meldete PHILVOLS am 2. Januar 116 vulkanisch bedingte Erdbeben. Sie standen im Zusammenhang mit unterirdischen Magmabewegungen. Seit Februar letzten Jahres hebt sich die südliche Vulkanflanke und die Ausbruchsgefahr steigt.

Taal mit hohem Schwefeldioxid-Ausstoß am 09.11.23

Am Taal wurde der höchste Schwefeldioxid-Ausstoß des Jahres gemessen

Der Taal ist ein großer Calderavulkan auf der philippinischen Insel Luzon und stieß in den letzten 24 Stunden 11.499 Tonnen vulkanisches Schwefeldioxid aus. Das geht aus einer Mitteilung von PHILVOLCS hervor. Es war der stärkste Schwefeldioxid-Ausstoß des Jahres. Er ging einher mit einer starken Dampfentwicklung aus dem Kratersee auf Volcano Island. Außerdem wurden im Kratersee Wasserturbulenzen festgestellt.

Bereits in den letzten Wochen stieg der Gasausstoß an und im September betrug der Wert im Durchschnitt 5.019 Tonnen pro Tag. Seit seinem jüngsten Ausbruch im Jahr 2020 ist der Vulkan nicht mehr ganz zur Ruhe gekommen. Tatsächlich wurden auch einige phreatische Eruptionen festgestellt.

Das Schwefeldioxid stammt aus einem Magmenkörper unter dem Vulkan. Dieser war im Vorfeld der Eruption von 2020 intrudiert. Offenbar wurde nur ein Teil der Schmelze eruptiert. Seitdem schlummert das Magma im Untergrund und verändert sich chemisch. Bei diesem Prozess könnte das Schwefeldioxid freigesetzt werden. Das Magma kühlt auch langsam ab, wodurch es an Volumen einbüßt. Diese führt zu einer Subsidenz im gesamten Calderabereich. Allerdings gibt es auf Volcano Island eine schwache Bodenhebung. Hier scheinen sich weitere magmatische Fluide anzusammeln.

Ein Problem, das in der Region öfter auftritt, ist Vog. Hierbei handelt es sich um vulkanisch bedingten Smog, der zu Atemwegsproblemen führen kann. Vog tritt wie Smog überwiegend dann auf, wenn es eine Inversionswetterlage gibt, die verhindert, dass das Gas nach oben abziehen kann. Auch Windstille kann Vog begünstigen. Aktuell scheint es aber windig genug zu sein, so dass noch kein Vog gemeldet wurde.

Der Taal brach zuletzt im Januar 2020 groß aus. Vulkanasche stieg bis in die Stratosphäre auf und man rechnete mit weiteren Eruptionen, die bis jetzt aber ausblieben.

Taal-Vulkan am 14.10.23

Staat: Philippinen | Lokation: 14.002; 120.99 | Aktivität: Fumarolisch

Starker Schwefeldioxid-Ausstoße am Taal auf den Philippinen

Der philippinische Taal-Vulkan stößt seit vorgestern wieder besonders viel Schwefeldioxid aus und sorgt somit für Beunruhigung der Bevölkerung. PHILVOLCS registriert seit dem 12. Oktober wieder einen Ausstoß von mehr als 9000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag. Die letzte Messung gestern brachte es auf 9762 Tonnen des vulkanischen Gases. Es steigt aus dem Kratersee auf Vulcano Island auf und wird von starken Wasserdampfemissionen begleitet. Eine sichtbare Dampfwolke steigt bis zu 900 m hoch auf. Vorgestern stieg die Wolke noch 300 Meter höher auf. Die Emissionen lagen seit September 2023 im Durchschnitt bei 3.781 Tonnen/Tag.

Es gibt starke Wasserturbulenzen im Kratersee. Vulkanisch-bedingte Erdbeben gibt es nicht, dennoch melden die Vulkanologen eine Bodenhebung infolge von Inflation unter Vulcano Island, während großflächig im Bereich der Caldera Deflation registriert wird.

Dank eines starken Windes bildete sich kein vulkanischer Smog im Kessel der Caldera. Doch der Wetterbericht sagt für das Wochenende nachlassende Windgeschwindigkeiten hervor, dann könnte sich wieder VOG bilden, der eine gesundheitliche Belastung für die Anwohner der Caldera darstellt. Der Taal entgast seit März 2021 kontinuierlich hohe Konzentrationen vulkanischen Schwefeldioxids, sodass es immer wieder zur Beeinträchtigung des öffentlichen Lebens der Gegend kommt.

PHILVOLCS klärt die Menschen auf, dass Vog aus feinen Tröpfchen besteht, die vulkanisches Gas wie SO2 enthalten, das säurehaltig ist und Reizungen der Augen, des Rachens und der Atemwege verursachen kann. Menschen, die möglicherweise besonders empfindlich auf Vog reagieren, sind Menschen mit gesundheitlichen Problemen wie Asthma, Lungenerkrankungen und Herzerkrankungen, ältere Menschen, schwangere Frauen und Kinder. Die Forscher raten, dass man seine Exposition begrenzen und sich wenig im Freien aufhalten sollte.

Auf den Philippinen ist nicht nur der Taal aktiv, sondern auch der Mayon. Er baut weiter an einem Lavadom. 3 Lavaströme fließen über seine Flanken und es kommt zu Abgängen von Schuttlawinen und zur Bildung pyroklastischer Dichteströme.

VOG am Taal – News vom 18.09.23

Staat: Philippinen | Lokation: 14.002; 120.99 | Aktivität: Fumarolisch

Starke Schwefeldioxid-Emissionen verursachen VOG am Taal-Vulkan

Seit einigen Tagen kommt es am philippinischen Taal-Vulkan wieder zur Bildung von VOG, da viel Schwefeldioxid ausgestoßen wird. Pro Tag werden etwa 3300 Tonnen des vulkanischen Gases emittiert. Das ist für den Taal zwar kein Spitzenwert, aber in Verbindung mit einer entsprechenden Wetterlage genug um den als gesundheitsschädlich eingestuften Nebel zu erzeugen.

Der VOG entstand aus einer fast 2000 bis 3000 m hohen Dampfwolke, die aus dem Kratersee auf Volcano-Island emittiert wurde. Das Wasser des Kratersees wurde von ausströmenden Fluiden turbulent aufgewühlt. Die Wassertemperatur betrug fast 75 Grad und der pH-Wert lag bei der letzten Messung im Februar bei 0,48. Das Wasser ist also nicht nur extrem warm, sondern auch sehr sauer. Außerdem wurden gestern 4 vulkanisch bedingte Erdbeben registriert.

Das PHILVOLCS-Observatorium hat eine Warnung bezüglich des VOGs herausgegeben, der durch starke Gasemissionen entstanden ist. Diese Warnung richtet sich an die Bevölkerung und informiert über die Gefahren des VOGs. Der VOG besteht aus feinen Tröpfchen, die vulkanisches Gas wie Schwefeldioxid enthalten. Dieses Gas kann in flüssiger Form zu Säure werden und Augen-, Rachen- und Atemwegsreizungen verursachen. Die Schwere der Symptome hängt von der Gasmenge und der Expositionszeit ab.

Menschen mit Gesundheitsproblemen wie Asthma, Lungenerkrankungen, Herzerkrankungen, ältere Menschen, schwangere Frauen und Kinder sind besonders empfindlich gegenüber VOG. Für Gemeinden, die möglicherweise betroffen sind, gelten folgende Empfehlungen:

  • Begrenzen Sie Ihre Exposition, indem Sie Aktivitäten im Freien vermeiden und drinnen bleiben.
  • Schließen Sie Türen und Fenster, um den Geruch abzuschirmen.
  • Schützen Sie sich selbst, indem Sie Ihre Nase mit einer N95-Gesichtsmaske bedecken.
  • Trinken Sie viel Wasser, um Reizungen im Hals zu lindern.

Bei schweren Nebenwirkungen suchen Sie bei Bedarf ärztliche Hilfe oder wenden Sie sich an die örtliche Gesundheitseinheit.
Außerdem kann saurer Regen in Zeiten von Regenfällen und vulkanischem Gasausstoß auftreten, was Ernten schädigen und Metalldächer von Gebäuden beeinträchtigen kann.

Der Alarmstatus steht auf „1“ und das Bild stammt aus dem Archiv.

Auf den Philippinen bereitet nicht nur der Taal Sorgen. Der Mayon ist weiterhin aktiv und baut an seinem Lavadom. Es gehen Schuttlawinen und pyroklastische Dichteströme ab. Drei Lavaströme sind im oberen Flankenbereich unterwegs. Das VAAC registriert kleine Aschewolken.

 

Vulkane der Philippinen am 07.09.23

Kanlaon mit Anstieg der Seismizität

Staat: Philippinen | Koordinaten: 10.41, 123.13 | Eruption: Fumarolisch

Die Vulkanologen von PHILVOLCS zeigen sich aufgrund einer deutlich ansteigenden Seismizität besorgt und veröffentlichten gestern ein Sonderbulletin zum Kanlaon: Am 5. und 6. September wurden 36 vulkanisch-bedingte Erdbeben registriert. Darunter waren 34 vulkanotektonische Erdbeben. Diese Beben hatten Magnituden, die zwischen ML 0,8 und ML 3,4 lagen, und sie traten in Tiefen von 0 bis 9 Kilometern unter der Nordostseite des Kanlaon-Vulkans auf. Die Epizentren der meisten Beben befanden sich nordwestlich des Vulkans. In den letzten 24 Stunden gab es 23 weitere Erdbeben, die im Bericht noch nicht berücksichtigt waren.

Seit März 2023 gab es Bodendeformationsmessungen mittels GPS und elektronischer Neigungsmessungen, die eine kurzfristige Ausdehnung der mittleren Hänge zeigten. Seit März 2022 wird eine längerfristige Ausdehnung des gesamten Vulkanbaus festgestellt.

Der Ausstoß von vulkanischem Schwefeldioxid-Gas aus dem Gipfelkrater betrug am 20. August 2023 durchschnittlich 412 Tonnen pro Tag, was unter dem Durchschnitt von 623 Tonnen pro Tag im Juli 2023 lag. Obwohl die Überwachungsparameter in den letzten Monaten auf eine flache hydrothermale Aktivität hindeuteten, verursacht durch die Entgasung von tiefer liegendem Magma, deutet die anhaltende Erdbebenaktivität darauf hin, dass es Brüche in tieferen Schichten geben könnte, die möglicherweise mit Magmenaufstieg zusammenhängen und zu weiteren Unruhen führen könnten.

Derzeit gilt am Kanlaon die Alarmstufe „1“. Wenn die oben beschriebenen Trends in den geophysikalischen Parametern weiter anhalten, könnte der Vulkanstatus auf Alarmstufe 2 erhöht werden, um vor zunehmenden Unruhen zu warnen. Die Öffentlichkeit und lokale Behörden werden dringend darauf hingewiesen, wachsam zu sein und die permanente Gefahrenzone (PDZ) im Umkreis von vier Kilometern um den Vulkan nicht zu betreten. Die Wahrscheinlichkeit plötzlicher und gefährlicher phreatischer Ausbrüche ohne Vorwarnung steigt.

Zudem sollten die Zivilluftfahrtbehörden Piloten raten, Flüge in der Nähe des Vulkan-Gipfels zu vermeiden, da ein plötzlicher phreatischer Ausbruch für Flugzeuge gefährlich sein kann. Das DOST-PHIVOLCS überwacht die Vulkanaktivitäten des Kanlaon-Vulkans genau, und jede neue Entwicklung wird zeitnah an alle Beteiligten kommuniziert.


Mayon mit langsamen Domwachstum

Staat: Philippinen | Koordinaten: 13.25123.68 | Aktivität: Dom

Am Mayon auf Luzon wird der Lavadom im Gipfelkrater weiterhin mit frischer Lava versorgt. Vom Dom gehen 3 Lavaströme ab. Sie fließen durch die Rinnen Bonga, Mi-isi und Basud und haben Längen von 3,4 km, 2,8 km bzw. 1,1 km. Von den Lavaströmen und vom Dom gehen Schuttlawinen und pyroklastische Dichteströme ab, die bis zu 4 km weit kommen. Gestern wurden 185 Schuttlawinen/Steinschläge und 2 Dichteströme registriert. Zudem gab es 18 vulkanotektonische Erdbeben, die durch Fraktur von Gestein infolge von Magmenaufstieg ausgelöst wurden. Die Inflation verursacht eine Bodenhebung und Versteilung der Vulkanflanken. Gestern wurden 2252 Tonnen Schwefeldioxid-Gas emittiert. Eine Wolke aus Gas-Dampf und Vulkanasche steigt bis zu 1000 m über Kraterhöhe auf. Es gilt weiterhin die Alarmstufe „3“.


Taal-Caldera dampft

Staat: Philippinen | Lokation: 14.002; 120.99 | Aktivität: Fumarolisch

In den letzten Wochen ist es um die große Taal-Caldera vergleichsweise ruhig geworden, doch noch immer entgast Magma im Untergrund und Fluidbewegungen lösen vulkanisch-bedingte Erdbeben aus. Gestern wurden 6 Erschütterungen und 2 Tremorphasen detektiert. Die Schwefeldioxid-Emission lag bei 1141 Tonen am Tag. Eine Dampfwolke stieg bis zu 1800 m hoch auf.

Vulkan Taal mit phreatischen Eruptionen – News vom 01.07.23

Philippinischer Taal-Vulkan erzeugte phreatische Eruptionen

Staat: Philippinen | Lokation: 14.002; 120.99 | Aktivität: Phreatisch

Gestern meldete PHILVOLCS zwei phreatische Explosionen, die vom Kratersee auf Vulcano Island ausgingen. Sie erzeugten voluminöse Dampfwolken, die bis auf eine Höhe von 2400 m aufstiegen und in Richtung Südwesten und Nordosten drifteten. Das Kraterseewasser war bereits vor den Eruptionen durch starke Turbulenzen aufgewühlt, und es wurde ein hoher Schwefeldioxid-Ausstoß festgestellt. Am Tag vor der Eruption belief sich der Schwefeldioxid-Ausstoß auf 7480 Tonnen. Die beiden Wasserdampfexplosionen haben den Druck im Krater verringert, da gestern nur noch eine Schwefeldioxid-Emission von 1165 Tonnen festgestellt wurde. Der Dampf stieg immer noch etwa 1200 m hoch. Darüber hinaus wurden 11 vulkanisch bedingte Erdbeben registriert, von denen 4 als Tremorphasen identifiziert wurden. Der pH-Wert des Wassers ist stabil geblieben und liegt bei 0,48, was extrem sauer ist. Die Wassertemperatur beträgt 74,1 Grad Celsius. Während die allgemeine Tendenz der Bodendeformation im gesamten Calderabereich ein negatives Vorzeichen aufweist und auf Subsidenz hindeutet, haben Neigungsmesser und GPS-Messungen eine Bodenhebung durch Inflation im Bereich von Volcano Island festgestellt. Dort könnte sich ein neuer Magmenkörper bilden. Ob diese Intrusion letztendlich zu einem neuen magmatischen Ausbruch führen wird, ist ungewiss, aber es besteht eine entsprechende Gefahr. Daher steht der Alarmstatus auf „1“. Meiner Meinung nach wäre eine Anhebung auf „2“ angebracht, da es immerhin erneut zu phreatischen Eruptionen gekommen ist. Unter Alarmstufe „1“ gilt jedoch ein Zugangsverbot zu Volcano Island. Insbesondere wird davor gewarnt, sich dem Kraterbereich und den Daang-Kastila-Rissen zu nähern. Es besteht außerdem ein Überflugverbot.

Die Vulkanologen von PHILVOLCS warnen davor, dass es zu weiteren phreatischen Eruptionen kommen könnte, die auch geringe Mengen an Asche enthalten können. Weitere Gefahren gehen von Gasemissionen und Erdbeben aus. Ansonsten scheint man vor Ort derzeit relativ entspannt zu sein.

Mayon mit erhöhter Aktivität

Staat: Philippinen | Koordinaten: 13.25123.68 | Aktivität: Dom

Am Vulkan Mayon ist die Situation jedoch weniger entspannt, da er weiterhin stark aktiv ist. Gestern gab es erneut eine signifikante Zunahme der Seismizität, als 65 vulkanisch bedingte Erdbeben registriert wurden. Zudem lösten sich 265 Schuttlawinen. Bemerkenswert sind auch 17 pyroklastische Ströme, die sich vom Dom und den Fronten der Lavaströme lösten. Der längere der beiden Ströme ist erstmals über 2 km weit geflossen. Es wird eine starke Wärmeanomalie detektiert, die gestern eine Leistung von bis zu 206 MW erzeugte. Ein Ende der Eruption ist nicht in Sicht.