Taal-Vulkan: Erhöhte Erdbebenaktivität könnte Warnsignal sein

Deutlich erhöhte Seismizität bei weiterhin geringer Gasemission könnte auf bevorstehende phreatische Eruption hinweisen

Am philippinischen Calderavulkan Taal hat sich die seismische Unruhe in den vergangenen Tagen teils signifikant verstärkt. Nach 14 vulkanischen Erdbeben am 20. August registrierte das seismische Netzwerk von PHIVOLCS am folgenden Tag 46 vulkanische Erdbeben, darunter zwei vulkanische Tremorphasen mit einer Dauer von zwei bis 245 Minuten. Im Bulletin vom 22. August wurden innerhalb von 24 Stunden erneut 29 vulkanische Erdbeben sowie zwei Tremorphasen mit einer Dauer von sechs bis 342 Minuten registriert. In den vergangenen 24 Stunden waren es 19 Beben, darunter ein Tremor von 297 Minuten, also fast 5 Stunden Dauer.

Taal

Auffällig ist dabei die Kombination aus erhöhter Seismizität und weiterhin vergleichsweise geringer Entgasung. Der Schwefeldioxid-Ausstoß lag bei der jüngsten Messung am 20. August bei 271 Tonnen pro Tag. Gleichzeitig wird nur eine schwache Dampffahne beobachtet. Damit ist die Gasfreisetzung nicht vollständig unterbunden, liegt aber deutlich unter den durchschnittlichen Werten der vergangenen Monate.

Eine solche Konstellation kann darauf hindeuten, dass sich im hydrothermalen bzw. im oberflächennahen Fördersystem infolge einer teilweisen Blockierung der Förderwege Druck aufbaut. Sie lässt sich aus den vorliegenden Messwerten allerdings nicht sicher ableiten. Insbesondere bedeutet die erhöhte Seismizität nicht automatisch, dass unmittelbar eine Eruption bevorsteht. Dennoch könnte der Druckaufbau zu einer weiteren phreatischen Explosionsserie führen, wie wir sie in der Vergangenheit öfters sahen.

Durch den zunehmenden Druck kann überhitztes Wasser schlagartig verdampfen und das darüberliegende Gestein sowie bereits abgelagerte Vulkanasche explosionsartig ausstoßen.

PHIVOLCS hält deshalb ausdrücklich plötzliche Dampf- beziehungsweise phreatische Explosionen, vulkanische Erdbeben, geringe Ascheemissionen und die Ansammlung oder Freisetzung giftiger Gase für möglich. Der Alarmstatus bleibt bei 1.

Der Zugang zur Taal Volcano Island, insbesondere zum Main Crater und zu den Daang-Kastila-Spalten, bleibt untersagt. Auch Flugzeuge sollen sich dem Gipfelbereich nicht nähern. Zusätzlich wurde eine kurzfristige Bodenhebung auf der Taal Volcano Island festgestellt. Zusammen mit der erhöhten Seismizität unterstreicht dies, dass der Vulkan weiterhin sorgfältig überwacht werden muss.

Taal-Vulkan erzeugte zweite phreatomagmatische Eruptionen

Zwei phreatomagmatische Eruptionen innerhalb weniger Stunden – Taal Vulkan steigert Aktivität

Am philippinischen Taal-Vulkan ist es am Dienstagabend zu der zweiten phreatomagmatischen Eruption innerhalb weniger Stunden gekommen. Nach Angaben von PHIVOLCS begann der Ausbruch um 20:09 Uhr Ortszeit und dauerte gut vier Minuten. Bereits am Nachmittag hatte sich eine ähnliche, aber deutlich schwächere Eruption ereignet. Trotz der verstärkten Aktivität bleibt die Warnstufe zunächst auf Alert Level 1, was auf eine geringe, aber anhaltende vulkanische Unruhe hinweist.

Taal

Der Vulkanausbruch ereignete sich erneut im Hauptkrater des Vulkans auf Volcano Island, einer kleinen Vulkaninsel im großen See der Taal-Caldera. Die Explosion schleuderte die Asche sowie wasserdampfreiche Eruptionswolken bis in eine Höhe von etwa 2.800 Metern über dem Krater. Thermalkameras auf der Vulkaninsel dokumentierten kräftige Fontänen aus Asche und Dampf. Aufgrund der Dunkelheit wurden keine Aufnahmen im sichtbaren Lichtspektrum veröffentlicht. Das VAAC Tokyo registrierte die Eruption ebenfalls und meldete eine Aschewolke, die bis auf Flugfläche 110 (etwa 3.350 Meter) aufstieg und mit etwa 28 km/h nach Westen verfrachtet wurde. Seit der starken Eruptionsphase in 2020 erreichten Aschewolken vom Taal nur selten vergleichbare Höhen, wobei festzustellen ist, dass die Häufigkeit und Stärke phreatomagmatischer Eruptionen seit gut einem Jahr deutlich zunimmt.

Phreatomagmatische Eruptionen entstehen, wenn aufsteigendes Magma mit Wasser in Kontakt gerät. Das Wasser verdampft schlagartig und verursacht explosionsartige Ausbrüche, die große Mengen Dampf, Asche und Gesteinsfragmente freisetzen können. Am Taal spielt dabei das Wasser des Kratersees eine entscheidende Rolle, wodurch die Eruptionswolken auch schlammige Sedimente vom Seegrund enthalten und Fontänen bilden.

Die Vulkanüberwachung registrierte in den vergangenen 24 Stunden insgesamt zehn vulkanische Erdbeben, darunter vier Episoden vulkanischen Tremors mit einer Dauer zwischen einer und 129 Minuten. Zudem hält eine kurzfristige Inflation der Vulkaninsel an, was auf Druckaufbau im Untergrund hindeutet. Der Schwefeldioxid-Ausstoß lag zuletzt bei 129 Tonnen pro Tag und damit auf einem vergleichsweise moderaten Niveau.

PHIVOLCS warnt weiterhin eindringlich davor, die gesamte Vulkaninsel – insbesondere den Hauptkrater und die Daang-Kastila-Spalte – zu betreten. Auch Bootsfahrten auf dem Taal-See sowie Flüge in unmittelbarer Nähe des Vulkans bleiben untersagt.

Taal-Vulkan generierte weitere phreatomagmatische Eruption

Phreatomagmatische Eruption am Taal: Asche- und Dampfwolke erreicht 2500 Meter Höhe

Am philippinischen Taal-Vulkan hat sich am 21. Juli eine weitere phreatomagmatische Eruption ereignet. Nach Angaben des philippinischen Vulkanologischen Instituts PHIVOLCS-DOST begann der Ausbruch um 14:29 Uhr Ortszeit und dauerte etwa drei Minuten. Die Aktivität wurde durch visuelle Beobachtungen und instrumentale Messungen wie Infraschall und Seismik bestätigt. Wie bei den Vorgängerausbrüchen manifestierte sich die Explosion auch diesmal wieder aus dem Kratersee auf Volcano Island.

Bei der explosiven Eruption entstand eine Fontäne aus Wasser und Schlamm vom Seegrund, vermischt mit Vulkanasche und Dampf, die aus dem Hauptkrater des großen Calderavulkans ausgestoßen wurden. Die dabei entstandene Eruptionswolke stieg bis zu 2000 Meter über den Kraterbereich auf und driftete anschließend in südöstliche Richtung. Das VAAC Tokyo gab zwei Vulkanasche-Warnungen heraus. In der ersten hieß es, dass eine Aschewolke in einer Höhe von 5000 Fuß erfasst worden war. Die zweite Warnung bestätigte wenige Minuten später eine Aschewolke in bis zu 8000 Fuß Höhe, was in etwa 2500 m über dem Meeresspiegel entspricht. Das ist zwar nicht die größte Höhe, die eine Aschewolke einer phreatomagmatischen Eruption vom Taal erreichte, spielt aber bereits in der Oberliga mit.

Videoaufzeichnungen einer Webcam dokumentierten das Ereignis. Vor der Hauptphase der in drei Schüben ablaufenden Eruption kam es zu einer kleinen Dampfexplosion, bei der man denken konnte „war es das etwa?“ es lohnt sich aber das Video weiterzuschauen.

Messdaten kündigten des Vulkanausbruch am Taal indirekt an

Der Ausbruch kam nicht völlig überraschend: Bereits in den Vortagen stieg der Tremor weiter an, während der Gasausstoß nachließ, was auf eine ungewöhnliche Situation im Fördersystem hindeutete. Ein vergleichsweise geringer Schwefeldioxid-Ausstoß bei gleichzeitig erhöhtem Tremor ließ auf eine mögliche Blockierung des Magmawegs schließen. Solche Blockaden können dazu führen, dass sich Gasdruck im Untergrund aufbaut und es zu plötzlichen explosiven Entgasungen kommt.

In den Stunden vor der Eruption wurde ein Schwefeldioxid-Ausstoß von lediglich 129 Tonnen pro Tag registriert. Zudem gab es drei vulkanische Erdbeben, darunter zwei Tremorphasen mit einer Dauer von vier und 480 Minuten. Es gab also vor der Explosion einen mehrstündigen Tremor. Gleichzeitig zeigen geodätische Messungen eine kurzfristige Inflation der Vulkaninsel, was auf eine leichte Aufwölbung des Untergrunds durch Magmen- oder Fluidbewegungen hindeuten kann.

Trotz der Eruption bleibt die Warnstufe 1 bestehen. Der Zutritt zur permanenten Sperrzone auf der Taal Volcano Island sowie Bootsverkehr auf dem Taal-See bleiben untersagt. Auch Flugzeuge sollen den Vulkanbereich meiden. Der Taal gilt aufgrund seiner Lage in einem dicht besiedelten Gebiet als einer der gefährlichsten Vulkane der Philippinen.

Taal: Phreatomagmatische Eruption nach Gasausstoßrückgang

Taal-Vulkan mit weiterer phreatomagmatischer Eruption – Schwefeldioxid-Ausstoß zuvor deutlich gesunken

Der philippinische Vulkan Taal hat eine weitere kleine phreatomagmatische Eruption erzeugt. Nach Angaben von PHIVOLCS-DOST ereignete sich der Ausbruch am 17. Juli 2026 am Hauptkrater auf Volcano Island und dauerte etwa zweieinhalb Minuten. Die Aktivität wurde durch seismische Signale, Infraschallmessungen und visuelle Beobachtungen bestätigt. Eine VONA-Meldung blieb aus, was auf nur geringen Ascheausstoß hindeutet, weshalb ich meine, dass es sich eher um eine phreatische Eruption gehandelt haben könnte.

Taal-Vulkan-Archivbild. © PHILVOLCS

Bei der Eruption entstand eine dampfreiche und nur leicht aschehaltige Wolke, die bis zu 600 Meter über den Krater aufstieg und anschließend in Richtung Nordosten driftete. Phreatomagmatische Ausbrüche entstehen, wenn aufsteigendes Magma mit Grundwasser in Kontakt kommt. Dabei verdampft das Wasser explosionsartig, wodurch Wasserdampf, Asche und fragmentiertes Gestein ausgestoßen werden. Diese Ereignisse können auch ohne eine größere Magmabewegung an der Oberfläche auftreten. Bei phreatischen Eruptionen kommt es hingegen nicht zu einem direkten Kontakt zwischen Magma und Wasser und wenn Vulkanasche ausgestoßen wird, handelt es sich um abgelagertes Material aus dem Schlot.

Es handelte sich bereits um die zweite Eruption innerhalb weniger Tage. Zuvor hatte Taal am 12. Juli eine etwa dreiminütige phreatomagmatische Explosion produziert. Bereits im Juni registrierten die Vulkanologen fünf vergleichbare Ereignisse. Trotz der wiederholten Ausbrüche bleibt der Vulkan weiterhin auf Alarmstufe 1, die eine geringe, aber anhaltende Unruhe beschreibt.

Bemerkenswert war die Entwicklung der vulkanischen Gasemissionen. Am 15. Juli meldete PHIVOLCS einen stark reduzierten Schwefeldioxid-Ausstoß von lediglich 59 Tonnen pro Tag – der niedrigste Tageswert des Jahres 2026. Zwei Tage später stieg der Wert aber wieder deutlich auf 289 Tonnen SO₂ pro Tag an, was allerdings immer noch ein niedriger Wert war. Zum Vergleich: Während einer Phase erhöhter Aktivität im Juni wurden Spitzenwerte von bis zu 5.287 Tonnen pro Tag gemessen. Der Rückgang des Schwefeldioxid-Ausstoßes weist auf eine mögliche Blockade des Fördersystems hin, wodurch der Druck stieg und sich die Eruption aufbauen konnte.

PHIVOLCS warnt weiterhin vor dem Betreten der permanenten Sperrzone auf Taal Volcano Island sowie vor Aufenthalten auf dem See vor der Insel.

Taal-Vulkan erzeugte am Sonntag phreatische Eruption

Weitere phreatische Eruption aus dem Kratersee von Volcano Island in der Taal-Caldera

Am Sonntagabend hat der philippinische Vulkan Taal seine anhaltende Unruhe ein weiteres Mal unter Beweis gestellt, als sich um 20:27 Uhr Ortszeit eine kurze phreatomagmatische Eruption ereignete. Wie die Vorgängereruptionen auch manifestierte sie sich aus dem Kratersee auf Volcano Island, dem aktuellen Eruptionszentrum des großen Calderavulkans nahe der philippinischen Hauptstadt.

Das Zusammenspiel von magmatisch bedingter Erdwärme und Wasser löste eine rund drei Minuten andauernde Explosion aus, die asche- und dampfreiche Fontänen bis auf etwa 1.200 Meter Höhe schleuderte. Die Wolke zog anschließend nach Nordosten. Das Ereignis wurde seismisch, infrasonisch und visuell erfasst. Hinzu kam eine thermische Erfassung mit Hilfe der automatisch betriebenen Messstationen am Westrand des Kraters und bei Daang Kastila.

Die Aschewolke erreichte nach Angaben des VAAC Tokyo eine Höhe von Flughöhe 050, was rund 1.500 Metern entspricht. Trotz des Ausbruchs bleibt die Alarmstufe 1 bestehen, die für geringe, aber anhaltende vulkanische Unruhe steht. Die Insel im Taal-See bleibt Sperrgebiet, da jederzeit weitere Ausbrüche auftreten können.

Die Eruption kam keineswegs überraschend und wurde eigentlich bereits früher erwartet, denn besonders in der ersten Juniwoche gab es eine signifikant erhöhte Seismizität, mit einer Spitze von 120 vulkanisch bedingten Erdbeben am 6. Juni. Interessanterweise ließen die Beben nach und in den 244 Stunden vor der Eruption wurde nicht eine einzige Erschütterung registriert.

Bemerkenswert ist, dass bei der letzten Messung am 9. Juli eine Schwefeldioxid-Emission von lediglich 542 Tonnen SO₂ pro Tag gemessen wurde, während es in der Vorwoche mehr als 800 Tonnen am Tag waren. Dieser Rückgang lässt erneut auf eine Teilblockade des Fördersystems schließen, weswegen sich ein hoher Druck im Vulkaninneren aufbaute, der letztendlich die Explosion verursacht haben könnte.

Die derzeit registrierte kurzfristige Inflation der Vulkaninsel deutet zudem darauf hin, dass sich weiterhin Druck im hydrothermalen und magmatischen System aufbaut. Für die Bevölkerung rund um den Taal bedeutet dies, wachsam zu bleiben und die Anweisungen der Behörden strikt zu befolgen.

Taal-Vulkan: Hohe seismische Aktivität detektiert

Seismische Aktivität am Taal-Vulkan deutlich erhöht – 120 vulkanische Erdbeben registriert

Die Unruhe am philippinischen Taal-Vulkan hat sich in den letzten Tagen deutlich verstärkt. Wie PHILVOLCS gestern meldete, wurden am 5. Juli 2026 insgesamt 120 vulkanische Erdbeben registriert. Darunter befanden sich 113 Episoden vulkanischen Tremors, die jeweils zwischen einer und drei Minuten andauerten. Gestern reduzierte sich die Anzahl seismischer Ereignisse zwar auf 27, darunter 23 Tremore, lag damit aber immer noch deutlich über dem Durchschnitt. Trotz des Anstiegs der seismischen Aktivität und der erhöhten Explosionsgefahr bleibt die Alarmstufe bei 1.

Taal-Archiv

Die jüngsten Messwerte markieren einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vortagen. Am Sonntag wurden 75 Tremorphasen registriert, am Samstag 61 vulkanische Erdbeben und 60 Tremorereignisse. Noch Anfang Juli hatte der Vulkan lediglich vereinzelte Erdbeben gezeigt, während im gesamten Juni an mehreren Tagen überhaupt keine seismische Aktivität festgestellt worden war.

Neben der erhöhten Erdbebentätigkeit wurden am 2. Juli Schwefeldioxidemissionen von durchschnittlich 829 Tonnen pro Tag gemessen. Gestern stieg eine bis zu 1200 Meter hohe Dampffahne aus dem Kratersee von Volcano Island auf und driftete anschließend nach Südwesten. Gleichzeitig wurde weiterhin eine kurzfristige Inflation der Vulkaninsel festgestellt, was auf Druckaufbau im Untergrund hindeutet. Interessant ist, dass inzwischen nicht nur der südöstliche Flankenbereich von der Bodenhebung betroffen zu sein scheint, sondern die gesamte Insel. Darüber hinaus fehlt seit einigen Wochen in den PHILVOLCS-Updates der Vermerk, dass es im übrigen Bereich der Caldera Deflation gibt. Das erhöht die mittelfristige Wahrscheinlichkeit einer stärkeren Eruption, die über die mittlerweile als üblich angesehene phreatische Eruption hinausgeht. Diese sind nicht mehr als Anzeichen eines Abkühlungsprozesses zu sehen, sondern deuten eher auf eine erneute Aufwärmungsphase hin.

Die Vulkanologen von PHILVOLCS weisen darauf hin, dass Alarmstufe 1 keineswegs Entwarnung bedeutet. Auch bei diesem Warnniveau können plötzlich phreatische Explosionen, vulkanische Erdbeben, leichter Ascheregen sowie gefährliche Ansammlungen vulkanischer Gase auftreten. Aus Sicherheitsgründen bleiben das Betreten der gesamten Vulkaninsel einschließlich des Hauptkraters und der Daang-Kastila-Spalte, Bootsfahrten auf dem Taal-See sowie Flüge in unmittelbarer Nähe des Vulkans weiterhin verboten.

75 Tremorphasen am philippinischen Taal-Vulkan

Taal-Vulkan bleibt unruhig – 75 Tremorphasen und anhaltende Inflation der Vulkaninsel

Nachdem der philippinische Taal-Vulkan Ende Juni bereits mehrere phreatomagmatische Eruptionen erzeugte, zeigt er weiterhin Anzeichen erhöhter Unruhe. Nach Angaben des philippinischen Instituts für Vulkanologie und Seismologie (PHILVOLCS) wurden innerhalb der vergangenen 24 Stunden 75 Episoden vulkanischen Tremors registriert. Die Erschütterungen dauerten jeweils zwischen einer und drei Minuten und deuten darauf hin, dass sich weiterhin magmatische Fluide unter dem Vulkan bewegen.

Taal-Archivbild

Der hohe Tremor lässt es als wahrscheinlich erscheinen, dass sich in den nächsten Stunden bzw. Tagen weitere Eruptionen aus dem Kratersee auf Volcano Island ereignen könnten. Es ist nicht auszuschließen, dass diese unter stärkerem magmatischem Einfluss geraten und stärker werden.

Die Schwefeldioxid-Emissionen lagen zuletzt bei 829 Tonnen pro Tag und sind damit gegenüber den Spitzenwerten der vergangenen Tage deutlich zurückgegangen. Diese erreichten am 3. Juli 3.194 Tonnen pro Tag, gestern waren es immerhin noch 1.847 Tonnen pro Tag. Die Spitzenwerte könnten verschiedene Ursachen haben. Dazu zählt, dass ein neuer Schub Magma in das flache Speichersystem unter Volcano Island intrudierte. Der aktuell niedrigere Wert könnte auf eine Teilblockade des entgasenden Fördersystems zurückzuführen sein, was den Druck im System erhöht und den Tremor verstärkt, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Explosionen steigt.

Zudem wurde auf Volcano Island weiterhin eine kurzfristige Inflation festgestellt, die sich in Form von Bodenhebung äußerte. Eine solche Aufwölbung des Untergrundes entsteht häufig, wenn sich Magma oder vulkanische Fluide im Untergrund ansammeln und erhöhten Druck aufbauen, was zur oben aufgeführten These passt.

Die Alarmstufe bleibt unverändert auf Stufe 1. Diese bedeutet eine geringe, aber anhaltende vulkanische Unruhe. PHILVOLCS warnt ausdrücklich davor, die gesamte Vulkaninsel zu betreten. Insbesondere der Hauptkrater und die Daang-Kastila-Spalten gelten als Gefahrenbereiche. Auch der Aufenthalt auf dem Taal-See sowie Bootsfahrten sind untersagt. Darüber hinaus sollten Flugzeuge den Bereich des Vulkans meiden.

Taal-Vulkan: Zwei phreatomagmatische Explosionen Ende Juni

Zwei phreatomagmatische Eruptionen am Taal innerhalb weniger Stunden – Aschewolke bis 1.500 Meter

Auf der philippinischen Insel Luzon hat der Calderavulkan Taal innerhalb weniger Stunden zwei phreatomagmatische Eruptionen erzeugt. Wie bei früheren Vulkanausbrüchen auch manifestierten sich die beiden Explosionen aus dem Kratersee auf Volcano Island heraus und wurden von Asche-Dampffontänen begleitet, die auch Sedimente vom Seeboden enthielten. Es entwickelte sich eine deutlich erkennbare Eruptionswolke. Die Aktivität führte zu erneuten Warnungen vor einem weiterhin instabilen Zustand des Vulkansystems, dessen Alarmstufe 1 (niedriges Unruheniveau) trotz der Explosionen nicht erhöht wurde.



Die erste bestätigte Eruption wurde am Abend des 29. Juni um 23:13 Uhr UTC (07:13 Uhr Ortszeit am 30. Juni) gemeldet. Die Eruption war vergleichsweise schwach und förderte eine Dampfwolke 900 Meter hoch. Obwohl sie wenig Asche enthielt, wurde eine VONA-Warnung ausgegeben. Diese Eruption war meiner Meinung nach phreatischer Natur und fand ohne direkten Kontakt zwischen Grundwasser und Magma statt.

Um 06:34 UTC (14:34 Ortszeit) folgte eine weitaus stärkere phreatomagmatische Explosion. Laut seismischen und Infraschalldaten sowie visuellen Beobachtungen dauerte das Ereignis rund viereinhalb Minuten. Es handelte sich um drei klar unterscheidbare Explosionspulse, die dichte, dunkelgraue Asche förderten sowie wasserdampfdominierte Eruptionssäulen erzeugten. Im Untergrund kam es zu einem Kontakt zwischen Magma und Grundwasser, was die typische phreatomagmatische Eruption erzeugte. Laut PHILVOLCS erreichte die Eruptionssäule dabei Höhen von etwa 1.200 Metern über dem Krater und driftete unter dem Einfluss der Winde nach Südwesten. Das VAAC Tokio meldete eine Eruptionswolke in 1500 m Höhe über dem Meeresspiegel, was sich mit den PHILVOLCS-Angaben deckt, da sich der Krater auf etwa 300 m Höhenniveau befindet.

Nur wenig später bestätigte das Tokyo Volcanic Ash Advisory Center (VAAC Tokyo) eine weitere eruptive Episode um 06:34 UTC, bei der Asche bis auf Fluglevel FL050 (etwa 1.500 Meter Höhe) aufstieg und ebenfalls südwestwärts verfrachtet wurde. Satellitendaten der Himawari-9 sowie Beobachtungen der philippinischen Vulkanbehörde PHIVOLCS bestätigten die anhaltende Emission von vulkanischem Material in die Atmosphäre.

Trotz der eruptiven Aktivität zeigen die Überwachungsparameter weiterhin ein gemischtes, aber insgesamt moderates Unruheniveau. Im Hauptkrater wurden in den Stunden vor den Eruptionen keine vulkanischen Erdbeben registriert. Meldungen über Tremor stehen ebenso aus, was ungewöhnlich ist.

Der Schwefeldioxid-Ausstoß war erhöht und lag zuletzt bei 881 Tonnen pro Tag. Die seit Jahren gemessene und immer noch als kurzfristig bezeichnete Inflation der Vulkaninsel hält an, was ein Hinweis auf mögliche Magma- oder Fluidbewegungen im Untergrund ist.

PHIVOLCS betont, dass der Zutritt zur Permanent-Danger-Zone, insbesondere zum Hauptkrater und zu den Fissuren der Daang-Kastila-Linie, weiterhin streng verboten bleibt. Auch das Befahren des Taal-Sees sowie Flugaktivitäten in Kraternähe werden ausdrücklich untersagt.

Vulkanausbruch am Kanlaon bringt Aschewolken hervor

Kanlaon stößt Asche bis auf 3000 m Höhe aus – Alarmstufe 2 bleibt bestehen

Der philippinische Vulkan Kanlaon auf der Insel Negros hat am Samstagmorgen ein weiteres Mal Asche ausgestoßen. Nach Angaben von PHIVOLCS ereignete sich die Ascheemission um 07:04 Uhr Ortszeit. Kameras des Kanlaon Volcano Observatory in Canlaon City zeichneten graue Aschewolken auf, die bis zu 600 Meter über den Gipfelkrater aufstiegen und anschließend nach Westen und Nordwesten abdrifteten. Die Emission dauerte insgesamt 97 Minuten und hinterließ auf dem Seismogramm ihre Spuren.

Kanlaon. © PHILVOLCS

Das VAAC Tokyo beobachtet den Kanlaon ebenfalls engmaschig und brachte seit gestern 5 VONA-Warnungen vor Aschewolken zum Kanlaon heraus. Die jüngste von heute Nacht um 00:12 UTC ist die 200. Meldung zu diesem Vulkan in 2026, womit Kanlaon zu den aktivsten Feuerbergen weltweit zählt. Gemäß der Meldung wurde am 12. Juni um 23:04 UTC eine Eruption registriert, bei der Asche bis in etwa 3.000 Meter Höhe (Flughöhe 100) aufstieg und westwärts zog. Die Beobachtungen stützten sich auf Satellitendaten von Himawari-9 sowie Informationen von PHIVOLCS.

Trotz der Aktivität bleibt die Warnstufe des Vulkans unverändert bei Alarmstufe 2, die als „erhöhte Unruhe“ eingestuft wird. Die Behörde weist darauf hin, dass sich der Vulkan weiterhin in einem Zustand moderater Unruhe befindet.

Die Daten der letzten 24 Stunden zeigen, dass neun vulkanisch bedingte Erdbeben registriert wurden. Darunter befanden sich zwei Tremorphasen mit einer Dauer von 14 und 81 Minuten. Die Schwefeldioxid-Emissionen lagen am 12. Juni bei durchschnittlich 2.293 Tonnen pro Tag, was ein relativ hoher Wert ist. Zusätzlich zeigen Messungen eine anhaltende Inflation des Vulkangebäudes, was auf Druckaufbau im Untergrund hindeutet.

PHIVOLCS warnt weiterhin vor dem Betreten der permanenten Gefahrenzone im Umkreis von vier Kilometern um den Krater. Auch der Flugverkehr wird aufgefordert, den Bereich in Gipfelnähe zu meiden, da Aschewolken und plötzliche explosive Ereignisse eine Gefahr für Luftfahrzeuge darstellen können.

Der Kanlaon zählt zu den aktivsten Vulkanen der Philippinen und wird seit Monaten intensiv überwacht. Experten beobachten die weitere Entwicklung aufmerksam, um mögliche Veränderungen der Aktivität frühzeitig zu erkennen.

Mögliche Blockade des Fördersystems am Taal

Neben dem Kanalon und Bulusan, über den ich bereits heute Morgen schrieb, sind auf den Philippinen noch der Mayon und Taal tätig. Während erstgenannter Vulkan weiterhin an seinem Lavadom baut, wurde am Taal ein drastischer Absturz der Schwefeldioxid-Emissionen von zuvor sehr hohen auf sehr niedrige Werte festgestellt. Möglicherweise ist es zu einer Blockade des Fördersystems gekommen, so dass sich hoher Druck aufbaut, der sich demnächst in einer phreatischen Eruption entladen könnte.