Taal: Phreatomagmatischer Vulkanausbruch am 5. Mai

Taal-Vulkan erzeugte weitere phreatomagmatische Eruption – Video zeigt Schlammfontäne

Der südlich von Manila gelegene Taal-Vulkan erzeugte am Freitagnachmittag eine kurze phreatomagmatische Eruption. Nach Angaben der Vulkanbeobachtungsbehörde PHIVOLCS ereignete sich das Ereignis zwischen 16:24 Uhr und 16:28 Uhr Ortszeit im Hauptkrater von Volcano Island, einer Insel im Calderasee des Taal. Der Krater beherbergt einen Kratersee und so förderte die Explosion neben Dampf mit etwas Vulkansache vor allem schlammige Sedimente vom Seegrund. Diese mehrere Dutzend Meter hohe Schlammfontäne mit anschließender Dampfwolke ist sehr gut auf Livecam-Aufnahmen zu sehen. Auffällig ist die ungewöhnliche Stelle am südlichen Seerand, von dem die Eruptionswolke aus aufstieg. Hier scheint sich ein Schlot zu befinden, der in den letzten Monaten selten aktiv war.



Taal

Die Dampf- und Aschewolke stieg etwa 300 m über Kraterhöhe auf. Das Ereignis wurde von den Beobachtungsstationen Main Crater (VTMC) am westlichen Kraterrand sowie Daang Kastila (VTDK) am nördlichen Kraterrand aufgezeichnet. PHIVOLCS klassifizierte den Ausbruch als geringfügige phreatomagmatische Eruption, bei der Magma mit Wasser in Kontakt kommt und explosionsartig Dampf erzeugt.

Das VAAC Tokio registrierte den Ausbruch ebenfalls. Einer VONA-Warnung zufolge begann die Eruption um 08:24 UTC und erzeugte eine Eruptionswolke, die bis auf 600 Meter Höhe über dem Meeresspiegel aufstieg. Satellitenbilder von Himawari-9 zeigten eine Ausbreitung der Vulkanasche in südwestlicher Richtung.

Die tägliche Aktivitätsübersicht von PHIVOLCS attestiert dem Vulkan eine insgesamt niedrige, aber weiterhin bestehende innere Unruhe. In dem Bericht für den 5. Juni werden die Daten des Vortages veröffentlicht, in dem auch die größere phreatomagmatische Eruption gelistet ist, die sich für uns am Mittwochabend zutrug, als es auf den Philippinen aber bereits Donnerstagmorgen war. Neben dieser zweiminütigen Eruption wurden innerhalb von 24 Stunden zwei vulkanische Tremorphasen mit einer Dauer von einer bis neun Minuten registriert. Die Schwefeldioxid-Emissionen lagen am 4. Juni bei 3.105 Tonnen pro Tag. Über dem Hauptkrater stieg eine bis zu 1.500 Meter hohe Dampffahne auf, die vom Wind nach Nordosten verfrachtet wurde.

Trotz der beiden phreatomagmatischen Eruptionen bleibt die Alarmstufe bei Alert Level 1, was einem Zustand niedriger vulkanischer Unruhe entspricht. PHIVOLCS verweist aber darauf, dass weiterhin plötzliche Explosionen, vulkanische Erdbeben, kleinere Ascheniederschläge sowie gefährliche Konzentrationen vulkanischer Gase möglich sind. Das Betreten der Vulkaninsel, insbesondere des Hauptkraters und der Daang-Kastila-Spalten, bleibt verboten.

Häufiger auftretende phreatomagmatische Explosionen und der deutlich gestiegene Schwefeldioxid-Ausstoß könnten auf ein gestiegenes Risiko für das Auftreten größerer Eruptionen hindeuten.

Taal-Vulkan zeigt deutlich gestiegenen Gasausstoß

Signifikant gestiegene Schwefeldioxid-Emissionen am Taal-Vulkan – Erinnerungen an extreme Zeiten werden wach

Der philippinische Taal-Vulkan eruptierte gestern nicht nur phreatomagmatisch und erzeugte dabei eine mehr als 1.200 Meter hohe Asche-Dampf-Wolke, sondern stieß bereits vor der Eruption deutlich mehr Schwefeldioxid aus als zuvor. Dabei wurden Werte erreicht, wie sie noch vor gut zwei Jahren typisch waren, bevor es zu einem plötzlichen Rückgang des Gasausstoßes kam und nur noch etwa zehn Prozent der früheren Emissionsraten gemessen wurden.


Taal-Archiv

Damals lag der tägliche SO₂-Ausstoß oft zwischen 4.000 und 6.000 Tonnen – Werte, die selbst viele eruptierende Vulkane nur dann erreichen, wenn größere Lavaströme gefördert werden. Den Daten von PHIVOLCS ist zu entnehmen, dass der Ausstoß gestern bei 6.287 Tonnen lag und damit wieder ein Niveau erreichte, das an die besonders aktiven Phasen der vergangenen Jahre erinnert. Ein deutlicher Anstieg zeichnete sich bereits Ende Mai ab, als am 29. des Monats ein SO₂-Ausstoß von 4.159 Tonnen registriert wurde.

Die Höhe des Schwefeldioxid-Ausstoßes steht oft in direktem Zusammenhang mit der Menge an Magma im oberflächennahen Speichersystem. Steigende Werte gelten als Hinweis auf eine Magmenakkumulation in geringer Tiefe, wobei die aktuellen Veränderungen innerhalb eines so kurzen Zeitraums außergewöhnlich stark ausfallen. Daher müssen weitere Prozesse den SO₂-Ausstoß beeinflussen, die bislang nur teilweise erforscht sind.

Sprunghafte Veränderungen der SO₂-Entgasung können am Taal auch durch Änderungen im hydrothermalen System oder im Gastransport verursacht werden. Häufig kommt es zu einer kurzfristigen „Entblockung“ von Förderschloten, wodurch zuvor gestautes und im Hydrothermalsystem gespeichertes Gas schlagartig entweichen kann. Ebenso können Druckänderungen im Hydrothermalsystem dazu führen, dass gelöste Schwefelverbindungen freigesetzt werden, ohne dass frisches Magma beteiligt ist. Auch Umverteilungen bereits vorhandener Gase oder die fortschreitende Entgasung älteren Magmas in der Tiefe können den SO₂-Ausstoß deutlich erhöhen.

Um belastbare Ausbruchsprognosen zu erstellen, muss ein erhöhter oder rasch ansteigender SO₂-Wert stets im Zusammenhang mit anderen geophysikalischen Parametern wie Seismizität und Bodendeformation interpretiert werden. Nur so lässt sich beurteilen, ob tatsächlich Magmanachschub erfolgt oder lediglich eine Veränderung der Durchlässigkeit des Systems vorliegt.

Die aktuellen Daten zeigen keine kurzfristigen signifikanten Veränderungen dieser Parameter. Volcano Island ist zwar weiterhin aufgebläht, stärkere Schwarmbeben wurden jedoch nicht registriert. Daher erscheint ein „Umschalten“ des Hydrothermalsystems in einen anderen Betriebsmodus derzeit als die wahrscheinlichste Erklärung für den erhöhten Gasausstoß. Einzig das Auftreten der phreatomagmatischen Explosion deutet darauf hin, dass es zu einer neuen Magmaansammlung oder der Umverteilung von Magma in geringer Tiefe gekommen sein könnte.

Mit den steigenden Schwefeldioxid-Emissionen nimmt nun – abhängig von der Wetterlage – auch das Risiko für VOG deutlich zu. Dabei handelt es sich um vulkanischen Smog, der gesundheitsschädlich sein kann und insbesondere bei empfindlichen Personen Atemwegsbeschwerden hervorrufen kann.

Taal-Vulkan erzeugte seltenen phreatomagmatischen Vulkanausbruch

Phreatomagmatische Eruption erschütterte den Taal – Vulkanasche in 1200 m Höhe detektiert

Es war eine der stärksten Eruptionen des Jahres am philippinischen Taal-Vulkan, die in der Nacht zum 4. Juni (Ortszeit) detektiert wurde. Nach Angaben von PHIVOLCS ereignete sich um 01:02 Uhr eine phreatomagmatische Eruption im Hauptkrater auf Volcano Island. Thermalkameras der Beobachtungsstationen Daang Kastila (VTDK) und Main Crater (VTMC) zeichneten das Ereignis auf. Dabei stiegen Asche- und Dampfwolken bis zu 900 Meter über den Krater auf.

Taal-Vulkan. © PHILVOLCS

Die Eruption wurde auch vom VAAC Tokio registriert. Demnach erreichte die Eruptionswolke eine Höhe von etwa 1.200 Metern über dem Meeresspiegel. Auf Bildern des Wettersatelliten Himawari-9 konnte die Vulkanasche jedoch nicht eindeutig identifiziert werden. Die vorherrschenden Winde bewegten sich in Richtung Nordosten.

Trotz der Aktivität bleibt die Warnstufe am Taal bei Alarmstufe 1, was auf einen Zustand geringer vulkanischer Unruhe hinweist. Die Behörden mahnen zur Vorsicht. Der Zutritt zur Vulkaninsel, insbesondere zum Hauptkrater und den Daang-Kastila-Spalten, bleibt ebenso verboten wie Bootsfahrten auf dem Taal-See. Auch Flugzeuge sollen den unmittelbaren Bereich des Vulkans meiden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den vulkanischen Gasemissionen, die bereits bei den jüngsten Messungen am 29. Mai Hinweise auf eine bevorstehende Eruption lieferten. Es wurde ein Schwefeldioxid-Ausstoß von 3.234 Tonnen pro Tag registriert. Einen Tag zuvor waren es sogar 4159 Tonnen – gut 4 Mal mehr als an den Vortagen. Diese vergleichsweise hohen Konzentrationen deuten darauf hin, dass sich frisches Magma in geringer Tiefe angesammelt hat und Gase freisetzte. Zudem wurde eine anhaltende Inflation der Vulkaninsel festgestellt, ein Hinweis auf Druckaufbau im Untergrund.

In den vergangenen 24 Stunden wurden zwei vulkanische Erdbeben aufgezeichnet. Von Seiten der Seismizität gab es diesmal keine Hinweise auf eine bevorstehende Explosion.

PHIVOLCS warnt vor möglichen weiteren dampfgetriebenen Explosionen, vulkanischen Erdbeben, geringfügigem Aschenniederschlag sowie gefährlichen Ansammlungen vulkanischer Gase in der Umgebung des Vulkans.

Taal: Weitere phreatische Eruption Mitte Mai

Taal-Vulkan: Phreatische Eruption bestätigt anhaltender Unruhe

Der philippinische Vulkan Taal zeigt weiterhin Anzeichen anhaltender Aktivität.  Am 16. Mai 2026 ereignete sich um 00:16 Uhr Ortszeit eine phreatische Eruption im Hauptkrater von Volcano Island, in dem sich ein Kratersee befindet. Das Ereignis dauerte etwa drei Minuten und erzeugte eine Dampf- und Aschewolke, die bis zu 300 Meter über den Krater aufstieg. Thermalkameras am Kraterrand zeichneten die Aktivität auf. Auch das Tokyo Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) registrierte die eruptive Episode. Satellitendaten zeigten eine Eruption um 16:16 UTC am 15. Mai, bei der Vulkanasche bis in etwa 600 Meter Höhe gelangte. Es handelt sich um die gleiche Eruption, die einmal in Lokalzeit, einmal in UTC gemeldet wurde.

Taal. © PHILVOLCS

Neben dieser kurzfristigen Aktivität registrierten die Messstationen in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 15 vulkanisch bedingte Erdbeben, darunter 14 Tremorphasen, die zwischen einer und 28 Minuten andauerten. Solche Signale deuten auf Bewegungen von Gasen oder hydrothermalen Fluiden im Untergrund hin. Da die Tremore zumindest teilweise nach der phreatischen Eruption auftraten, steht das Speichersystem weiter unter Druck, was es wahrscheinlich macht, dass demnächst weitere Dampfexplosionen auftreten werden.

Besonders aufmerksam beobachten Vulkanologen zudem die anhaltende Inflation der Vulkaninsel, die sich in Form einer Bodenhebung manifestiert. Ein weiteres Indiz für Druckaufbau unter dem Vulkan. Gleichzeitig wurden moderate Gasemissionen gemessen: Der Schwefeldioxid-Ausstoß betrug am 15. Mai 1.641 Tonnen pro Tag, was deutlich über dem Durchschnitt vorheriger Messungen lag. Visuelle Beobachtungen bestätigten eine etwa 2.400 Meter hohe Dampffahne, die in südwestliche Richtung driftete.

PHIVOLCS warnt weiterhin vor Vulkangefahren wie phreatischen Explosionen, austretenden vulkanischen Gasen, kleineren Aschenniederschlägen und vulkanischen Erdbeben. Das Betreten der Vulkaninsel, insbesondere des Hauptkraters und der Daang-Kastila-Spaltenzone, bleibt ebenso verboten wie Bootsfahrten auf dem Taal-See in der Nähe von Volcano Island und Flüge in unmittelbarer Nähe des Vulkans.

Besonders bemerkenswert ist, dass wir seit letztem Jahr eine deutliche Zunahme der phreatischen Explosionen sehen, während in den Vorjahren – als es 10 Mal so hohe Schwefeldioxidemissionen gegeben hatte – nur sehr selten Explosionen auftraten.

Taal: Dampfgetriebener Vulkanausbruch

Vulkan Taal zeigt nach kleiner phreatischer Eruption weiterhin seismische Aktivität

Der philippinische Vulkan Taal bleibt nach einer kleineren phreatischen Eruption am 9. Mai 2026 weiterhin unruhig. Wie das Philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (PHILVOLCS) in seinem jüngsten Datenblatt mitteilte, ereignete sich am Freitag eine sechs Minuten andauernde phreatische Explosion im Hauptkrater. Trotzdem hat sich der Druck im Vulkan nicht signifikant verringert und die Vulkanologen messen weiterhin erhöhte seismische Aktivität unter dem Vulkan.

In den vergangenen 24 Stunden registrierten die Messstationen insgesamt 18 vulkanische Erdbeben, darunter fünf vulkanische Tremorphasen mit einer Dauer von jeweils ein bis zwei Minuten. Bereits am Tag vor der Eruption waren neun vulkanische Erdbeben sowie ein zweiminütiger Tremor aufgezeichnet worden. Nach Angaben der Behörde deutet die anhaltende Seismizität darauf hin, dass sich weiterhin magmatische Prozesse unterhalb des Kraterbereichs auf Volcano Island abspielen.

Besonders auffällig ist die Entwicklung der vergangenen Tage: Zwischen dem 5. und 7. Mai wurden insgesamt 22 vulkanische Erdbeben verzeichnet, nachdem am 4. Mai 20 Beben registriert worden waren. Im Vergleich dazu lag die Zahl der Ereignisse im vorangegangenen Dreitageszeitraum lediglich bei neun. Vulkanische Erdbeben entstehen durch magmatische oder magma-bezogene Prozesse im Untergrund, während Tremore als kontinuierliche niederfrequente Schwingungen gelten, die auf Bewegung von Fluiden oder Gasen hinweisen und oft mit Vulkanausbrüchen einhergehen.

Neben der erhöhten Seismizität und den direkten Folgen der phreatischen Eruption meldet PHILVOLCS schwache Dampfausgasungen aus dem Hauptkrater, deren Wolken in Richtung Südwesten verfrachtet wurden. Der Schwefeldioxid-Ausstoß lag zuletzt bei 653 Tonnen pro Tag. Zudem wurde auf der Vulkaninsel eine leichte kurzfristige Bodenhebung festgestellt – ein Hinweis auf anhaltende Druckveränderungen im Untergrund.

Trotz der Aktivität bleibt die Alarmstufe bei 1 und signalisiert weiterhin eine niedrige Unruhephase. Eine unmittelbar bevorstehende größere Eruption wird derzeit nicht erwartet. Dennoch warnen die Behörden vor möglichen plötzlichen Dampfexplosionen, die ohne längere Vorwarnzeit auftreten können. Die anhaltende Seismizität verdeutlicht die anhaltende Gefahr einer solchen Eruption.

Taal: Phreatische Eruption am Freitagmorgen

Weitere phreatische Eruption am Taal – Vulkanasche in 600 m Höhe

Am frühen Freitagmorgen ist es am philippinischen Vulkan Taal erneut zu einer kleinen phreatischen Eruption gekommen. Nach Angaben des philippinischen Vulkaninstituts PHIVOLCS manifestierte sich der Ausbruch um 04:46 Uhr Ortszeit im Hauptkrater des Vulkans auf Volcano Island, in dem sich ein Kratersee befindet. Aufnahmen einer Wärmebildkamera am Beobachtungspunkt Daang Kastila zeigen eine kurzweliige, dampfgetriebene Explosion, bei der eine Asche-Damp-Wolke aufstieg. Es wurde die 6. VONA-Warnung in diesem Jahr zum Taal ausgegeben.

aal. © PHILVOLCS

Das VAAC Tokio detektierte Vulkanasche in einer Höhe von etwa 600 Metern über dem Meeresspiegel. Die Aschewolke driftete in südöstlich Richtung ab. Satellitendaten des Wettersatelliten Himawari-9 bestätigten die Aktivität. Die Vulkanbeobachter von PHILVOLCS gaben eine Eruptionssäulenhöhe von 300 m an.

PHIVOLCS hält weiterhin Alarmstufe 1 aufrecht. Damit befindet sich der Vulkan offiziell in einem Zustand niedriger Unruhe, dennoch warnen die Behörden vor möglichen plötzlichen Explosionen. In den vergangenen 24 Stunden wurden neun vulkanische Erdbeben registriert, darunter ein zweiminütiger vulkanischer Tremor. Zudem messen die Experten weiterhin eine kurzfristige Inflation der Vulkaninsel – ein Hinweis darauf, dass sich im Untergrund Druck aufbauen könnte.

Auch die Gasemissionen bleiben erhöht. Am Donnerstag wurden Schwefeldioxid-Emissionen von rund 653 Tonnen pro Tag gemessen. Der Kratersee weist derzeit eine Temperatur von 63,1 Grad Celsius auf und bleibt stark sauer. Über dem Krater stieg am Freitag zusätzlich eine bis zu 600 Meter hohe Dampffahne auf, die in Richtung Südwesten zog.

Die Behörden erinnern daran, dass das Betreten der gesamten Vulkaninsel weiterhin verboten ist. Besonders gefährlich seien der Hauptkrater sowie die Spaltenzone von Daang Kastila. Auch Bootsfahrten auf dem Taal-See und Flüge in unmittelbarer Nähe des Vulkans sollen unterlassen werden. Experten warnen vor weiteren phreatischen Explosionen, vulkanischen Erdbeben, Ascheregen und gefährlichen Gasansammlungen.

Taal: Phreatische Eruption am 29. April löste VONA-Warnung aus

Stärkere phreatische Eruption am Taal – Vulkanasche in 900 m Höhe detektiert

Am philippinischen Taal-Vulkan kam es heute um 20:52 Uhr Lokalzeit zu einer phreatischen – möglicherweise sogar phreatomagmatischen – Eruption, die eine VONA-Warnung beim VAAC Tokio auslöste. Es war die 5. dieser Flugverkehrswarnungen zum Taal in diesem Jahr. Vulkanaasche wurde vom Himawari-9-Satelliten in einer Höhe von FL 030 registriert, was einer Höhe von 900 m im metrischen System entspricht. Doch es blieb nicht bei einer Eruption!

Falschfarbenbild

In den folgenden 11 Minuten kam es zu einer Serie schwächerer Ereignisse, die in einem Zeitraffervideo einer Thermalcam dokumentiert wurden. Diese Eruptionen lösten zwar keine VONA-Warnungen aus und hinterließen keine für Satelliten detektierbare Signatur, wurden aber auch durch seismische Signale, Infraschallmessungen und thermische Anomalien bestätigt.

Die Thermalaufnahme der größten Eruption zeigt in der nächtlichen Falschfarbendarstellung, wie die Eruptionswolke, die größtenteils aus Schlamm, Wasser und Dampf bestand und nur vermutlich nur wenig Vulkanasche enthielt, kollabierte und sich über dem Kratersee ausbreitete.

Laut PHILVOLCS entstanden Eruptionssäulen, die etwa 400 bis 600 Meter über den Krater aufstiegen und von der Main Crater Observation Station (VTMC) dokumentiert wurden. Das deckt sich mit den 900 m über Meeresspiegel der VONA-Meldung, da der Taal auf einer Höhe von ca. 300 m liegt.

Die Daten der letzten 24 Stunden, die heute um 12:00 Uhr Lokalzeit und damit vor den Eruptionen veröffentlicht wurden, zeigen eine erhöhte seismische Aktivität: Es wurden drei vulkanische Erdbeben registriert, darunter ein vulkanischer Tremor mit einer Dauer von über drei Stunden. Dieser Tremor deutete die Eruptionsphase an und entstand durch Fluidbewegungen, möglicherweise in Folge einer Teilblockade des Fördersystems, so wie es am Taal typischerweise der Fall ist. Zusätzlich zeigen Messungen eine kurzfristige Inflation der Vulkaninsel, was auf eine leichte Druckakkumulation im System hindeutet.

Weitere geochemische und hydrothermale Parameter bleiben auffällig: Der Schwefeldioxidfluss wurde zuletzt mit etwa 709 Tonnen pro Tag gemessen (24. April 2026). Der Hauptkratersee weist eine erhöhte Temperatur von 63,1 °C sowie eine gemessene Acidität (pH 0,48 im Februar 2026) auf, was auf ein stark aktives hydrothermales System hinweist. Insgesamt wird weiterhin eine schwache Gasemission beobachtet.

Die Behörden warnen ausdrücklich vor dem Betreten der Permanent Danger Zone, insbesondere des Hauptkraters und der Daang-Kastila-Spalten. Auch Aktivitäten auf dem Taal-See sowie Flugverkehr in der Nähe des Vulkans sind untersagt. Mögliche Gefahren bleiben phreatische Explosionen, vulkanische Erdbeben, geringe Ascheregen sowie gefährliche Gasansammlungen oder -ausbrüche.

Taal Vulkan mit phreatischen Eruptionen am 26. April

Taal auf den Philippinen erzeugte 2 weitere phreatische Eruptionen

Der Taal zeigte auch heute anhaltende Aktivität in Form von schwachen 2 phreatischen Explosionen und Tremor. Die vulkanische Unruhe bleibt aber gering und reicht nur für das Aufrechterhalten der Alarmstufe „1“. Die beiden phreatischen Explosionen dauerten eine und sechs Minuten und förderten Dampf mehrere hundert Meter hoch. Solche Explosionen entstehen, wenn Wasser im Untergrund schlagartig verdampft – meist ohne direkten Magmenkontakt – und gelten daher als schwer vorhersehbar.

Taal

Die beiden phreatischen Ausbrüche ereigneten sich im Bereich des Hauptkraters von Volcano Island, der mit saurem Wasser gefüllt ist und dessen Oberfläche durch die Explosionen stark aufgewühlt wurde. Die Dampfwolken wurden vom Wind in südwestliche Richtung verfrachtet. Sichtbare Ascheanteile dürften gering gewesen sein, dennoch stellen solche Ereignisse eine ernstzunehmende Gefahr dar, insbesondere durch plötzliche Druckentlastungen und mögliche Auswürfe von Gesteinsfragmenten.

Begleitet wurde die Aktivität von erhöhter Seismizität: Innerhalb von 24 Stunden registrierte das PHIVOLCS insgesamt 25 vulkanische Erdbeben, darunter 23 Tremorphasen mit ungewöhnlich langen Dauern von bis zu 29 Minuten. Diese Signale deuten auf anhaltende Fluidbewegungen im Untergrund hin, vermutlich im Zusammenhang mit hydrothermalen Prozessen und einer Teilblockade des Fördersystems.

Auch die geochemischen und physikalischen Parameter bleiben auffällig. Der Hauptkratersee weist einen extrem sauren pH-Wert von 0,48 sowie eine erhöhte Temperatur von über 63 °C auf. Der Schwefeldioxid-Ausstoß lag zuletzt bei 709 Tonnen pro Tag, was auf fortgesetzte Entgasung aus tieferen Systemen hindeutet. Zusätzlich wurde eine kurzfristige Aufblähung der Vulkaninsel gemessen – ein mögliches Zeichen für Druckaufbau im Untergrund.

Trotz der niedrigen Alarmstufe bleibt der Zugang zur Vulkaninsel strikt verboten. Insbesondere im Bereich des Hauptkraters besteht weiterhin Gefahr durch plötzliche Dampfexplosionen, giftige Gase und lokale Ascheniederschläge.

Taal mit phreatischen Ausbruch am 21. April

Schwache phreatische Aktivität am Taal-Vulkan hält an – hydrothermale Explosion förderte Asche-Dampf-Wolke

Der philippinische Taal-Vulkan zeigte am 21. April 2026 um 11:10 UTC erneut trotz Abkühlungsphase, was noch in ihm steckt, und erzeugte eine schwache phreatische Eruption, die in das derzeitige Aktivitätsmuster des Vulkans passt. Es wurde eine VONA-Warnung ausgegeben, nach der eine Eruptionswolke bis auf 600 m Höhe aufstieg und nach Westen driftete.

Thermalbild

Während es bei uns vormittags war, als sich der Ausbruch ereignete, war es auf den Philippinen bereits Abend und die Explosion manifestierte sich zwischen 19:10 und 19:11 Uhr Ortszeit und damit dunkel. Trotzdem zeigen Aufnahmen von Wärmebildkameras die Eruption und eine rund 100 Meter hohe Asche-Dampf-Wolke, die sich aus dem Kratersee auf Volcano Island erhebt.

Solche Bilder sind typisch für sogenannte phreatische Explosionen, bei denen Wasser im Untergrund schlagartig verdampft. Sie gelten als schwer vorhersagbar, bleiben meist aber relativ klein und kurzlebig. Eine Gefahr stellen sie hier nicht dar, da Volcano Island Sperrgebiet ist und nicht betreten werden darf.

Die aktuellen geophysikalischen Messdaten bestätigen die anhaltende Aktivität des Systems. In den vergangenen 24 Stunden wurden fünf vulkanotektonische Erdbeben registriert. Der Kratersee weist weiterhin extreme Bedingungen auf, mit einer Temperatur von über 63 °C und einem stark sauren pH-Wert von 0,48. Zudem wurden vor 4 Tagen Schwefeldioxid-Emissionen von rund 783 Tonnen pro Tag gemessen, was auf fortgesetzte Entgasung aus dem Untergrund hinweist, aber gleichzeitig eine Teilblockade des Fördersystems andeutet.

Auch geodätische Daten zeigen eine leichte Aufwölbung der Vulkaninsel, ein Zeichen für Druckveränderungen im hydrothermalen System. Die sichtbare Gas- und Dampffahne bleibt schwach, driftet jedoch konstant nach Westen.

Trotz dieser Aktivität gilt weiterhin Alarmstufe 1, was eine niedrige, aber bestehende Unruhe beschreibt. Die Behörden warnen vor dem Betreten der Vulkaninsel sowie vor Aktivitäten auf dem Kratersee. Plötzliche Explosionen, Gasfreisetzungen und leichter Aschefall zählen zu den Gefahrenszenarien.