Taal-Vulkan: Zwei phreatomagmatische Explosionen Ende Juni

Zwei phreatomagmatische Eruptionen am Taal innerhalb weniger Stunden – Aschewolke bis 1.500 Meter

Auf der philippinischen Insel Luzon hat der Calderavulkan Taal innerhalb weniger Stunden zwei phreatomagmatische Eruptionen erzeugt. Wie bei früheren Vulkanausbrüchen auch manifestierten sich die beiden Explosionen aus dem Kratersee auf Volcano Island heraus und wurden von Asche-Dampffontänen begleitet, die auch Sedimente vom Seeboden enthielten. Es entwickelte sich eine deutlich erkennbare Eruptionswolke. Die Aktivität führte zu erneuten Warnungen vor einem weiterhin instabilen Zustand des Vulkansystems, dessen Alarmstufe 1 (niedriges Unruheniveau) trotz der Explosionen nicht erhöht wurde.


Die erste bestätigte Eruption wurde am Abend des 29. Juni um 23:13 Uhr UTC (07:13 Uhr Ortszeit am 30. Juni) gemeldet. Die Eruption war vergleichsweise schwach und förderte eine Dampfwolke 900 Meter hoch. Obwohl sie wenig Asche enthielt, wurde eine VONA-Warnung ausgegeben. Diese Eruption war meiner Meinung nach phreatischer Natur und fand ohne direkten Kontakt zwischen Grundwasser und Magma statt.

Um 06:34 UTC (14:34 Ortszeit) folgte eine weitaus stärkere phreatomagmatische Explosion. Laut seismischen und Infraschalldaten sowie visuellen Beobachtungen dauerte das Ereignis rund viereinhalb Minuten. Es handelte sich um drei klar unterscheidbare Explosionspulse, die dichte, dunkelgraue Asche förderten sowie wasserdampfdominierte Eruptionssäulen erzeugten. Im Untergrund kam es zu einem Kontakt zwischen Magma und Grundwasser, was die typische phreatomagmatische Eruption erzeugte. Laut PHILVOLCS erreichte die Eruptionssäule dabei Höhen von etwa 1.200 Metern über dem Krater und driftete unter dem Einfluss der Winde nach Südwesten. Das VAAC Tokio meldete eine Eruptionswolke in 1500 m Höhe über dem Meeresspiegel, was sich mit den PHILVOLCS-Angaben deckt, da sich der Krater auf etwa 300 m Höhenniveau befindet.

Hier klicken, um den Inhalt von Facebook anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von Facebook (öffnet in neuem Tab).

Nur wenig später bestätigte das Tokyo Volcanic Ash Advisory Center (VAAC Tokyo) eine weitere eruptive Episode um 06:34 UTC, bei der Asche bis auf Fluglevel FL050 (etwa 1.500 Meter Höhe) aufstieg und ebenfalls südwestwärts verfrachtet wurde. Satellitendaten der Himawari-9 sowie Beobachtungen der philippinischen Vulkanbehörde PHIVOLCS bestätigten die anhaltende Emission von vulkanischem Material in die Atmosphäre.

Trotz der eruptiven Aktivität zeigen die Überwachungsparameter weiterhin ein gemischtes, aber insgesamt moderates Unruheniveau. Im Hauptkrater wurden in den Stunden vor den Eruptionen keine vulkanischen Erdbeben registriert. Meldungen über Tremor stehen ebenso aus, was ungewöhnlich ist.

Der Schwefeldioxid-Ausstoß war erhöht und lag zuletzt bei 881 Tonnen pro Tag. Die seit Jahren gemessene und immer noch als kurzfristig bezeichnete Inflation der Vulkaninsel hält an, was ein Hinweis auf mögliche Magma- oder Fluidbewegungen im Untergrund ist.

PHIVOLCS betont, dass der Zutritt zur Permanent-Danger-Zone, insbesondere zum Hauptkrater und zu den Fissuren der Daang-Kastila-Linie, weiterhin streng verboten bleibt. Auch das Befahren des Taal-Sees sowie Flugaktivitäten in Kraternähe werden ausdrücklich untersagt.

Vulkanausbruch am Kanlaon bringt Aschewolken hervor

Kanlaon stößt Asche bis auf 3000 m Höhe aus – Alarmstufe 2 bleibt bestehen

Der philippinische Vulkan Kanlaon auf der Insel Negros hat am Samstagmorgen ein weiteres Mal Asche ausgestoßen. Nach Angaben von PHIVOLCS ereignete sich die Ascheemission um 07:04 Uhr Ortszeit. Kameras des Kanlaon Volcano Observatory in Canlaon City zeichneten graue Aschewolken auf, die bis zu 600 Meter über den Gipfelkrater aufstiegen und anschließend nach Westen und Nordwesten abdrifteten. Die Emission dauerte insgesamt 97 Minuten und hinterließ auf dem Seismogramm ihre Spuren.

Kanlaon. © PHILVOLCS

Das VAAC Tokyo beobachtet den Kanlaon ebenfalls engmaschig und brachte seit gestern 5 VONA-Warnungen vor Aschewolken zum Kanlaon heraus. Die jüngste von heute Nacht um 00:12 UTC ist die 200. Meldung zu diesem Vulkan in 2026, womit Kanlaon zu den aktivsten Feuerbergen weltweit zählt. Gemäß der Meldung wurde am 12. Juni um 23:04 UTC eine Eruption registriert, bei der Asche bis in etwa 3.000 Meter Höhe (Flughöhe 100) aufstieg und westwärts zog. Die Beobachtungen stützten sich auf Satellitendaten von Himawari-9 sowie Informationen von PHIVOLCS.

Trotz der Aktivität bleibt die Warnstufe des Vulkans unverändert bei Alarmstufe 2, die als „erhöhte Unruhe“ eingestuft wird. Die Behörde weist darauf hin, dass sich der Vulkan weiterhin in einem Zustand moderater Unruhe befindet.

Die Daten der letzten 24 Stunden zeigen, dass neun vulkanisch bedingte Erdbeben registriert wurden. Darunter befanden sich zwei Tremorphasen mit einer Dauer von 14 und 81 Minuten. Die Schwefeldioxid-Emissionen lagen am 12. Juni bei durchschnittlich 2.293 Tonnen pro Tag, was ein relativ hoher Wert ist. Zusätzlich zeigen Messungen eine anhaltende Inflation des Vulkangebäudes, was auf Druckaufbau im Untergrund hindeutet.

PHIVOLCS warnt weiterhin vor dem Betreten der permanenten Gefahrenzone im Umkreis von vier Kilometern um den Krater. Auch der Flugverkehr wird aufgefordert, den Bereich in Gipfelnähe zu meiden, da Aschewolken und plötzliche explosive Ereignisse eine Gefahr für Luftfahrzeuge darstellen können.

Der Kanlaon zählt zu den aktivsten Vulkanen der Philippinen und wird seit Monaten intensiv überwacht. Experten beobachten die weitere Entwicklung aufmerksam, um mögliche Veränderungen der Aktivität frühzeitig zu erkennen.

Mögliche Blockade des Fördersystems am Taal

Neben dem Kanalon und Bulusan, über den ich bereits heute Morgen schrieb, sind auf den Philippinen noch der Mayon und Taal tätig. Während erstgenannter Vulkan weiterhin an seinem Lavadom baut, wurde am Taal ein drastischer Absturz der Schwefeldioxid-Emissionen von zuvor sehr hohen auf sehr niedrige Werte festgestellt. Möglicherweise ist es zu einer Blockade des Fördersystems gekommen, so dass sich hoher Druck aufbaut, der sich demnächst in einer phreatischen Eruption entladen könnte.

Taal: Phreatomagmatischer Vulkanausbruch am 5. Mai

Taal-Vulkan erzeugte weitere phreatomagmatische Eruption – Video zeigt Schlammfontäne

Der südlich von Manila gelegene Taal-Vulkan erzeugte am Freitagnachmittag eine kurze phreatomagmatische Eruption. Nach Angaben der Vulkanbeobachtungsbehörde PHIVOLCS ereignete sich das Ereignis zwischen 16:24 Uhr und 16:28 Uhr Ortszeit im Hauptkrater von Volcano Island, einer Insel im Calderasee des Taal. Der Krater beherbergt einen Kratersee und so förderte die Explosion neben Dampf mit etwas Vulkansache vor allem schlammige Sedimente vom Seegrund. Diese mehrere Dutzend Meter hohe Schlammfontäne mit anschließender Dampfwolke ist sehr gut auf Livecam-Aufnahmen zu sehen. Auffällig ist die ungewöhnliche Stelle am südlichen Seerand, von dem die Eruptionswolke aus aufstieg. Hier scheint sich ein Schlot zu befinden, der in den letzten Monaten selten aktiv war.

Taal

Die Dampf- und Aschewolke stieg etwa 300 m über Kraterhöhe auf. Das Ereignis wurde von den Beobachtungsstationen Main Crater (VTMC) am westlichen Kraterrand sowie Daang Kastila (VTDK) am nördlichen Kraterrand aufgezeichnet. PHIVOLCS klassifizierte den Ausbruch als geringfügige phreatomagmatische Eruption, bei der Magma mit Wasser in Kontakt kommt und explosionsartig Dampf erzeugt.

Das VAAC Tokio registrierte den Ausbruch ebenfalls. Einer VONA-Warnung zufolge begann die Eruption um 08:24 UTC und erzeugte eine Eruptionswolke, die bis auf 600 Meter Höhe über dem Meeresspiegel aufstieg. Satellitenbilder von Himawari-9 zeigten eine Ausbreitung der Vulkanasche in südwestlicher Richtung.

Die tägliche Aktivitätsübersicht von PHIVOLCS attestiert dem Vulkan eine insgesamt niedrige, aber weiterhin bestehende innere Unruhe. In dem Bericht für den 5. Juni werden die Daten des Vortages veröffentlicht, in dem auch die größere phreatomagmatische Eruption gelistet ist, die sich für uns am Mittwochabend zutrug, als es auf den Philippinen aber bereits Donnerstagmorgen war. Neben dieser zweiminütigen Eruption wurden innerhalb von 24 Stunden zwei vulkanische Tremorphasen mit einer Dauer von einer bis neun Minuten registriert. Die Schwefeldioxid-Emissionen lagen am 4. Juni bei 3.105 Tonnen pro Tag. Über dem Hauptkrater stieg eine bis zu 1.500 Meter hohe Dampffahne auf, die vom Wind nach Nordosten verfrachtet wurde.

Trotz der beiden phreatomagmatischen Eruptionen bleibt die Alarmstufe bei Alert Level 1, was einem Zustand niedriger vulkanischer Unruhe entspricht. PHIVOLCS verweist aber darauf, dass weiterhin plötzliche Explosionen, vulkanische Erdbeben, kleinere Ascheniederschläge sowie gefährliche Konzentrationen vulkanischer Gase möglich sind. Das Betreten der Vulkaninsel, insbesondere des Hauptkraters und der Daang-Kastila-Spalten, bleibt verboten.

Häufiger auftretende phreatomagmatische Explosionen und der deutlich gestiegene Schwefeldioxid-Ausstoß könnten auf ein gestiegenes Risiko für das Auftreten größerer Eruptionen hindeuten.

Taal-Vulkan zeigt deutlich gestiegenen Gasausstoß

Signifikant gestiegene Schwefeldioxid-Emissionen am Taal-Vulkan – Erinnerungen an extreme Zeiten werden wach

Der philippinische Taal-Vulkan eruptierte gestern nicht nur phreatomagmatisch und erzeugte dabei eine mehr als 1.200 Meter hohe Asche-Dampf-Wolke, sondern stieß bereits vor der Eruption deutlich mehr Schwefeldioxid aus als zuvor. Dabei wurden Werte erreicht, wie sie noch vor gut zwei Jahren typisch waren, bevor es zu einem plötzlichen Rückgang des Gasausstoßes kam und nur noch etwa zehn Prozent der früheren Emissionsraten gemessen wurden.

Taal-Archiv

Damals lag der tägliche SO₂-Ausstoß oft zwischen 4.000 und 6.000 Tonnen – Werte, die selbst viele eruptierende Vulkane nur dann erreichen, wenn größere Lavaströme gefördert werden. Den Daten von PHIVOLCS ist zu entnehmen, dass der Ausstoß gestern bei 6.287 Tonnen lag und damit wieder ein Niveau erreichte, das an die besonders aktiven Phasen der vergangenen Jahre erinnert. Ein deutlicher Anstieg zeichnete sich bereits Ende Mai ab, als am 29. des Monats ein SO₂-Ausstoß von 4.159 Tonnen registriert wurde.

Die Höhe des Schwefeldioxid-Ausstoßes steht oft in direktem Zusammenhang mit der Menge an Magma im oberflächennahen Speichersystem. Steigende Werte gelten als Hinweis auf eine Magmenakkumulation in geringer Tiefe, wobei die aktuellen Veränderungen innerhalb eines so kurzen Zeitraums außergewöhnlich stark ausfallen. Daher müssen weitere Prozesse den SO₂-Ausstoß beeinflussen, die bislang nur teilweise erforscht sind.

Sprunghafte Veränderungen der SO₂-Entgasung können am Taal auch durch Änderungen im hydrothermalen System oder im Gastransport verursacht werden. Häufig kommt es zu einer kurzfristigen „Entblockung“ von Förderschloten, wodurch zuvor gestautes und im Hydrothermalsystem gespeichertes Gas schlagartig entweichen kann. Ebenso können Druckänderungen im Hydrothermalsystem dazu führen, dass gelöste Schwefelverbindungen freigesetzt werden, ohne dass frisches Magma beteiligt ist. Auch Umverteilungen bereits vorhandener Gase oder die fortschreitende Entgasung älteren Magmas in der Tiefe können den SO₂-Ausstoß deutlich erhöhen.

Um belastbare Ausbruchsprognosen zu erstellen, muss ein erhöhter oder rasch ansteigender SO₂-Wert stets im Zusammenhang mit anderen geophysikalischen Parametern wie Seismizität und Bodendeformation interpretiert werden. Nur so lässt sich beurteilen, ob tatsächlich Magmanachschub erfolgt oder lediglich eine Veränderung der Durchlässigkeit des Systems vorliegt.

Die aktuellen Daten zeigen keine kurzfristigen signifikanten Veränderungen dieser Parameter. Volcano Island ist zwar weiterhin aufgebläht, stärkere Schwarmbeben wurden jedoch nicht registriert. Daher erscheint ein „Umschalten“ des Hydrothermalsystems in einen anderen Betriebsmodus derzeit als die wahrscheinlichste Erklärung für den erhöhten Gasausstoß. Einzig das Auftreten der phreatomagmatischen Explosion deutet darauf hin, dass es zu einer neuen Magmaansammlung oder der Umverteilung von Magma in geringer Tiefe gekommen sein könnte.

Mit den steigenden Schwefeldioxid-Emissionen nimmt nun – abhängig von der Wetterlage – auch das Risiko für VOG deutlich zu. Dabei handelt es sich um vulkanischen Smog, der gesundheitsschädlich sein kann und insbesondere bei empfindlichen Personen Atemwegsbeschwerden hervorrufen kann.

Taal-Vulkan erzeugte seltenen phreatomagmatischen Vulkanausbruch

Phreatomagmatische Eruption erschütterte den Taal – Vulkanasche in 1200 m Höhe detektiert

Es war eine der stärksten Eruptionen des Jahres am philippinischen Taal-Vulkan, die in der Nacht zum 4. Juni (Ortszeit) detektiert wurde. Nach Angaben von PHIVOLCS ereignete sich um 01:02 Uhr eine phreatomagmatische Eruption im Hauptkrater auf Volcano Island. Thermalkameras der Beobachtungsstationen Daang Kastila (VTDK) und Main Crater (VTMC) zeichneten das Ereignis auf. Dabei stiegen Asche- und Dampfwolken bis zu 900 Meter über den Krater auf.

Taal-Vulkan. © PHILVOLCS

Die Eruption wurde auch vom VAAC Tokio registriert. Demnach erreichte die Eruptionswolke eine Höhe von etwa 1.200 Metern über dem Meeresspiegel. Auf Bildern des Wettersatelliten Himawari-9 konnte die Vulkanasche jedoch nicht eindeutig identifiziert werden. Die vorherrschenden Winde bewegten sich in Richtung Nordosten.

Trotz der Aktivität bleibt die Warnstufe am Taal bei Alarmstufe 1, was auf einen Zustand geringer vulkanischer Unruhe hinweist. Die Behörden mahnen zur Vorsicht. Der Zutritt zur Vulkaninsel, insbesondere zum Hauptkrater und den Daang-Kastila-Spalten, bleibt ebenso verboten wie Bootsfahrten auf dem Taal-See. Auch Flugzeuge sollen den unmittelbaren Bereich des Vulkans meiden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den vulkanischen Gasemissionen, die bereits bei den jüngsten Messungen am 29. Mai Hinweise auf eine bevorstehende Eruption lieferten. Es wurde ein Schwefeldioxid-Ausstoß von 3.234 Tonnen pro Tag registriert. Einen Tag zuvor waren es sogar 4159 Tonnen – gut 4 Mal mehr als an den Vortagen. Diese vergleichsweise hohen Konzentrationen deuten darauf hin, dass sich frisches Magma in geringer Tiefe angesammelt hat und Gase freisetzte. Zudem wurde eine anhaltende Inflation der Vulkaninsel festgestellt, ein Hinweis auf Druckaufbau im Untergrund.

In den vergangenen 24 Stunden wurden zwei vulkanische Erdbeben aufgezeichnet. Von Seiten der Seismizität gab es diesmal keine Hinweise auf eine bevorstehende Explosion.

PHIVOLCS warnt vor möglichen weiteren dampfgetriebenen Explosionen, vulkanischen Erdbeben, geringfügigem Aschenniederschlag sowie gefährlichen Ansammlungen vulkanischer Gase in der Umgebung des Vulkans.

Taal: Weitere phreatische Eruption Mitte Mai

Taal-Vulkan: Phreatische Eruption bestätigt anhaltender Unruhe

Der philippinische Vulkan Taal zeigt weiterhin Anzeichen anhaltender Aktivität.  Am 16. Mai 2026 ereignete sich um 00:16 Uhr Ortszeit eine phreatische Eruption im Hauptkrater von Volcano Island, in dem sich ein Kratersee befindet. Das Ereignis dauerte etwa drei Minuten und erzeugte eine Dampf- und Aschewolke, die bis zu 300 Meter über den Krater aufstieg. Thermalkameras am Kraterrand zeichneten die Aktivität auf. Auch das Tokyo Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) registrierte die eruptive Episode. Satellitendaten zeigten eine Eruption um 16:16 UTC am 15. Mai, bei der Vulkanasche bis in etwa 600 Meter Höhe gelangte. Es handelt sich um die gleiche Eruption, die einmal in Lokalzeit, einmal in UTC gemeldet wurde.

Taal. © PHILVOLCS

Neben dieser kurzfristigen Aktivität registrierten die Messstationen in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 15 vulkanisch bedingte Erdbeben, darunter 14 Tremorphasen, die zwischen einer und 28 Minuten andauerten. Solche Signale deuten auf Bewegungen von Gasen oder hydrothermalen Fluiden im Untergrund hin. Da die Tremore zumindest teilweise nach der phreatischen Eruption auftraten, steht das Speichersystem weiter unter Druck, was es wahrscheinlich macht, dass demnächst weitere Dampfexplosionen auftreten werden.

Besonders aufmerksam beobachten Vulkanologen zudem die anhaltende Inflation der Vulkaninsel, die sich in Form einer Bodenhebung manifestiert. Ein weiteres Indiz für Druckaufbau unter dem Vulkan. Gleichzeitig wurden moderate Gasemissionen gemessen: Der Schwefeldioxid-Ausstoß betrug am 15. Mai 1.641 Tonnen pro Tag, was deutlich über dem Durchschnitt vorheriger Messungen lag. Visuelle Beobachtungen bestätigten eine etwa 2.400 Meter hohe Dampffahne, die in südwestliche Richtung driftete.

PHIVOLCS warnt weiterhin vor Vulkangefahren wie phreatischen Explosionen, austretenden vulkanischen Gasen, kleineren Aschenniederschlägen und vulkanischen Erdbeben. Das Betreten der Vulkaninsel, insbesondere des Hauptkraters und der Daang-Kastila-Spaltenzone, bleibt ebenso verboten wie Bootsfahrten auf dem Taal-See in der Nähe von Volcano Island und Flüge in unmittelbarer Nähe des Vulkans.

Besonders bemerkenswert ist, dass wir seit letztem Jahr eine deutliche Zunahme der phreatischen Explosionen sehen, während in den Vorjahren – als es 10 Mal so hohe Schwefeldioxidemissionen gegeben hatte – nur sehr selten Explosionen auftraten.

Taal: Dampfgetriebener Vulkanausbruch

Vulkan Taal zeigt nach kleiner phreatischer Eruption weiterhin seismische Aktivität

Der philippinische Vulkan Taal bleibt nach einer kleineren phreatischen Eruption am 9. Mai 2026 weiterhin unruhig. Wie das Philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (PHILVOLCS) in seinem jüngsten Datenblatt mitteilte, ereignete sich am Freitag eine sechs Minuten andauernde phreatische Explosion im Hauptkrater. Trotzdem hat sich der Druck im Vulkan nicht signifikant verringert und die Vulkanologen messen weiterhin erhöhte seismische Aktivität unter dem Vulkan.

In den vergangenen 24 Stunden registrierten die Messstationen insgesamt 18 vulkanische Erdbeben, darunter fünf vulkanische Tremorphasen mit einer Dauer von jeweils ein bis zwei Minuten. Bereits am Tag vor der Eruption waren neun vulkanische Erdbeben sowie ein zweiminütiger Tremor aufgezeichnet worden. Nach Angaben der Behörde deutet die anhaltende Seismizität darauf hin, dass sich weiterhin magmatische Prozesse unterhalb des Kraterbereichs auf Volcano Island abspielen.

Besonders auffällig ist die Entwicklung der vergangenen Tage: Zwischen dem 5. und 7. Mai wurden insgesamt 22 vulkanische Erdbeben verzeichnet, nachdem am 4. Mai 20 Beben registriert worden waren. Im Vergleich dazu lag die Zahl der Ereignisse im vorangegangenen Dreitageszeitraum lediglich bei neun. Vulkanische Erdbeben entstehen durch magmatische oder magma-bezogene Prozesse im Untergrund, während Tremore als kontinuierliche niederfrequente Schwingungen gelten, die auf Bewegung von Fluiden oder Gasen hinweisen und oft mit Vulkanausbrüchen einhergehen.

Neben der erhöhten Seismizität und den direkten Folgen der phreatischen Eruption meldet PHILVOLCS schwache Dampfausgasungen aus dem Hauptkrater, deren Wolken in Richtung Südwesten verfrachtet wurden. Der Schwefeldioxid-Ausstoß lag zuletzt bei 653 Tonnen pro Tag. Zudem wurde auf der Vulkaninsel eine leichte kurzfristige Bodenhebung festgestellt – ein Hinweis auf anhaltende Druckveränderungen im Untergrund.

Trotz der Aktivität bleibt die Alarmstufe bei 1 und signalisiert weiterhin eine niedrige Unruhephase. Eine unmittelbar bevorstehende größere Eruption wird derzeit nicht erwartet. Dennoch warnen die Behörden vor möglichen plötzlichen Dampfexplosionen, die ohne längere Vorwarnzeit auftreten können. Die anhaltende Seismizität verdeutlicht die anhaltende Gefahr einer solchen Eruption.

Taal: Phreatische Eruption am Freitagmorgen

Weitere phreatische Eruption am Taal – Vulkanasche in 600 m Höhe

Am frühen Freitagmorgen ist es am philippinischen Vulkan Taal erneut zu einer kleinen phreatischen Eruption gekommen. Nach Angaben des philippinischen Vulkaninstituts PHIVOLCS manifestierte sich der Ausbruch um 04:46 Uhr Ortszeit im Hauptkrater des Vulkans auf Volcano Island, in dem sich ein Kratersee befindet. Aufnahmen einer Wärmebildkamera am Beobachtungspunkt Daang Kastila zeigen eine kurzweliige, dampfgetriebene Explosion, bei der eine Asche-Damp-Wolke aufstieg. Es wurde die 6. VONA-Warnung in diesem Jahr zum Taal ausgegeben.

aal. © PHILVOLCS

Das VAAC Tokio detektierte Vulkanasche in einer Höhe von etwa 600 Metern über dem Meeresspiegel. Die Aschewolke driftete in südöstlich Richtung ab. Satellitendaten des Wettersatelliten Himawari-9 bestätigten die Aktivität. Die Vulkanbeobachter von PHILVOLCS gaben eine Eruptionssäulenhöhe von 300 m an.

PHIVOLCS hält weiterhin Alarmstufe 1 aufrecht. Damit befindet sich der Vulkan offiziell in einem Zustand niedriger Unruhe, dennoch warnen die Behörden vor möglichen plötzlichen Explosionen. In den vergangenen 24 Stunden wurden neun vulkanische Erdbeben registriert, darunter ein zweiminütiger vulkanischer Tremor. Zudem messen die Experten weiterhin eine kurzfristige Inflation der Vulkaninsel – ein Hinweis darauf, dass sich im Untergrund Druck aufbauen könnte.

Auch die Gasemissionen bleiben erhöht. Am Donnerstag wurden Schwefeldioxid-Emissionen von rund 653 Tonnen pro Tag gemessen. Der Kratersee weist derzeit eine Temperatur von 63,1 Grad Celsius auf und bleibt stark sauer. Über dem Krater stieg am Freitag zusätzlich eine bis zu 600 Meter hohe Dampffahne auf, die in Richtung Südwesten zog.

Die Behörden erinnern daran, dass das Betreten der gesamten Vulkaninsel weiterhin verboten ist. Besonders gefährlich seien der Hauptkrater sowie die Spaltenzone von Daang Kastila. Auch Bootsfahrten auf dem Taal-See und Flüge in unmittelbarer Nähe des Vulkans sollen unterlassen werden. Experten warnen vor weiteren phreatischen Explosionen, vulkanischen Erdbeben, Ascheregen und gefährlichen Gasansammlungen.

Taal: Phreatische Eruption am 29. April löste VONA-Warnung aus

Stärkere phreatische Eruption am Taal – Vulkanasche in 900 m Höhe detektiert

Am philippinischen Taal-Vulkan kam es heute um 20:52 Uhr Lokalzeit zu einer phreatischen – möglicherweise sogar phreatomagmatischen – Eruption, die eine VONA-Warnung beim VAAC Tokio auslöste. Es war die 5. dieser Flugverkehrswarnungen zum Taal in diesem Jahr. Vulkanaasche wurde vom Himawari-9-Satelliten in einer Höhe von FL 030 registriert, was einer Höhe von 900 m im metrischen System entspricht. Doch es blieb nicht bei einer Eruption!

Falschfarbenbild

In den folgenden 11 Minuten kam es zu einer Serie schwächerer Ereignisse, die in einem Zeitraffervideo einer Thermalcam dokumentiert wurden. Diese Eruptionen lösten zwar keine VONA-Warnungen aus und hinterließen keine für Satelliten detektierbare Signatur, wurden aber auch durch seismische Signale, Infraschallmessungen und thermische Anomalien bestätigt.

Die Thermalaufnahme der größten Eruption zeigt in der nächtlichen Falschfarbendarstellung, wie die Eruptionswolke, die größtenteils aus Schlamm, Wasser und Dampf bestand und nur vermutlich nur wenig Vulkanasche enthielt, kollabierte und sich über dem Kratersee ausbreitete.

Laut PHILVOLCS entstanden Eruptionssäulen, die etwa 400 bis 600 Meter über den Krater aufstiegen und von der Main Crater Observation Station (VTMC) dokumentiert wurden. Das deckt sich mit den 900 m über Meeresspiegel der VONA-Meldung, da der Taal auf einer Höhe von ca. 300 m liegt.

Die Daten der letzten 24 Stunden, die heute um 12:00 Uhr Lokalzeit und damit vor den Eruptionen veröffentlicht wurden, zeigen eine erhöhte seismische Aktivität: Es wurden drei vulkanische Erdbeben registriert, darunter ein vulkanischer Tremor mit einer Dauer von über drei Stunden. Dieser Tremor deutete die Eruptionsphase an und entstand durch Fluidbewegungen, möglicherweise in Folge einer Teilblockade des Fördersystems, so wie es am Taal typischerweise der Fall ist. Zusätzlich zeigen Messungen eine kurzfristige Inflation der Vulkaninsel, was auf eine leichte Druckakkumulation im System hindeutet.

Weitere geochemische und hydrothermale Parameter bleiben auffällig: Der Schwefeldioxidfluss wurde zuletzt mit etwa 709 Tonnen pro Tag gemessen (24. April 2026). Der Hauptkratersee weist eine erhöhte Temperatur von 63,1 °C sowie eine gemessene Acidität (pH 0,48 im Februar 2026) auf, was auf ein stark aktives hydrothermales System hinweist. Insgesamt wird weiterhin eine schwache Gasemission beobachtet.

Die Behörden warnen ausdrücklich vor dem Betreten der Permanent Danger Zone, insbesondere des Hauptkraters und der Daang-Kastila-Spalten. Auch Aktivitäten auf dem Taal-See sowie Flugverkehr in der Nähe des Vulkans sind untersagt. Mögliche Gefahren bleiben phreatische Explosionen, vulkanische Erdbeben, geringe Ascheregen sowie gefährliche Gasansammlungen oder -ausbrüche.