Vulkan-Nachrichten 12.03.22: Fuego

Staat: Guatemala | Koordinaten: 14.47, -90.88 | Eruption: Ejektiv

Auch heute bleibt der Fuego in Guatemala sehr munter und liefert die tägliche Top-Story. In diesem Artikel lest ihr:

  • Fuego eruptiert Aschewolken
  • Das Gefahrenpotenzial ist erhöht
  • Es gelten die Empfehlungen des BEFGO-Bulletins Nr. 014-2022

Fuego eruptiert Vulkanasche

Der Fuego in Guatemala ist weiterhin aktiv und eruptiert Aschewolken. Das VAAC detektiert sie in einer Höhe von 5200 m. Die Asche driftet vor allem in Richtung Süden und Südwesten. Sie regnet über die Ortschaften Panimaché I, Panimaché II, Morelia, Santa Sofia, El Porvenir, Sangre de Cristo und Yepocapa ab. INSIVUMEH beschreibt, dass gestern bis zu 4 Mal pro Stunde leichte bis mäßig starke Explosionsgeräusche zu Hören gewesen waren. Manche Explosionen lösten Schuttlawinen aus. Die Gefahr von Laharen bleibt erhöht: Regenfälle könnten die lockeren Ablagerungen der Pyroklastischen Ströme in Form von Schlammströmen mobilisieren. Es muss mit Laharen gerechnet werden, die vor allem durch die Schluchten von El Jute, Las Lajas, Ceniza und Trinidad fließen könnten. Die Ablagerungen sind noch sehr heiß und es droht Verbrennungsgefahr.

Am Fuego gelten besondere Verordnungen

Aufgrund des erhöhten Gefahrenpotenzials in der Nähe des Vulkans Fuego, gelten weiterhin die Empfehlungen des BEFGO-Bulletins Nr. 014-2022. Sie besagen, dass die beschriebenen vulkanischen Manifestationen zu einem erhöhten Risiko für Menschen führen. Daher ist das Betreten der Gebiete um die Schluchten untersagt. Die Gemeinden in ihrer Nähe sollten sich auf Lahare vorbereiten. Starke Winde können die abgelagerte Tephra remobilisieren und zu einer erhöhten Aschekonzentration in der Luft führen. Daher müssen die Bürger darüber informiert werden, dass es gesundheitliche Risiken birgt, wenn man Vulkanasche einatmet. Da jeder Zeit stärkere Eruptionen auftreten können, besteht Gefahr für den Flugverkehr. Der Luftraum, in einem 30 km Radius um den Vulkan, sollte nur mit Vorsicht beflogen werden.

Was war geschehen?

Am 7. und 8. März ereignete sich eine paroxysmale Eruption am Fuego. Es gingen mehrere Pyroklastische Ströme ab, die sich Ortschaften auf bis auf 2 km näherten. Aschewolken stiegen bis auf einer Höhe von fast 8 km auf.

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