Sakurajima erutpierte am 1. August Vulkanasche bis auf 4000 m Höhe – Warnung vor Ascheniederschlag
Der japanische Vulkan Sakurajima ist am Samstag, dem 1. August um 14:45 UTC ein weiteres Mal ausgebrochen. Die Eruption aus dem Minamidake-Gipfelkrater transportierte Vulkanasche mehrere Kilometer hoch und verursachte Ascheniederschlag in bewohnten Gebieten. Die japanische Wetterbehörde (JMA) hält deshalb an der Eruptionswarnstufe 3 fest, die den Zugang zum Vulkan einschränkt.

Nach Angaben des VAAC Tokio begann die jüngste explosive Phase am 1. August um 14:45 UTC (23:45 Uhr Ortszeit). Die Aschewolke erreichte zunächst eine Höhe von ca. 4 Kilometern über dem Meeresspiegel und wurde mit dem Wind nach Südwesten verfrachtet. Wenig später meldete die JMA, dass die Eruption weiterhin andauere. Die sichtbare Aschewolke stieg im Fortgang des Ausbruchs bis auf 1.500 Meter über den Krater auf, nachdem sie Anfangs eine maximale Höhe von 2.800 Metern über dem Krater erreicht hatte.
Rotglühende Tephra wurde auch in der Anfangsphase der Eruption nicht ausgeworfen. Dafür konnte man bei genauer Betrachtung der Livecamaufnahmen einige vulkanische Blitze in der Eruptionswolke aufleuchten sehen.
Kurz nach Mitternacht Ortszeit wurde eine zweite Eruptionsmeldung veröffentlicht. Demnach zog die Asche in Richtung Süden über die Halbinsel Satsuma. Für Teile der Stadt Kagoshima, insbesondere den Sakurajima-Distrikt, wurde mäßiger bis stellenweise starker Ascheniederschlag prognostiziert. Auch die Stadt Tarumizu musste mit leichtem Ascheregen rechnen. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, Masken und Regenschirme als Schutz vor der Vulkanasche zu verwenden und im Straßenverkehr besonders vorsichtig zu fahren. Zudem können bis in eine Entfernung von zwei Kilometern vom Krater kleine vulkanische Lapilli niedergehen.
Der aktuelle Aktivitätsschub fügt sich in eine bereits seit Wochen anhaltende Phase erhöhter Unruhe ein. Zwischen dem 27. und 31. Juli registrierte die JMA am Minamidake-Gipfelkrater 20 Eruptionen, darunter eine Explosion. Die höchste Aschewolke dieser Periode erreichte 2.200 Meter über dem Krater. Ballistisch ausgeworfene Lavabrocken flogen dabei bis zu 900 Meter weit. Am benachbarten Showa-Krater wurden dagegen keine Eruptionen beobachtet.
Die Messungen zeigen außerdem eine seit Jahren andauernde Ausdehnung der Aira-Caldera, was auf eine fortgesetzte Magmaansammlung in größerer Tiefe hindeutet. Gleichzeitig bleiben die Schwefeldioxid-Emissionen auf hohem Niveau. Dies spricht dies dafür, dass die vulkanische Aktivität weiter anhalten dürfte.