Diese Fotogalerie aus dem Jahr 2000 zeigt Bilder meiner ersten Expedition zum Ol Doinyo Lengai in Tansania. In den nächsten 8 Jahren folgten 4 weitere Reisen dorthin. Die Bilder der Fotografin Daniela Szczepanski wurden damals noch analog auf Diafilm fotografiert und eingescannt, daher die geringe Auflösung der Bilder. Sie sind nicht vergrößerbar.
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Ol Doinyo Lengai und ein vorgelagertes Maar.

Am Rand des Loolmurwak-Maars.

Gasprobenentnahme im Krater.
Lavaspattering aus einem Hornito.
Mineralisierung um Fumarole.

Lake Natron vom Lengai aus.

Massai tanzen vorm Ol Doinyo Lengai.
Ein gewaltiger tektonischer Graben spaltet den afrikanischen Kontinent. Entlang dieser Bruchzone steigt Magma aus der Tiefe auf, und Vulkane reihen sich wie Perlen an den Rändern des Risses. Im Norden Tansanias, im Ostafrikanischen Rift Valley, erhebt sich einer der ungewöhnlichsten Vulkane der Erde: der Oldoinyo Lengai. Mit seinen 2950 Metern überragt der Stratovulkan die Ebene am Lake Natron.
Diese Region zählt zu den entlegensten und lebensfeindlichsten Landschaften des Landes. Eine staubige Piste windet sich zwischen zahllosen Vulkanen hindurch und führt über mächtige Bruchstufen hinab ins Rift. Der gewaltige Explosionskrater des Loolmurwak entstand durch eine Maareruption.
Der Oldoinyo Lengai ist der einzige Vulkan weltweit, der natrium-karbonatitische Lava fördert. Sie ist extrem dünnflüssig und nahezu frei von Silikaten. Frisch ausgetreten erscheint sie tiefschwarz, reagiert jedoch rasch mit der feuchten Luft und zerfällt innerhalb kurzer Zeit zu einem hellen, weißen Pulver.
Mit Temperaturen von etwa 500 bis 600 Grad Celsius ist die Lava des Lengai die kühlste bekannte Lava auf der Erde. Selbst in der Dunkelheit leuchtet sie nur schwach. Gerade deshalb werden die Gefahren im Krater häufig unterschätzt.
Ohne jede Vorankündigung kann der Boden an beliebigen Stellen aufbrechen. Der Innendruck der Lava in den Hornitos lässt deren Wände einstürzen. Dann schießt die glühende Masse wie ein heißer Sturzbach in den Krater hinab.
Um die Besonderheiten dieser außergewöhnlichen Lava zu entschlüsseln, erforschen Wissenschaftler der Universität Freiburg den Vulkan. Dabei entnehmen sie unter anderem Gasproben direkt vor Ort.
An Spalten in der frischen Lava, aus denen heiße Gase entweichen, bilden sich Mineralablagerungen. Ihre Zusammensetzung verändert sich je nach herrschender Temperatur.
Vom Kraterrand eröffnet sich ein spektakulärer Blick über das Rift und den Lake Natron. In der Trockenzeit ist das Seebecken, das fast die Ausdehnung des Bodensees erreicht, weitgehend ausgetrocknet.
Die Umgebung des Lake Natron gehört zum Siedlungsgebiet der Massai. Dieses Hirtenvolk verehrt den Vulkan als Wohnsitz ihres Gottes Engai. Zu rituellen Tänzen versammeln sich die jungen Krieger vor dem Dorf.
Fotos: © Daniela Szczepanski