vulkanologie

 Das Puzzel der Erdkruste

Wie bei einem gigantischen Puzzel, besteht die Erdkruste unserer Erde, aus sieben großen und mehreren kleinen Platten. Diese Platten bilden die Kontinente und den Boden der Ozeane. Die Kruste der Kontinente ist etwa 35 Kilometer dick und kann unter Gebirgen bis zu 70 Kilometer dich werden. Die ozeanische Kruste ist nur ca. 8 Kilometer dick.
Die Platten der Erdkruste schwimmen auf dem weichen Material des Erdmantels, wie Eisschollen auf einem See. Die Platten sind nicht fest miteinander verbunden, sondern sie bewegen sich gegeneinander. Natürlich kannst du diese Bewegungen nicht sehen, weil sich die Platten nur um wenige Zentimeter im Jahr verschieben. Bei einem Erdbeben kannst du die Bewegung aber spüren, denn dann bewegen sich diese Platten mit einem plötzlichen Ruck.
An den Stellen, an denen die Platten zusammenstoßen, entstehen Risse und Spalten in der Erdkruste, die bis in den Erdmantel hinabreichen. Durch diese Risse und Spalten steigt das Magma auf.



Die Gegend, wo die verschiedenen Platten aneinander stoßen nennt man Plattengrenze. An diesen Plattengrenzen einstehen nicht nur Erdbeben und Vulkane, sondern es können sich auch Gebirge auftürmen.
Das Gegenteil eines Gebirges ist ein Tiefseegraben. Diese Tiefseegräben bilden sich entlang der Plattengrenzen am Ozeanboden. Dort ist das Wasser besonders tief. Die tiefste Stelle der Erde liegt 11 Kilometer unterhalb des Meeresspiegels. Der höchste Berg der Erde ist hingegen nur 8.848 Meter hoch. Weist du, welcher Berg das ist?
Die Tatsache, dass Kontinente wandern ist erst seit wenigen Jahrzehnten bekannt. Früher dachten die Menschen, die Oberfläche der Erde wäre unbeweglich. Heute weiß man aber, dass die Erde ein dynamischer Himmelskörper ist, der sich fortwährend verändert. Der Fachbegriff für die Kontinentalwanderung lautet Plattentektonik.