Der Untergang von Pompeji

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Bild: Die Ruinen von Herculaneum mit dem Vesuv im Hintergrund


Während des Altertums galt der Vulkan Vesuv als erloschen. Der Vesuv ist ein Vulkan im Golf von Neapel, einer großen Hafenstadt in Italien. Der Vulkan war mit Weinreben bewachsen und an seinen Hängen standen die luxuriösen Städte Pompeji, Herculaneum und Stabiae. Obwohl diese Städte schon im Jahre 63 n. Chr. durch Erdbeben zerstört wurden, kehrten ihre Bewohner in die Städte zurück und bauten sie wieder auf. Ihnen war der Zusammenhang von Erdbeben und Vulkanen noch nicht bekannt.

Am 20. August des Jahres 79 n. Chr. bebte die Erde erneut, begleitet von einem tiefen Grollen aus dem Erdinneren. Am 24. August, also vier Tage später, gab es ein Erdbeben, das viel stärker war als alle vorherigen. Mit einem lauten Knall spaltete sich die Spitze des Vesuvs und eine hohe Lavafontäne färbte den Himmel blutrot. Doch nur für kurze Zeit. Es folgten heftige Explosionen und eine Eruptionswolke verdunkelte den Himmel. Der Tag wurde zur Nacht. Millionen Tonnen Tephra regneten auf die Stadt Pompeji herab. Schwaden giftiger Schwefeldämpfe zogen durch die Straßen. Die Menschen versuchten zu flüchten. In den Straßen herrschte Chaos. Manche Leute suchten Schutz in den Häusern und versuchten ihre Wertsachen in Sicherheit zu bringen. Doch die Dächer der Häuser brachen unter dem Gewicht der Tephra zusammen. Viele Menschen erstickten, oder wurden unter dem Auswurf begraben. Nachts ließ die Heftigkeit der vulkanischen Explosionen nach und die überlebenden dachten, sie hätten das Schlimmste überstanden. Doch nach einer kurzen Pause brach der Vulkan erneut aus und gefährliche pyroklastische Ströme entstanden. Diese Glutwolken flossen durch Pompeji und zerstörten die ganze Stadt. In Pompeji starben mehr als 2000 Menschen.

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Bild: Eine Bäckerei in Pompeji


Die Nachbarstadt Herculaneum wurde auch unter pyroklastischen Strömen begraben. Allerdings wurde sie von den ersten Ausbrüchen verschont und so konnten sich die meisten Bewohner rechtzeitig in Sicherheit bringen, bevor die Stadt vollständig begraben wurde. Heute sind die Städte wieder ausgegraben und geben uns einen Einblick in das Leben von damals.


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