Erloschene Vulkane

Irgendwann einmal stirbt auch ein Vulkan, nur nennt man es dann erlöschen. Ein Vulkan, der seit 10 000 Jahren nicht mehr tätig ist, wird zu den erloschenen Vulkanen gerechnet. Vulkane vom Typ "hot spot" gelten als erloschen, wenn sie über den heißen Flecken im oberen Erdmantel hinweg gewandert sind. Somit ist bei Vulkanketten, die durch einen "hot spot" entstanden sind, immer nur der jüngste Vulkan aktiv, der sich gerade über dem heißen Flecken befindet.

Was geschieht mit einem erloschenen Vulkan? Da keine Ausbrüche mehr stattfinden, die neues Gestein an die Erdoberfläche bringen, wächst der Vulkan nicht mehr. Er bleibt aber auch nicht in seiner Form und Größe erhalten. Der Vulkanberg steht in der Landschaft und ist dem Regen, dem Wind, Eis, Schnee und Sonne ausgesetzt. Das Wetter macht dem Vulkan zu schaffen. Starke Regenfälle spülen das Gestein aus, Temperaturunterschiede machen es brüchig und der Wind schleift wie ein Stück Schmirgelpapier am Gestein. Erosion nennt man alle diese Vorgänge. Sie führen dazu, dass der Vulkan kleiner wird, bis er nicht mehr zu erkennen ist.

Stromboliccio
Bild: Der erloschene Vulkan Stromboliccio.

Welche Vulkane sind erloschen? Der Kaiserstuhl und der Vogelsberg sind erloschene Vulkane ganz in unserer Nähe. Sie waren die größten Vulkane in Deutschland. Von der vulkanischen Inselkette Hawaii sind alle Vulkane erloschen außer der Mauna Loa und der Kilauea auf der Insel Hawaii. Selbst in den Alpen gab es mal Vulkane, doch von ihnen gibt es nur noch Gesteinsreste. Die eigentlichen Vulkanberge sind komplett weg.

Trotzdem gibt es auch Vulkane die erst nach mehreren Hunderttausend Jahren Ruhe wieder ausbrechen können. Ein Beispiel für diese Vulkane ist der Yellowstone-Vulkan in den USA. Zwischen seinen eruptiven Phasen ruht der Vulkan für 600.000 Jahren.

Damit waren wir am Ende unseres Ausflugs in die Welt der Vulkane angelangt. Ich hoffe dir hat das Lesen eben soviel Spaß gemacht, wie mir das Schreiben!

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