Erdbeben-Nachrichten 24.06.21: Peru

Die drei stärksten Erdbeben der letzten 48 Stunden hatten Magnituden im 5-er Bereich und lagen entlang des Pazifischen Feuergürtels.

Peru: Erdbeben Mw 5,8

Datum: 23.06.2021 | Zeit: 02:54:18 UTC | Lokation: 12.69 S ; 76.74 W | Tiefe: 51 km | Mw 5,8

Gestern manifestierte sich südlich der peruanischen Hauptstadt Lima ein Erdbeben der Magnitude 5,8. Das Hypozentrum wurde in 51 km Tiefe festgestellt. Das Epizentrum befand sich 12 km west-süd-westlich von Mala. Beim EMSC gibt es zahlreiche Wahrnehmungsmeldungen.

Indonesien: Erdbeben M 5,6

Datum: 24.06.2021 | Zeit: 02:24:56 UTC | Lokation: 5.99 S ; 128.31 E | Tiefe: 347 km | Mw 5,6

Unter der indonesischen Banda-See gab es ein Mantelbeben der Magnitude 5,6. Das Hypozentrum befand sich in 347 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 256 km süd-süd-östlich von Ambon verortet.

Neu Kaledonien: Erdbeben Mb 5,5

Datum: 23.06.2021 | Zeit: 05:39:39 UTC | Lokation: 22.80 S ; 171.67 E | Tiefe: 10 km | Mb 5,5

Am Vanuatugraben, östlich von Neukaledonien und den Loyalty-Inseln bebte es mit einer Magnitude von 5,5. Der Erdbebenherd lag 10 km tief. Das Epizentrum wurde 414 km östlich von Tadine lokalisiert.

Papua Neuguinea: Erdbeben Mb 5,2

Datum: 24.06.2021 | Zeit: 14:49:59 UTC | Lokation: 6.63 S ; 154.99 E | Tiefe: 100 km | Mb 5,2

In der Bougainville-Region von Papua Neuguinea bebte es mit einer Magnitude von 5,2. Der Erdbebenherd lag 100 km tief. Das Epizentrum befand sich in einer Distanz von 65 km südwestlich von Panguna.

Australien: Erdstoß Mw 5,1

Datum: 24.06.2021 | Zeit: 06:57:03 UTC | Lokation:  18.22 S ; 120.27 E | Tiefe: 10 km | Mw 5,1

Vor der Nordwestküste Australiens ereignete sich ein Erdstoß der Magnitude 5,1. Der Erdbebenherd lag in einer Tiefe von 10 km. Das Epizentrum wurde 207 km westlich Cable Beach festgestellt. Erdbeben in Australien sind verhältnismäßig selten.

Pazifik-Antartik-Rücken: Erdbeben Mb 5,1

Datum: 24.06.2021 | Zeit: 09:07:21 UTC | Lokation:  55.02 S ; 127.17 W | Tiefe: 10 km | Mb 5,1

Ein weiteres Beben der Magnitude 5,1 wurde aus den Weiten des Pazifiks gemeldet. Am Ozeanischen Rücken vor der Antarktis bebte es in einer Entfernung von 3576 km von Punta Arenas in Chile. Das Hypozentrum lag 10 km tief.

Naturkatastrophen-Nachrichten 24.06.21: Unwetter in Süddeutschland

In Teilen von Süddeutschland gingen am Abend schwere Unwetter nieder. Gewitterstürme mit Hagel richteten große Schäden an und verletzten mindestens 5 Personen. Besonders schlimm traf es die Regionen Tübingen und Reutlingen, für die der Deutsche Wetterdienst Unwetterwarnungen herausgebracht hatte. Innerhalb kürzester Zeit fiel soviel Niederschlag, dass sich Straßen in reißende Eisflüsse verwandelten. Zahlreiche Autos erlitten Hagelschlag, zudem wurden Hausdächer beschädigt. Die Feuerwehr war pausenlos im Einsatz und musste geflutete Keller leerpumpen.

Aus Reutlingen wurden tennisballgroße Hagelbälle gemeldet. In Tübingen wurde das Impfzentrum überflutet und wird wohl länger außer Betrieb sein. Aktuell liegt für die Region die nächste Unwetterwarnung vor.

Neben den beiden Kreisen in Baden Württemberg, traf es auch die Region südlich der bayrischen Metropole München hart. In München musste die Feuerwehr zu mehr als 500 Einsätzen ausrücken. In Passau blieb ein Auto in den Wassermassen unter einer Unterführung stecken. Der Fahrer musste von Einsatzkräften gerettet werden.

Europaweite Unwetter

Bereits in den letzten Tagen kam es zu vielen Unwettern, von denen nicht nur Deutschland betroffen war: in Tschechen fiel für 50.000 Haushalten unwetterbedingt der Strom aus. In der Stadt Pilsen geriet ein Haus in Brand, nachdem es vom Blitz getroffen wurde. Zahlreiche Eisenbahnstrecken waren nicht befahrbar.

Besonders dramatisch war die Lage in der Schweiz. Im Kanton Neuchâtel gingen so heftige Unwetter mit Starkregen und Hagel nieder, dass Schlammlawinen ausgelöst wurden. In den Dörfern Cressier und Frochaux wurden mehr als 70 Häuser zerstört, bzw. stark beschädigt. Als die Fluten zurück gingen, fanden sich Autos in den Bäumen wieder. Wie durch ein Wunder gibt es keine Todesopfer.

Weltweite Unwetter

Die Unwetter beschränken sich aber nicht nur auf Europa. Weltweit wird in den Medien von Unwettern berichtet, die Naturkatastrophen verursachen. Schwere Gewitter wüteten im indischen Mumbai genauso, wie in China und Saudi Arabien. Im US-Amerikanischen Chicago zerstörte ein Tornado gut 200 Häuser. Aufnahmen findet ihr in unserer FB-Gruppe zu den Naturkatastrophen.

Vulkan-Update 24.06.21: Ätna Paroxysmus No 44

Staat: Italien | Koordinaten: 37.73, 15.00 |Eruption: Paroxysmus

Neuer Paroxysmus am Vormittag. © Marisa Liotta

Heute Vormittag manifestierte sich am Ätna ein weiterer Paroxysmus. Das INGV registrierte um 9 Uhr UCT eine Zunahme der strombolianischen Eruptionen aus dem Neuen Südostkrater. Gut 1 Stunde später startete der Vulkan durch und die paroxysmale Hauptphase begann. Die Lavafontäne stieg bis zu 500 m hoch auf, Vulkanasche wurde in 10 km Höhe festgestellt. Natürlich floss auch wieder ein Lavastrom in südlicher Richtung. Die beiden neuen Öffnungen im Osten des Kegels -sie liegen auf einer Höhe von 3050 m- wurden erst gegen Ende der Eruption aktiv und förderten einen kleineren Lavastrom.

Vulkan-News 24.06.21: Ätna, Fagradalsfjall, Suwanose-jima

Während des jüngsten Ätna-Paroxysmus öffneten sich 2 Schlote im Südosten des Neuen Südostkraterkegels. Am Fagradalsfjall geht der Vulkanausbruch weiter. Der Alarmstatus am Suwanose-jima wurde erhöht.

Ätna: Neue Schlotöffnung während Paroxysmus

Staat: Italien | Koordinaten: 37.73, 15.00 |Eruption: Paroxysmus

Gestern Abend ereignete sich ein weiterer Paroxysmus: nach nicht einmal 24 Stunden Pause. Die Eruption unterschied sich von den Vorgängern, da sich an der Basis der Ostflanke des Neuen Südostkraterkegels (NSEC) 2 neue Förderschlote öffneten. Die Schlote bildeten sich relativ früh zu Beginn der Hauptphase, die gegen 18 Uhr UCT begann. Die Lava sprudelte in kleinen Fontänen aus den Schloten und speiste einen Lavastrom, der ins Valle del Bove floss. Aus den westlich orientierten Schloten im Krater des Neuen Südostkraterkegels gab es dann wieder die bekannte Lavafontäne zu sehen. Vulkanasche erreichte eine Höhe von 9000 m. Ein Lavastrom floss in Richtung Süden.
Auf einem Sentinel-Foto sind die beiden Ströme gut zu erkennen. Man sieht auch, dass es thermische Anomalien im Nordost-Krater und in der Bocca Nuova gibt. Heute Morgen ist der NSEC ruhig, dafür registrieren die Sensoren starken Infraschall aus Richtung der Bocca Nuova. Es wird immer spannender am Ätna!

Fagradalsfjall: Lavastrom stagniert

Staat: Island | Koordinaten: 63.903, -22.273 | Eruption: Hawaiianisch

Seit gestern stagniert der Lavastrom im Natthagi-Tal. Allerdings ist er in den letzten Tagen schon recht weit in Richtung Talausgang vorgedrungen. Ein Arm der Lavafront befindet sich auf einem abschüssigen Hang und folgt dem Wanderweg Richtung Parkplatz. Sollte ein neuer Lavaschub kommen, dann könnte der Lavastrom gut an Fahrt aufnehmen und in recht kurzer Zeit die Küstenstrasse erreichen. Der Pegel des kleinen Lavasees im Krater steht hoch und es kommt zum permanenten überlaufen der Lava.

Suwanose-jima: Alarmstatus erhöht

Staat: Japan | Koordinaten: 29.64, 129.72 | Eruption: Vulcanianisch

Am südjapanischen Inselvulkan Suwanose-jima hat sich die Aktivität gesteigert. Gestern kam es zu einer stärkeren Explosion, bei der glühende Tephra in einem Radius von 1 km um den Krater Ontake verteilt wurde. Die Seismizität ist seit Tagen erhöht. Lokale Medien berichten, dass das JMA  den Alarmstatus auf 3 (von 5) erhöhte und Beobachter auf die Insel schickte. Die 84 Inselbewohner sind alarmiert und offenbar denkt man über Evakuierungsmaßnahmen nach. Bei einem großen Ausbruch im Jahr 1813 wurden praktisch alle Gebäude auf der Insel zerstört.

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