Blizzard-Warnung für Washington D.C. – vorsorglich Alarmstufe Rot und Notstand ausgerufen
In der Region um die US-amerikanische Hauptstadt Washington D.C. wird ein Blizzard erwartet, der neben großen Schneemengen eisige Temperaturen mit sich bringen soll. Die winterlichen Bedingungen könnten auch zu Glatteis führen, in dessen Folge massive Verkehrsbehinderungen erwartet werden. Vorsorglich wurde bereits gestern die Unwetterwarnstufe „Rot“ ausgerufen und der Notstand über die Hauptstadt verhängt. Doch am Samstagmorgen zeigt sich das Wetter überraschend ruhig – der erwartete Schneesturm lässt noch auf sich warten.
Dass er kommt, erscheint aber als gesichert, denn andere Landesteile sind bereits fest im Griff arktischer Luftmassen des Blizzards „Fern“ der einen Bogen schlägt und nicht direkt aus dem Norden auf Washington zuhält, sondern aus dem Südwesten kommt. Besonders betroffen sind bis jetzt die Northern Plains und Teile des Mittleren Westens, wo Windchill-Temperaturen von unter minus 40 Grad Celsius gemessen wurden. In der Hauptstadtregion werden hingegen bis zu -10 Grad erwartet,
Die meteorologischen Bedingungen für den angekündigten Blizzard sind komplex und typisch für einen schweren Wintersturm an der US-Ostküste. Ein kräftiges Tiefdruckgebiet zieht aus dem Süden heran, nimmt dabei feuchte Luftmassen vom Atlantik auf und trifft auf kalte, arktische Luft, die aus dem Norden einfällt. Diese Mischung sorgt für intensiven Niederschlag in Form von Schnee, Schneeregen und gefrierendem Regen, was eine gefährliche Kombination darstellt und den Verkehr zu Wasser, zu Lande und in der Luft schnell lahmlegen kann. Besonders gefährlich ist dabei die Eisbildung auf Straßen und Stromleitungen. Letzteres kann zu großen Stromausfällen führen.
Der Sturm erinnert an das ähnliche Wetterereignis zum Jahreswechsel, als die Region bereits von heftigen Schneefällen und gefährlichen Straßenbedingungen getroffen wurde. Damals hatten die Behörden ebenfalls frühzeitig reagiert, um Verkehr und Versorgung aufrechtzuerhalten, was im Bereich der großen Metropolen auch gut gelang. Zwischen Weihnachten und Neujahr hielt ich mich selbst in New York und Washington auf: Während der damals anrollende Wintersturm New York in abgeschwächter Form traf, blieb das angekündigte Chaos in Washington aus.
