Ätna: Tremor fällt

Die Eruption am Ätna geht weiter, ihre Intensität nimmt allerdings deutlich ab, wie man an der fallenden Tremorkurve erkennen kann. Aus dem Neuen Südostkrater sind starke Entgasungen zu beobachten und der Lavastrom verringert seine Förderrate, scheint aber noch aktiv zu sein. Nachmittags fand sich die Lavafront etwa auf 2.500 m ein und bewegte sich somit in etwa auf dem Niveau der oberen Seilbahnstation, hielt sich aber westlich von dieser. Auf dem Foto sieht man, dass sich die Lava im Laufe des Abends deutlich weiter bergab bewegte: sie wird die 2.200 m Marke unterschritten haben.

Nach nur eine Woche Pause, brach Europas mächtigster Vulkan gestern wieder aus. Schauplatz des Geschehens war der gleiche Krater wie beim letzten Ausbruch, nur dass sich 2 Eruptionsspalten im Süden des Kegels öffneten, anstatt auf der Ostflanke. Das INGV berichtete von Vulkanasche, die bis auf einer Höhe von 7500 m über dem Meeresspiegel aufstieg. das Satellitenfoto stammt von gestern Morgen und zeigt den Beginn der Eruption.

Stromboli mit Lavastrom

Der Stromboli auf den Liparischen Inseln ist ebenfalls weiterhin aktiv. Es gibt häufige strombolianische Eruptionen, die zum Teil stärker sind als normal. Zudem fließt ein Lavastrom, der sich im oberen Drittel der Südwestflanke bewegt. Er entspringt dem neuen Förderschlot, der bei dem Paroxysmus vom 3. Juli entstanden ist. Der Tremor ist in den letzten Tagen weiter gesunken und nur noch minimal erhöht.

Bemerkenswert sind die große Buschfeuer, die in den letzten Tagen wüteten. Ein schönes Zeitraffervideo, das von der Nachbarinsel Panarea aus aufgenommen wurde, zeigt die wild lodernden Bereiche. Viele der Feuer finden unweit der Küste statt. Ob sie durch die Lava ausgelöst wurden, oder unabhängig davon entstanden ist ungewiss.

Bromo eruptiert Aschewolke

In der indonesischen Tengger-Caldera ist der Vulkane Bromo erneut ausgebrochen. Das VAAC Darwin meldet Vulkanasche in einer Höhe von 2400 m. Der VONA-Alarmstatus steht auf orange: es könnte jederzeit eine größere Eruption stattfinden, die eine Gefahr für den Flugverkehr wird.

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