
Erdbeben Mb 2,6 schreckte Anwohner von Ischia auf
Datum: 06.03.2026 | Zeit: 14:26:30 UTC | Koordinaten: 40,734 ; 13,899 | Tiefe: 1,4 km | Mb 2,6
Heute Nachmittag kam es auf der italienischen Insel Ischia zu einem schwachen Erdbeben der Magnitude 2,6. Das Hypozentrum befand sich in nur 1 Kilometer Tiefe, was mit ein Grund war, dass der Erdstoß von den Anwohnern der Region gehört und gespürt werden konnte. Das Epizentrum wurde vom EMSC 4 km west-südwestlich von Ischia-Ort verortet und lag auf der Nordflanke des vulkanischen Horsts Monte Epomeo. Dementsprechend wurde das Ereignis besonders im Norden der Insel wahrgenommen. Besonders aus der Gegend um Casamicciola Terme wurden ein kurzer, ruckartiger Stoß sowie ein lauter Knall gemeldet – typische Phänomene oberflächennaher Beben.
Nach Angaben des European‑Mediterranean Seismological Centre ereignete sich das Beben um 14:26:30 UTC (15:26 Uhr Ortszeit) und manifestierte sich bei den Koordinaten 40,734° / 13,899° in der Region des Tyrrhenischen Meeres.
Die Beben stehen mit tektonischen Spannungen und langsamen Hebungsprozessen im vulkanischen Untergrund der Insel in Verbindung, die eine tektonische Störungszone der Host-Struktur aktivierten.
Das letzte stärkere Erdbeben in diesem Gebiet ereignete sich am 21. August 2017. Auch dieses hatte sein Epizentrum im Bereich von Casamicciola Terme und hatte eine Magnitude von etwa 3,6–4,0 und lag in einer Tiefe von 1–2 Kilometer. Das Beben verursachte Gebäudeschäden und mehrere Verletzte. Obwohl die Magnitude relativ gering war, führte die extrem geringe Tiefe zu starken lokalen Erschütterungen. Das Ereignis zeigte deutlich, wie empfindlich die dicht besiedelten Bereiche im Norden von Ischia auf solche flachen Beben reagieren können.
Das Beben vom 6. März 2026 gehört somit zu den typischen kleineren seismischen Ereignissen der Insel. Solche Stöße treten in unregelmäßigen Abständen auf und werden wegen ihrer geringen Tiefe häufig wahrgenommen, verursachen aber normalerweise keine Schäden.
Ischia liegt am Rand des Golfs von Neapel und erhebt sich aus einer älteren Caldera, die in unmittelbarer Nähe zu den Campi Flegrei liegt. Der Monte Epomeo wurde früher fälschlich als eigenständiger Vulkan betrachtet, ist tatsächlich aber ein Block aus dem Calderadach, der durch Wiederauffüllung der Caldera mit Schmelze angehoben wurde. Dennoch gibt es auf Ischia vulkanische Strukturen, die von den jüngsten phreatischen Eruptionen im Jahr 1301 zeugen.








