Anhaltender Vulkanausbruch am Shiveluch: Asche in 10 km Höhe

Anhaltende Aktivität am Shiveluch – Aschewolken ziehen in 10 Kilometern Höhe hunderte Kilometer über Kamtschatka

Der Shiveluch auf der russischen Halbinsel Kamtschatka bleibt einer der aktivsten Vulkane der Erde und stellt auch im Juni seine Ausdauer unter Beweis. Neue Satellitendaten, Livecam-Aufnahmen und Berichte von KVERT zeigen, dass der Vulkan weiterhin große Mengen vulkanischer Asche und Gase freisetzt. Dies beeinträchtigt den Flugverkehr über dem Nordpazifik und führt weiterhin zu Umleitungen von Flugrouten.

Shiveluch

Das VAAC Tokio veröffentlichte seit gestern neun VONA-Warnungen, nachdem auf Satellitenbildern ausgedehnte Aschewolken beobachtet worden waren. Die Eruption förderte kontinuierlich Vulkanasche, die Höhen von bis zu 10 Kilometern (Flugfläche FL330) erreichte. Die Asche wurde vom Wind in nordöstlicher Richtung verfrachtet. Am 9. Juni erstreckte sich eine Aschewolke über mehrere hundert Kilometer und entfernte sich mit einer Geschwindigkeit von rund 38 km/h vom Vulkan.

Bereits am Vortag hatte das VAAC eine große Aschewolke registriert, die ebenfalls bis in etwa 10 Kilometer Höhe aufstieg. KVERT berichtete später, dass die Wolke eine Ausdehnung von etwa 250 × 230 Kilometern erreicht hatte und sich gut 300 Kilometer nordöstlich des Vulkans befand. Obwohl zum Zeitpunkt des Berichts keine neuen explosiven Ascheeruptionen beobachtet wurden, blieb die Warnstufe für den Flugverkehr auf Orange. Zuvor war sie zeitweise auf Rot angehoben worden.

Der aktuelle Aktivitätsstil wird weiterhin vom Wachstum des Lavadoms geprägt. Im Gipfelbereich wächst an der Nordseite des Doms ein neuer Lavablock. Dieser Prozess wird von kräftigen Gas- und Dampfausstößen begleitet. Satellitensensoren registrierten zudem eine deutliche thermische Anomalie, die auf hohe Temperaturen im Bereich des aktiven Domkomplexes hinweist.



Der Shiveluch ist für seine Domwachstumsphasen bekannt, die immer wieder von starken Explosionen und dem Kollaps instabiler Lavapartien unterbrochen werden. Solche Ereignisse haben in der Vergangenheit oft hohe Aschewolken erzeugt und pyroklastische Ströme ausgelöst. Die aktuelle Entwicklung wird daher von Vulkanologen aufmerksam überwacht, da weitere explosive Episoden jederzeit möglich sind.

Kurilen: Drei Erdbeben östlich von Paramushir

Drei Erdbeben erschüttern die nördlichen Kurilen – stärkste Erschütterung Mw 6,1

Datum: 07.06.2026 | Zeit: 10:41:56 UTC | Koordinaten: 50.129 ; 157.257 | Tiefe: 15 km | Mw 6,1

Innerhalb weniger Stunden haben sich am 7. Juni 2026 drei stärkere Erdbeben im Bereich der Kurilen-Insel Paramushir ereignet. Das erste und stärkere Beben erreichte eine Magnitude von 6,1 und wurde um 10:41 Uhr UTC registriert. Sein Epizentrum lag südöstlich der Insel Paramuschir, etwa 100 Kilometer ostsüdöstlich von Severo-Kurilsk. Der Erdbebenherd befand sich in einer vergleichsweise geringen Tiefe von 15 Kilometern. 

Kurilen. © EMSC/Leaflet

Wenige Minuten später folgte ein zweites Beben Mw 5,3 in 40 Kilometern Tiefe. Gut vier Stunden danach gab es ein drittes Beben der Magnitude 5,5 nahezu am selben Ort in gleicher Tiefe. Die beiden letzten Ereignisse lagen bereits im Bereich der Asthenosphäre. Die räumliche Nähe der Epizentren sowie der kurze zeitliche Abstand sprechen dafür, dass die Erdbeben Teil derselben seismischen Sequenz waren. Wahrscheinlich handelte es sich beim Magnitude-6,1-Beben um das Hauptbeben und bei den späteren Ereignissen um Nachbeben beziehungsweise um eine durch die Spannungsumlagerung ausgelöste Folgereaktion.

Tektonisch liegen die Erschütterungen in einer der aktivsten Erdbebenregionen der Erde. Die Kurilen bilden einen Inselbogen entlang der Grenze zwischen der Pazifischen Platte und der Ochotsk-Platte. Entlang des Kamtschatka-Kurilengrabens taucht die Pazifische Platte mit mehreren Zentimetern pro Jahr unter die darüberliegende Platte ab. Dieser Prozess, als Subduktion bezeichnet, erzeugt gewaltige Spannungen im Gestein, die sich regelmäßig in Form von Erdbeben entladen.

Die unterschiedlichen Herdtiefen der beiden Ereignisse liefern Hinweise auf die Bruchprozesse im Untergrund. Während das erste Beben wahrscheinlich nahe der Plattengrenze oder im oberen Bereich der abtauchenden Platte entstand, deutet die größere Tiefe der beiden Erdbeben im Fünferbereich auf einen Bruch innerhalb der bereits abgesunkenen Pazifischen Platte hin.

Erst im letzten Jahr hatte es an der gleichen Störungszone weiter nördlich eine mehrere Monate andauernde Erdbebensequenz gegeben, die auch das Megabeben Mw 8,8 hervorbrachte, das letztendlich zum Ausbruch des Krasheninnikov führte. Das gleiche Ereignis hat offenbar die Ausbruchsphase des Ebeko auf Paramushir beendet. Ähnliches könnte sich nun auch am italienischen Stromboli zugetragen haben, als es am 2. Juni ein tiefes Erdbeben der Magnitude 6,2 gegeben hatte.

Vulkanausbruch am Shiveluch beeinträchtigt Flugverkehr

Shiveluch erzeugte starke Explosion – Vulkanasche stieg bis auf über 10 km Höhe auf, Alarmstufe Rot für den Flugverkehr

Am Vulkan Shiveluch auf Kamtschatka kam es heute zu einer stärkeren Explosion, bei der Vulkanasche bis zu 10.700 Meter hoch aufstieg. Nach Angaben der Vulkanologen bewegte sich eine Aschewolke zunächst 50 Kilometer nach Osten und dehnte sich dann im Verlauf des Vormittags über 200 Kilometer in nordöstliche und nordwestliche Richtungen aus. Es wurden mehrere VONA-Warnungen veröffentlicht, nach denen der Alarmstatus für den Flugverkehr auf „Rot“ angehoben wurde.



Shiveluch

Laut Medienberichten wurde der Flugverkehr tatsächlich beeinträchtigt und es wurden Flugrouten geändert, was für Verspätungen sorgte. Der Vulkan gehört zu den aktivsten Feuerbergen der Region und liegt etwa 450 Kilometer von Petropawlowsk-Kamtschatski entfernt.

Bilder dokumentierten die Eruption, die bei gutem und fast windstillem Wetter stattfand, so dass die Aschewolke zunächst senkrecht aufsteigen konnte, bevor sie in der Höhe verdriftet wurde.

Das VAAC Tokyo kommunizierte, dass neue Warnmeldungen ausgegeben werden, sobald sich die Bedingungen wesentlich verändern. Weitere Beobachtungen werden fortlaufend durchgeführt, da die Eruption noch nicht abgeklungen ist. Die jüngsten Flugwarnungen unterstreichen die potenzielle Gefährdung für die Luftfahrt, da sich die Asche in mehreren Schichten über Hunderte Kilometer ausbreiten kann. Beobachter verweisen auf sich schnell ändernde Wetter- und Windsysteme, die die Verteilung der Partikel rasch verändern können.

Die Vulkanologen von KVERT schließen stärkere Explosionen mit Aschesäulen bis zu zwölf Kilometern Höhe nicht aus. Die derzeitige Situation wird als dynamisch bewertet, da sowohl seismische Signale als auch thermische Anomalien auf anhaltende Magmabewegungen hinweisen.

Die aktuelle Eruptionsphase wird nicht nur durch explosive Eruptionen dominiert, sondern vor allem von einem wachsenden Lavadom, in dessen nördlichem Bereich sich ein neuer Lavakörper bildet. Neue Satellitenbilder zeigen im Infrarotbereich eine thermische Anomalie in diesem Bereich. Von dem Lavablock geht ein erhöhtes Risiko für Kollapsereignisse aus, so dass auch Schuttlawinen und Dichteströme entstehen können. Das Domwachstum wird zudem von starkem Gasausstoß begleitet.

Vulkanausbruch am Krasheninnikov bringt Lavaströme hervor

Vulkan Krasheninnikov auf Kamtschatka bleibt aktiv und fördert Lavaströme am Nordkegel

Der Vulkan Krasheninnikov befindet sich auf der russischen Halbinsel Kamtschatka und ist weiterhin aktiv: aktuelle Copernicus-Satellitenbilder und MIROVA-Daten zeigen eine anhaltende effusive Eruption, die auch von den zuständigen Vulkanologen von KVERT bestätigt wird. Seit letztem August fließt Lava an den Osthängen des Nordkegels des Vulkans ab. Gleichzeitig werden aus dem Kraterbereich Gas- und Dampfwolken freigesetzt. Für den Flugverkehr gilt weiterhin die Warnstufe Gelb.

Die Aktivität begann wenige Tage nach dem starken Erdbeben Mw 8,8 vor der Südostküste Kamtschatkas. Nach mehreren Jahrhunderten der Ruhe erwachte der Krasheninnikov zunächst mit einer explosiven Eruption, bei der Aschewolken gefördert wurden. Inzwischen gibt es keine Explosionen mehr und der Vulkanausbruch ist rein effusiv. Ein mehrarmiger Lavastrom entspringt der Basis des Kraters und fließt über die Ostflanke ab. Er bildete ein ausgeprägtes Lavafeld mit einer Länge von gut 2 Kilometern und einer maximalen Breite von 1 Kilometer. Aktuell lässt sich die Wärmesignatur auf eine Länge von 1500 m verfolgen.

Darüber hinaus meldete auch das globale Vulkanüberwachungsnetzwerk MIROVA eine thermische Anomalie von rund 260 Megawatt, die von dem Lavastrom und dem heißen Förderschlot im Nordkrater ausgeht. Solche Werte deuten auf erhebliche Wärmestrahlung an der Oberfläche hin. Parallel dazu erfassten Satellitenaufnahmen im kurzwelligen Infrarotbereich (SWIR) deutlich erhöhte Temperaturen auf den Flanken des Vulkans. Die Aufnahmen zeigten die charakteristischen thermischen Signaturen frischer Lavaströme, die sich vom Nordkegel aus hangabwärts bewegen. Das hier vorliegende Bild ist eine von mir mit KI-Unterstützung erstellte Kombination zweier Satellitenfotos im sichtbaren Licht und im kurzwelligen SWIR-Band, das die thermische Signatur der Lava erfasst und visualisiert.



Der 1.856 Meter hohe Krasheninnikov gehört zu den weniger bekannten Vulkanen Kamtschatkas. Die aktuelle Aktivität ist daher von besonderem wissenschaftlichem Interesse. Die fortlaufenden Satellitenbeobachtungen ermöglichen es Vulkanologen, die Entwicklung der Eruption nahezu in Echtzeit zu verfolgen und mögliche Veränderungen des Aktivitätsniveaus frühzeitig zu erkennen.

Shiveluch Vulkan fördert 8800 m hohe Aschewolke

Shiveluch bleibt aktiv: Aschewolken und Lavadom-Wachstum auf Kamtschatka

Der Vulkan Shiveluch auf der russischen Halbinsel Kamtschatka gelegen, zeigt weiterhin eine erhöhte Aktivität. In den vergangenen Tagen wurden sowohl explosive Eruptionen als auch anhaltende Ascheemissionen registriert. Aktuell warnt das VAAC Tokio vor Aschewolken in 8.800 m Höhe. Vulkanologen von KVERT beobachten zudem das fortgesetzte Wachstum des Lavadoms, das von starken Gas- und Dampfausstößen begleitet wird. Es kommt zu Kollapsen und der Generierung von Schuttlawinen und kurzen Dichteströmen. Nachts kann temporär Rotglut am Dom beobachtet werden.

Shiveluch (Archiv)

Am 4. Juni ereignete sich um 11:35 UTC eine explosive Eruption, bei der eine Aschewolke bis auf etwa acht Kilometer Höhe aufstieg. Nach Angaben des Kamtschatka Volcanic Eruption Response Team (KVERT) driftete die Aschewolke anschließend bis zu 370 Kilometer weit nach Nordwesten und Norden. Satellitendaten zeigten zudem eine ausgeprägte thermische Anomalie am Vulkan, ein Hinweis auf weiterhin aktive Magmenbewegungen im Domkomplex.

Bereits in den frühen Morgenstunden des 4. Juni war eine weitere Aschefreisetzung beobachtet worden. Nach Angaben der Kamtschatka-Abteilung des Geophysikalischen Dienstes der Russischen Akademie der Wissenschaften begann der Ausbruch um 02:03 Uhr Ortszeit und dauerte rund zwölf Minuten. Dabei wurde ebenfalls eine Aschewolke bis in etwa acht Kilometer Höhe ausgestoßen.

Das zuständige VAAC Tokio meldete darüber hinaus, dass Aschewolken auch am 5. Juni kontinuierlich in Satellitenaufnahmen erkennbar waren. Die höchste registrierte Ascheschicht reichte bis Flugfläche 290, was einer Höhe von knapp 8.800 Metern entspricht. Die Wolken bewegten sich überwiegend in nordöstliche und westliche Richtungen und stellen insbesondere für den Luftverkehr in der Region ein potenzielles Risiko dar.

Der Shiveluch ist mit einem Alter von schätzungsweise 60.000 bis 70.000 Jahren einer der größten und aktivsten Vulkane Kamtschatkas. Derzeit wächst im nördlichen Teil des Lavadoms ein neuer Lavablock heran. Aufgrund der anhaltenden Aktivität gilt weiterhin die Luftfahrt-Warnstufe Orange, die kurzfristig zum Höhepunkt stärkerer Explosionen auch auf Rot erhöht wird. Vulkanologen schließen weitere explosive Ereignisse mit Aschewolken bis in Reiseflughöhen nicht aus. Die Entwicklung wird daher rund um die Uhr mittels Satellitenüberwachung verfolgt.

Vulkan Shiveluch eruptiert kontinuierlich Aschewolken

Seit gestern anhaltende Ascheemissionen am Shiveluch gefährden den Flugverkehr

Der Vulkan Shiveluch auf Kamtschatka ist seit gestern, dem 1. Juni, anhaltend aktiv und emittiert Vulkanasche, was eine Serie von VONA-Meldungen auslöste. Laut dem VAAC Tokio wurde am 1. Juni um 13:20 UTC eine erste Aschewolke registriert. Sie erzeugte eine Aschesäule bis auf Flughöhe FL350 und driftete mit einer Geschwindigkeit von etwa 48 km/h nach Westen. Satellitendaten des Wettersatelliten Himawari-9 zeigten eine ausgedehnte Aschewolke, die sich über mehr als 280 Kilometer nach Westen erstreckte. Zum Berichtszeitpunkt hielt die Ausbreitung weiter an, sodass die Asche noch größere Entfernungen zurücklegen konnte. FL350 entspricht einer Höhe von rund 10.700 Metern. Damit bewegte sich die Aschewolke in einem Höhenbereich, in dem der internationale Flugverkehr abgewickelt wird, und stellte somit eine erhebliche Gefahr für die Luftfahrt dar. Flugzeuge auf Transpazifikrouten mussten teilweise umgeleitet werden.

VONA-Warnung

Am 2. Juni setzten sich die Eruptionen fort, und es wurden mehrere weitere VONA-Warnungen herausgegeben. Die jüngste Meldung wurde um 05:20 UTC veröffentlicht und warnte vor Vulkanasche in einer Höhe von bis zu 6.700 Metern. Die Aschewolke bewegte sich weiterhin westwärts über den Nordpazifik und erreichte große Distanzen.

Nach Angaben von KVERT kam es in Ortschaften unter der Eruptionswolke zu Ascheniederschlägen. Betroffen waren die Orte Esso und Anavgaj. Zudem wiesen die Forscher darauf hin, dass der Lavadom im Gipfelbereich weiter wächst. Besonders im nördlichen Sektor wird dieser Prozess von starken Gas- und Dampfausstößen begleitet. Dort wird kontinuierlich neues Lava-Material gefördert und ein frischer Lavablock aufgebaut.

Geowissenschaftler weisen darauf hin, dass die anhaltende Domwachstumsphase weiterhin explosive Ereignisse begünstigt, insbesondere wenn instabile Lavapartien kollabieren und dabei neue Asche freisetzen. In diesem Zusammenhang können auch pyroklastische Ströme entstehen. Satellitengestützte Beobachtungen zeigen derzeit keine Anzeichen einer raschen Abschwächung der Aktivität, sodass kurzfristig weitere Eruptionspulse möglich bleiben. Auch die Bevölkerung in den umliegenden Tälern wird zu erhöhter Vorsicht aufgerufen, insbesondere im Hinblick auf möglichen Ascheniederschlag und eingeschränkte Sichtverhältnisse.

Shiveluch: Neues Bild zur Eruption

Shiveluch eruptierte Vulkanasche auf 9100 m – Bild belegt pyroklastischen Strom

Der auf der russischen Halbinsel Kamtschatka gelegene Vulkan Shiveluch (russisch: Schiwelutsch) eruptierte bereits am 25. Mai 2026 eine Aschewolke, die nach Angaben des zuständigen Vulkanasche-Warnzentrums (VAAC Tokio) um 19:26 UTC detektiert wurde. Die Eruption förderte Vulkanasche bis auf eine Flughöhe von 30000 Fuß, was einer Höhe von gut 9,1 Kilometern über dem Meeresspiegel entspricht. Die Asche driftete zunächst ostwärts ab und verteilte sich über ein großes Areal. Russische Medien veröffentlichten ein Bild der Eruption, das von einer Überwachungskamera in der nahegelegenen Stadt Kljutschi gemacht wurde und von mir aufgearbeitet wurde. Zu erkennen ist, dass die Aschewolke von einem pyroklastischen Strom am Fuß des Doms ausging. 

Aschewolke

Gemäß der am 25. Mai um 20:43 Uhr UTC veröffentlichten Vulkanaschewarnung konnte die Aschewolke in den Satellitendaten von Himawari-9 kurze Zeit nach Beginn des Ereignisses nicht eindeutig identifiziert werden, da es stark bewölkt war. Für die Höhenströmung in etwa 9 Kilometern Höhe wurden Winde aus Nordnordwest mit etwa 90 km/h angegeben, was eine schnelle Ausbreitung der Aschewolke mit sich brachte. In geringeren Höhen war es allerdings nicht sehr, da die Aschewolke nahezu senkrecht aufstieg.

Die Kamtschatka-Filiale des Geophysikalischen Dienstes der Russischen Akademie der Wissenschaften (GS RAS) berichtete am 26. Mai, dass der Vulkan eine „gewaltige“ Aschewolke ausgestoßen habe. Meldungen über Ascheniederschlag aus benachbarten Ortschaften lagen zunächst nicht vor.

Trotz der Explosion bleibt die allgemeine Aktivität des Schiwelutsch derzeit von effusivem Domwachstum geprägt. Nach Angaben des Kamchatkan Volcanic Eruption Response Team (KVERT) wächst der Lavadom weiter an. Besonders im nördlichen Bereich des Doms entsteht weiterhin ein neuer Lavablock. Dieser Prozess wird von starken Gas- und Dampfausstößen begleitet. Satellitendaten registrierten zudem eine anhaltende thermische Anomalie, was auf hohe Temperaturen im Bereich des Doms hinweist.

Der Schiwelutsch bleibt einer der aktivsten Vulkane Kamtschatkas. Mit einer Höhe von 3.283 Metern ist er zugleich der nördlichste aktive Vulkan der Halbinsel. Für den Flugverkehr gilt weiterhin der Aviation Colour Code Orange, was auf erhöhte vulkanische Aktivität mit potenziellen Auswirkungen auf den Luftverkehr hinweist. Besonders explosive Episoden können jederzeit weitere Aschewolken erzeugen.

Vulkane Kamtschatkas: Shiveluch stößt erneut Vulkanasche aus

Unruhige Vulkane auf Kamtschatka: Shiveluch stößt Asche kilometerhoch aus

Auf der russischen Halbinsel Kamtschatka bleibt die vulkanische Aktivität hoch. Besonders der im Norden gelegene Shiveluch ist weiterhin äußerst aktiv. Satellitendaten des VAAC Tokio registrierten am 24. Mai gegen 11:20 UTC eine Aschewolke, die sich mit einer Geschwindigkeit von 110 km/h südwärts bewegte. Die Eruptionswolke erreichte Höhen von bis zu 9,8 Kilometern über dem Meeresspiegel.

Shiveluch im März 2026

Shiveluch zählt zu den aktivsten Vulkanen des eurasischen Kontinents. Der derzeitige eruptive Zyklus wird von einem kontinuierlichen Wachstum des Lavadoms dominiert, der nach der Zerstörung des Vorgängers im Jahr 2023 einsetzte. Die aktuelle Eruptionsphase begann bereits 1999.

Vulkanologen des Kamchatkan Volcanic Eruption Response Team (KVERT) berichten, dass sich im nördlichen Teil des Doms weiterhin ein neuer Lavablock aufbaut. Gleichzeitig treten starke Gas- und Dampffontänen auf, die immer wieder explosive Episoden auslösen können.

Bereits am 22. März und zuletzt am 20. Mai hatten besonders starke Ausbrüche Aufmerksamkeit erregt: Explosionen schleuderten Asche bis in eine Höhe von etwa 11 Kilometern. Die Aschewolke legte anschließend mehr als 2.500 Kilometer in südöstliche Richtung zurück. Auch ein weiterer explosiver Ausbruch am 22. Mai erzeugte eine Aschefahne, die sich fast 1.800 Kilometer ostsüdöstlich des Vulkans nachweisen ließ. Nach Einschätzung der Wissenschaftler sind jederzeit Explosionen möglich, die Asche bis auf rund 12 Kilometer Höhe transportieren könnten. Sie stellen ein nicht zu unterschätzendes Risiko für den internationalen Flugverkehr in der Region dar.

Doch nicht nur der Shiveluch ist aktiv. Südlich davon setzt der Bezymianny seine effusive Phase fort, während derer es auch immer wieder zu Ascheemissionen kommt. Das Domwachstum wird von intensiven Gas- und Dampfausstößen begleitet. Nach einem explosiven Ereignis am 18. Mai wurde eine Aschewolke mehr als 2.850 Kilometer weit ostsüdöstlich des Vulkans verfolgt. Die Warnstufe bleibt auf Gelb.

Ebenfalls ungewöhnlich aktiv zeigt sich der Krasheninnikov, dessen Eruption im letzten Sommer nach einem Megaerdbeben der Magnitude 8,8 begann. An dessen Nordkegel fließen derzeit Lavaströme die Ostflanke hinab. Satelliten erfassen zudem eine ausgeprägte thermische Anomalie sowie anhaltende Gas- und Dampfausstöße.

Die Häufung gleich mehrerer aktiver Feuerberge verdeutlicht, dass Kamtschatka derzeit wieder eine besonders dynamische vulkanische Phase durchlebt. Ruhig hingegen ist der Ebeko geworden, der südlich von Kamtschatka auf der Kurileninsel Paramuschir liegt. Er scheint seine Aktivität infolge des starken Erdbebens vom 30. Juli 2025 eingestellt zu haben.

Vulkanausbruch am Shiveluch fördert Asche auf Fl 250

Shiveluch auf Kamtschatka erneut ausgebrochen – Vulkanasche in 7600 Metern Höhe detektiert

Am Vulkan Shiveluch im äußersten Osten Russlands bleibt die vulkanische Aktivität weiterhin deutlich erhöht. Der Vulkan liegt auf der Halbinsel Kamtschatka, einer der aktivsten Vulkanregionen der Erde, die Teil des sogenannten Kurilen-Kamtschatka-Inselbogens ist. Dort taucht die Pazifische Platte unter die Ochotsk- beziehungsweise Nordamerikanische Platte ab, wodurch kontinuierlich Magma entsteht und zahlreiche Vulkane gespeist werden. Dabei kommt es sowohl zu explosiven als auch zu effusiven Eruptionen.

Der Shiveluch selbst zählt zu den größten und aktivsten Vulkanen Kamtschatkas. Er besitzt einen komplexen Aufbau aus älteren Vulkanstrukturen und einem jüngeren Lavadom im eingestürzten Gipfelbereich. Dieser Dom zeigt derzeit deutliches Wachstum. Laut dem KVERT-Beobachtungszentrum wird die Entwicklung von starken Gas- und Dampfausstößen begleitet, während sich im nördlichen Teil des Domes ein neuer Lavablock herausbildet. Solche Prozesse stehen mit anhaltendem Magmanachschub aus dem Erdinneren in Verbindung. In Zeiten besonders häufiger Ascheemissionen wächst der Lavadom stark an, wodurch es entweder zu Explosionen oder zu Kollapsereignissen kommt. Jederzeit können pyroklastische Ströme abgehen, die eine Gefahr für alle Personen in Vulkannähe darstellen.

Die Himawari-9-Satellitendaten des VAAC Tokio detektierten eine kontinuierliche Ascheeruption, infolge derer eine Aschewolke bis auf eine Flughöhe von 25.000 Fuß (etwa 7600 Meter) aufstieg und mit einer Geschwindigkeit von 56 km/h in südöstlicher Richtung verfrachtet wurde. Damit stellt sie potenziell eine Gefahr für den Flugverkehr im regionalen Luftraum dar. Die Beobachtung wird allerdings zeitweise durch dichte Bewölkung erschwert, sodass nicht alle Phasen der Aktivität direkt sichtbar sind.

Insgesamt zeigt sich der Shiveluch damit in einer Phase anhaltender, dynamischer Eruptionstätigkeit, die typisch für Subduktionszonen-Vulkane dieses Typs ist und sowohl explosive Ascheausstöße als auch effusive Domwachstumsprozesse umfasst.

Auf Kamtschatka sind derzeit auch die Vulkane Bezymianny und Krasheninnikov aktiv. Letzterer fördert Lavaströme, während sich der Bezymianny ähnlich wie der Shiveluch verhält.