Popocatépetl: Vulkanausbruch fördert Aschewolke

Vulkanausbruch am Popocatépetl – Aschewolke bis auf 6400 m Höhe gefördert

Obwohl der Popocatépetl in den letzten Wochen ungewöhnlich ruhig war, kam es heute Nacht um 01:54 UTC zu einer VONA-Meldung, nach der eine Aschewolke bis auf 6400 m aufstieg und mit einer Geschwindigkeit von 45 km/h Richtung Osten zog. Dabei breitete sich die Aschewolke über ein großes Gebiet aus. Zuletzt wurde eine kleinere Aschewolke vor 2 Tagen gemeldet, was für den mächtigsten Vulkan Mexikos ein vergleichsweise langes – aber nicht das längste – Pausenintervall darstellt.

Vona-Warnung

In den letzten Wochen ist ein signifikanter Aktivitätsrückgang am Popocatépetl zu verzeichnen. So meldete CENAPRED gestern nur 14 Ascheexhalationen und ein vulkanotektonisches Erdbeben. Tremor wurde zuletzt am 24. Januar registriert und dieser brachte es nur auf eine Gesamtdauer von 15 Minuten. Noch vor einem Jahr gab es Tremorphasen, die sich zeitweise fast über den ganzen Tag erstreckten.

Trotz der geringeren Explosivität und dem ausbleibenden Tremor emittiert der Mexikaner kontinuierlich eine als moderat eingestufte Wärmestrahlung mit Spitzenleistung um 30 MW. Das spricht dafür, dass im Krater ein Dom wachsen könnte, wobei gleichzeitig zumindest ein Förderschlot frei sein müsste, durch den der Gasdruck entweicht. Bei einem verstopften Fördersystem würde man eine erhöhte Seismizität bzw. einen Tremor erwarten.

Die aktuelle Aktivitätsphase des Popocatépetl dauert nun mehr als zwei Jahrzehnte. Nach rund 70 Jahren relativer Ruhe begann im Dezember 1994 eine neue Eruptionsperiode, die den Vulkan dauerhaft reaktivierte. Innerhalb dieser Entwicklung wird die aktuelle, nahezu kontinuierliche Eruptionsphase meist auf den Januar 2005 datiert. Seitdem zeigt der Popocatépetl fast ununterbrochen Gas- und Ascheemissionen, kombiniert mit explosiven Ausbrüchen und wiederholtem Domwachstum im Krater.

Der stärkste Ausbruch dieser langfristigen Aktivitätsphase ereignete sich im Dezember 2000. Damals kam es zu sehr starken Explosionen mit großen Aschewolken und pyroklastischen Dichteströmen, die zu umfangreichen Evakuierungen der Anwohner führten.

Es bleibt abzuwarten, ob die aktuell ruhigere Phase letztendlich zum Erlöschen der Aktivität führt oder ob es nur ein ruhigeres Intermezzo ist.

Popocatepetl eruptiert am 14. Januar Aschewolken

Aschewolken-Warnung am Popocatepetl – Vulkanasche inn 6700 m Höhe

Der mexikanische Vulkan Popocatepetl zeigt einmal mehr vulkanische Aktivität mit Ascheemission, die bis auf eine Höhe von 6.700 m aufgestiegen sind und in Richtung Nordosten driften. Dabei bewegt sich die Aschwolke mit einer Geschwindigkeit von ca. 28 km/h und breitet sich über ein großes Areal aus. In Gebieten unter der Eruptionswolke ist es zu Ascheniederschlag gekommen.

Die vorhergesagte Entwicklung der Aschewolke zeigt, dass noch in den nächsten 6 Stunden Vulkanasche in ähnlicher Höhe und Richtung erwartet wird. Ab 18:00 UTC sind keine weiteren Aschewolken vorhergesagt, ebenso für Mitternacht (00:00 UTC am 15. Januar). Aufgrund von Wolken am Satellitenbild sind die Ascheemissionen derzeit nicht klar sichtbar.

Die Daten der VONA-Meldung zusammengefasst:

  • Die Höhe der Aschewolke reicht bis etwa FL220 (Flight Level 220, ca. 6.700 Meter).
  • Bewegung der Aschewolke: Nordost mit ca. 15 Knoten.
  • Sichtbare Aschewolken am Satellitenbild sind durch Wetterwolken beeinträchtigt.
Popo

In einem Update von CENAPRED heißt es, dass es am 13. Januar zu 20 Asche-Dampf-Exhalationen kam. Sie hielten insgesamt gut 80 Minuten an. Zudem wurde moderater Tremor mit einer Gesamtdauer von 33 Minuten registriert, was für diesen Vulkan recht wenig ist. Am Vortag dauerte der Tremor genausolang an. Der Alarmstatus bleibt auf „Gelb Phase 2“.

Der Popocatepetl ist einer der aktivsten Vulkane Mexikos und befindet sich etwa 70 km südöstlich von Mexiko-Stadt. Seit Beginn seiner aktuellen Eruptionsphase im Jahr 1994 zeigt er immer wieder explosionsartige Aktivitäten mit Ausstoß von Asche, Gasen und gelegentlich kleinen Lavafontänen.

Die aktuelle Aktivität ist typisch für den Vulkan mit häufigen kleineren Eruptionen und Aschewolken, die lokal in der Umgebung zu Beeinträchtigungen führen können. Die mexikanische Vulkanüberwachungsbehörde CENAPRED hält die Bevölkerung und den Luftverkehr ständig über mögliche Gefahren auf dem Laufenden.

Wegen der Emission von Aschewolken wird Flugverkehr in der Region regelmäßig überwacht, da Asche in Triebwerken gefährlich sein kann. Die Warnungen des VAAC Washington unterstützen hierbei mit Satellitenbeobachtungen und Wettermodellen.

Popocatépetl verstärkte Aktivität zu Weihnachten

Asche über Zentralmexiko: Popocatépetl zeigt verstärkte Aktivität

Der mexikanische Vulkan Popocatépetl wartete zu Weihnachten mit einer verstärkten Aktivität auf und eruptierte mehrere Aschewolken. Das VAAC Washington veröffentlichte neue VONA-Warnungen, denen zufolge Asche bis in eine Höhe von rund 6.100 Metern aufstieg und in Richtung Südosten driftete. Parallel dazu registrierten die Überwachungsstationen des mexikanischen Zivilschutzes eine Zunahme von Tremor, Exhalationen und kontinuierlichen Gasemissionen, was als deutliches Zeichen einer Verstärkung der vulkanischen Aktivität gilt.

CENAPRED berichtete gestern von 15 Asche-Dampf-Exhalationen. Der Tremor verstärkte sich deutlich und hielt insgesamt 226 Minuten an. Noch in der vergangenen Woche wurde tageweise gar kein Tremor registriert, was als eher ungewöhnlich gilt. Tremor wird in der Regel durch Magma verursacht, das im Fördersystem aufsteigt und dort anhaltende Bodenvibrationen erzeugt. Diese sind nur mit empfindlichen Messinstrumenten zu detektieren, die leicht gestört werden können, etwa durch Schneefall oder Sturm. Möglich ist daher, dass der Tremor zuletzt aus diesen Gründen nicht erfasst wurde.

Der Vulkan, der rund 70 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernt liegt, befindet sich weiterhin auf Alarmstufe Gelb, Phase 2. Diese Phase ist durch wiederholte Explosionen geringer bis mäßiger Stärke gekennzeichnet, die mit Ascheausstoß, glühenden Fragmenten im Kraterbereich und gelegentlichen Ascheniederschlägen in umliegenden Gemeinden einhergehen können. Die Behörden betonen, dass dieses Aktivitätsniveau zwar ernst zu nehmen ist, derzeit jedoch keine großräumigen Evakuierungen rechtfertigt.

Im Fokus steht dennoch die Frage nach möglichen Gesundheitsrisiken durch Ascheniederschlag. Vulkanasche besteht aus feinen Gesteins- und Glaspartikeln, die – abhängig von Korngröße und Konzentration – Atemwege, Augen und Haut reizen können. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen. Bei stärkerem Aschefall kann es zudem zu Sichtbehinderungen im Straßenverkehr sowie zu Belastungen von Trinkwasser- und Abwassersystemen kommen.

Gesundheitsbehörden raten der Bevölkerung in betroffenen Gebieten, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Atemschutzmasken oder zumindest feuchte Tücher zu verwenden und aufgewirbelte Asche zu vermeiden. Trotz der aktuellen Aktivitätsverstärkung gilt: Ascheniederschläge stellen meist eine kurzfristige, aber kontrollierbare Gefährdung dar, sofern die empfohlenen Schutzmaßnahmen eingehalten werden.

Vulkan Popocatépetl lebt auf: Aschewolke in 7000 m Höhe

Auflebende Aktivität am Popocatépetl – Ascheemissionen und erhöhte Wachsamkeit

Der mexikanische Vulkan Popocatépetl zeigt nach einer relativ ruhigen Phase erneut eine erhöhte Aktivität. Aktuelle Meldungen des Washington Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) sowie des mexikanischen Nationalen Zentrums für Katastrophenprävention (CENAPRED) belegen, dass es in den vergangenen Tagen erneut zu Explosionen mit Ascheemissionen, und anhaltendem Tremor gekommen ist. Die Behörden halten die Warnstufe unverändert auf Gelb, Phase 2, und rufen die Bevölkerung zur Vorsicht auf.

Nach Angaben des VAAC wurde heute in den frühen Morgenstunden eine Aschewolke registriert, die sich in einer Höhe von 7000 Metern mit einer Geschwindigkeit von ca. 19 km/h in nordöstliche Richtung ausgebreitet hat. Die Asche stieg damit deutlich höher auf als es in den letzten Wochen der Fall gewesen war, was auf einen erhöhten Druck der Explosionen hindeutet.

Parallel dazu berichtet Cenapred von einer anhaltenden inneren Unruhe des Vulkans. Allein innerhalb von 24 Stunden wurden 32 Asche-Dampf-Exhalationen sowie 76 Minuten mittelstarker Tremor registriert. Am Vortag wurden 18 Explosionen und ein vulkanotektonisches Erdbeben dokumentiert. Dieses seismische Signal deuten auf Magmaaufstieg hin.

Der rund 5 426 Meter hohe Stratovulkan, dessen Name aus dem Nahuatl stammt und „rauchender Berg“ bedeutet, liegt nur etwa 70 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt. Nach Jahrhunderten relativer Ruhe ist er seit 1994 wieder aktiv. Die aktuelle, nahezu kontinuierliche Tätigkeitsphase hält mit wechselnder Intensität seitdem an und hat sich insbesondere seit 2019 durch häufige Explosionen, Ascheemissionen und nächtliche Gluterscheinungen verstärkt.

Der Popocatépetl wird rund um die Uhr überwacht. Experten betonen, dass Gelb Phase 2 keine unmittelbare Evakuierung bedeutet, jedoch eine erhöhte Aufmerksamkeit erfordert. Die Bevölkerung in den umliegenden Bundesstaaten Puebla, Morelos und Estado de México wird aufgefordert, offizielle Informationen zu verfolgen und die Anweisungen der Behörden strikt zu befolgen.

Cenapred warnt eindringlich davor, sich dem Vulkan zu nähern. Besonders der Kraterbereich ist wegen herabfallender glühender Fragmente lebensgefährlich. Die bestehende Sperrzone von 12 Kilometern um den Krater darf nicht betreten werden. Zudem besteht bei Starkregen die Gefahr von Schlamm- und Gerölllawinen in den Abflussrinnen des Vulkans.

Popocatépetl mit nächtlichen Explosionen Mitte Dezember

Popocatépetl zeigt wiederauflebende Aktivität – Ascheemissionen, Rotglut und anhaltende Warnstufe Gelb

Der Vulkan Popocatépetl hat in den vergangenen beiden Tagen eine leicht verstärkte Aktivität gezeigt, die sich bereits am Wochenende durch Warmglühen des Vulkans ankündigte. Nach Angaben des Nationalen Zentrums für Katastrophenprävention (CENAPRED) wurden am 14. und 15. Dezember mehrere Explosionen, sowie ein wiederauflebender Tremor registriert. Zudem kam es zu einem vulkanotektonischen Erdbeben. Die Vulkanwarnstufe bleibt unverändert auf Gelb, Phase 2.

El Popo

Heute Morgen meldete das Washingtoner Vulkanasche-Warnzentrum (VAAC) eine Ascheemission des Vulkans, die mehrere Minuten lang anhielt. Demnach stieg die Asche bis in Höhen von etwa 5.800 Metern über dem Meeresspiegel (FL190) auf und bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von fünf Knoten (ca. 10 km/h) in nordwestlicher Richtung. Satellitenbilder zeigten zwar keine deutlich ausgeprägte Aschewolke, dennoch schließen die Vulkanologen weitere Emissionen nicht aus. Die Prognose gilt aufgrund wechselnder Windbedingungen als unsicher.

Parallel dazu registrierte Cenapred innerhalb von 24 Stunden sieben Exhalationen von Asche-Dampf-Wolken, einen etwa vier Minuten andauernden Tremor sowie das oben erwähnte vulkanotektonische Erdbeben. Bereits am Vortag waren acht Ausatmungen und 54 Minuten Tremor aufgezeichnet worden, nachdem in den Tagen zuvor der Tremor ausgeblieben war. Nachts zeigte sich auf hoch lichtempfindlichen Kameras eine schwache Rotglut die Wolken und Dampf illuminierte. Diese Signale deuten auf die fortgesetzte Bewegung von Magma und Gasen im Fördersystem des Vulkans hin. Möglicherweise wächst ein Lavadom im Schlot.

Die Behörden warnen die Bevölkerung eindringlich davor, sich dem Popocatépetl zu nähern. Insbesondere der Kraterbereich gilt als hochgefährlich, da es jederzeit zu Explosionen mit dem Auswurf glühender Gesteinsfragmente kommen kann. Die Sperrzone mit einem Radius von zwölf Kilometern um den Krater bleibt strikt bestehen. Zudem weist Cenapred darauf hin, dass bei starken Regenfällen in den Schluchten rund um den Vulkan die Gefahr von Schlamm- und Gerölllawinen besteht.

Der Popocatépetl, einer der aktivsten Vulkane Mexikos, wird rund um die Uhr überwacht. Behörden betonen, dass sich die Bevölkerung ausschließlich über offizielle Kanäle informieren und Anweisungen des Zivilschutzes befolgen soll. Änderungen der Aktivität oder der Warnstufe würden umgehend bekannt gegeben.

Popocatépetl: Nächtliches Warmglühen und Ascheemissionen

Auflebende Aktivität am Popocatépetl: Ascheemissionen und nächtliches Anglühen

Der mexikanische Vulkan Popocatépetl hat heute erneut vulkanische Asche freigesetzt. Am 14. Dezember veröffentlichte das Washington Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) eine Warnmeldung zu gelegentlichen Ascheemissionen, die sich bis in Höhen von 6000 m erstreckten. Die Aschewolke verlagerte sich mit etwa 10 Knoten in südöstliche Richtung, konnte jedoch auf Satellitenbildern nicht eindeutig identifiziert werden, vermutlich aufgrund dichter meteorologischer Bewölkung. Modellrechnungen deuteten darauf hin, dass die Emissionen noch mehrere Stunden anhalten könnten.

Diese kurzfristigen Ereignisse fügen sich in ein seit Jahrzehnten bekanntes Aktivitätsmuster ein. Nach Angaben des Nationalen Zentrums für Katastrophenprävention (CENAPRED) ist der Popocatépetl seit 1994 in einer Phase anhaltender erhöhter Aktivität. Kennzeichnend dafür sind die wiederholte Bildung kleiner Lavadome im Krater sowie deren Zerstörung durch Explosionen und Eruptionen unterschiedlicher Stärke.

Der am Freitag veröffentlichte Monatsbericht für November 2025 beschreibt insgesamt eine stabile Entwicklung. Im Vergleich zum Oktober gingen die Zahl der Tremorereignisse sowie der langperiodischen und vulkanisch-tektonischen Erdbeben zurück; gleichzeitig wurde die niedrigste Tremoraktivität des gesamten Jahres registriert. Dennoch traten weiterhin Exhalationen auf, die gelegentlich geringe Aschemengen und vereinzelt ballistische Fragmente freisetzten, welche in unmittelbarer Kraternähe niedergingen.

Satellitenanalysen zeigten nahezu durchgehend eine thermische Anomalie am Boden des inneren Kraters, die auf das Vorhandensein kleiner Lavakörper oder eines geringmächtigen Lavastroms hindeutet. Fachleute führen diese Erscheinungen auf einen magmatischen Zustrom geringen Volumens zurück.

Für die kommenden Wochen erwarten die Experten keine grundlegende Veränderung des Aktivitätsniveaus. Möglich bleiben jedoch sporadische Explosionen, Ascheemissionen und kleinere Eruptionen. Der Vulkan wird daher weiterhin rund um die Uhr überwacht, da sich sein Verhalten jederzeit ändern kann.

Während der Trend des niedrigen Tremors auch in den letzten Tagen anhielt – gestern wurde überhaupt kein Tremor registriert – wurden nächtliche Beobachter vom Popocatépetl überrascht, denn er zeigte zum ersten Mal seit mehreren Tagen wieder roten Lichtschein, der Dampf und Wolken illuminierte, die über seinem Gipfel schwebten. Ein Anzeichen für Magma im Förderschlot oder sogar für still ablaufendes Domwachstum.

Vulkanausbruch am Popocatépetl sorgt für Ascheregen

Popocatépetl verursacht Ascheregen in Mexiko – Stadt bereitet sich auf Auswirkungen vor

In Mexiko steigerte der Vulkan Popocatépetl seine Aktivität und Ascheregen hat Mexiko-Stadt in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Nach neun Tagen ohne nennenswerten Ascheausstoß verstärkte der Vulkan nahe der mexikanischen Hauptstadt gestern eine explosive Aktivität und stieß stundenlang Aschewolken aus, die laut VONA-Meldungen vom VAAC Washington zunächst bis auf 6000 m Höhe aufstiegen und nach Nordwesten drifteten, um dann bei geänderter Windrichtung mit einer Nordostdrift eine Höhe von 7300 m zu erreichen und bis über den Golf von Mexiko zu ziehen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 19 Exhalationen registriert.

Die frühen Aschewolken, die sich in Richtung Nordwesten ausbreiten, erreichten mehrere Bezirke von Mexiko-Stadt. Besonders im Fokus standen die Bezirke Tláhuac und Tlalpan, wo es zu Ascheniederschlägen kam, die sich u.a. auf Autos ablagerten.

Die Behörde für Risikomanagement und Katastrophenschutz (SGIRPC) gab am Montagnachmittag eine offizielle Aschewarnung heraus. Zwischen 17:00 und 23:00 Uhr wurde in Teilen der Hauptstadt mit einer Verstärkung des Ascheregens gerechnet. Die Bevölkerung wurde über soziale Netzwerke aufgerufen, wachsam zu bleiben und den Anweisungen der Behörden zu folgen.

Gesundheitsamt und Katastrophenschutz betonen, dass Vulkanasche selbst bei geringer Konzentration gesundheitliche und infrastrukturelle Probleme verursachen kann. Der Aufenthalt im Freien sollte daher möglichst vermieden werden. Türen und Fenster sollen geschlossen, mögliche Luftlecks mit feuchten Tüchern oder Klebeband abgedichtet werden.
Wer ins Freie muss, sollte Masken oder Schals zum Schutz der Atemwege sowie Schutzbrillen tragen. Augenreizungen sollen keinesfalls durch Reiben behandelt werden.

Tipps gibt es auch für die Beseitigung der Asche: Sie sollte trocken zusammengekehrt und in Plastiksäcken entsorgt werden, da sie bei Kontakt mit Wasser zu Schlamm wird und Abflüsse verstopfen kann. Zudem wird geraten, Wassertanks gut abzudecken, um Verunreinigungen zu verhindern. Fahrzeuge hingegen sollte man mit viel Wasser abspülen, um den Lack nicht zu verkratzen.

Menschen mit Atemwegserkrankungen, Kinder, ältere Menschen und Schwangere sind laut Zivilschutz besonders gefährdet. Bei Atembeschwerden oder anhaltender Augenreizung sollten Betroffene ärztliche Hilfe aufsuchen. Haustiere sollten ebenfalls im Haus bleiben; ihre Futter- und Wasserschalen müssen vor Asche geschützt werden.

Die seismischen Daten des Popocatépetl sind auffällig unauffällig: Gestern meldete CENAPRED Tremor, der nur 19 Minuten lang anhielt . In den Tagen zuvor gab es keine nennenswerte Seismizität. Die Daten lassen ehr auf eine Verringerung der Aktivität schließen, als auf eine Verstärkung.

Popocatépetl wirf glühende Tephra auf die Flanke

Popocatépetl steigerte Aktivität – glühende Tephra auf der Außenflanke

Der mexikanische Vulkan Popocatépetl hat in den letzten Stunden seine Aktivität gesteigert und in explosiven Eruptionen glühende Tephra bis auf die Außenflanken des Gipfelbereichs geschleudert. Zudem stiegen südwestwärts driftende Aschewolken bis auf etwa 6 700 Meter Höhe auf und lösten VONA-Warnungen beim VAAC Washington aus. Auch die Eruptionshäufigkeit hat zugenommen. Seit Montag wurden sechs vulkanotektonische Erdbeben registriert, über die die Vulkanologen von CENAPRED in ihren täglichen Bulletins berichteten.

Seit Wochenbeginn hat sich außerdem die Dauer des vulkanischen Tremors fast verdreifacht und lag gestern bei 172 Minuten. Zusätzlich wurden 56 Asche- und Dampfausstoßungen festgestellt, die sich über insgesamt 57 Minuten erstreckten. Diese Werte sind zwar noch vergleichsweise moderat, deuten jedoch klar auf eine Zunahme der Aktivität hin.

Die Explosionen mit Auswurf glühender Tephra könnten auf die Zerstörung des flachen Lavadoms hinweisen, der auf Aufnahmen der letzten Monate häufig glühend zu sehen war.

Der Alarmstatus bleibt weiterhin auf „Gelb Phase 2“, wie schon seit Jahren, unabhängig von Schwankungen der Aktivität. Der Aufstieg zum Gipfel beziehungsweise Krater ist gesperrt. Zudem gilt eine 12-Kilometer-Sperrzone um den Krater, weshalb eine Besteigung des Vulkans grundsätzlich verboten ist. Dennoch ist der Popocatépetl in diesem Jahr bestenfalls durchschnittlich aktiv, und meiner Meinung nach könnte Wanderern durchaus gestattet werden, sich in den unteren Bereichen des Berges zu bewegen. Im steileren Gelände besteht jedoch auch ohne stärkere eruptive Tätigkeit stets Steinschlaggefahr.

Der Popocatépetl ist ein 5 426 Meter hoher Stratovulkan im zentralen Mexiko, etwa 70 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt und nahe der Stadt Puebla. Sein Name stammt aus dem Nahuatl und bedeutet „rauchender Berg“. Er gehört zu den aktivsten Vulkanen des Landes und ist Teil der Transmexikanischen Vulkankette. Seine Aktivität reicht mindestens 23 000 Jahre zurück; dokumentierte Ausbrüche sind seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Nach Jahrzehnten relativer Ruhe begann 1994 eine neue, bis heute andauernde Aktivitätsphase.

Popocatépetl: Asche steigt bis auf 6700 m Höhe

Gestern war der Popo noch schneefrei. ©, WDM

Popocatépetl eruptiert Aschewolken bis auf 6700 m Höhe – 247 Minuten Tremor registriert

In Mexiko bleibt der 5452 m hohe Popocatépetl weiterhin aktiv und eruptiert Aschewolken, die laut VAAC Washington bis auf eine Höhe von 6700 m aufsteigen und VONA-Warnungen auslösen, weil die Vulkanasche eine Gefahr für den Flugverkehr darstellen könnte. Die Drift-Richtung der Asche ist Nordwesten.

Starker Wind verdriftete die Vulkanasche nicht nur, sondern drückte sie zusätzlich nach unten, was den Ascheniederschlag am Fuß des Vulkans verstärkte. CENAPRED belässt die Warnstufe auf „Gelb Phase 2“. Weiterhin gilt eine Sperrzone mit 12 Kilometer Radius um den Gipfel des Vulkans. Vulkanbesteigungen sind dementsprechend untersagt.

Die Vulkanologen registrierten in den vergangenen 24 Stunden 32 Asche-Dampf-Exhalationen sowie vulkanischen Tremor mit einer Gesamtdauer von 247 Minuten. Am Vortag belief sich der Tremor auf 386 Minuten bei einer ähnlichen Anzahl an Exhalationen. Während der Tremor in den letzten Tagen nicht mehr ganz so hoch war wie zuvor, nahm die Explosivität wieder zu. Vom VAAC werden wieder regelmäßiger Aschewolken gemeldet, die hoch genug aufsteigen, um VONA-Warnungen auszulösen. Es sieht so aus, als hätte der von einem flachen Lavadom verstopfte Förderschlot wieder einen offenen Kanal, durch den regelmäßig Druck abgelassen werden kann, was in Form der Explosionen geschieht. Das reduziert die Fluidbewegungen und damit den Tremor. Die Situation ist allerdings sehr dynamisch und kann sich schnell wieder ändern.

Im Livestream des Vulkans kann man erkennen, dass der Popocatépetl wieder eine kleine Schneekappe trägt. Was man nicht sieht, sind rot illuminierte Wolken, was ebenfalls ein Indiz dafür ist, dass der Dom weniger aktiv als in der letzten Woche ist. Wärmeanomalien gibt es auch nicht.

Der Popocatépetl ist der aktivste Vulkan Mexikos und derzeit auch der einzige aktive Feuerberg des mittelamerikanischen Landes.