Popocatépetl: Lavadom am Grund des Kraters

Popocatépetl eruptiert weniger explosiv, dafür stärker effusiv: Lavadom im Krater entdeckt

Der mexikanische Vulkan Popocatépetl befindet sich derzeit in einer vergleichsweise ruhigen, aber weiterhin aktiven Phase. Während in den letzten Tagen größere Explosionen und ausgedehnte Aschewolken ausgeblieben sind, liefern aktuelle Beobachtungen der Vulkanologen ein differenziertes Bild der Prozesse im Inneren des Vulkans. Im Zentrum des Interesses steht dabei ein Lavadom am Kraterboden.

In den vergangenen 24 Stunden wurden insgesamt zehn Exhalationen kleiner Asche-Dampf-Wolken registriert. Diese gingen mit nur geringen Ascheemissionen einher und bestätigen den aktuell eher ruhigen Charakter der Aktivität. Die letzte größere Aschewolke wurde vom VAAC Darwin am 6. April gemeldet, als sie bis auf etwa 7000 Meter Höhe aufstieg und nach Osten driftete. Eine am 17. April registrierte Aschewolke bestand hingegen aus vom Wind aufgewirbelter Asche. Trotz des Fehlens stärkerer Explosionen bleibt die offizielle Warnstufe auf Gelb Phase 2, was auf eine anhaltende Aktivität mit potenziellen Gefahren hinweist – und das aus gutem Grund.

Dieser Grund manifestiert sich in Form eines Lavadoms am Kraterboden, der bereits bei einem Drohnenüberflug im März gesichtet wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte er einen Durchmesser von gut 100 Metern und zeigte eine deutliche thermische Anomalie, wie auf Wärmebildaufnahmen erkennbar war. Solche Dome entstehen durch zähflüssige Lava, die langsam austritt und sich im Krater aufstaut. Sie sind typisch für den aktuellen Aktivitätsstil des Vulkans – ein zyklischer Prozess aus Wachstum und anschließender Zerstörung der Dome durch stärkere Explosionen.

Der im CENAPRED-Aktivitätsbericht für März beschriebene Dom könnte durch die Explosionen Anfang April bereits zerstört worden sein. Es gibt jedoch deutliche Hinweise darauf, dass sich erneut Lava im Krater akkumuliert. Diese zeigen sich unter anderem in Bildern, die rot illuminierte Wolken über dem Krater dokumentieren. Zudem registriert MIROVA eine moderate Wärmestrahlung von bis zu 46 MW, was für den Popocatépetl eher ungewöhnlich ist, da Lavadome an der Oberfläche häufig vergleichsweise kühl erscheinen und nur geringe Wärmesignaturen aufweisen. Neben einem Dom könnte es auch einen offenen Förderschlot geben, in dem strombolianische Eruptionen in größerer Tiefe stattfinden.

Bemerkenswert ist zudem, dass im März die Anzahl vulkanotektonischer Erdbeben sowie Tremorereignisse zunahm, während Explosionen und Exhalationen gleichzeitig zurückgingen. Dies kann als Hinweis auf eine mögliche Verstopfung des Hauptschlotes durch einen Lavadom interpretiert werden.

Die Behörden von CENAPRED warnen eindringlich davor, den Vulkan zu betreten oder zu besteigen. Trotz der derzeit schwächeren Aktivität kann es jederzeit zu plötzlichen Explosionen kommen, bei denen glühende Gesteinsfragmente ausgeworfen werden. Die bestehende Sperrzone von 12 Kilometern rund um den Krater ist daher strikt einzuhalten. Zusätzlich besteht bei Starkregen die Gefahr von Schlamm- und Gerölllawinen in den umliegenden Schluchten.

Die aktuellen Prognosen gehen davon aus, dass sich dieses Aktivitätsmuster fortsetzt: kleinere Explosionen, Ascheemissionen sowie die wiederholte Bildung und Zerstörung von Lavadomen. Eine kurzfristige deutliche Intensivierung der Aktivität wird derzeit nicht erwartet. Langfristig bleibt der Popocatépetl jedoch ein aktiver Vulkan, dessen eruptiver Zyklus – der bereits seit 1994 andauert – weiterhin anhalten dürfte.

Popocatépetl eruptiert heute Vulkanasche 6700 m hoch

Popocatépetl eruptiert Vulkanasche bis auf 6700 m Höhe – Ascheniederschlag im Westen des Vulkans

Obwohl der Tremor am Popocatépetl gering bis nicht vorhanden ist, erzeugt der Vulkan in Mexiko weiterhin explosive Eruptionen, bei denen Vulkanasche bis auf eine Höhe von 6700 m aufsteigt, nach Westen driftet und sich über ein großes Areal ausbreitet. In Ortschaften unter den Aschewolken kommt es zu leichtem Ascheregen, vor dem man sich am besten mit Regenschirm und Staubschutzmaske schützt.

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Popo

Die Ascheeruptiopnen erzeugen beim VAAC Washington VONA-Meldungen als Warnung für den Flugverkehr. Die Asche wurde sowohl in Satellitenbildern (GOES-19) als auch über eine Webcam beobachtet. Die letzte Meldung stammt vom 20. Februar 2026 um 15:11 UTC. Demnach reichte die Aschewolke vom Boden bis zur Flugfläche 220 (ca. 6,7 km Höhe) und bewegt sich mit rund 15 Knoten (ca. 28 km/h) nach Westen. Die Asche verteilte sich weiträumig und wurde etwa 90 km westlich des Gipfels festgestellt.

Prognose: In den nächsten 6 bis 12 Stunden wird sich die Asche weiter nach Westen bis West-Nordwesten ausbreiten. Nach 18 Stunden wird keine Asche mehr erwartet. Die Höhen- und Bewegungsprognose basiert auf Wettermodellen. Die nächste Meldung soll um 21:30 UTC veröffentlicht werden.

Den Daten der Vulkanologen von CEAPRED ist zu entnehmen, dass gestern neben den Ascheeruptionen 24 Exhalationen festgestellt wurden. Tremor gab es keinen. Heute wurden aber wieder 53 Minuten Tremor registriert. Dazu kamen Ausatmungssequenzen von 376 Minuten Dauer, verteilt auf 29 Exhalationen.

Ein gerade veröffentlichtes Foto zeigt zudem rotglühende Tephra auf den äußeren Kraterhängen, die vermutlich im Zusammenhang mit der oben beschriebenen Eruption ausgestoßen wurde.

Der Alarmstatus des 5400 m hohen Vulkans bleibt auf „Gelb Phase 2“. Die 12-Kilometer-Sperrzone um den Kraterbereich besteht weiterhin und wird wohl so schnell nicht wieder aufgehoben werden.

Popocatepetl eruptiert vermehrt Vulkanasche

Mehrere Ascheeruptionen vom Popocatepetl – Aschewolken in 6400 m Höhe

Der mexikanische Vulkan Popocatepetl eruptierte gestern Vulkanasche, die bis auf eine Höhe von 6400 m aufstieg und in südliche Richtung verfrachtet wurde. Das VAAC Washington löste eine VONA-Warnung für den Flugverkehr aus, die inzwischen jedoch wieder aufgehoben wurde. In der Region unter der Aschewolke kam es zu leichtem Ascheniederschlag. Zudem registrierte MODIS gestern eine moderate Wärmeanomalie mit einer Leistung von 34 MW. Sie deutet darauf hin, dass Magma hoch im Fördersystem steht und zudem glühende Tephra im Krater niedergegangen sein könnte.

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Popocatepetl

Die Vulkanologen von CENAPRED berichten in ihrem neuesten Bulletin von 22 Asche-Dampf-Exhalationen und einer Minute Tremor, was wahrlich kein hoher Wert ist. In den Vortagen war der Tremor ebenfalls schwach und bewegte sich im einstelligen Minutenbereich. Dafür gab es jedoch relativ lange Ausatmungssequenzen mit einer Dauer von mehr als 330 Minuten. Die Angaben zur Dauer dieser Ausatmungssequenzen sind neu, und ich frage mich, ob sie früher möglicherweise in Form von „nicht-harmonischem Tremor“ in die Gesamtzahl des Tremors eingeflossen sind. Die geringen Tremordaten der letzten Wochen weisen ansonsten auf einen signifikanten Aktivitätsrückgang hin.

Dennoch bleibt der Alarmstatus auf „Gelb-Phase 2“, und es gilt ein striktes Besteigungsverbot des Vulkans. Die Sperrzone beträgt 12 Kilometer um den Krater. Wer das Verbot missachtet und erwischt wird, muss mit öffentlicher Bloßstellung in den lokalen Medien rechnen.

Beim 5462 m hohen Popocatepetl handelt es sich um den höchsten sich in Eruption befindenden Vulkan Mittelamerikas, der sich jedoch genau genommen noch auf dem nordamerikanischen Kontinent befindet. Die Plattengrenze zur Karibischen Platte liegt weiter südlich.

Die aktuelle Eruptionsphase am Popocatepetl begann im Dezember 1994. Seitdem ist der Feuerberg nahe der mexikanischen Hauptstadt fast ununterbrochen tätig.

Popocatépetl stößt während Vulkanausbruchs Asche aus

Verstärkte eruptive Aktivität am Popocatépetl – Aschewolke driftet in 6100 m Höhe nach Südwesten

Der Popocatépetl verstärkte nach einer relativ ruhigen Phase mit nur wenigen Eruptionen und keinem Tremor seine Aktivität deutlich: Laut einer VONA-Meldung vom VAAC Washington stieß der Vulkan heute Morgen um 07:08 UTC eine Wolke aus Vulkanasche und Gasen aus, die bei starkem Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 48 km/h bis auf eine Höhe von 6100 m aufstieg und nach Südwesten verfrachtet wurde. Auf dem Foto der Livecam ist zu sehen, wie schnell die Wolke niedergedrückt wurde. Bei Windstille wäre sie deutlich höher aufgestiegen.

Doch nicht nur der erneute Ascheausstoß bis auf FL 210 gibt Grund zur Annahme, dass der mexikanische Vulkan wieder aktiver wird, sondern auch der auflebende Tremor: Aus CENAPRED-Daten geht hervor, dass dieser gestern 62 Minuten lang aufgezeichnet wurde. Außerdem registrierten die Sensoren der Vulkanologen 51 Asche-Dampf Exhalationen.

Satelliten stellten in den letzten Tagen wiederholt Thermalstrahlung fest die es heute auf einen moderate Leistung von 16 MW schaffte. Ob sie von einem neuen Lavadom im Krater stammt oder von offener Lava im Förderschlot ist ungeklärt.

Auch wenn die Aktivität des Popocatépetl in den letzten Wochen niedriger als im vergangenen Jahr war, heißt das nicht zwingend, dass der Vulkan dabei ist, abzukühlen. Gewisse Fluktuationen in der Intensität eruptiver Tätigkeit sind bei einem daueraktiven Vulkan durchaus normal. Die Vulkanologen von CEAPRED sehen es genauso und lassen den Alarmstauts auf „Gelb Phase2“. Es gilt weiterhin ein Besteigungsverbot. Wer es ignoriert und bei der Besteigung es Vulkans erwischt wird, riskiert nicht nur eine Geldstrafe, sondern auch öffentliche Bloßstellung, die einen Vulkanspotter natürlich adelt. Allerdings ist es in der Tat gefährlich, die Verbote zu ignorieren: Schon während des Aufstieges drohen Schuttlawinen und Steinschläge, die schon so mache einen Bergsteiger das Leben kosteten.

Popocatépetl: Vulkanausbruch fördert Aschewolke

Vulkanausbruch am Popocatépetl – Aschewolke bis auf 6400 m Höhe gefördert

Obwohl der Popocatépetl in den letzten Wochen ungewöhnlich ruhig war, kam es heute Nacht um 01:54 UTC zu einer VONA-Meldung, nach der eine Aschewolke bis auf 6400 m aufstieg und mit einer Geschwindigkeit von 45 km/h Richtung Osten zog. Dabei breitete sich die Aschewolke über ein großes Gebiet aus. Zuletzt wurde eine kleinere Aschewolke vor 2 Tagen gemeldet, was für den mächtigsten Vulkan Mexikos ein vergleichsweise langes – aber nicht das längste – Pausenintervall darstellt.

Vona-Warnung

In den letzten Wochen ist ein signifikanter Aktivitätsrückgang am Popocatépetl zu verzeichnen. So meldete CENAPRED gestern nur 14 Ascheexhalationen und ein vulkanotektonisches Erdbeben. Tremor wurde zuletzt am 24. Januar registriert und dieser brachte es nur auf eine Gesamtdauer von 15 Minuten. Noch vor einem Jahr gab es Tremorphasen, die sich zeitweise fast über den ganzen Tag erstreckten.

Trotz der geringeren Explosivität und dem ausbleibenden Tremor emittiert der Mexikaner kontinuierlich eine als moderat eingestufte Wärmestrahlung mit Spitzenleistung um 30 MW. Das spricht dafür, dass im Krater ein Dom wachsen könnte, wobei gleichzeitig zumindest ein Förderschlot frei sein müsste, durch den der Gasdruck entweicht. Bei einem verstopften Fördersystem würde man eine erhöhte Seismizität bzw. einen Tremor erwarten.

Die aktuelle Aktivitätsphase des Popocatépetl dauert nun mehr als zwei Jahrzehnte. Nach rund 70 Jahren relativer Ruhe begann im Dezember 1994 eine neue Eruptionsperiode, die den Vulkan dauerhaft reaktivierte. Innerhalb dieser Entwicklung wird die aktuelle, nahezu kontinuierliche Eruptionsphase meist auf den Januar 2005 datiert. Seitdem zeigt der Popocatépetl fast ununterbrochen Gas- und Ascheemissionen, kombiniert mit explosiven Ausbrüchen und wiederholtem Domwachstum im Krater.

Der stärkste Ausbruch dieser langfristigen Aktivitätsphase ereignete sich im Dezember 2000. Damals kam es zu sehr starken Explosionen mit großen Aschewolken und pyroklastischen Dichteströmen, die zu umfangreichen Evakuierungen der Anwohner führten.

Es bleibt abzuwarten, ob die aktuell ruhigere Phase letztendlich zum Erlöschen der Aktivität führt oder ob es nur ein ruhigeres Intermezzo ist.

Popocatepetl eruptiert am 14. Januar Aschewolken

Aschewolken-Warnung am Popocatepetl – Vulkanasche inn 6700 m Höhe

Der mexikanische Vulkan Popocatepetl zeigt einmal mehr vulkanische Aktivität mit Ascheemission, die bis auf eine Höhe von 6.700 m aufgestiegen sind und in Richtung Nordosten driften. Dabei bewegt sich die Aschwolke mit einer Geschwindigkeit von ca. 28 km/h und breitet sich über ein großes Areal aus. In Gebieten unter der Eruptionswolke ist es zu Ascheniederschlag gekommen.

Die vorhergesagte Entwicklung der Aschewolke zeigt, dass noch in den nächsten 6 Stunden Vulkanasche in ähnlicher Höhe und Richtung erwartet wird. Ab 18:00 UTC sind keine weiteren Aschewolken vorhergesagt, ebenso für Mitternacht (00:00 UTC am 15. Januar). Aufgrund von Wolken am Satellitenbild sind die Ascheemissionen derzeit nicht klar sichtbar.

Die Daten der VONA-Meldung zusammengefasst:

  • Die Höhe der Aschewolke reicht bis etwa FL220 (Flight Level 220, ca. 6.700 Meter).
  • Bewegung der Aschewolke: Nordost mit ca. 15 Knoten.
  • Sichtbare Aschewolken am Satellitenbild sind durch Wetterwolken beeinträchtigt.
Popo

In einem Update von CENAPRED heißt es, dass es am 13. Januar zu 20 Asche-Dampf-Exhalationen kam. Sie hielten insgesamt gut 80 Minuten an. Zudem wurde moderater Tremor mit einer Gesamtdauer von 33 Minuten registriert, was für diesen Vulkan recht wenig ist. Am Vortag dauerte der Tremor genausolang an. Der Alarmstatus bleibt auf „Gelb Phase 2“.

Der Popocatepetl ist einer der aktivsten Vulkane Mexikos und befindet sich etwa 70 km südöstlich von Mexiko-Stadt. Seit Beginn seiner aktuellen Eruptionsphase im Jahr 1994 zeigt er immer wieder explosionsartige Aktivitäten mit Ausstoß von Asche, Gasen und gelegentlich kleinen Lavafontänen.

Die aktuelle Aktivität ist typisch für den Vulkan mit häufigen kleineren Eruptionen und Aschewolken, die lokal in der Umgebung zu Beeinträchtigungen führen können. Die mexikanische Vulkanüberwachungsbehörde CENAPRED hält die Bevölkerung und den Luftverkehr ständig über mögliche Gefahren auf dem Laufenden.

Wegen der Emission von Aschewolken wird Flugverkehr in der Region regelmäßig überwacht, da Asche in Triebwerken gefährlich sein kann. Die Warnungen des VAAC Washington unterstützen hierbei mit Satellitenbeobachtungen und Wettermodellen.

Popocatépetl verstärkte Aktivität zu Weihnachten

Asche über Zentralmexiko: Popocatépetl zeigt verstärkte Aktivität

Der mexikanische Vulkan Popocatépetl wartete zu Weihnachten mit einer verstärkten Aktivität auf und eruptierte mehrere Aschewolken. Das VAAC Washington veröffentlichte neue VONA-Warnungen, denen zufolge Asche bis in eine Höhe von rund 6.100 Metern aufstieg und in Richtung Südosten driftete. Parallel dazu registrierten die Überwachungsstationen des mexikanischen Zivilschutzes eine Zunahme von Tremor, Exhalationen und kontinuierlichen Gasemissionen, was als deutliches Zeichen einer Verstärkung der vulkanischen Aktivität gilt.

CENAPRED berichtete gestern von 15 Asche-Dampf-Exhalationen. Der Tremor verstärkte sich deutlich und hielt insgesamt 226 Minuten an. Noch in der vergangenen Woche wurde tageweise gar kein Tremor registriert, was als eher ungewöhnlich gilt. Tremor wird in der Regel durch Magma verursacht, das im Fördersystem aufsteigt und dort anhaltende Bodenvibrationen erzeugt. Diese sind nur mit empfindlichen Messinstrumenten zu detektieren, die leicht gestört werden können, etwa durch Schneefall oder Sturm. Möglich ist daher, dass der Tremor zuletzt aus diesen Gründen nicht erfasst wurde.

Der Vulkan, der rund 70 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernt liegt, befindet sich weiterhin auf Alarmstufe Gelb, Phase 2. Diese Phase ist durch wiederholte Explosionen geringer bis mäßiger Stärke gekennzeichnet, die mit Ascheausstoß, glühenden Fragmenten im Kraterbereich und gelegentlichen Ascheniederschlägen in umliegenden Gemeinden einhergehen können. Die Behörden betonen, dass dieses Aktivitätsniveau zwar ernst zu nehmen ist, derzeit jedoch keine großräumigen Evakuierungen rechtfertigt.

Im Fokus steht dennoch die Frage nach möglichen Gesundheitsrisiken durch Ascheniederschlag. Vulkanasche besteht aus feinen Gesteins- und Glaspartikeln, die – abhängig von Korngröße und Konzentration – Atemwege, Augen und Haut reizen können. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen. Bei stärkerem Aschefall kann es zudem zu Sichtbehinderungen im Straßenverkehr sowie zu Belastungen von Trinkwasser- und Abwassersystemen kommen.

Gesundheitsbehörden raten der Bevölkerung in betroffenen Gebieten, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Atemschutzmasken oder zumindest feuchte Tücher zu verwenden und aufgewirbelte Asche zu vermeiden. Trotz der aktuellen Aktivitätsverstärkung gilt: Ascheniederschläge stellen meist eine kurzfristige, aber kontrollierbare Gefährdung dar, sofern die empfohlenen Schutzmaßnahmen eingehalten werden.

Vulkan Popocatépetl lebt auf: Aschewolke in 7000 m Höhe

Auflebende Aktivität am Popocatépetl – Ascheemissionen und erhöhte Wachsamkeit

Der mexikanische Vulkan Popocatépetl zeigt nach einer relativ ruhigen Phase erneut eine erhöhte Aktivität. Aktuelle Meldungen des Washington Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) sowie des mexikanischen Nationalen Zentrums für Katastrophenprävention (CENAPRED) belegen, dass es in den vergangenen Tagen erneut zu Explosionen mit Ascheemissionen, und anhaltendem Tremor gekommen ist. Die Behörden halten die Warnstufe unverändert auf Gelb, Phase 2, und rufen die Bevölkerung zur Vorsicht auf.

Nach Angaben des VAAC wurde heute in den frühen Morgenstunden eine Aschewolke registriert, die sich in einer Höhe von 7000 Metern mit einer Geschwindigkeit von ca. 19 km/h in nordöstliche Richtung ausgebreitet hat. Die Asche stieg damit deutlich höher auf als es in den letzten Wochen der Fall gewesen war, was auf einen erhöhten Druck der Explosionen hindeutet.

Parallel dazu berichtet Cenapred von einer anhaltenden inneren Unruhe des Vulkans. Allein innerhalb von 24 Stunden wurden 32 Asche-Dampf-Exhalationen sowie 76 Minuten mittelstarker Tremor registriert. Am Vortag wurden 18 Explosionen und ein vulkanotektonisches Erdbeben dokumentiert. Dieses seismische Signal deuten auf Magmaaufstieg hin.

Der rund 5 426 Meter hohe Stratovulkan, dessen Name aus dem Nahuatl stammt und „rauchender Berg“ bedeutet, liegt nur etwa 70 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt. Nach Jahrhunderten relativer Ruhe ist er seit 1994 wieder aktiv. Die aktuelle, nahezu kontinuierliche Tätigkeitsphase hält mit wechselnder Intensität seitdem an und hat sich insbesondere seit 2019 durch häufige Explosionen, Ascheemissionen und nächtliche Gluterscheinungen verstärkt.

Der Popocatépetl wird rund um die Uhr überwacht. Experten betonen, dass Gelb Phase 2 keine unmittelbare Evakuierung bedeutet, jedoch eine erhöhte Aufmerksamkeit erfordert. Die Bevölkerung in den umliegenden Bundesstaaten Puebla, Morelos und Estado de México wird aufgefordert, offizielle Informationen zu verfolgen und die Anweisungen der Behörden strikt zu befolgen.

Cenapred warnt eindringlich davor, sich dem Vulkan zu nähern. Besonders der Kraterbereich ist wegen herabfallender glühender Fragmente lebensgefährlich. Die bestehende Sperrzone von 12 Kilometern um den Krater darf nicht betreten werden. Zudem besteht bei Starkregen die Gefahr von Schlamm- und Gerölllawinen in den Abflussrinnen des Vulkans.

Popocatépetl mit nächtlichen Explosionen Mitte Dezember

Popocatépetl zeigt wiederauflebende Aktivität – Ascheemissionen, Rotglut und anhaltende Warnstufe Gelb

Der Vulkan Popocatépetl hat in den vergangenen beiden Tagen eine leicht verstärkte Aktivität gezeigt, die sich bereits am Wochenende durch Warmglühen des Vulkans ankündigte. Nach Angaben des Nationalen Zentrums für Katastrophenprävention (CENAPRED) wurden am 14. und 15. Dezember mehrere Explosionen, sowie ein wiederauflebender Tremor registriert. Zudem kam es zu einem vulkanotektonischen Erdbeben. Die Vulkanwarnstufe bleibt unverändert auf Gelb, Phase 2.

El Popo

Heute Morgen meldete das Washingtoner Vulkanasche-Warnzentrum (VAAC) eine Ascheemission des Vulkans, die mehrere Minuten lang anhielt. Demnach stieg die Asche bis in Höhen von etwa 5.800 Metern über dem Meeresspiegel (FL190) auf und bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von fünf Knoten (ca. 10 km/h) in nordwestlicher Richtung. Satellitenbilder zeigten zwar keine deutlich ausgeprägte Aschewolke, dennoch schließen die Vulkanologen weitere Emissionen nicht aus. Die Prognose gilt aufgrund wechselnder Windbedingungen als unsicher.

Parallel dazu registrierte Cenapred innerhalb von 24 Stunden sieben Exhalationen von Asche-Dampf-Wolken, einen etwa vier Minuten andauernden Tremor sowie das oben erwähnte vulkanotektonische Erdbeben. Bereits am Vortag waren acht Ausatmungen und 54 Minuten Tremor aufgezeichnet worden, nachdem in den Tagen zuvor der Tremor ausgeblieben war. Nachts zeigte sich auf hoch lichtempfindlichen Kameras eine schwache Rotglut die Wolken und Dampf illuminierte. Diese Signale deuten auf die fortgesetzte Bewegung von Magma und Gasen im Fördersystem des Vulkans hin. Möglicherweise wächst ein Lavadom im Schlot.

Die Behörden warnen die Bevölkerung eindringlich davor, sich dem Popocatépetl zu nähern. Insbesondere der Kraterbereich gilt als hochgefährlich, da es jederzeit zu Explosionen mit dem Auswurf glühender Gesteinsfragmente kommen kann. Die Sperrzone mit einem Radius von zwölf Kilometern um den Krater bleibt strikt bestehen. Zudem weist Cenapred darauf hin, dass bei starken Regenfällen in den Schluchten rund um den Vulkan die Gefahr von Schlamm- und Gerölllawinen besteht.

Der Popocatépetl, einer der aktivsten Vulkane Mexikos, wird rund um die Uhr überwacht. Behörden betonen, dass sich die Bevölkerung ausschließlich über offizielle Kanäle informieren und Anweisungen des Zivilschutzes befolgen soll. Änderungen der Aktivität oder der Warnstufe würden umgehend bekannt gegeben.