Ascheexhalation und Rotglut am Popocatépetl beobachtet – Lavadom im Krater abgelichtet
Der Popocatépetl ist der aktivste Vulkan Mexikos und emittierte in der vergangenen Nacht erneut Vulkanasche, die beim VAAC Washington eine VONA-Warnung auslöste. Die Aschewolke stieg auf etwa 6.000 Meter Höhe auf und driftete mit rund 18 km/h nach Südwesten ab. Grundlage der Beobachtungen sind Satellitendaten, Webcams sowie Modellanalysen. Stärkere Explosionen blieben in letzter Zeit aus, sodass einige Wagemutige bis zum Krater aufstiegen – was nach wie vor offiziell verboten ist. Dennoch dürften sich auch die Behörden insgeheim über die entstandenen Aufnahmen freuen, die zeigen, dass sich am Kraterboden ein flacher, pfannkuchenförmiger Lavadom gebildet hat.
Ganz neu ist diese Entdeckung allerdings nicht, da bereits zuvor ein neues Lavadomwachstum vermutet worden war. Aufnahmen der vergangenen Wochen zeigten Rotglut und thermische Anomalien am Kraterboden. Die jüngst veröffentlichten Bilder entstanden jedoch bei Tageslicht, als Sonnenstrahlen bis in den Krater fielen, und machten den Dom erstmals deutlich sichtbar. Kurz zuvor aufgenommene Bilder im Halbdunkel belegten bereits, dass der Dom glüht. Solche Lavadome sind am Popocatépetl oft nur von kurzer Dauer, da früher oder später Explosionen einsetzen, die die Struktur wieder zerstören.
Darüber hinaus kam es in den vergangenen 24 Stunden zu einer deutlichen Zunahme der exhalativen Aktivität. Wie aus einem Update des CENAPRED hervorgeht, wurden 167 Ausatmungen sowie Emissionsphasen mit glühenden Fragmenten von insgesamt 171 Minuten Dauer in Kraternähe registriert. Am Vortag waren es lediglich acht solcher Ausatmungen gewesen. Die Eruptionstätigkeit bleibt damit insgesamt auf niedrigem Niveau, zeigt jedoch eine steigende Tendenz.
Die mexikanische Katastrophenschutzbehörde CENAPRED belässt die Warnstufe weiterhin auf Gelb, Phase 2. Diese Stufe signalisiert anhaltende Aktivität mit der Möglichkeit von Explosionen, Ascheausstoß sowie dem Auswurf glühender Gesteinsbrocken.
Die Behörden warnen eindringlich davor, sich dem Vulkan zu nähern. Insbesondere das Besteigen des Vulkans gilt als gefährlich, da es jederzeit zu Explosionen kommen kann. Eine Sperrzone von 12 Kilometern rund um den Krater ist strikt einzuhalten. Zudem wird bei starken Regenfällen vor der Gefahr von Schlamm- und Gerölllawinen in den umliegenden Schluchten gewarnt.
Anmerkung: Die Bilder sind Screenshots aus Handy-Videos und waren mit Schriften überdeckt. Zum verbessern der Visualisierung wurden sie mit Hilfe einer KI bearbeitet, wobei besonders bei der Nachtaufnahme künstlich anmutende Artefakte entstanden. Dennoch spiegeln die Bilder die Realität wider.









