Vulkane weltweit

Bardarbunga-update 20.00 Uhr: IMO dementiert, dass die Aktivität an der Spalte nachlässt. Es würde nur die GPS-Station im Zentrum der Bardarbunga-Caldera langsamer absacken. An den anderen Stationen kann man diesen Trend nicht beobachten. Möglicher Weise sackt der Rand nun schneller ab, als das Zentrum der Caldera.

Originalmeldung: heute Morgen ereignete sich ein starkes Erdbeben der Magnitude 5,4. Das Hypozentrum lag in 5,8 km Tiefe. Entgegen dem sonstigen Trend zeigt der Graph der Subsidenz kein verstärktes Absinken, dass mit dem Beben assoziiert war. Im Gegenteil wurde ein positiver Trend registriert. Tendenziell lässt die Subsidenz etwas nach. Vermutlich tritt weniger Lava an der Holuhraun-Spalte aus.

Mayon: unter dem philippinischen Vulkan steigt weiter Magma auf und sorgt für leichte, aber stetige Inflation. Es finden gelegentliche Erdbeben statt. Der Schwefeldioxid-Ausstoß ist erhöht und vom Lavadom geht eine Dampfwolke aus. Der Alarmstatus bleibt auf „3“.

Popocatepetl: im Krater des mexikanischen Vulkans wächst ein Lavadom. Nachts ist auf der Webcam Rotglut zu sehen. Gestern ereigneten sich 17 leichte Dampfausstöße. Gelegentlich finden Steinschläge statt.

Vulkane weltweit

Ätna: der Tremor ist deutlich erhöht und stieg gestern noch leicht an. Grund hierfür sind die explosiven Eruptionen aus dem neuen Förderschlot an der Basis des NE-Kraters. Der Schlot bildete sich am 25. Juli. Seine strombolianischen Eruptionen sind so laut, dass Anwohner besorgt reagierten. Nach Aussage der Vulkanologen des INGV besteht aber keine Gefahr für die Bevölkerung und es gibt keine Anzeichen für eine bevorstehende Flankeneruption.

Fuego: in Guatemala ist der Fuego weiterhin aktiv. Im oberen Bereich des Vulkans fließt ein zäher Lavastrom. Es finden schwache bis moderate Explosionen statt, die Lavabomben bis zu 800 m hoch fördern. Vulkanasche steigt bis in einer Höhe von 4500 m auf.

Kraterglühen am Popo. © CENAPREDPopocatepetl: die Aktivität des mexikanischen Vulkans bewegt sich auf niedrigem Niveau. Gestern wurden 24 Asche-Gas-Emissionen registriert. Nachts wurden rot illuminierte Dampfwolken gesichtet. Bei Veracruz manifestierte sich ein Erdbeben der Magnitude 6,3. Das Epizentrum lag ca. 360 km vom Vulkan entfernt.

Zhupanovsky: das VAAC Tokyo registrierte in den letzten 24 Stunden eine Ascheeruption des Vulkans in Kamchatka. Es ist derzeit der aktivste Vulkan in der Region. Dieses Jahr wurden bereits 39 explosive Vulkanausbrüche des Zhupanovskys registriert.

Vulkane weltweit

Ätna: der Tremor ist letzte Nacht leicht gestiegen und die Lavastromtätigkeit verstärkte sich etwas. Solche Fluktuationen sind aber normal.

Pacaya: für heute liegen noch keine neuen Berichte vor. Das Seismogramm lässt vermuten, dass die Aktivität noch auf deutlich erhöhtem Niveau ist.

Popocatepetl: die Aktivität ist stark rückläufig. Gestern wurden nur 50 schwache Exhalationen verzeichnet.

Sakurajima: der Vulkan in Japan ist etwas munterer geworden und produzierte gestern 3 explosive Eruptionen.

Domvulkane weltweit

Kelut: ein Bild des Thermalsatelliten MODIS zeigt eine thermische Anomali im Krater. Diese Aufnahme ist ein weiteres Indiz für einen neuen Lavadom.

Popocatepetl: neben 3 Asche- und Dampfexhalationen erzeugte der Vulkan in Mexiko gestern eine etwas stärkere Eruption. Im Krater wächst ein neuer Lavadom

Sinabung: am Vulkan in Sumatra sind ebenfalls thermische Anomalien sichtbar. Diese verteilen sich überraschend auf mehrere hot spots und nicht nur am Dom.

Vulkanausbrüche weltweit

Pacaya:  die Vulkanologen berichten von anhaltender strombolianischer Aktivität und hoher Seismik.  Glühende Lavabrocken erreichen eine Höhe von 50 bis 100 m über den Mackenney Krater. Sporadisch kommt es zu etwas stärkeren Ascheeruptionen mit lautem Explosionsknall.

Popocatepetl: der Vulkan nahe der mexikanischen Hauptstadt ist weiterhin aktiv. Gestern ereigneten sich 34 Exhalationen von Dampf und ein wenig Asche. Es fand ein vulkanisches Erdbeben der Magnitude 3,6 statt.

Sakurajima: gestern eruptierte der Vulkan 11 Aschewolken, die vom VAAC Tokyo registriert wurden. Der Vulkan läuft nach wie vor auf Hochtouren.

Popocatepetl: Aschewolken

Der Vulkan in Mexiko zeigte sich in den letzten 24 Stunden von seiner aktiven Seite: es wurden 88 Exhalationen aus Wasserdampf und Gas registriert. Bei einigen war recht viel Vulkanasche enthalten und Aschewolken stiegen bis 2,5 km über den Krater auf.

Der Popocatepetl ist seit einigen Monaten aktiv. Sporadisch wächst in seinem Krater ein Lavadom. In diesen Phasen kommt es zu moderaten explosiven Eruptionen.

Vulkane weltweit

Popocatepetl mit Aschewolke. © CENAPREDPopocatepetl: in den letzten 24 Stunden gab es am mexikanischen Vulkan 165 Exhalationen. Diese bestanden überwiegend aus Wasserdampf und Gas mit ein wenig Vulkanasche. Nachmittags gab es eine Ascheeruption und eine Eruptionssäule stieg 2 – 3 km hoch auf. In einigen Ortschaften wurde leichter Ascheniederschlag registriert.

Shiveluch: es ereignete sich eine Ascheeruption. Die Vulkanasche stieg ca. 2 km über den Krater auf und driftete 50 km in östlicher Richtung. Der Vulkan in Kamtschatka ist in den letzten Wochen besonders aktiv. Alle 2-3 Tage kommt es zu einer explosiven Eruption.

Tungurahua und Popocatepetl

Während meines Aufenthaltes auf Sizilien sorgten vor allem 2 Vulkanausbrüche in Mittel- und Südamerika für Schlagzeilen:

Der Popocatepetl war die ganzen Tage über aktiv. Seit dem 7. Juli wächst ein neuer Lavadom im Kraterinneren. Immer wieder kommt es zu explosiven Eruptionen und Asche steig mehrere Kilometer hoch auf. Vulkanasche regnet sogar auf Mexico City nieder, ein Flughafen wurde zeitweise geschlossen. Die Alarmstufe wurde auf „gelb Phase 3“ erhöht.

In Ecuador ist der Tungurahua ausgebrochen und produzierte eine Aschewolke die 12 Kilometer hoch aufstieg. Es entstanden pyroklastische Ströme. Zahlreiche Familien die in Vulkannähe leben wurden evakuiert.

Popocatepetl: Vulkanausbruch verstärkt sich

Infrarotaufnahme aus einem Flugzeug. ©CENAPREDUpdate 06.07.13: CENAPRED berichtet von explosiven Eruptionen die Vulkanasche bis zu 2 km hoch fördern und glühende Lavabomben bis zu 1,5 km Entfernung ausspeien. Der Alarmstatus bleibt bei „gelb Phase 2“.

Der Vulkan nahe der mexikanischen Hauptstadt verstärkte seine Aktivität in den letzten 24 Stunden. Medienberichten zufolge kam es zu einer stärkeren Eruption die viel Asche förderte und den Flugverkehr gefährdete. In Mexico City ging etwas Asche nieder und zahlreiche Flüge vielen aus.

Das Vulkanologische Institut berichtet von steigendem Tremor und 99 Exhalationen von Asche und Gas. Nachts war auf der Livecam strombolianische Eruptionen zu erkennen, die glühende Lavabomben bis zu 1,2 km weit schleuderten.