Vulkanausbruch am Semeru generierte pyroklastischen Strom

Pyroklastischer Strom am Semeru erreichte die Basis des Vulkankegels

Am indonesischen Vulkan Semeru kam es am Freitagabend zu einer Eruption nebst einem kleinen Kollaps am Lavadom, bei dem ein pyroklastischer Strom generiert wurde. Nach Angaben des vulkanologischen Überwachungszentrums PVMBG manifestierte sich das Ereignis am 29. Mai 2026 um 19:07 Uhr Ortszeit (WIB). Eine Aschewolke stieg rund 2.000 Meter über den Gipfel des 3.676 Meter hohen Vulkans auf und erreichte damit eine Höhe von etwa 5.676 Metern über dem Meeresspiegel.

Besorgniserregend war die Entstehung eines pyroklastischen Stroms, in Indonesien als awan panas bezeichnet. Dabei handelt es sich um extrem heiße Gas-, Asche- und Gesteinsmassen, die mit hoher Geschwindigkeit die Vulkanflanken hinabströmen. Nach offiziellen Angaben bewegte sich der Strom in südöstlicher Richtung entlang des Flusssystems Besuk Kobokan und legte eine Distanz von etwa 2,5 Kilometern zurück. Livecamaufnahmen dokumentierten das Ereignis. Auf einem Bild der Anfangsphase des Ereignisses ist sogar die rotglühende Basalwolke des Dichtestroms zu sehen, ein Phänomen, das die ungeheuere Hitze in einem Dichtestrom verdeutlicht.

Die Messinstrumente der Vulkanologen registrierten im Zusammenhang mit dem pyroklastischen Strom ein seismisches Signal, das 231 Sekunden andauerte. Zudem wurden 75 Eruptionsbeben mit einer Dauer von bis zu 209 Sekunden aufgezeichnet. Damit liegt die Eruptionsanzahl im Durchschnitt der vergangenen Tage.

Die beobachteten Aschewolken waren laut Beobachtern überwiegend hellgrau und relativ dicht und zogen in südöstliche Richtung.

Der Semeru befindet sich unverändert auf Warnstufe III (Siaga), der zweithöchsten Alarmstufe Indonesiens.

Die Behörden mahnten die Bevölkerung eindringlich zur Vorsicht. Aktivitäten entlang des südöstlichen Sektors am Besuk Kobokan sind bis zu einer Entfernung von 13 Kilometern vom Krater untersagt. Wegen der Gefahr weiterer pyroklastischer Ströme und Lahare gilt zudem ein Sicherheitsabstand von mindestens 500 Metern zu Flussufern. Im Umkreis von fünf Kilometern um den Gipfel besteht außerdem Gefahr durch glühende Gesteinsbrocken.

Der Semeru zählt zu den aktivsten Vulkanen Indonesiens und sorgt regelmäßig für explosive Eruptionen.

Semeru: Pyroklastischer Strom in der Nacht

Hohe explosive Aktivität am Semeru – Abgang eines pyroklastischen Stroms beobachtet

Am indonesischen Vulkan Semeru ist die explosive Aktivität weiterhin hoch. Nach Angaben der seismologischen Beobachtungsstation wurden innerhalb von 24 Stunden 81 Eruptionsbeben erfasst. Von den Eruptionen gingen Aschewolken aus, die bis auf 4600 m Höhe aufsteigen. Besonders bemerkenswert ist das Auftreten eines pyroklastischen Stroms, der lokal als „Awan Panas“ bezeichnet wird. Er ging in der Nacht zum Mittwoch ab und erreichte fast den Fuß des Vulkans. Das zugehörige seismische Signal hat eine Amplitude von 22 Millimetern und eine Dauer von 250 Sekunden.

Semeru

Pyroklastische Ströme zählen zu den gefährlichsten vulkanischen Phänomenen überhaupt. Dabei rasen extrem heiße Gas-, Asche- und Gesteinswolken mit hoher Geschwindigkeit die Flanken eines Vulkans hinab. Am Semeru bedrohen diese Ströme vor allem das Tal des Besuk Kobokan im Südosten des Berges. Die indonesischen Behörden warnten davor, sich innerhalb eines Radius von 13 Kilometern entlang dieses Flusssystems aufzuhalten. Wegen möglicher Ausweitungen der Glutwolken und Lahare gilt selbst in 17 Kilometern Entfernung noch erhöhte Gefahr.

Neben dem pyroklastischen Strom wurden sieben Abgangsbeben und sieben Ausgasungsbeben registriert. Hinzu kamen harmonische Schwingungen, die häufig auf Bewegungen von Magma im Inneren des Vulkans hindeuten. Zwei tiefe vulkanische Beben bestätigen zusätzlich, dass weiterhin Magma in das Fördersystem nachströmt.

Die Amplituden der 81 Explosionserdbeben lagen zwischen 10 und 22 Millimetern. Die maximale Signaldauer der Erschütterungen betrug bis zu 196 Sekunden, was für mäßig starke Explosionen vergleichsweise lang ist. Für die Statistiker: Im Schnitt traten pro Stunde ca. 3,4 Eruptionen auf.

Die Behörden mahnen zur äußersten Vorsicht. Innerhalb eines Fünf-Kilometer-Radius um den Krater besteht akute Gefahr durch glühende Gesteinsbrocken. Zudem warnen Vulkanologen vor Lavaabgängen und Laharen entlang mehrerer Flusstäler, darunter Besuk Bang, Besuk Kembar und Besuk Sat. Besonders während starker Regenfälle können sich dort gefährliche Schlamm- und Gerölllawinen bilden.

Semeru generiert am 24. April einen pyroklastischen Strom

Pyroklastischer Strom am Semeru erreichte Fuß des Vulkans und legte 4500 m Gleitstrecke zurück

Der indonesische Vulkan Semeru generierte am Freitagabend erneut einen pyroklastischen Strom. Er manifestierte sich um 19:59 Uhr Ortszeit und wurde von der lokalen Vulkanbeobachtungsstation registriert. Laut offiziellen Angaben erzeugte die Eruption auf dem Seismogramm eine maximale Amplitude von 20 Millimetern. Die Auswertung zeigt, dass der Dichtestrom 4 Minuten und 10 Sekunden dauerte. Der pyroklastische Strom legte eine Strecke von 4,5 Kilometern zurück und bewegte sich in Richtung des Flusssystems Besuk Kobokan, einem bekannten Gefahrenkorridor für vulkanische Dichteströme am Semeru.

Semeru

Der Ausbruch von einer dichten, grauen Aschesäule begleitet, die etwa 700 Meter über den Gipfel des Jonggring-Saloko-Kraters aufstieg. Die Wolke bewegte sich in westliche Richtung und erreichte laut VAAC Darwin eine Höhe von 4600 m über dem Meer.

Nach Angaben der lokalen Katastrophenschutzbehörde (BPBD) kam der Strom am Fuß des Vulkans zum Stillstand, kurz bevor er besiedeltes Gebiet erreichte. Schäden oder Opfer wurden nicht gemeldet. Dennoch bleibt die Situation angespannt, da sich durch den Ausbruch zusätzliches lockeres Material an den Hängen des Vulkans abgelagert hat, das bei starkem Regen in Form von Laharen mobilisiert werden könnte. Derzeit gibt es am Semeru immer wieder mäßige bis starke Niederschläge, was diese Gefahr verstärkt. Behörden warnen daher insbesondere Bewohner entlang von Flüssen, die am Vulkan entspringen, und rufen die Allgemeinheit dazu auf, sich von den gefährdeten Gebieten fernzuhalten.

Die Einsatzkräfte wurden in erhöhte Bereitschaft versetzt, um im Falle weiterer Aktivitäten schnell reagieren zu können. Gleichzeitig rufen die Behörden die Bevölkerung zur Ruhe auf, mahnen jedoch zur Wachsamkeit und zur strikten Einhaltung der Sicherheitszonen.

Der Semeru gilt als einer der aktivsten Vulkane Indonesiens und zeigt regelmäßig eruptive Aktivität. In seinem Krater wächst ein Lavadom, der Ursprung der Dichteströme ist. Die Vulkanologen weisen darauf hin, dass auch scheinbar mittelstarke Ereignisse wie dieser pyroklastische Strom ernst genommen werden müssen, da sich die Lage jederzeit kurzfristig verschärfen kann.

Semeru: Pyroklastischer Strom gleitet 4 Kilometer weit

Pyroklastischer Strom am Semeru legt 4-km-Gleitstrecke zurück – Vulkanasche in 4600 m Höhe

Der Vulkan Semeru auf der indonesischen Insel Java zeigte am 18. und 19. April 2026 weiterhin erhöhte Aktivität, die sich insbesondere durch wiederholte explosive Eruptionen und die Bildung eines pyroklastischen Stroms auszeichnete. Diese heißen, schnell fließenden Gemische aus Gas, Asche und Gesteinsfragmenten stellen eine der größten Vulkangefahren dar, da sie sich mit hoher Geschwindigkeit hangabwärts bewegen und große Distanzen zurücklegen können. In diesem Fall legte der pyroklastische Dichtestrom eine Gleitstrecke von 4 Kilometern zurück, wie das indonesische PVMGB berichtet.

Semeru

Am Sonntagmorgen, dem 19. April, ereignete sich um 7:06 Uhr WIB ein Ausbruch, der sich von den vorangegangenen unterschied. Dabei wurde eine dichte Aschesäule etwa 1.000 Meter über den Gipfel hinaus in die Atmosphäre geschleudert. Besonders bemerkenswert war die Bildung eines pyroklastischen Stroms, der sich bis zu vier Kilometer vom Krater entfernte. Die Eruption erzeugte auf dem Seismogramm eine Amplitude von 22 mm und von rund viereinhalb Minuten Dauer. Die Aschewolke driftete nach Südwesten und erreichte eine Höhe von 4600 m.

Weitere Eruptionen folgten im Verlauf des Vormittags, unter anderem um 7:33 Uhr und 10:15 Uhr. Aufgrund dichter Bewölkung blieben diese visuell unsichtbar, konnten aber eindeutig durch seismische Signale nachgewiesen werden. Diese kontinuierliche Aktivität bestätigt den instabilen Zustand des Vulkans, dessen Alarmstufe auf „3“ steht.

Bereits am Samstag zeigte sich der Semeru von seiner aktiven Seite. Die Messdaten zeugen von 59 explosiven Eruptionen, die von zahlreichen Entgasungen begleitet wurden, die seismische Signale erzeugten. Zudem gab es harmonischen Tremor und tektonische Fernbeben. Diese Vielzahl an seismischen Ereignissen weist auf einen anhaltenden Magmenaufstieg und Druckaufbau im Inneren des Vulkans hin.

Die Gefährdung durch pyroklastische Ströme bleibt besonders hoch entlang der Flusstäler, die vom Gipfel ausgehen. Das Gebiet des Besuk Kobokan ist besonders gefährdet, da dort Dichteströme Reichweiten von bis zu 17 Kilometern erreichen können. Entsprechend wurden Sperrzonen eingerichtet: Innerhalb von 13 Kilometern im südöstlichen Sektor sind Aktivitäten untersagt, ebenso im Umkreis von fünf Kilometern um den Krater.

Semeru: Pyroklastischer Strom in den Morgenstunden

Pyroklastischer Strom löste sich vom Semeru – Vulkanasche in 4600 m Höhe

In den frühen Morgenstunden des 14. Aprils löste sich ein pyroklastischer Strom vom Lavadom im Krater des indonesischen Vulkans Semeru. Er legte eine Gleitstrecke von ca. 3000 m zurück und ließ eine Aschewolke aufsteigen, die eine Höhe von 4600 m über dem Meer erreichte und nach Nordosten driftete. Laut einer VONA-Warnung bewegte sich die Aschewolke mit einer Geschwindigkeit von 10 km/h und breitete sich über besiedeltes Gebiet aus, wo es zu Ascheniederschlag kam.

Livecamaufnahmen dokumentierten das Ereignis, das bei schönstem Wetter kurz vor Sonnenaufgang um 05:22 Uhr WIB stattfand. Zu dieser Zeit befanden sich bereits zahlreiche Touristen auf der Aussichtsterrasse am Rand der Tengger-Caldera, die den Sonnenaufgang genießen wollten, tatsächlich aber sogar aus sicherer Entfernung eines der gefährlichsten Naturphänomene der Welt bewundern konnten.

Der Abgang des Dichtestroms sorgte nicht nur für schöne Bilder, sondern verursachte auch ein seismisches Signal mit einer Dauer von 3 Minuten und 23 Sekunden und einer Maximalamplitude von 20 Millimetern. Zeit genug, damit sich der pyroklastische Dichtestrom über eine Länge von 3 Kilometern in Richtung Besuk Kobokan ausbreiten konnte. Laut dem örtlichen Observatorium stieg die dabei freigesetzte Aschewolke bis zu 1.500 Meter über den Kraterrand auf.

Pyroklastische Ströme zählen zu den zerstörerischsten vulkanischen Phänomenen, da sie mit hoher Geschwindigkeit und extremen Temperaturen ins Tal rasen. Sie bestehen aus einem Gemisch aus Gas, Vulkanasche und Lavablöcken und zerstören nicht nur durch Hitze, sondern auch durch die Gewalt einer Schuttlawine.

Laut den Behörden im Regierungsbezirk Lumajang stoppte der pyroklastische Strom noch auf der Flanke des Semeru, ohne bewohntes Gebiet zu erreichen.  Schäden oder direkte Auswirkungen auf Siedlungen wurden nicht gemeldet. Vorsichtshalber wurden Einsatzkräfte in Bereitschaft versetzt, um im Falle weiterer Aktivität schnell reagieren zu können.

Die Ablagerungen des Dichtestroms können nicht nur über lange Zeiträume heiß bleiben, sondern auch durch Regenwasser mobilisiert werden und sich in Lahare verwandeln. Solche Schlammströme richteten am Semeru bereits häufiger Zerstörungen in Ortschaften an.

Die Aktivitätsstufe des Vulkans bleibt weiterhin auf Alarmstufe III. Behörden warnen eindringlich vor Aufenthalten im südöstlichen Sektor sowie entlang der Flüsse, die vom Gipfel ausgehen.

Semeru: Pyroklastischer Strom löste Alarmsirenen aus

Pyroklastischer Strom am Semeru erreichte Basis des Kegels und löste Alarm aus

Am 7. April 2026 hat der indonesische Vulkan Semeru erneut sein eruptives Potenzial unter Beweis gestellt: Am späten Nachmittag gegen 17:30 Uhr Ortszeit (WIB) ging ein pyroklastischer Strom vom Lavadom ab, der sich über eine Strecke von 4,5 Kilometern in südöstlicher Richtung bewegte und entlang des Flusssystems Besuk Kobokan floss. Das Ereignis dauerte mehr als sieben Minuten und löste in den Gemeinden am Fuß des Vulkans Weltuntergangsstimmung aus. Auf den AFAR-TV-Livestreamaufzeichnungen sind heulende Sirenen zu hören, die auf eine akute Gefährdungslage hinweisen.

Pyroklastischer Strom

Der pyroklastische Dichtestrom bewegte sich nicht nur hangabwärts, sondern ließ auch eine Aschewolke aufsteigen, die eine Höhe von 2.000 Metern über dem Gipfel und eine VONA-Warnung beim VAAC Darwin auslöste. Demnach erreichte die Aschewolke eine Höhe von 18.000 Fuß (5600 m) über dem Meeresspiegel. Damit stieg die Eruptionswolke deutlich höher auf als die üblichen 4600 m. Seismometer registrierten ein seismisches Signal mit einer maximalen Amplitude von 27 Millimetern. Die Asche driftete je nach Windrichtung nach Nordosten und Osten ab und beeinträchtigte die Sicht sowie die Luftqualität in der Umgebung.

Bereits am Morgen desselben Tages war es zu Ausbrüchen gekommen. Um 5:30 Uhr wurde eine Aschewolke von etwa 700 Metern Höhe beobachtet, gefolgt von einer stärkeren Eruption um 7:04 Uhr mit einer Säule von rund 1.000 Metern über dem Gipfel. Diese Aktivitäten zeigen, dass sich der Vulkan in einer anhaltenden eruptiven Phase befindet, die zudem von Domwachstum geprägt ist.

Die indonesischen Behörden halten den Semeru weiterhin auf Alarmstufe III. Das Zentrum für Vulkanologie und Geologische Gefahrenabwehr warnt vor Aktivitäten im Umkreis des Kraters sowie entlang der Abflussrinnen. Besonders gefährdet ist der südöstliche Sektor entlang des Besuk Kobokan, wo sich pyroklastische Ströme und Lavaströme kanalisiert ausbreiten können. Hier gilt ein Sperrradius von 13 Kilometern vom Gipfel.

Zusätzlich wird empfohlen, einen Abstand von mindestens 500 Metern zu Flussufern einzuhalten, da sich heiße Ströme und Lahare auch über größere Distanzen von bis zu 17 Kilometern ausbreiten können. Innerhalb eines Radius von fünf Kilometern um den Gipfel besteht zudem akute Gefahr durch ausgeworfenes, glühendes Gestein.

Trotz der intensiven Aktivität wurden bislang keine unmittelbaren Schäden oder Opfer gemeldet. Dennoch bleibt die Situation angespannt, da der Semeru als einer der aktivsten Vulkane Indonesiens jederzeit weitere gefährliche Ausbrüche erzeugen kann.

Semeru: Pyroklastischer Strom glitt 3,5 km weit

Pyroklastischer Strom am Semeru glitt 3500 m weit – Vulkanasche in 4600 m Höhe

Am javanesischen Vulkan Semeru (Indonesien) ging heute Morgen um 05:27 Uhr WIB ein pyroklastischer Strom vom Lavadom ab, der seit Jahren im Krater des Vulkans wächst. Laut Angaben der Vulkanologen vom VSI erzeugte der Dichtestrom ein seismisches Signal mit einer Amplitude von 22 mm und war 347 Sekunden lang unterwegs. In dieser Zeit legte er eine Strecke von 3500 m zurück, erreichte aber noch nicht ganz den Fuß des Vulkans. Die vom pyroklastischen Strom freigesetzte Aschewolke erreichte eine Höhe von 1000 m über der Gipfelhöhe des Vulkans. Es wurde eine VONA-Warnung herausgegeben, nach der sich Vulkanasche in 4600 m Höhe befindet und nach Osten driftet. Zudem wurden in den ersten 6 Tagesstunden 14 explosive Eruptionen registriert.

Semeru

Neben den 14 Explosionssignalen wurden noch Signale starker Entgasungen und 2 leichte tektonische Erdbeben registriert. Insgesamt ist die Seismizität am Semeru gering. Die Anzahl der explosiven Eruptionen verringerte sich seit Januar deutlich: Gestern wurden noch 61 Explosionen registriert Im Januar waren es mindestens doppelt so viele.

Ein pyroklastischer Strom ist eines der gefährlichsten Phänomene des Vulkanismus. Dabei handelt es sich um ein extrem heißes Gemisch aus Gasen, Asche und Gesteinsfragmenten, das mit hoher Geschwindigkeit den Vulkan hinab rast. Temperaturen können dabei mehrere hundert Grad Celsius erreichen, was diese Ströme besonders zerstörerisch macht.

Dichteströme entstehen meist, wenn es zu einem Abbruch oder Kollaps eines Lavadoms kommt, so wie es am Semeru der Fall war. Sie können auch im Zusammenhang mit starken Ascheeruptionen auftreten, wenn die Eruptionssäule in sich zusammenbricht. Anstatt weiter in die Atmosphäre aufzusteigen, stürzt das Material hangabwärts.

Obwohl der aktuelle Ausbruch zunächst keine direkten Auswirkungen auf umliegende Siedlungen hatte, warnen die Behörden vor möglichen Folgegefahren. Besonders kritisch sind sogenannte Lahare, die entstehen können, wenn starker Regen die frischen Asche- und Gesteinsablagerungen mobilisiert. Diese Schlammströme bewegen sich entlang von Flusstälern und können große Schäden anrichten.

Die Bevölkerung in der Region wurde daher aufgefordert, wachsam zu bleiben und offizielle Hinweise zu beachten. Der Vulkan darf nicht bestiegen werden.

Semeru: Pyroklastischer Strom trifft Lahar

Semeru mit Abgängen von pyroklastischen Strömen und Lahar

Am 3.676 Meter hohen Vulkan Semeru auf Java (Indonesien) gab es gestern, am 7. März, zwei besondere Ereignisse: Am Morgen ging bei bewölktem Wetter ein pyroklastischer Strom ab, der auf halber Vulkanhöhe die Wolkendecke unterlief und geräuschlos sichtbar wurde. Später ereignete sich bei starkem Regen ein Lahar, der 90 Minuten lang aktiv war. Oft folgen die Lahare den Spuren der pyroklastischen Ströme durch die Schluchten am Vulkanhang, wodurch sekundäre Explosionen entstehen können, wenn die Schlammmassen über heiße Ablagerungen der Dichteströme fließen. Ob es sich diesmal wieder so verhielt, ist nicht bestätigt. Offiziell unbestätigt ist auch ein kleinerer Dichtestrom, der heute Morgen um 08:27 Uhr auf der Afar-TV-Livecam sichtbar wurde.

Der pyroklastische Strom gestern manifestierte sich gegen 10:20 Uhr Lokalzeit und ging mit einer Aschewolke einher, die bis über Gipfelhöhe des Vulkans aufstieg. Die genaue Höhe konnte aber nicht festgestellt werden, wie Sigit Rian Alfian, ein Mitarbeiter der Beobachtungsstation Semeru, gegenüber der Nachrichtenagentur Antara erzählte. Auf den Seismogrammen zeichnete sich der Ausbruch durch eine maximale Amplitude von 12 Millimetern und eine Dauer von etwa 4 Minuten und 35 Sekunden ab. Der pyroklastische Dichtestrom – vor Ort oft als Lawine bezeichnet – bewegte sich in südöstlicher Richtung entlang des Besuk Kobokan. Genaue Entfernungen ließen sich wegen der Sichtverhältnisse nicht ermitteln.

Insgesamt wurden am Samstag 86 explosive Eruptionen registriert. Das klingt nach viel, doch tatsächlich gab es noch im Januar etwa doppelt so viele Eruptionen pro Tag. Darüber hinaus gab es zahlreiche Beben, die durch Schuttlawinen und starke Entgasungen verursacht wurden. Es gab einen harmonischen Tremor. Das seismische Signal des Lahars dauerte 90 Minuten. Ob er eventuell wieder Schäden anrichtete, wurde noch nicht kommuniziert.

Die Behörden haben für den Semeru die Alarmstufe III ausgerufen. Es wird dringend empfohlen, jegliche Aktivitäten im südöstlichen Sektor entlang des Besuk Kobokan bis zu 13 Kilometer vom Gipfel zu vermeiden. Auch in einem Umkreis von 500 Metern entlang des Flussufers sollten Menschen vorsichtig sein, da pyroklastische Ströme und Lavaströme bis zu 17 Kilometer weit reichen können. Zusätzlich sollte der Bereich innerhalb von 5 Kilometern um den Krater wegen der Gefahr ausgeworfenen glühenden Materials gemieden werden.

Besondere Vorsicht gilt entlang der Flüsse und Täler, die am Gipfel des Semeru entspringen. Die Behörden warnen vor heißem Material, Lavaströmen und Laharen, die schnell lebensgefährlich werden können.

Semeru: Vulkanausbruch generiert pyroklastische Dichteströme

Signifikante Aktivitätssteigerung am Semeru – Video dokumentiert pyroklastische Ströme

Am Semeru kam es Mitte Februar 2026 zu einer deutlichen Aktivitätssteigerung. Innerhalb weniger Tage wurden zahlreiche pyroklastische Ströme registriert, die teilweise sehr lange aktiv waren und kontinuierliche Ascheemissionen erzeugten. Man kann von einer signifikanten Zunahme der Aktivität bei steigendem Risiko für die Bevölkerung ausgehen. Dennoch beließen die Behörden die Warnstufe unverändert auf „3“.

Heute Morgen ereignete sich um 05:54 Uhr Ortszeit eine Eruption, bei der ein größerer pyroklastischer Dichtestrom entstand, der sich rund sechs Kilometer in südöstlicher Richtung entlang des Flusses Besuk Kobokan bewegte. Die dabei freigesetzte Aschewolke stieg etwa 2.000 Meter über den Gipfel auf und erreichte damit eine Höhe von rund 5.676 Metern über dem Meeresspiegel. Seismografen registrierten eine maximale Amplitude von 25 Millimetern bei einer Dauer von fast vierzig Minuten. Die Afar-TV-Livecam dokumentierte das Ereignis in einem recht langen, aber interessanten Video, das die Front des pyroklastischen Stroms sehr schön im Fokus hielt und zeigt, wie sich ein solcher Dichtestrom entwickelt. Zu berücksichtigen ist, dass er zwar eine große Strecke zurücklegte, im Vergleich zu katastrophalen pyroklastischen Strömen jedoch relativ langsam war und nur wenig Material transportierte.

Nur rund 90 Minuten später folgte eine weitere Eruption. Die Aschesäule erreichte diesmal eine Höhe von 1.500 Metern über Gipfelniveau. Auch diese Eruption ging mit deutlichen seismischen Signalen einher. Die Asche wurde jeweils nach Norden und Nordosten verfrachtet.

Das Darwin Volcanic Ash Advisory Centre warnte zudem vor einer ausgedehnten Aschewolke bis Flugfläche 180, entsprechend rund 5.500 Metern Höhe. Die Asche driftete mit etwa 9 km/h nach Nordosten. Aufgrund dichter Bewölkung war die Wolke auf Satellitenbildern zeitweise nicht eindeutig zu erkennen; Höhen- und Bewegungsangaben stützten sich daher auf Bodenbeobachtungen und Modellrechnungen. Weitere Emissionen gelten als wahrscheinlich.

Auch die seismischen Daten des Vortages belegen die erhöhte Aktivität des höchsten Vulkans der Insel Java: Am 14. Februar wurden die Signale von fünf pyroklastischen Strömen registriert, die bis zu 338 Sekunden lang unterwegs waren. Die pyroklastischen Ströme entstanden durch größere Abbrüche von Lavapaketen am Dom, wodurch sich die Anzahl der täglichen Schuttlawinenabgänge auf 58 reduzierte und sich damit gegenüber den Vortageswerten nahezu halbierte. Eine längere Phase harmonischen Tremors zeugte von verstärkten Fluidbewegungen im Inneren des Vulkans. Heute steigerte sich der Tremor weiter, und es liegt die Vermutung nahe, dass es zu einem verstärkten Lavaaustritt am Dom kommt. Das lässt weitere Abgänge größerer pyroklastischer Ströme wahrscheinlich werden.

Der Vulkan befindet sich weiterhin auf Alarmstufe „3“. Das indonesische Zentrum für Vulkanologie und geologische Gefahrenabwehr rät dringend davon ab, sich im südöstlichen Sektor entlang des Besuk Kobokan im Umkreis von 13 Kilometern vom Krater aufzuhalten. Zudem gilt ein generelles Betretungsverbot in einem Radius von fünf Kilometern um den Gipfel.

Besondere Vorsicht ist entlang der Flusssysteme geboten, da pyroklastische Ströme, Lavaströme und Lahare erhebliche Distanzen zurücklegen können. Die aktuelle Entwicklung bedingt ein sehr hohes Risiko für die Bevölkerung in Vulkannähe, wobei meiner Einschätzung nach pyroklastische Ströme und Lahare auch besiedeltes Gebiet erreichen könnten.