Semeru: Pyroklastischer Strom löste Alarmsirenen aus

Pyroklastischer Strom am Semeru erreichte Basis des Kegels und löste Alarm aus

Am 7. April 2026 hat der indonesische Vulkan Semeru erneut sein eruptives Potenzial unter Beweis gestellt: Am späten Nachmittag gegen 17:30 Uhr Ortszeit (WIB) ging ein pyroklastischer Strom vom Lavadom ab, der sich über eine Strecke von 4,5 Kilometern in südöstlicher Richtung bewegte und entlang des Flusssystems Besuk Kobokan floss. Das Ereignis dauerte mehr als sieben Minuten und löste in den Gemeinden am Fuß des Vulkans Weltuntergangsstimmung aus. Auf den AFAR-TV-Livestreamaufzeichnungen sind heulende Sirenen zu hören, die auf eine akute Gefährdungslage hinweisen.

Pyroklastischer Strom

Der pyroklastische Dichtestrom bewegte sich nicht nur hangabwärts, sondern ließ auch eine Aschewolke aufsteigen, die eine Höhe von 2.000 Metern über dem Gipfel und eine VONA-Warnung beim VAAC Darwin auslöste. Demnach erreichte die Aschewolke eine Höhe von 18.000 Fuß (5600 m) über dem Meeresspiegel. Damit stieg die Eruptionswolke deutlich höher auf als die üblichen 4600 m. Seismometer registrierten ein seismisches Signal mit einer maximalen Amplitude von 27 Millimetern. Die Asche driftete je nach Windrichtung nach Nordosten und Osten ab und beeinträchtigte die Sicht sowie die Luftqualität in der Umgebung.

Bereits am Morgen desselben Tages war es zu Ausbrüchen gekommen. Um 5:30 Uhr wurde eine Aschewolke von etwa 700 Metern Höhe beobachtet, gefolgt von einer stärkeren Eruption um 7:04 Uhr mit einer Säule von rund 1.000 Metern über dem Gipfel. Diese Aktivitäten zeigen, dass sich der Vulkan in einer anhaltenden eruptiven Phase befindet, die zudem von Domwachstum geprägt ist.

Die indonesischen Behörden halten den Semeru weiterhin auf Alarmstufe III. Das Zentrum für Vulkanologie und Geologische Gefahrenabwehr warnt vor Aktivitäten im Umkreis des Kraters sowie entlang der Abflussrinnen. Besonders gefährdet ist der südöstliche Sektor entlang des Besuk Kobokan, wo sich pyroklastische Ströme und Lavaströme kanalisiert ausbreiten können. Hier gilt ein Sperrradius von 13 Kilometern vom Gipfel.

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Zusätzlich wird empfohlen, einen Abstand von mindestens 500 Metern zu Flussufern einzuhalten, da sich heiße Ströme und Lahare auch über größere Distanzen von bis zu 17 Kilometern ausbreiten können. Innerhalb eines Radius von fünf Kilometern um den Gipfel besteht zudem akute Gefahr durch ausgeworfenes, glühendes Gestein.

Trotz der intensiven Aktivität wurden bislang keine unmittelbaren Schäden oder Opfer gemeldet. Dennoch bleibt die Situation angespannt, da der Semeru als einer der aktivsten Vulkane Indonesiens jederzeit weitere gefährliche Ausbrüche erzeugen kann.

Semeru: Pyroklastischer Strom glitt 3,5 km weit

Pyroklastischer Strom am Semeru glitt 3500 m weit – Vulkanasche in 4600 m Höhe

Am javanesischen Vulkan Semeru (Indonesien) ging heute Morgen um 05:27 Uhr WIB ein pyroklastischer Strom vom Lavadom ab, der seit Jahren im Krater des Vulkans wächst. Laut Angaben der Vulkanologen vom VSI erzeugte der Dichtestrom ein seismisches Signal mit einer Amplitude von 22 mm und war 347 Sekunden lang unterwegs. In dieser Zeit legte er eine Strecke von 3500 m zurück, erreichte aber noch nicht ganz den Fuß des Vulkans. Die vom pyroklastischen Strom freigesetzte Aschewolke erreichte eine Höhe von 1000 m über der Gipfelhöhe des Vulkans. Es wurde eine VONA-Warnung herausgegeben, nach der sich Vulkanasche in 4600 m Höhe befindet und nach Osten driftet. Zudem wurden in den ersten 6 Tagesstunden 14 explosive Eruptionen registriert.

Semeru

Neben den 14 Explosionssignalen wurden noch Signale starker Entgasungen und 2 leichte tektonische Erdbeben registriert. Insgesamt ist die Seismizität am Semeru gering. Die Anzahl der explosiven Eruptionen verringerte sich seit Januar deutlich: Gestern wurden noch 61 Explosionen registriert Im Januar waren es mindestens doppelt so viele.

Ein pyroklastischer Strom ist eines der gefährlichsten Phänomene des Vulkanismus. Dabei handelt es sich um ein extrem heißes Gemisch aus Gasen, Asche und Gesteinsfragmenten, das mit hoher Geschwindigkeit den Vulkan hinab rast. Temperaturen können dabei mehrere hundert Grad Celsius erreichen, was diese Ströme besonders zerstörerisch macht.

Dichteströme entstehen meist, wenn es zu einem Abbruch oder Kollaps eines Lavadoms kommt, so wie es am Semeru der Fall war. Sie können auch im Zusammenhang mit starken Ascheeruptionen auftreten, wenn die Eruptionssäule in sich zusammenbricht. Anstatt weiter in die Atmosphäre aufzusteigen, stürzt das Material hangabwärts.

Obwohl der aktuelle Ausbruch zunächst keine direkten Auswirkungen auf umliegende Siedlungen hatte, warnen die Behörden vor möglichen Folgegefahren. Besonders kritisch sind sogenannte Lahare, die entstehen können, wenn starker Regen die frischen Asche- und Gesteinsablagerungen mobilisiert. Diese Schlammströme bewegen sich entlang von Flusstälern und können große Schäden anrichten.

Die Bevölkerung in der Region wurde daher aufgefordert, wachsam zu bleiben und offizielle Hinweise zu beachten. Der Vulkan darf nicht bestiegen werden.

Semeru: Pyroklastischer Strom trifft Lahar

Semeru mit Abgängen von pyroklastischen Strömen und Lahar

Am 3.676 Meter hohen Vulkan Semeru auf Java (Indonesien) gab es gestern, am 7. März, zwei besondere Ereignisse: Am Morgen ging bei bewölktem Wetter ein pyroklastischer Strom ab, der auf halber Vulkanhöhe die Wolkendecke unterlief und geräuschlos sichtbar wurde. Später ereignete sich bei starkem Regen ein Lahar, der 90 Minuten lang aktiv war. Oft folgen die Lahare den Spuren der pyroklastischen Ströme durch die Schluchten am Vulkanhang, wodurch sekundäre Explosionen entstehen können, wenn die Schlammmassen über heiße Ablagerungen der Dichteströme fließen. Ob es sich diesmal wieder so verhielt, ist nicht bestätigt. Offiziell unbestätigt ist auch ein kleinerer Dichtestrom, der heute Morgen um 08:27 Uhr auf der Afar-TV-Livecam sichtbar wurde.

Der pyroklastische Strom gestern manifestierte sich gegen 10:20 Uhr Lokalzeit und ging mit einer Aschewolke einher, die bis über Gipfelhöhe des Vulkans aufstieg. Die genaue Höhe konnte aber nicht festgestellt werden, wie Sigit Rian Alfian, ein Mitarbeiter der Beobachtungsstation Semeru, gegenüber der Nachrichtenagentur Antara erzählte. Auf den Seismogrammen zeichnete sich der Ausbruch durch eine maximale Amplitude von 12 Millimetern und eine Dauer von etwa 4 Minuten und 35 Sekunden ab. Der pyroklastische Dichtestrom – vor Ort oft als Lawine bezeichnet – bewegte sich in südöstlicher Richtung entlang des Besuk Kobokan. Genaue Entfernungen ließen sich wegen der Sichtverhältnisse nicht ermitteln.

Insgesamt wurden am Samstag 86 explosive Eruptionen registriert. Das klingt nach viel, doch tatsächlich gab es noch im Januar etwa doppelt so viele Eruptionen pro Tag. Darüber hinaus gab es zahlreiche Beben, die durch Schuttlawinen und starke Entgasungen verursacht wurden. Es gab einen harmonischen Tremor. Das seismische Signal des Lahars dauerte 90 Minuten. Ob er eventuell wieder Schäden anrichtete, wurde noch nicht kommuniziert.

Die Behörden haben für den Semeru die Alarmstufe III ausgerufen. Es wird dringend empfohlen, jegliche Aktivitäten im südöstlichen Sektor entlang des Besuk Kobokan bis zu 13 Kilometer vom Gipfel zu vermeiden. Auch in einem Umkreis von 500 Metern entlang des Flussufers sollten Menschen vorsichtig sein, da pyroklastische Ströme und Lavaströme bis zu 17 Kilometer weit reichen können. Zusätzlich sollte der Bereich innerhalb von 5 Kilometern um den Krater wegen der Gefahr ausgeworfenen glühenden Materials gemieden werden.

Besondere Vorsicht gilt entlang der Flüsse und Täler, die am Gipfel des Semeru entspringen. Die Behörden warnen vor heißem Material, Lavaströmen und Laharen, die schnell lebensgefährlich werden können.

Semeru: Vulkanausbruch generiert pyroklastische Dichteströme

Signifikante Aktivitätssteigerung am Semeru – Video dokumentiert pyroklastische Ströme

Am Semeru kam es Mitte Februar 2026 zu einer deutlichen Aktivitätssteigerung. Innerhalb weniger Tage wurden zahlreiche pyroklastische Ströme registriert, die teilweise sehr lange aktiv waren und kontinuierliche Ascheemissionen erzeugten. Man kann von einer signifikanten Zunahme der Aktivität bei steigendem Risiko für die Bevölkerung ausgehen. Dennoch beließen die Behörden die Warnstufe unverändert auf „3“.

Heute Morgen ereignete sich um 05:54 Uhr Ortszeit eine Eruption, bei der ein größerer pyroklastischer Dichtestrom entstand, der sich rund sechs Kilometer in südöstlicher Richtung entlang des Flusses Besuk Kobokan bewegte. Die dabei freigesetzte Aschewolke stieg etwa 2.000 Meter über den Gipfel auf und erreichte damit eine Höhe von rund 5.676 Metern über dem Meeresspiegel. Seismografen registrierten eine maximale Amplitude von 25 Millimetern bei einer Dauer von fast vierzig Minuten. Die Afar-TV-Livecam dokumentierte das Ereignis in einem recht langen, aber interessanten Video, das die Front des pyroklastischen Stroms sehr schön im Fokus hielt und zeigt, wie sich ein solcher Dichtestrom entwickelt. Zu berücksichtigen ist, dass er zwar eine große Strecke zurücklegte, im Vergleich zu katastrophalen pyroklastischen Strömen jedoch relativ langsam war und nur wenig Material transportierte.

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Nur rund 90 Minuten später folgte eine weitere Eruption. Die Aschesäule erreichte diesmal eine Höhe von 1.500 Metern über Gipfelniveau. Auch diese Eruption ging mit deutlichen seismischen Signalen einher. Die Asche wurde jeweils nach Norden und Nordosten verfrachtet.

Das Darwin Volcanic Ash Advisory Centre warnte zudem vor einer ausgedehnten Aschewolke bis Flugfläche 180, entsprechend rund 5.500 Metern Höhe. Die Asche driftete mit etwa 9 km/h nach Nordosten. Aufgrund dichter Bewölkung war die Wolke auf Satellitenbildern zeitweise nicht eindeutig zu erkennen; Höhen- und Bewegungsangaben stützten sich daher auf Bodenbeobachtungen und Modellrechnungen. Weitere Emissionen gelten als wahrscheinlich.

Auch die seismischen Daten des Vortages belegen die erhöhte Aktivität des höchsten Vulkans der Insel Java: Am 14. Februar wurden die Signale von fünf pyroklastischen Strömen registriert, die bis zu 338 Sekunden lang unterwegs waren. Die pyroklastischen Ströme entstanden durch größere Abbrüche von Lavapaketen am Dom, wodurch sich die Anzahl der täglichen Schuttlawinenabgänge auf 58 reduzierte und sich damit gegenüber den Vortageswerten nahezu halbierte. Eine längere Phase harmonischen Tremors zeugte von verstärkten Fluidbewegungen im Inneren des Vulkans. Heute steigerte sich der Tremor weiter, und es liegt die Vermutung nahe, dass es zu einem verstärkten Lavaaustritt am Dom kommt. Das lässt weitere Abgänge größerer pyroklastischer Ströme wahrscheinlich werden.

Der Vulkan befindet sich weiterhin auf Alarmstufe „3“. Das indonesische Zentrum für Vulkanologie und geologische Gefahrenabwehr rät dringend davon ab, sich im südöstlichen Sektor entlang des Besuk Kobokan im Umkreis von 13 Kilometern vom Krater aufzuhalten. Zudem gilt ein generelles Betretungsverbot in einem Radius von fünf Kilometern um den Gipfel.

Besondere Vorsicht ist entlang der Flusssysteme geboten, da pyroklastische Ströme, Lavaströme und Lahare erhebliche Distanzen zurücklegen können. Die aktuelle Entwicklung bedingt ein sehr hohes Risiko für die Bevölkerung in Vulkannähe, wobei meiner Einschätzung nach pyroklastische Ströme und Lahare auch besiedeltes Gebiet erreichen könnten.

Semeru: Pyroklastischer Strom am 12. Februar

Pyroklastischer Strom ging am Semeru ab und war 4 Minuten lang unterwegs

Der Vulkan Semeru liegt in Zentraljava und zählt nicht nur zu den aktivsten Vulkanen Indonesiens, sondern führt momentan auch die Rangliste der Feuerberge mit den meisten explosiven Eruptionen an. Seit Jahresbeginn wurden statistisch 299 Eruptionen erfasst, gefolgt vom Ibu, der mit 239 Eruptionen auf Platz zwei liegt.

Tatsächlich waren das jedoch bei Weitem nicht alle Ausbrüche, die vom Semeru ausgingen, denn seismisch werden täglich rund 100 Explosionen registriert, von denen die meisten strombolianischer Natur sein dürften. Darüber hinaus meldete MAGMA/VSI heute den Abgang eines pyroklastischen Stroms, dessen Signaldauer 240 Sekunden betrug und der eine Maximalamplitude von 17 mm aufwies.

Über die Gleitstrecke des Dichtestroms ist bislang nichts bekannt geworden. Innerhalb von vier Minuten kann ein solcher pyroklastischer Strom am Semeru jedoch Strecken zwischen 2 und 3 Kilometern zurücklegen. Größere Ströme können deutlich schneller sein und stellen eine erhebliche Gefahr dar, da sie über die Grenzen des Sperrgebiets hinausgleiten können.

Pyroklastische Dichteströme wirbeln generell große Mengen Staub auf und erzeugen Aschewolken, die den Flugverkehr gefährden können. Aktuell gilt für das Gebiet des Semeru eine VONA-Warnung für Flugfläche 150 (ca. 4600 m Höhe). Die Aschewolke driftete mit einer Geschwindigkeit von 18,5 km/h in Richtung Osten und breitete sich weiträumig aus. Dabei kam es auch zu Ascheniederschlag in bewohntem Gebiet.

Die Ablagerungen pyroklastischer Ströme wirken lange nach: Sie akkumulieren sich zu immer dickeren Schichten, die bei Starkregen in Schlamm verwandelt werden. Dieser kann als Lahar talwärts rauschen und insbesondere in den Flusstälern große Schäden anrichten – so wie es am Semeru immer wieder vorkommt.

Die Vulkanwarnstufe steht auf 3. Es gilt eine permanente Gefahrenzone mit einem Radius von 5 Kilometern um den Krater. Entlang des besonders gefährdeten Flusslaufs des Besuk Kobokan wurde die Sperrzone auf 13 Kilometer ausgedehnt. Die Behörden weisen darauf hin, dass man sich mindestens 500 m von diesem Fluss entfernt aufhalten sollte und dass sich pyroklastische Ströme hier bis zu 17 Kilometer weit bewegen können.

Lahar am Semeru kappt wichtige Straße

Lahar des Semeru unterbricht zentrale Verkehrsverbindung in Lumajang auf Java

Ein massiver Lahar (Schlammstrom) vom Vulkan Mount Semeru hat am Samstag die wichtigste Verbindungsstraße zwischen den Distrikten Pasirian und Tempursari vollständig zerstört. Die rund 20 Meter lange Straßenpassage im Dorf Gondoruso wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag unterspült und brach infolge starker Erosion ein. Seither ist die Strecke weder für Fahrzeuge noch für Fußgänger passierbar.

Brücke

Lahare gehören am Semeru mittlerweile zwar fast zum Alltag, beeinträchtigen das öffentliche Leben nichtsdestotrotz massiv. Besonders nach den Abgängen pyroklastischer Ströme, wie wir sie zuletzt im November sahen, kommt es infolge von starken Regenfällen gehäuft zu den Schlammfluten, die nicht selten Schäden verursachen.

Gegenüber der Lokalpresse schilderte ein Anwohner von Gondoruso, wie er die Katastrophe wahrnahm. Er meinte, dass die Wucht der Lavaflut (Schlammlawine) den Untergrund der Straße regelrecht weggespült habe. „Die Flut war so stark, dass der Boden nachgab. Es gibt kein Durchkommen mehr“, erklärte er vor Ort. Auch die Schutzmauer entlang des Flussufers brach auf einer Länge von etwa 20 Metern, wodurch der Lahar direkt auf Straßen und Felder übertrat.

Durch die Zerstörung der Ufermauer wurden mindestens vier Weiler im Distrikt Pasirian zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Bewohner müssen seither weite Umwege in Kauf nehmen oder flache Flussabschnitte durchqueren, um Nachbargebiete zu erreichen. Im Falle neuer Schlammlawinen ist das lebensgefährlich. Besonders betroffen sind Schulkinder, die ihren Unterricht nur noch mit Hilfe ihrer Eltern erreichen können. Ein Bewohner namens Agus berichtete, dass Eltern ihre Kinder entlang des noch aktiven Laharstroms zur Schule begleiten müssten – ein riskanter und beschwerlicher Weg.

Semeru

Die jüngsten Schäden stehen im Zusammenhang mit der weiterhin hohen Aktivität des Mount Semeru, der allein gestern 96 Mal explosiv eruptierte. Dabei war das Wetter in den Morgenstunden noch gut und die Eruptionen konnten mittels der AFAR-TV-Livecam beobachtet werden, wobei der Livestream auch langanhaltende Explosionsgeräusche übermittelte. Die Eruptionen erzeugten bis zu 700 m hohen Ascheauswurf.

Die indonesische Vulkanologiebehörde PVMBG hält den Alarmstatus Stufe III (Siaga) aufrecht und warnt eindringlich vor Aktivitäten entlang der Flussläufe, die vom Gipfel des Vulkans ausgehen.

Insbesondere die Flüsse Besuk Kobokan, Besuk Bang und angrenzende Nebenarme gelten als hochgefährdet, da sich dort Lava, Schlamm und Geröll über viele Kilometer talwärts bewegen können. Behörden schließen nicht aus, dass bei anhaltenden Regenfällen weitere Infrastrukturschäden entstehen.

Lokale Katastrophenschutzbehörden (BPBD Lumajang) prüfen derzeit den Bau provisorischer Übergänge und haben Anwohner aufgefordert, gefährdete Zonen zu meiden. Priorität haben laut Behörden die Sicherung von Schulwegen sowie die Wiederherstellung grundlegender Mobilität zwischen den Distrikten.

Semeru: Lahar trifft pyroklastischen Strom

Pyroklastischer Strom am Mount Semeru – bestätigter Lahar entlang des Besuk Kobokan

Gestern ging es am Mount Semeru geschäftig her, als es zu mehreren interessanten Ereignissen vulkanischen Ursprungs gekommen ist. Am Sonntagnachmittag bildete sich infolge starker Regenfälle ein Lahar, der durch den Fluss Besuk Kobokan floss. Wenige Stunden später ging dann ein pyroklastischer Strom ab, der über die Südostflanke bis zur Basis des Vulkans glitt.

Der pyroklastische Strom bildete sich nach einer explosiven Eruption am Krater, bei der ein Teil des Lavadomes abbrach. Der pyroklastische Strom legte eine Gleitstrecke von etwa fünf Kilometern zurück und erzeugte ein seismisches Signal von 696 Sekunden Dauer, wie die Vulkanüberwachung bestätigte.

Der explosive Ausbruch ereignete sich gegen 22:25 Uhr Ortszeit. Dabei entstand auch eine bis zu 2000 m hohe Aschewolke Sie driftete in östliche bis südöstliche Richtung.

Am Nachmittag hatte bereits der Lahar für Alarmstimmung gesorgt. Die Seismographen fingen ein entsprechendes seismisches Signal mit einer Amplitude von 35 Millimetern und einer außergewöhnlich langen Dauer von 6.120 Sekunden auf. Dieses Signal wird offiziell als Lahar-Ereignis interpretiert und steht im Zusammenhang mit einer Überschwemmung entlang des Besuk Kobokan. Lahare entstehen, wenn starke Niederschläge lockeres vulkanisches Material mobilisieren und als Schlamm- und Geröllströme die Flusstäler hinabfließen. Auf den Livecams waren wieder sekundäre Explosionen zu sehen gewesen, da die Schlammmassen den gleichen Weg wählten wie die pyroklastischen Ströme im November. Das belegt, wie lange die Ignimbrit-Ablagerungen unter der Oberfläche glühend heiß bleiben.

Der Mount Semeru befindet sich weiterhin auf Alarmstufe III (Siaga). Das Zentrum für Vulkanologie und geologische Gefahrenabwehr (PVMBG) hat die Bevölkerung erneut eindringlich gewarnt:

Im südöstlichen Sektor entlang des Besuk Kobokan sind alle Aktivitäten innerhalb eines Radius von 13 Kilometern vom Gipfel untersagt. Darüber hinaus gilt ein Aufenthaltsverbot im Umkreis von 500 Metern entlang der Flussufer, da sich pyroklastische Ströme und Lahare bis zu 17 Kilometer vom Gipfel ausbreiten können.

Zusätzlich dürfen sich Menschen nicht innerhalb von fünf Kilometern um den Krater- und Gipfelbereich aufhalten, da jederzeit glühendes Gestein ausgeworfen werden kann.

Semeru: Ascheemissionen und sekundäre Explosionen

Sekundäre Explosionen am Semeru. &copy, Afar-TV-Livestream

Zahlreiche Ascheeruptionen sowie sekundäre Explosionen im Flussbett am Semeru

Der indonesische Vulkan Semeru in Ostjava war und ist heute besonders fleißig und erzeugt am laufenden Band Ascheeruptionen. Die größte manifestierte sich morgens um 7:30 Uhr westindonesischer Zeit und ließ eine Aschewolke bis zu 1.000 Meter über dem 3.676 Meter hoch gelegenen Gipfel aufsteigen. Die Aschesäule war hellgrau gefärbt und bewegte sich vorwiegend nach Osten. Insgesamt wurden zwischen Mitternacht und 7:30 Uhr elf Eruptionen mit Aschenwolkenhöhen zwischen 700 und 1.100 Metern registriert. Die seismischen Messungen zeigten eine starke vulkanische Aktivität mit 50 Ausbruchsbeben und sieben Steinschlagbeben in den frühen Morgenstunden.

Das interessanteste Ereignis am Semeru spielte sich heute allerdings nicht an seinem Krater ab, sondern in einem Flusstal am Fuß des Vulkans: Starkregen löste Lahare aus und über die immer noch heißen Ablagerungen der pyroklastischen Ströme flossen, die sich Ende November vom Dom lösten. Dabei entstanden abermals sekundäre Explosionen, die an mehreren Stellen Asche-Dampfwolken aufsteigen ließen. Eine bedrohlich wirkende Szene, die von der Afar-TV-Livecam aufgefangen wurde.

Auf Tagessicht wurden gestern 102 seismische Eruptionssignale registriert. Hinzu kamen 20 Abgänge von Schuttlawinen und 2 Tremore. Auf Jahressicht war der Semeru laut Statistik des VSI sogar der aktivste Vulkan des indonesischen Archipels und erzeugte bis jetzt 3078 explosive Eruptionen, gefolgt vom Ibu mit 2690 Ausbrüchen. Ich habe einen Screenshot aus diesem Livestream von einer KI etwas aufpeppen lassen, allerdings ohne die Kernaussage des Fotos zu beeinflussen oder Details, die über den erweiterten Vordergrund hinausgehen, hinzufügen zu lassen.

Der Vulkan ist weiterhin auf Alarmstufe III, weshalb das Vulkanologie-Zentrum (PVMBG) die Bevölkerung vor pyroklastischen Strömen, Lavaströmen und Laharen warnt. Besonders gefährlich sind der südöstliche Bereich entlang des Flusses Besuk Kobokan bis 13 Kilometer vom Gipfel sowie ein 500-Meter-Radius entlang des Flussufers. Aktivitäten sollten im Umkreis von 5 Kilometern um den Krater unbedingt vermieden werden, da dort glühendes Gestein ausgeworfen werden kann.

Die Behörden raten dringend, vorsichtig zu sein und Flüsse und Täler wie Besuk Kobokan, Besuk Bang, Besuk Kembar und Besuk Sat zu meiden, da dort pyroklastische Lawinen und Lahare möglich sind. Die Situation bleibt weiterhin angespannt.

Semeru: Lahare am 13. Dezember richten Zerstörungen an

Schwere Lahare am Semeru richten Zerstörungen an – Warnungen gab es bereits Tage zuvor

Am Vulkan Mount Semeru auf der indonesischen Insel Java sind heute erneut schwere Lahare niedergegangen. Lang anhaltender Starkregen mobilisierte große Mengen lockeren vulkanischen Materials, das sich infolge der pyroklastischen Ströme vom November auf den Flanken des höchsten Berges Javas abgelagert hatte, und verwandelte es in Schlamm, vermischt mit Felsbrocken und Baumstämmen. Mit hoher Geschwindigkeit rauschten die Lahare durch mehrere Flusssysteme und richteten in den umliegenden Tälern Schäden an.

Besonders betroffen waren die Einzugsgebiete der Flüsse Besuk Kobokan, Regoyo, Rejali und Lanang. In einigen Ortschaften wurden Verkehrsverbindungen unterbrochen, Brücken beschädigt und Zufahrtswege blockiert. Einsatzkräfte meldeten meterhohe Ablagerungen aus Schlamm und Geröll, die Wohnhäuser, landwirtschaftliche Flächen und öffentliche Einrichtungen in Mitleidenschaft zogen. Besonders hart traf es das Dorf Jugosari, wo 20 Gebäude – darunter eine Moschee – stark beschädigt bzw. zerstört wurden, so dass sie unbewohnbar geworden sind. Anwohner wurden aufgefordert, Flussläufe zu meiden und sich auf weitere Abgänge einzustellen.

Die aktuellen Ereignisse kamen nicht überraschend. Bereits Tage zuvor hatten Behörden vor anhaltendem Starkregen am Semeru gewarnt. Die Meteorologische, Klimatologische und Geophysikalische Agentur (BMKG) hatte für weite Teile Ostjavas ein erhöhtes Risiko für Extremwetter prognostiziert. In Reaktion darauf verlängerte der Bromo-Tengger-Semeru-Nationalpark schon am 10. Dezember die Sperrung des Wanderwegs am Semeru. Einen Tag später wurde erneut eindringlich vor Regen und möglichen Sekundärgefahren wie Laharen und Erdrutschen gewarnt.

Der Leiter des Nationalparks betonte, die Sperrung diene ausschließlich dem Schutz von Besuchern und Einsatzkräften. Der Semeru befindet sich weiterhin in einer Phase erhöhter Aktivität und liefert ständig neues Lockermaterial, das bei starken Niederschlägen der Regenzeit jederzeit mobilisiert werden kann.

Aufgrund der angespannten Lage bleibt der Katastrophenschutz in Alarmbereitschaft. Evakuierungen wurden vorbereitet, Hilfsgüter verteilt und gefährdete Flussabschnitte überwacht. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, offizielle Warnungen ernst zu nehmen und sich insbesondere bei Regenfällen von den Flussläufen fernzuhalten. Weitere Lahare gelten angesichts der Wetterlage als möglich, wenn nicht sogar als wahrscheinlich.