Vulkan-News 17.01.22: Piton Fournaise

  • Die Eruption am Piton Fournaise hat gestoppt
  • Der Taal emittiert viel Schwefeldioxid
  • Die Lava des Wolf Vulkans hat fast die Küste erreicht

Piton Fournaise: Tremor gefallen

Staat: Frankreich | Koordinaten: 21.23, -55.71 | Eruption: Flankeneruption

Heute Nacht fiel der Tremor am Piton de la Fournaise (La Réunion) gegen Null und es könnte sein, dass die Eruption vorbei ist. Die letzten Thermalwerte attestierten dem Vulkan eine sehr hohe Strahlung mit über 2000 Mw Leistung. Sie wurden nur 5 Stunden vor Eruptionsende gemessen. Die Lava staute sich am Calderarand und bildete ein recht großes Lavafeld aus. Ob die Eruption endgültig vorbei ist, lässt sich noch nicht sagen. Eine Wideraufnahme der Tätigkeit liegt im Bereich des Möglichen.

Die Eruption begann am 22. Dezember und war der 2. Ausbruch im Jahr 2021. In manchen Jahren schaffte der Fournaise auch schon 3-4 Eruptionen.

Taal: Hoher Schwefeldioxid-Ausstoß

Staat: Philippinen | Lokation: 14.002; 120.99 | Eruption: Fumarolisch

Mit dem philippinischen Taal steht ab und an ein weiterer großer Calderavulkan in den Schlagzeilen. In den letzten 24 Stunden emittierte er wieder sehr viel Schwefeldioxid: laut Phlivolcs waren es 9337 Tonnen. Allerdings wurden keine vulkanotektonischen Erdbeben gemessen. Seit Oktober letzten Jahres wird im gesamten Caldera-Bereich Deflation registriert. Trotz des hohen Schwefeldioxid-Ausstoßes sieht es derzeit nicht danach aus, dass sich eine größere Eruption anbahnt.

Wolf emittiert extreme Wärmestrahlung

Staat: Ecuador | Koordinaten: 0.032-91.332 | Eruption: Spalteneruption

Der Galapagos-Vulkan Wolf stößt immer noch ordentlich Lava aus. MIROVA detektiert eine extrem hohe Wärmestrahlung mit 12230 MW Leistung. Auf einem Sentinel-Satellitenfoto erkennt man, dass 2 Arme des Lavastroms aktiv sind. Der Haupt-Arm hat sich der Küste bis auf gut 3000 m angenähert. Sollte die Aktivität anhalten, wird es wahrscheinlich zu einem Ocean Entry kommen. Für die Meeresbewohner wäre das eine Naturkatastrophe, denn die Gase aus der Lava kontaminieren das Wasser.

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