
Aktivitätsanstieg am Vulkan Gunung Ili Lewotolok: Behörden warnen vor Gefahren
Der Vulkan Gunung Ili Lewotolok auf Lembata in Indonesien zeigt seit Anfang des Jahres eine deutliche Zunahme seiner vulkanischen Aktivität. Es kommt zu zahlreichen strombolianischen Eruptionen und seit gestern zu einem Lavaüberlauf aus dem Gipfelkrater, der einen Lavastrom generiert. Die jüngste Eruption heute Morgen schickte eine Aschesäule bis auf 500 Meter Höhe über den Krater und löste eine VONA-Warnung beim VAAC Darwin aus. Auch das indonesische Vulkanologie- und Katastrophenschutzzentrum berichtet über die Aktivität und spricht Warnungen vor einer möglichen Eskalation der Situation aus.
Die seismischen Messungen registrierten in den vergangenen Tagen ca. 900 unterschiedliche Erdbebensignale täglich. Mehr als 500 dieser Signale wurden gestern von explosionsartigen Entgasungen verursacht, 277 Beben zeugten von Eruptionen. Das stärkste Signal hatte eine maximalen Amplitude von 34 Millimetern und eine Dauer von 100 Sekunden.
Die Aktivität steigerte sich seit dem 5. Januar sprunghaft. Neben den beschrieben Erdbebensignalen werden auch zahlreiche Tremorphasen registriert, die von starken Fluidbewegungen im Fördersystem verursacht werden.
Die Warnstufe für Gunung Ili Lewotolok steht weiterhin auf Level II (Waspada, deutsch: Vorsicht). Die Behörden appellieren an die Bevölkerung und Besucher, den Sicherheitsbereich mit einem Radius von mindestens 2 Kilometern um den Krater sowie bestimmte angrenzende Sektoren im Umkreis von 2,5 Kilometern strikt zu meiden.
Besonders gefährdet sind die südlichen, südöstlichen, westlichen und nordöstlichen Sektoren, wo vermehrt mit pyroklastischen Strömen und Gesteinsabbrüchen gerechnet wird. Die Bevölkerung wird eindringlich gebeten, Ruhe zu bewahren und sich auf mögliche weitere Eruptionen einzustellen. Die typischen Geräusche von Grollen oder Explosionslauten aus dem Krater sollten nicht zu Panik führen, da sie natürliche Zeichen einer aktiven Vulkanphase sind.
Der Vulkan Ili Lewotolok hat sich in den letzten Jahren immer wieder mit Ausbrüchen bemerkbar gemacht. Nach einer vergleichsweise ruhigen Phase im Jahr 2024 wurde seit Mitte 2025 eine neue Aktivitätsphase mit mehreren Eruptionen und Aschewolken registriert. Experten beobachten die Situation mit großer Aufmerksamkeit, da die anhaltende seismische Unruhe Hinweise auf eine weiterhin instabile Magmabewegung gibt.
Die indonesischen Behörden raten dringend, die Sicherheitsvorkehrungen ernst zu nehmen und Warnungen zu beachten, um Gefahren für Menschenleben und Infrastruktur zu minimieren.