Erhöhte Unruhe am Vulkan Taal – Anstieg der Seismizität kündigt phreatische Eruption an
Am Taal-Vulkan auf den Philippinen ist es in den letzten 24 Stunden zu einem erneuten Anstieg der seismischen Aktivität gekommen. Wie das Philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (PHILVOLCS) mitteilte, wurden innerhalb von 24 Stunden 23 vulkanische Tremorphasen registriert, die jeweils eine Dauer von zwei bis drei Minuten hatten. Diese seismischen Signale treten typischerweise einige Tage bis Stunden vor einer phreatischen Explosion auf, so wie wir sie in den letzten Monaten häufiger sahen.

Darüber hinaus verzeichneten die Messstationen am 25. Januar elf vulkanische Erdbeben, nachdem am Vortag bereits neun weitere Ereignisse aufgezeichnet worden waren. Damit setzt sich eine Phase zunehmender seismischer Unruhe fort, nachdem die Aktivität in den Tagen zuvor deutlich geringer ausgefallen war.
Laut PHILVOLCS zeigten die Überwachungsdaten zwischen dem 12. und 23. Januar eine vergleichsweise ruhige Phase mit lediglich 25 vulkanotektonischen Erdbeben und zehn Tremor-Signalen innerhalb von zwölf Tagen. Der jüngste Anstieg stellt somit eine signifikante Abweichung vom vorherigen Trend dar.
Vulkanologen erklärten, dass vulkanische Erdbeben durch Prozesse im Inneren eines aktiven Vulkans verursacht werden und sich durch charakteristische seismische Muster, Amplituden und Wellenperioden auszeichnen. Bei Tremor handelt es sich hingegen um kontinuierliche Signale mit niedrigen Frequenzen, die auf die Bewegung von Fluiden wie Gasen oder hydrothermalen Lösungen im Untergrund hinweisen können.
Neben den Erdbebensignalen ergaben die jüngsten Messungen, dass der Taal rund 271 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag emittiert. Diesen Wert stufen die Vulkanologen als schwache Gasemission ein.
In den vergangenen Wochen gab es am Taal mehrere phreatische Eruptionen, die von Dampf angetrieben wurden. Sie folgten alle dem gleichen Muster, wie es sich jetzt wieder ankündigt.
Neben dem Taal ist auf den Philippinen der Mayon weiterhin aktiv und baut an seinem Lavadom. Täglich gibt es zahlreiche Schuttlawinen und Abgänge pyroklastischer Dichteströme, bei denen Aschewolken entstehen, die beim VAAC Tokio VONA-Warnungen auslösen. Heute gab es drei dieser Warnungen.