Serie strombolianischer Eruptionen am Vulkan Ili Lewotolok auf Lembata – typische Glutspuren fotografiert
Der indonesische Vulkan Ili Lewotolok liegt auf der Insel Lembata und ist am Dienstag, dem 27. Januar 2026, erneut aktiv gewesen. Innerhalb eines Tages registrierten die Behörden mehrere strombolianische Ausbrüche, die glühende Tephra und Vulkanasche hervorbrachten. Außerdem wurde eine deutlich erhöhte seismische Aktivität registriert. Die Eruptionen verdeutlichen, dass der Vulkan weiterhin unruhig ist und aufmerksam überwacht werden muss.
Der erste Ausbruch des Tages ereignete sich heute Nacht um 1:01 Uhr WITA. Dabei stieg eine Eruptionssäule rund 200 Meter über den Gipfel des Vulkans auf, der sich auf etwa 1.423 Meter über dem Meeresspiegel erhebt. Die Wolke driftete ostwärts und brachte nicht nur Asche hervor, sondern auch rotglühende Tephra, die auf lange belichteten Aufnahmen die typischen Glutspuren strombolianischer Eruptionen zeigte. Seismographen zeichneten ein starkes Signal mit einer maximalen Amplitude von 23 Millimetern und einer Dauer von 36 Sekunden auf.
Tagsüber gab es mehrere vergleichbare Eruptionen, die allerdings keine expliziten Meldungen beim VSI/Magma auslösten. Wahrscheinlich, weil der Vulkan entweder in den Wolken hing oder weil die Eruptionen tagsüber unspektakulär ausschauten. Doch von den Eruptionen zeugten seismische Ausbruchssignale, von denen im Tagesverlauf 103 registriert wurden. Dazu gesellten sich 422 Signale starker Entgasungen sowie ein flaches und ein tiefes vulkanotektonisches Erdbeben sowie zwei weiter entfernte tektonische Beben. Diese Daten deuten auf anhaltende Bewegungen von Magma und Gasen im Untergrund hin, ohne Hinweise auf eine evtl. Eskalation der Situation zu liefern.
Am Abend folgten zwei weitere Ereignisse. Um 20:46 Uhr wurde ein Ausbruch ausschließlich seismisch registriert, ohne sichtbare Ascheemission. Nur wenige Minuten später, um 20:53 Uhr, kam es erneut zu einer Eruption mit einer etwa 200 Meter hohen, grauen Aschesäule mittlerer bis hoher Intensität, die ebenfalls nach Osten zog.
Der Ili Lewotolok ist ein aktiver Schichtvulkan, der seit Jahren immer wieder durch explosive Eruptionen und Lavaausflüsse auffällt. Die Behörden halten daher an der Empfehlung fest, einen Sperrradius von drei Kilometern um den Krater einzuhalten. Besonders in mehreren Sektoren besteht Gefahr durch Lawinen, pyroklastische Ströme und Ascheregen.
