Gamalama auf Ternate ausgebrochen

Auf der indonesischen Insel Ternate ist nun auch noch der Vulkan Gamalama ausgebrochen. Er eruptiert Aschewolken, die laut VAAC Darwin eine Höhe von 2,3 km erreichen. Ternate ist eine kleine Vulkaninsel westlich der größeren Insel Halmahera gelegen. Bis zum erdbebengebiet auf Sulawesi sind es ca. 450 km Luftlinie. Damit liegt der Gamalama auch noch in der Entfernung zum Epizentrum des Erdbebens, von der man annimmt, dass starke Erdstöße Vulkanausbrüche auslösen können. Die Seismogramme des Gamalama waren in den letzten Monaten unruhig, wurde vom VSI aber nicht weiter interpretiert. Die Seismik ist heute offline.

Soputan eruptiert weiter

Der Soputan auf Sulawesi war am Samstag Abend ausgebrochen. Auch heute noch speit er Asche in die Luft.  Die Aschewolken erreichen aktuell eine Höhe von 5 km ü.NN. Zudem wird rotglühende Tephra gefördert.

Es wurde eine 4 km Sperrzone etabliert, die im Westen des Vulkans auf 6,5 km erweitert wurde. Dort ist die Gefahr von pyroklastischen Strömen am Größten.

In den Medien werden beide Vulkanausbrüche mit dem starken Erdbeben bei Palu  auf Sulawesi in Verbindung gebracht. Zudem kursieren Meldungen, die auch noch den Anak Krakatau mit einbeziehen. Dieser Vulkan ist allerdings bereits seit Mitte Juni aktiv. Allerdings gab es vor der Eruption des Anak Krakataus mehrere moderate Erdbeben vor der Südwestküste Sumatras. Die These, dass starke Erdbeben Vulkanausbrüche auslösen können, ist nicht zweifelsfrei bewiesen. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass dem so ist.

Ich persönlich halte es für wahrscheinlich, dass die beiden aktuellen Eruptionen in Indonesien durch das Erdbeben getriggert wurden. Allerdings wird das Magma bereits in den Fördersystemen der Vulkane gestanden haben und das Erdbeben wird das Fass zum Überlaufen gebracht haben. Aber wie gesagt, das sind Spekulationen und keine wissenschaftliche Fakten.

Auf Halmahera liegen auch die daueraktiven Vulkane Dukono und Ibu. Bisher wurde von ihnen keine erhöhte Aktivität gemeldet.

Palu: Opferzahlen steigen weiter

Nach dem katastrophalen Erdbeben auf Sulawesi spitzt sich die humanitäre Lage weiter zu: Obwohl erste Hilfslieferungen eintreffen, sind große teile der Bevölkerung schlecht versorgt. Es fehlt an Trinkwasser, Nahrung, Medikamenten und Unterkünften. Inzwischen wurden mehr als 1400 Todesopfer bestätigt. 66.000 Häuser wurden zerstört, entsprechend viele Familien sind obdachlos. Insgesamt sollen mehr als 300.000 Menschen von der Katastrophe betroffen sein.

Soputan: Eruption auf Sulawesi

Nach dem verheerenden Erdbeben kam es nun zu einem starken Vulkanausbruch auf Sulawesi: Der Soputan eruptierte explosiv und schickte eine Aschewolke bis auf einer Höhe von 8300 Metern. Soputan liegt im Norden von Sulawesi, ca. 400 Kilometer von der Erdbebenregion bei Palu entfernt. Damit liegt er noch in der Entfernung zum Epizentrum des Erdbebens, von dem man annimmt, dass starke Erdbeben Vulkanausbrüche auslösen können. Soputan ist bekannt für seine spontanen Explosionen, denen oft Domwachstum folgt. Weitere Vulkane in der Region sind der Doppelvulkan Lokon-Empung und die Vulkaninsel Karangetang.

Kerinci weiterhin aktiv

Mit dem Kerinci ist ein weiterer Vulkan Indonesiens aktiv geworden. Er liegt auf Sumatra und ist der höchste Vulkan des Archipels. Das VAAC Darwin meldet Vulkanasche in einer Höhe von 4700 Metern. Der Vulkan war am Freitag mit einer vergleichbaren Ascheeruption erwacht.

Anak Krakatau eruptiert Lavastrom

Der Vulkan in der Sundastraße zwischen Sumatra und Java eruptiert kleine Aschewolken, die bis in einer Höhe von 2300 Metern aufsteigen. Auf dem Sentinel-Satellitenfoto von Gestern ist zu sehen, dass Lavaströme den Ozean erreichen. Die Seismik sieht so aus, als würde der Paroxysmus zu Ende gehen und wieder mehr explosive Tätigkeit einsetzten.

Zwei Vulkane auf Papua Neuguinea aktiv

Auf Papua Neuguinea eruptieren derzeit die beiden Inselvulkane Kadovar und Manam kleinere Aschewolken. Diese steigen bis zu 2 km hoch auf. Beide Inselvulkane liegen in der Bismarck-See vor der Nordküste von PNG. Es hat den Anschein, als wären die Vulkane entlang des Inselbogens von Indonesien und Papua Neuguinea momentan besonders aktiv. Das Gleiche gilt für die Seismik der gleichen Regionen. Kaum ein Tag ohne moderate bis starke Erdbeben.

Ätna mit erhöhter Seismik

Auch bei uns in Europa gibt es einen Vulkan mit reger seismischer Tätigkeit: Am Ätna auf Sizilien bebt dieser Tage die Erde besonders häufig. Die Erdbebenkarte der letzten 7 tage verdeutlicht dies. Die meisten Erdstöße haben Magnituden kleiner als 3 und dürften mit Magmabewegung im Untergrund assoziiert sein. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Vulkanausbruch statt findet. Auf dem aktuellsten Sentinel-Foto sieht man 3 heiße Förderschlote: 2 in der Bocca Nuova und einer im Neuen Südostkrater. Dort steht das Magma hoch im Fördersystem. Aus der Bocca Nuova wurden vor wenigen Tagen kleinere Eruptionen gemeldet. Der Nordostkrater scheint derzeit still zu sein.

Manam: größere Eruption

Am Vulkan Manam vor der Nordküste von Papua Neuguinea ist scheinbar eine größere Eruption im Gange. Seit heute Nacht verzeichnet MIROVA eine sehr hohe thermische Strahlung in Höhe von 7135 MW. Das VAAC Darwin verzeichnet Vulkanasche in 3 km Höhe. Sehr wahrscheinlich fließt Lava über die Flanke des Vulkans. Es ist auch möglich, dass pyroklastische Ströme generiert werden. Weitere Infos folgen, sobald sie vorliegen.

Erst im August hatte sich am Manam ein größerer Vulkanausbruch ereignet. Mehrere Dörfer an der Flanke des Vulkans wurden daraufhin evakuiert. Teile der Insel könnten unbewohnbar geworden sein. Mit weiteren Eruptionen ist zu rechnen.

Fuego: Steigerung der Aktivität

Der Vulkan Fuego in Guatemala ist wieder mal besonders munter. Gestern erzeugte er zwischen 5 und 7 Explosionen pro Stunde. Vulkanasche stieg bis zu 4700 m ü.NN. auf, glühende Tephra wurde 200 m hoch ausgeworfen. Es wurden Schuttlawinen auf der Vulkanflanke ausgelöst. Seit dem katastrophalen Ausbruch im Juni dieses Jahres gab es keine Paroxysmen mehr, dafür scheint die alltägliche Aktivität relativ stark zu sein. Es lässt sich allerdings nicht ausschließen, dass sich die Aktivität wieder steigern wird. Ein katastrophaler Ausbruch ist jeder Zeit möglich, auch wenn nicht wahrscheinlich.

Pacaya: strombolianische Eruptionen

Mit dem Pacaya ist ein 2. Vulkan Guatemalas aktiv. Am Gipfelkrater werden strombolianische Eruptionen generiert. Tephra wird bis zu 50 m hoch geschleudert. In Richtung Cerro Chino fließt ein Lavastrom, der eine Länge von 200 m erreicht. Dieser Lavastrom sollte von der Aufstiegsroute aus sichtbar sein. Die Lavaströme, die Anfang des Jahres am Pacaya flossen, konnte man nur von einem entlegenen Aussichtspunkt aus sehen. Aufgrund von räuberischen Banden, die auf der Südseite des Vulkans aktiv sind, war es nicht ratsam sich den Lavaströmen zu nähern.

Fidschi: Erdbeben Mw 6,6

Das Archipel von Fidschi wurde wieder durch ein tiefes Erdbeben erschüttert: der Erdstoß hatte eine Magnitude von 6,7, lag aber in 557 km Tiefe, so dass die Auswirkungen an der Erdoberfläche gering blieben. Fidschi wurde in den letzten Wochen von einer ungewöhnlich heftigen Serie tiefer Mantelbeben heimgesucht.

Kreta: Erdbeben Mw 4,9

Vor der Südküste der griechischen Insel Kreta gab es ein moderates Erdbeben der Magnitude 4,9. Das Hypozentrum lag in 70 km Tiefe. Auch hier dürfte sich da Erdbeben an der Oberfläche kaum ausgewirkt haben. In der Region häufen sich derzeit vergleichbare Erdbeben.

Peloponnes: Schwarmbeben vor der Küste

Vor der Südwestküste der griechischen Halbinsel Peloponnes bebte die Erde häufig. Das Schwarmbeben hat Magnituden zwischen 3,6 und 2,1. Die Hypozentren liegen zwischen 12 und 1 km tief. Nächst gelegener Ort ist Methóni. Hier leben ca. 1200 Menschen.

Sulawesi: weitere Nachbeben

Die indonesischen Insel Sulawesi wurde von weiteren moderaten Nachbeben erschüttert. Die Opferzahlen nähern sich der 900er Marke an. Doch es dürfte noch weitaus mehr Opfer geben. Zahlreiche Personen werden vermisst. Sie könnten von den Tsunami-Wellen aufs Meer hinausgezogen worden sein, oder unter Trümmern begraben liegen. Mehrere kleine Orte sind noch von der Außenwelt abgeschnitten. Hier hat das Leichenzählen noch gar nicht angefangen. Da Beben stellt auf jeden Fall eine stärkere Katastrophe dar, als die Erdbeben von Lombok, die erst wenige Wochen her sind. allerdings erhielt die Katastrophe dort mehr mediale Aufmerksamkeit, da Lombok bei Touristen beliebt ist. Geowissenschaftler rekonstruieren gerade das tektonische Geschehen auf Sulawesi. Warum ein Tsunami entstand ist bisher unklar, da es sich bei der Palu-Koro-Störung überwiegend um eine Blattverschiebung handelt, an der sich die Erde nicht (oder nur gering) vertikal verschiebt. Unklar ist auch, warum die Tsunami-Warnung aufgehoben wurde, bevor die Wellen in Palu eintrafen und warum keine Sirenen warnten.

Popocatepetl: Asche auf Mexiko-Stadt

Ein Ausbruch des Popocatepetl sorgt für Aufregung in Mexiko Stadt. In einigen Bezirken der Hauptstadt rieselte Vulkanasche vom Himmel. Das VAAC Washington registrierte Vulkanaschen in 6,3 km Höhe. Da der Popocatepetl selbst fast 5500 m hoch ist, erreichte demnach die Aschewolke eine Höhe von gut 800 m über den Krater. Einige Quellen geben die Höhe der Aschewolke mit 1200 m an. Auf dem Foto rechts erkennt man aber, dass die Vulkanasche weitaus höher aufstieg. Ein aktueller Bericht der örtlichen Vulkanologen liegt noch nicht vor.

Bereits am 28. September gab es laut CENAPRED eine Eruption, die mehr als 2 Stunden anhielt. Zudem wurden 183 Exhalationen registriert. Die Hauptstadt liegt ca. 50 km vom Vulkan entfernt. Ein großer Vulkanausbruch könnte Mexiko City durchaus stark beeinflussen.

Anak Krakatau: neuer Paroxysmus wahrscheinlich

Update 10:30 Uhr: Inzwischen registriert MIROVA eine sehr hohe Thermalstrahlung von 1407 MW. Es kann davon ausgegangen werden, dass Lava die Küste erreicht hat. Ein Paroxysmus ist im Gange!

Originalmeldung: Nach einigen Tagen moderater Aktivität steigert Anak Krakatau selbige wieder. Auf dem Seismogramm von VSI erkennt man wieder kontinuierlichen Tremor. MIROVA registriert eine hohe thermische Strahlung von 394 MW. Diese Daten deuten darauf hin, das es einen neuen Paroxysmus gibt. Sehr wahrscheinlich wird permanent Asche gefördert. Lavaströme könnten sich auf den Weg Richtung Meer gemacht haben.

Piton de la Fournaise: Eruption hält an

Die Eruption des Piton de la Fournaise auf La Réunion geht weiter, allerdings auf einem leicht reduzierten Niveau. Der Tremor ist stabil, allerdings hat die thermische Strahlung nachgelassen. Gestern wurden zunächst 518 MW registriert, später nur noch 49 MW. Dieser Wert könnte allerdings durch eine starke Bewölkung verfälscht worden sein. Ich gehe davon aus, dass die Förderrate kleiner 3 Kubikmeter pro Sekunde beträgt. Die Eruption verläuft so, wie viele andere kleinere Ausbrüche des Fournaise. Dieser bricht mehrmals im Jahr aus und baut so seinen Druck ab. Nach längeren Eruptionspausen können durchaus starke Vulkanausbrüche generiert werden.

Kerinci mit Aschewolke

Auf der indonesischen Insel Sumatra ist der Vulkan Kerinci ausgebrochen. Das VAAC Darwin registrierte eine Aschewolke in 4,7 km Höhe. News-Berichte über einen Ausbruch liegen derzeit nicht vor. Der 3805 m hohe Stratovulkan Kerinci ist der höchste Vulkan Sumatras. Die letzte Aschewolke wurde hier im Juli 2018 gemeldet. Der letzte größere Ausbruch fand 2016 statt. Ob es einen Zusammenhang mit der aktuelle Eruption und dem Erdbeben auf Sumatra gibt ist unklar. Der Vulkan ist mehr als 1400 km vom Epizentrum des Erdbebens entfernt.

Anak Krakatau: Eruption geht weiter

Gestern registrierte das VSI 463 seismische Eruptionssignale und Tremor mit einer durchschnittlichen Amplitude von 15 mm. Ansonsten war die Seismik relativ unauffällig. Es wurde nur 2 vulkanisch bedingte Erdbeben registriert.

Langila: Eruption auf Papua Neuguinea

In PNG ist ein weiterer Vulkan aktiv geworden. Das VAAC Darwin registriert eine Aschewolke, die vom Vulkan Langila ausging. Sie erreichte eine Höhe von 1,7 km.  Der Vulkan liegt im Westen von PNG und ist somit der 3. Vulkan des Landes welcher derzeit in den Schlagzeilen steht. Die beiden anderen Feuerberge sind Kadovar und Manam. Vom Rabaul/Tavuvur hat man seit längerem nichts gehört, aber es würde mich nicht überraschen, wenn dieser Vulkan bald auch wieder aktiv werden würde.

Ebeko weiterhin aktiv

Der Vulkan Ebeko auf den Kurilen ist weiterhin sehr aktiv und fördert täglich mehrere Aschewolken. Diese steigen bis in einer Höhe von 4,7 km auf. Gestern registrierte das VAAC Tokio 8 Aschewolken, heute waren es bisher 3.

 

Griechenland: Erdbeben Mw 5,2

Vor der Südküste Griechenlands ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 5,2. Das Hypozentrum lag 35 km westlich des Ortes Methóni in 10 km Tiefe. Über Schäden liegen noch keine Meldung vor. Erdstöße dieser Magnitude können bereits moderate Schäden an betagter Bausubstanz verursachen.

South Sandwich-Inseln: Erdbeben Mw 5,7

Östlich des Archipels im Pazifik gab es ein Erdbeben der Magnitude 5,7. Das Hypozentrum lag offshore, in 12 km Tiefe, so dass es wohl ohne weitere Auswirkungen blieb.

Ebeko eruptiert Aschewolken

Der Kurilen-Vulkan Ebeko zeigte sich in den letzten Tagen besonders aktiv. Seit dem 24. September eruptierte er 12 Aschewolken, die vom VAAC Tokio registriert wurden. Demnach stieg die Vulkanasche bis in einer Höhe von 4,7 km auf. Ebeko liegt auf der Insel Paramushir, die nur dünn besiedelt ist. Der Somma-Vulkan ist 1156 m hoch und vom gleichen Typ wie der Vesuv. Seit einigen Wochen ist der Ebeko der aktivste Vulkan der Region. Dieses Jahr wurden bereits mehr als 350 Ascheeruptionen registriert. Diese hohe Anzahl an Explosionen erinnert ein wenig an den Sakurajima in Japan, welcher bis vor 2 Jahren ähnlich aktiv war.

Popocatepetl sehr aktiv

Der mexikanische Vulkan Popocatepetl zeigte sich dieser Tage von seiner besonders aktiven Seite und erzeugte Vorgestern 11 explosive Eruptionen. Gestern wurden immerhin 3 Explosionen registriert, sowie 107 Asche-Dampf-Exhalationen. 430 Minuten harmonischen Tremor und 3 vulkanotektonische Erdbeben rundeten das Tagesmenü ab. Popocatepetl ist der höchste Vulkan Mexikos und derzeit der Aktivste.

Anak Krakatau: Rückgang der Tremor-Amplitude

Der Vulkan in der Sunda-Straße zwischen Sumatra und Java ist weiterhin sehr aktiv. Das VSI verzeichnete gestern mehr als 400 seismische Explosionssignale. Allerdings hat die Tremor-Amplitude deutlich nachgelassen und betrug nur noch 10 mm. Dies könnte bedeuten, dass weniger Magma aufsteigt, als in den letzten Wochen. Die thermische Strahlung ist mit 130 MW immer noch sehr hoch.

Veniaminof mit Lavastrom

Der Vulkan in Alaska macht weiter von sich reden: inzwischen hat der Lavastrom eine Länge von fast 1 km erreicht. Von der Front des Lavastroms steigt eine Dampfwolke aus. Sie entsteht aus der Interaktion der Lava mit Eis und Schnee in der Caldera. Auch vom Gipfelkrater steigt eine Dampfwolke auf. MIROVA registrierte gestern eine thermische Strahlung in Höhe von 203 MW.

Gunung Agung mit kleinen Ascheeruptionen

In den letzten Tagen erzeugt der Gunung Agung auf der indonesischen Insel Bali immer wieder kleine Asche-Dampf-Eruptionen. Die Eruptionswolken steigen einige Hundert Meter hoch auf. Gestern registrierte das VSI 5 solcher Eruptionen. Die Seismik ist mit 3 vulkanotektonischen Erdbeben und eben so vielen tektonischen Erdbeben relativ unspektakulär, zeigt allerdings an, dass sich immer noch Magma im Untergrund bewegt. Das Video stammt von Jacky Zwahlen.

Anak Krakatau eruptiert häufig

Gestern registrierte das VSI 440 seismische Eruptionssignale und Tremor mit einer Amplitude von 40 mm. MIROVA zeigt eine moderate thermische Strahlung von 30 MW an. Dies lässt den Schluss zu, dass derzeit kein größerer Lavastrom gefördert wird, dafür aber häufig strombolianische Explosionen generiert werden. Ich bin gespannt, ob sich in den nächsten Tagen ein weiterer Paroxysmus ereignen wird. In unserer FB-Gruppe „volcanoes and volcanism“ hat sich inzwischen ein beachtliches Portfolio an Fotos und Videos zu diesem Ausbruch angesammelt, die ich aufgrund des aufwendigen Copyright-Managements hier leider nicht alle Teilen kann.

Merapi mit erhöhter Seismik

Und noch ein Vulkan Indonesiens steht heute in den News: Der Merapi ist weiterhin seismisch aktiv und produzierte 9 vulkanisch bedingte Erdbeben, sowie mehrere Signale, die auf Steinschlag hindeuten. Der Dom wächst weiterhin und wird dies wohl noch für eine Weile so weitermachen.

Piton de la Fournaise: Eruption stabil

Im Indischen Ozean geht die Eruption des Piton de la Fournaise weiter. Die thermische Strahlung liegt bei sehr hohen 1058 MW und damit auf dem Niveau der letzten Tagen. Der Lava-Ausstoß dürfte sich nicht großartig geändert haben und bei 3 Kubikmeter pro Sekunde pendeln. Für den 24. September wird die Förderrate zwischen 0,5 und 5,3 Kubikmeter pro Sekunde angegeben. Der Tremor nahm in de letzten 48 Stunden leicht zu.

Manam: Aschewolke registriert

Das VAAC Darwin detektierte am Manam in Papua Neuguinea eine Aschewolke. Diese stiegt bis in einer Höhe von 2,6 km auf. weitere Informationen liegen leider nicht vor. Bereits am Wochenende gab es eine größere Eruption des Vulkans.