In der letzten Woche kam es zu einem Erdbebenschwarm unter dem italienischen Calderavulkan Campi Flegrei. Zwischen dem 17. und 20. September wurden insgesamt 29 Erdbeben vom INGV registriert. Die stärksten Erschütterungen hatten die Magnitude 1,2 und lagen in gut 1 km Tiefe. Die Epizentren lagen östlich von Pozzuoli. Nach mehreren Wochen relativer Ruhe steigerte sich die Seismik deutlich. Im Wochenverlauf registrierte das INGV insgesamt 49 Erschütterungen. Die Inflation liegt bei 6 mm im Monat. Seit 2011 hob sich der Boden um 64,5 cm an. In diesem Jahr hat sich die Inflation um 1 mm gegenüber den Vorjahren verringert. Das Gleiche gilt für die Gastemperatur der Pisciarelli-Fumarole. Sie betrug 114 Grad und ist etwas kühler geworden. Trotzdem bleibt die Lage in der Caldera angespannt.
Campi Flegrei
Die Campi Flegrei (Phlegräischen Felder) liegen am Stadtrand der italienischen Metropole Neapel. Der große Calderavulkan hat das Potenzial katastrophale Supervulkan-Eruptionen zu erzeugen.
Reventador: Anhaltende Ascheeruptionen
Der ecuadorianische Vulkan Reventador ist weiterhin in Eruption begriffen. Das VAAC registrierte mehrere Aschewolken, die bis auf einer Höhe von 4600 m aufstiegen. Das IGEPN berichtet von einer Aschewolke, die bis zu 1000 m über Kraterhöhe aufgestiegen ist und einen kleinen pyroklastischen Strom erzeugte. Thermalaufnahmen enthüllten, dass nicht nur Vulkanasche gefördert wurde, sondern auch glühende Tephra. Auch bei kleineren Eruptionen fällt sie auf die Vulkanflanken und rollt in Form von glühenden Schuttawinen weiter hangabwärts. Mittlerweile hat sich eine richtige Feuerrutsche ausgebildet, wie wir sie vom Stromboli kennen.
Sangay weiterhin aktiv
Mit dem Sangay ist in Ecuador ein zweiter Vulkan aktiv. Die Eruptionen halten seit Mai 2019 an. Auch hier stiegen Aschewolken auf. Sie erreichten eine Höhe von 6700 m über Meereshöhe. Darüber hinaus ist der Sangay effusiv tätig und eruptiert einen zähen Lavastrom. Von seiner Front gehen Schuttströme ab, die gelegentlich die Form von pyroklastischen Strömen annehmen können. Lahare beeinflussen die Bäche und Flüsse im Umfeld des Feuerbergs.
Nevados de Chillán mit Aschewolke
In Chile ist der Nevados de Chillán verhaltensauffällig. Hier wurde zwischen den meteorologischen Wolken eine Aschewolke gesichtet. Ihre Höhe konnte nicht genau ermittelt werden, wurde aber auf 4300 m geschätzt. Nevados de Chillán ist der aktuell aktivste Vulkan Chiles.
Ätna: Tremor hoch
Unter dem sizilianischen Ätna ist der Tremor weiter erhöht und liegt im unteren roten Bereich. Sichtbare Aktivität gibt es scheinbar keine, allerdings zeigte die Thermalcam heute einen heißen Krater im Neuen Südostkraterkomplex. Möglicherweise hatte sich kurz vorher eine strombolianische Eruption ereignet. Das LGS registriert weiterhin eine große Anzahl Infraschall-Ereignisse. Die Quelle dieser Events ist unklar. Die Vorwarnstufe steht auf „orange“.
Campi Flegrei: 4 Beben
Unter dem italienischen Calderavulkan Campi Flegrei ereignete sich heute Nacht ein kleines Schwarmbeben. Es wurden insgesamt 4 Erschütterungen detektiert. Sie lagen im Küstenbereich der Caldera. Im wöchentlichen Bericht des INGV ist von 39 Beben die Rede, die sich in der letzten Juniwoche manifestierten. Die langanhaltende Inflation wurde neu bewertet und betrug seit Januar 6 mm pro Monat. Damit reduzierte sich der Wert um 1 mm gegenüber den letzten Jahren. Dennoch scheint sich weiter Magma unter dem Vulkan zu sammeln.
Piton de la Fournaise: Seismik steigt
In den letzten Tagen stieg die Seismik am Piton de la Fournaise auf der Insel La Réunion. Die Vulkanologen des OVPF sehen die zunehmende Erdbebentätigkeit als Anzeichen dafür, dass Magma unter dem Vulkan aufsteigt. Dafür spricht auch eine erhöhte Kohlendioxid-Emission. Mittelfristig rechnen die Forscher mit dem 3. Vulkanausbruch in diesem Jahr. Das Zeitfenster beträgt Tage-Wochen. Die vorangegangene Eruption war vergleichsweise kurzlebig und dauerte nur 4 Tage.
Auf der Insel freut man sich bereits, da die Corona-Beschränkungen soweit gelockert wurden, dass Einheimische sich wieder frei auf der Insel bewegen können. Bei letzten Ausbruch war das nicht so und die Eruption spielte sich praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab. Wer nun meint, dass man als europäischer Vulkantourist nun wieder eine Chance bekommt La Réunion zu besuchen sollte vorsichtig sein: es gelten immer noch Reisebeschränkungen für die Reisen in französische Überseedepartments. Mindestens wird eine 14. tägige Quarantäne für Einreisende verlangt. Unter Vorlage eines negative COVID-19-Tests verkürzt sie sich auf 7 Tage. Einige Ziele sind weiterhin off limit. Vor Reiseantritt sollte man sich gründlich informieren!
Campi Flegrei: Neues vom Radon
Das INGV Neapel veröffentlichte neue Forschungsergebnisse bezüglich eines speziellen Radon-Isotops, dass oft zur Vorhersage von Vulkanausbrüchen herangezogen wird. An vielen Stellen der Caldera wurden seit 2011 regelmäßig Gasproben gesammelt und auf das Radon Isotop 222 hin untersucht. Man fand heraus, dass die Radon-Konzentration in einem Gebiet stieg, das deutlich größer ist, als die Zone erhöhter Seismizität und Bodenanhebung. Weitere Schlussfolgerungen seitens der Wissenschaftler sind extrem schwammig formuliert. Man könnte sie so interpretieren, dass die Radon-Emissionen im Zusammenhang mit Magmenaufstieg stehen, so wie es in anderen vulkanischen Gebieten ebenfalls der Fall ist. Freilich weiß man immer noch nicht ob- und wann es zu einer Eruption kommen wird. Trotzdem mehren sich die Erkenntnisse, dass es einen aktiven Magmenkörper unter der Caldera gibt.
Stromboli steigert Form
In den vergangenen Tagen war die Aktivität am Stromboli erhöht und der Vulkan präsentierte sich von seiner aktiven Seite. Das LGS berichtete gestern von einem hohen akustischen Druck der Explosionen und kam auf Spitzenwerte von 2 bar. Der aktuelle Bericht steht noch aus, aber ich vermute eine weitere Steigerung der Explosivität. Die Anzahl der Eruptionen war im Berichtszeitraum recht gering: es wurden nur 34 thermale Durchgänge registriert. Der Standardwert liegt bei Hundert. Allerdings funktionierte gestern Abend die LiveCam und einige Mitglieder unserer Facebookgruppe erstellen Screenshots der Aktivität. Demnach müssen die Eruptionen in deutlich kürzeren Intervallen gekommen sein als am Vortag.
Ätna: Puffs aus dem Neuen Südostkrater
Die Situation am Ätna ist quasi unverändert: der Tremor ist erhöht, die Erdbebentätigkeit moderat. Die Beben manifestieren sich unter dem Valle del Bove und der Westflanke des Vulkans. Das LGS registriert weiterhin eine hohe Anzahl an Infraschall-Ereignissen. Ein aktuelles Satellitenbild könnte helfen die Herkunft der Signale zu klären. Anhand der Dampfwolke erkennt man, dass der Dampf in puffartigen Stößen emittiert wird, da die Dampffahne kleine Wolkenknubbel bildet. Der Neue Südostkrater entgast also in explosionsartigen Puffs. Tief im Schlot könnten kleine Eruptionen stattfinden.
Campi Flegrei: Erdbeben
Unter der Campi Flegrei gab es nachts einen kleinen Erdbebenschwarm. Er bestand aus 6 Einzelbeben. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 1,2 und lag in einer Tiefe von 2800 m.
Laguna del Maule: Erhöhung der Alarmstufe
Der chilenische Calderavulkan ist unruhig geworden. SERNAGEOMIN registriert im Südwesten des Vulkans eine Erhöhung der seismischen Aktivität und meldet vulkanotektonische Erdbeben. Die stärkste Erschütterung hatte eine Magnitude von 2,5. Außerdem tritt vermehrt Kohlendioxid aus. Seit 2012 kommt es zu großen Bodendeformationen. Pro Jahr hebt sich der Boden um 22 cm. Um den Bereich wurde eine 2 km Sperrzone etabliert. Laguna del Maule gleicht in vielerlei Hinsicht der italienischen Caldera Campi Flegrei. In Chile stehen auf einmal 4 Vulkane auf „gelb“.
Campi Flegrei: Gasanalyse Bohrloch
Seit Tagen schießt eine Dampfwolke aus dem Bohrloch, dass im Rahmen einer Explorationsbohrung für eine Geothermieanlage in Pozzuoli abgeteuft wurde. Auf Protest besorgter Bürger hin, verordnete der Bürgermeister den Stopp der Arbeiten, bis Wissenschaftler abgeklärt haben, ob von dem Projekt eine Gefährdung für die Anwohner ausgeht. Nun veröffentlichte das INGV die Daten von Gasproben-Analysen: im Wesentlichen werden die gleichen magmatischen Gase gefördert, wie sie aus den natürlichen Fumarolen der Solfatara bekannt sind. Zum größten Teil sind das Kohlendioxid und Wasserdampf. Auf Schwefelgase wurde nicht explizit hingewiesen, doch auch sie dürften in den Gasen der Dampfwolke enthalten sein. Die Forscher entdeckten aber weitere fluide Komponenten im Gas, die einen hohen Salzgehalt aufweisen. Sie stammen sehr wahrscheinlich vom Grundwasser, das so nahe an der Küste vom Meerwasser beeinflusst wird.
Die Ergebnisse lassen den Rückschluss auf 2 Wasserkreisläufe zu: zum einen zirkulieren hydrothermale Tiefenwässer und zum anderen salinares Grundwasser. Bei soviel Wasser im Untergrund drohen dann phreatomagmatische Eruptionen, falls das Magma weiter aufsteigen sollte. Eine abschließende Bewertung der Analysen wurde nicht veröffentlicht. Nun muss sich wohl der Bürgermeister die Frage stellen, ob es gut, oder schlecht ist, dass nicht nur geothermal erhitzter Wasserdampf aus Grundwasser aufsteigt, sondern auch die magmatischen Gase des Hydrothermalsystems, wie man sie von der Solfatara kennt. Ich bin gespannt, ob das Geothermalprojekt tatsächlich fortgesetzt wird.
Ätna: Temor erhöht
Am sizilianischen Ätna stehen die Zeichen eigentlich auf Sturm, obwohl an der Oberfläche alles relativ ruhig zu sein scheint. Seit Wochen gibt das LGS eine „orangene“ Vorwarnstufe heraus. Der Tremor liegt im unteren roten Bereich, auf dem Niveau, dass wir während der Gipfeltätgkeit der vergangenen Monate beobachten konnten. Zudem werden Infraschallsignale registriert, die auf schwache Explosionen hindeuten. Diese könnten sich tief im Schlot des Neuen Südostkraters abspielen, ohne dass man an der Oberfläche etwas davon sieht. Dafür spricht auch die thermische Anomalie, die man auf Satellitenbildern im Infrarotspektrum erkennen kann. Ein schwacher Hotspot ist auch im Nordostkrater zu sehen.
Copahue: Erhöhung der Warnstufe.
Am chilenischen Vulkan Copahue wurde gestern die Warnstufe auf „gelb“ erhöht. SERNAGEOMIN sah sich zu diesem Schritt veranlasst, weil zahlreiche schwache Erdbeben unter dem Vulkan detektiert wurden. Der Vulkan liegt in der Region Biobio und eruptierte zuletzt im Jahr 2016. Somit befinden sich in Chile 3 Vulkane mit der Alarmstufe „gelb“. Neben dem Copahue sind es Nevados de Chillan und Villarrica.
Island: noch mehr Erdbeben
Auf Island bebt es weiterhin fleißig. Besonders die Reykjanes-Halbinsel wird von zahlreichen Erschütterungen heimgesucht. In den letzten 48 Stunden wurden bei Grindavik 239 Erdstöße registriert. Die Meisten hatten geringe Magnituden kleiner als 1. Bisher bleiben die isländischen Medien still und schreiben nicht ausführlich über die Wiederaufnahme des seismischen Aktivität nahe der Blauen Lagune. Doch das IMO gab heute ein kleines Statement auf seiner Website ab: demnach gab es seit dem 30. Mai mehr als 2000 schwache Erschütterungen. Messungen würden nahelegen, dass die Inflation wieder begonnen hat. Es strömt also wieder Magma in den Magmenkörper unter dem Thorbjörn-Vulkan.
Zudem wird von einem Erdstoß der Magnitude 3,4 unter dem subglazialen Vulkan Bardarbunga berichtet. Ein neuer Ausbruch des Vulkans ist allerdings unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher kommt es in den nächsten Monaten zu einer Eruption des benachbarten Vulkans Grimsvötn.
Campi Flegrei: weiterhin Unsicherheit wegen Bohrung
In der Campi Flegrei sorgen sich die Anwohner weiterhin um die Geschehnisse in Bezug auf eine geothermale Exporationsbohrung, die in der vergangenen Woche gestartet wurde. Der Bürgermeister von Pozzuoli stoppte das Projekt, nachdem eine Dampfwolke aufgestiegen war, die die Anwohner verunsicherte. Nun schaltete sich auch der ehemalige Leiter des Vesuv-Observatoriums, Professor Giuseppe Luongo, in die Diskussion um die Sicherheit des Areals ein. Er meinte, dass eine Bohrung von dieser geringen Größenordnung in einem stabilen Hydrothermalsystem nicht von relevanter Bedeutung sei. Allerdings schränkte er die aktuelle Situation mit folgenden Worten ein und befürwortete den Stopp der Bohrung: „Aber wenn der Zustand des Systems nicht bekannt ist oder schlimmer, wenn wir befürchten, dass das System im prekären Gleichgewicht ist, dann müssen Sie sich entscheiden, das Vorsorgeprinzip zu folgen, wie es der Bürgermeister von Pozzuoli getan hat. Wir warten darauf, was Wissenschaftler uns sagen, die am Projekt teilnehmen und was uns der Zivilschutz sagt.“ Scheinbar ist die Besorgnis, dass es in der Campi Flegrei zu einem Ausbruch kommen könnte, noch größer als gedacht.
Klyuchevskoy eruptierte am 10 Juni
Auf der russischen Halbinsel Kamtschatka ist der Klyuchevskoy weiterhin aktiv. Gutes Wetter ermöglicht Livecam Blicke und zeigt anhaltende strombolianische Aktivität, die gestern besonders intensiv war. Bei gelegentlichen größeren Eruptionen erreichte Vulkanasche eine Höhe von 6100 m über dem Meeresspiegel. Die Aschewolken drifteten in südlicher Richtung. MIROVA registrierte eine hohe Wärmestrahlung mit einer Leistung von 878 MW. Eine so hohe Wärmestrahlung wird in der Regel nur von einem Lavastrom oder einem Lavasee emittiert. Hier ist ein Lavastrom aktiv.
Ebeko ist aktiv
Auf der Kurileninsel Pamushir ist der Ebeko heute besonders aktiv. Das VAAC detektierte Wolken aus Vulkanasche. Sie stiegen bis zu 4600 m hoch auf. Eine Wärmestrahlung wird nicht aufgezeichnet. Bei gutem Wetter lässt sich das Geschehen auf der LiveCam beobachten.
Sangay eruptiert pyroklastischen Strom
Am ecuadorianischen Vulkan Sangay löste sich ein pyroklastischer Strom und eine Aschewolke stieg bis auf einer Höhe von 7000 m auf. Die Vulkanasche driftete in westlicher Richtung und ließ Vulkanasche auf bewohntes Gebiet abregnen. Sangay eruptiert seit Monaten fleißig vor sich her. Es wird auch ein Lavastrom gefördert. In den letzten beiden Tagen war die emittierte Wärmestrahlung moderat und betrug maximal 96 MW.
Campi Flegrei: Bohrung gestoppt
Vor 2 Tagen berichtete ich über eine geothermale Explorationsbohrung im Calderavulkan Campi Flegrei. Es sollte ein 150 m tiefes Loch gebohrt werden und eine geothermische Versuchsanlage errichtet werden. Bereits nach kurzer Zeit begann eine Dampfwolke in den Himmel zu schießen, was besorgte Bürger auf den Plan rief, die befürchteten, dass das Ereignis einen Ausbruch triggern könnte. Nun stoppte der Bürgermeister Vincenzo Figliolia die Arbeiten und schickte die Polizei zur Bohrstelle. Diese befindet sich in der Via Scarfoglio im Stadtteil Agnano Pisciarelli. Nur wenige Hundert Meter entfernt liegt die bekannte Fumarole von Piscarelli, die den Vulkanologen als Referenz für die Aktivität des Vulkans dient. Bereits im Jahr 2015 hatte sich der Stadtrat darauf geeinigt, dass keine Bohrungen in dem Gebiet durchgeführt werden sollten. Einige Anwohner zeigen sich nun besorgt, dass der Dampfausstoß nicht mehr zu stoppen sei und man mit einer neuen Fumarole im Hinterhof von Pozzuoli leben müsse. Selbst wenn es sehr unwahrscheinlich ist, dass so eine Bohrung einen Vulkanausbruch auslöst, zeigt das promte Auftreten der Dampfwolke, wie hoch der Druck des hydrothermalen Systems des Vulkans ist.
Karymsky speit Asche
Der Karymsky liegt auf der russischen Halbinsel Kamtschatka und eruptierte in Serie. Laut VAAC Tokio erreichte die Vulkanasche eine Höhe von 5200 m über dem Meeresspiegel. Die Höhe des Vulkans beträgt 1468 Meter. Die Aschewolke ist somit gut 3700 m über Kraterhöhe aufgestiegen. Selbst die russischen Medien sind auf die Eruptionen aufmerksam geworden und berichten darüber. Der Vulkan Karymsky liegt 115 km von Petropawlowsk-Kamtschatski entfernt im zentralen Teil von Kamtschatka. Er ist einer der aktivsten Vulkane der Halbinsel. Das Foto stammt aus dem Archiv.
Ätna: Eruptionswarnung
Das LGS hat heute die automatisch generierte Vorwarnstufe von „gelb“ auf „orange“ angehoben. Es werden zahlreiche Explosionen registriert, sowie eine erhöhte Tremoramplitude.
Pacaya ist heiß
Der Vulkan Pacaya befindet sich nahe der guatemaltekischen Hauptstadt und emittiert heute eine hohe Wärmestrahlung, mit einer Leistung von 108 MW. Sie geht von einem Lavastrom aus, der in nordöstliche Richtung fließt und den Fuß des Kegels erreicht. Somit ist die Lava in Reichweite der Touristen, die vom Parkeingang in San Vincente aus aufsteigen.
Semeru in Eruption
Der indonesische Vulkan Semeru liegt auf der Insel Java. Seit mehreren Monaten ist er aktiver als es in den letzten Jahren üblich war. Bis dahin wurden seine Eruptionen vom langsamen Domwachstum und gelegentlichen Ascheeruptionen dominiert. Jetzt befindet er sich in einem Stadium stärkeren Domwachstums und erhöhter Explosivität. Gestern wurden 80 Eruptionen detektiert. Sie lösten seismische Signale aus, die bis zu 138 Sekunden anhielten und Maximalamplituden von 24 mm erzeugten. Die Vulkanasche stieg bis auf einer Höhe von 4300 m auf. Zudem wurden einige tektonische Erdbeben registriert.
Campi Flegrei und Vesuv: kleine Erdbebenschwärme
Gestern manifestierte sich unter dem italienischen Calderavulkan Campi Flegrei ein kleiner Erdbebenschwarm. Das INGV registrierte 6 schwache Erschütterungen mit Magnituden kleiner als 1. Die Hypozentren lagen in Tiefen kleiner 2 km.
Auch am Nachbarvulkan Vesuv bebte es. Hier wurden 5 Erdstöße registriert. Der Stärkste hatte die Magnitude 1,9 und lag nur 650 m tief.
Campi Flegrei: Neues Schwarmbeben
Der italienische Caldera-Vulkan Campi Flegrei wurde von einem neuerlichen Schwarmbeben erschüttert. Heute Morgen zeichneten die Seismometer des INGVs 21 Beben auf. Sie hatten alle geringe Magnituden kleiner als 1. Die Erdbebenherde lagen in Tiefen zwischen 0,98 und 2,67 km. Die Epizentren streuten in einem bereich östlich und südlich der Solfatara. Einige Beben manifestierten auch direkt unter dem Krater. Der letzte Erdbebenschwarm ereignete sich erst vor 14 Tagen. Es wird davon ausgegangen, dass die Beben durch die Bewegung magmatischer Fluide ausgelöst werden. Das können hydrothermale Tiefenwässer, Gase, oder auch Magma sein.
