Vulkan Mayon: Herabstufung der Alarmstufe

Aktivität am Mayon geht zurück – PHILVOLCS senkt Alarmstufe auf Level 2

Die Aktivität des philippinischen Vulkans Mayon hat in den vergangenen Tagen deutlich nachgelassen. Daher senkte die philippinische Vulkanüberwachungsbehörde heute – am 212. Tag der Eruption – die Alarmstufe von „3“ um eine Stufe auf „2“, was einer moderaten vulkanischen Unruhe entspricht. Die PHILVOLCS-Vulkanologen stellen in ihrem Bulletin aber klar, dass der Vulkan weiterhin aktiv ist und bisher nicht zu seinem Normalzustand zurückkehrte.

Mayon (Archiv)

Der Rückgang der Aktivität begann nach einer Hochphase zwischen dem 11. und 18. Juli 2026. Seitdem ließ die Geschwindigkeit des Domwachstums nach und die zuvor durch das Wachstum ausgelösten Begleitphänomene wie die strombolianischen Ausbrüche, die Förderung der Lavaströme sowie durch Lavakollaps ausgelöste Steinschläge und pyroklastische Dichteströme gingen deutlich zurück. Die aktiven Lavaströme in den Schluchten Mi-isi, Bonga und Basud kamen zum Stillstand. Während der eruptiven Hauptphase erreichten sie maximale Längen von 2,7, 3,2 beziehungsweise 3,8 Kilometern vom Gipfelkrater entfernt.

Mit dem Erliegen der Magmazufuhr verringerte sich auch die Zahl der durch Lavakollaps verursachten Steinschlagereignisse drastisch. Während seit Beginn der Eruption am 6. Januar durchschnittlich 278 Ereignisse pro Tag registriert wurden, waren es seit dem 23. Juli nur noch etwa 12 pro Tag. Insgesamt summiert sich das ausgestoßene vulkanische Material, einschließlich Lava, Blockschutt und pyroklastischer Ablagerungen, auf rund 89 Millionen Kubikmeter.

Auch die seismische Aktivität zeigt einen deutlichen Rückgang. Die Zahl vulkanischer Erdbeben sank von durchschnittlich 57 Ereignissen pro Tag seit Beginn der Eruptionsphase auf etwa 13 Ereignisse pro Tag seit Ende Juli.

Die Entgasung bleibt allerdings erhöht. Der Schwefeldioxid-Ausstoß erreichte am 11. Juni mit durchschnittlich 13.128 Tonnen SO₂ pro Tag einen Rekordwert. Aktuell liegen die Werte weiterhin bei mehreren Tausend Tonnen täglich; am 4. August wurden 2.755 Tonnen pro Tag gemessen. Dies zeigt, dass weiterhin Magma im Untergrund vorhanden ist.

Die Bodenverformung gibt einen weiteren Hinweis darauf, dass der Mayon noch unter Druck steht. Zwar kam es seit Beginn der Eruption zu einer teilweisen Entspannung im Osten und Nordosten des Vulkans, insgesamt bleibt der Kegel aber gegenüber dem Normalzustand aufgebläht.

Die Beobachtungen sprechen für einen deutlichen Rückgang der Tätigkeit, aber nicht unbedingt für ihr Ende. Da sich offensichtlich noch Magma im flachen Speicher befindet, könnte sich die Eruption wieder verstärken oder nach einer Pause in einigen Wochen neu beginnen.

PHIVOLCS warnt deshalb weiterhin vor diversen Vulkangefahren. Die 6-Kilometer-Sperrzone um den Vulkan bleibt bestehen. Besonders gefährlich ist es im Bereich der Schluchten Mi-isi, Bonga und Basud. Auch der Flugverkehr soll den Gipfelbereich meiden, da plötzliche Ascheemissionen eine Gefahr für Flugzeuge darstellen können.

Vulkan Mayon am Tag 194 seiner Eruption

Mayon bleibt hochaktiv – PHILVOCLS reduziert Angaben zur Lavastromlänge

Der philippinische Vulkan Mayon setzt seine überwiegend effusive Eruption auch am 194. Tag in Folge fort. In der Nacht zum Samstag dokumentierte PHIVOLCS erneut strombolianische Explosionen am Gipfelkrater sowie den kontinuierlichen Ausfluss glühender Lava. Alarmstufe 3 bleibt bestehen und bestätigt ein hohes Maß an vulkanischer Unruhe mit der Möglichkeit einer weiteren Eskalation.

Mayon

Die fortlaufenden Messungen registrierten innerhalb von 24 Stunden 180 vulkanisch bedingte Erdbeben, darunter 13 Tremorphasen mit einer Dauer von bis zu 25 Minuten. Hinzu kamen 185 Steinschlagsignale und 18 Signale pyroklastischer Dichteströme, die durch Kollaps an der Front der Lavaströme ausgelöst wurden.

Die Schwefeldioxid-Emission lag zuletzt bei 3.748 Tonnen pro Tag, während eine bis zu 1.800 Meter hohe Dampffahne nach Südosten verfrachtet wurde. Gleichzeitig deuten geodätische Messungen auf eine fortgesetzte Inflation des Vulkangebäudes hin, auch wenn im Nordostsektor kurzfristig Deflation registriert wurde.

Besonders auffällig sind die im aktuellen Datenblatt deutlich nach unten korrigierten Angaben zur Länge der Lavaströme. Noch am Vortag hatte PHIVOLCS ihre Ausdehnung auf 3,8 Kilometer in der Basud-Schlucht, 3,2 Kilometer im Bonga-Graben und 2,1 Kilometer im Mi-isi-Graben beziffert. Im jüngsten Bulletin werden dagegen nur noch 1,5 Kilometer (Basud), 1,8 Kilometer (Bonga) und 2,0 Kilometer (Mi-isi) angegeben.

Diese Diskrepanz überrascht auf den ersten Blick, da sich die vulkanische Aktivität zuletzt sogar intensiviert hat. Möglicherweise handelt es sich nicht um ein tatsächliches Zurückweichen der Lava, sondern um eine Neubewertung der aktiven Fließfronten. Frühere Angaben bezogen sich vermutlich auf den bislang weitesten Fortschritt der inzwischen erkalteten Lavazungen, während nun offenbar nur noch die aktuell aktive, glühende Front vermessen wird. Ein aktuelles Sentinel-Satellitenfoto vom 17. Juli zeigt jedenfalls, dass sich die Lavafront des Stroms im Mi-isi-Gully im Vergleich zum 14. Juli deutlich verlängert hat.

Auch die Luftfahrt blickt mit Aufmerksamkeit auf den Vulkan: Das VAAC Tokyo veröffentlichte heute bereits drei Vulkanaschewarnungen. Auf Satellitenbildern ließ sich zwar keine der Aschewolken eindeutig identifizieren, dennoch bleibt die Situation aufmerksam unter Beobachtung, da Aschewolken den Flugverkehr gefährden können.

Die Sperrzone von sechs Kilometern um den Krater bleibt bestehen. PHIVOLCS warnt weiterhin vor Lavaflüssen, pyroklastischen Strömen, ballistischen Auswürfen, Felsstürzen sowie Laharen bei starken Regenfällen.

Vulkan Mayon: Kollapse an der Lavafront

Vulkanausbruch am Mayon hat sich verstärkt: Kollapse an der Front eines neuen Lavastromarms

Auf der philippinischen Insel Luzon steigerte der Mayon seine Aktivität und fördert mehr Lava als zuvor. Dadurch kommt es vermehrt zu Kollapsereignissen am Lavadom und an den Fronten der drei Lavaströme, wodurch Schuttlawinen und pyroklastische Ströme entstehen, von denen Aschewolken ausgehen. Der Vulkan steht unverändert auf Alarmstufe 3 und es gilt eine 6-Kilometer-Sperrzone.

Mayon

Am 16. Juli wurde eine Eruption registriert, bei der eine Aschewolke bis in eine Höhe von etwa 13.000 Fuß (rund 4.000 Meter) aufstieg und sich in Richtung Südsüdost ausbreitete. Das VAAC Tokio veröffentlichte auch am Folgetag mehrere VONA-Warnungen. Die Satellitendaten des Wettersatelliten Himawari-9 konnten die Aschewolken aufgrund dichter Bewölkung allerdings nicht eindeutig identifizieren und so blieben Höhendaten aus.

Nach Angaben von PHIVOLCS wird aktuell weiterhin Asche emittiert, die durch das Vorrücken und den teilweisen Kollaps der Front eines neuen Arms des Lavastroms in der Mi-isi-Schlucht entsteht. Schwache Winde können leichte Ascheniederschläge in Gemeinden südlich und östlich des Vulkans verursachen. Dieser Lavastrom auf der Südwestflanke ist der kürzeste der drei Lavaströme und seine Front stagnierte lange Zeit bei 1800 m Länge. Nun ist der Mi-isi-Lavastrom 2100 m lang. Die beiden anderen Lavaströme in den Schluchten Basud und Bonga sind weiterhin aktiv, ihre Fronten stagnieren allerdings bei 3,8 und 3,2 Kilometern Länge.

Das seismische Netzwerk von PHILVOLCS registrierte in den letzten 24 Stunden 196 vulkanische Erdbeben, darunter 51 lang anhaltende Tremorphasen, sowie 251 Signale von Steinschlägen und 16 pyroklastische Dichteströme. Die Kraterglut ist weiterhin mit bloßem Auge sichtbar und deutet auf heißes Magma nahe der Oberfläche hin.

Die Schwefeldioxidfreisetzung bleibt erhöht. Am 16. Juli wurden 4814 Tonnen SO₂ pro Tag gemessen. Der Vulkan stößt eine etwa 2000 Meter hohe Gaswolke aus, die überwiegend nach Südwesten driftet.

Die Behörden warnen weiterhin vor dem Betreten der permanenten Sperrzone im Radius von sechs Kilometern um den Krater. Als mögliche Gefahren gelten Lavafontänen, größere Explosionen, pyroklastische Ströme, Steinschläge sowie Lahare bei starken Regenfällen.

Meiner Meinung nach könnte es im Rahmen der Aktivitätsverstärkung sinnvoll sein, die Gefahrenzone auszudehnen, da große pyroklastische Ströme durchaus Entfernungen von mehr als 6 Kilometer zurücklegen können.

Mayon: Signifikante Aktivitätssteigerung am Domvulkan

Vulkan Mayon intensiviert seinen Vulkanausbruch – Domwachstum, strombolianische Eruptionen und pyroklastische Ströme beobachtet

Der philippinische Vulkan Mayon auf Luzon hat seine Aktivität nach den Vorwarnzeichen der letzten Tage gestern deutlich gesteigert. Die zuständige Vulkanüberwachungsbehörde PHILVOLCS-DOST meldete mehrmals am Tag eine Intensivierung des Domwachstums mit zusätzlicher Speisung der Lavaströme, strombolianische Eruptionen und Kollapse, die pyroklastische Dichteströme auslösten. Außerdem gab es Hunderte Erdbeben, die auf weiteren Magmenaufstieg hindeuten. Laut einer VONA-Warnung erreichte Vulkanasche eine Höhe von gut 4000 m. Die Asche stieg deutlich höher auf, als es in den letzten Monaten der Fall war.

Der Vulkan steigerte seine Aktivität am 191. Tag seiner ununterbrochen anhaltenden, überwiegend effusiven Eruption, die neben dem Lavadom im Gipfelkrater 3 permanente Lavaströme hervorbrachte, die durch Abflussrinnen am Hang fließen und zwischen 2,1 und 3,8 Kilometer lang sind. Dem regelmäßigen Vnet-Leser wird aufgefallen sein, dass der kürzeste Lavastrom im Mi-isi-Kanal in den letzten Tagen um 300 m angewachsen ist und nicht mehr bei 1,8 Kilometern stagniert.

Gestern wurden immer wieder strombolianische Eruptionen am Dom beobachtet. Die letzte Meldung stammt vom Abend des 14. Juli, als Kameras erneut mehrere Phasen intensiver Lavaförderung mit strombolianischen Explosionen dokumentierten. Die Aktivität wurde um 20:09 Uhr, 21:13 Uhr, 22:27 Uhr und 22:48 Uhr Ortszeit aufgezeichnet und bestätigte, dass der Vulkan weiterhin große Mengen Magma an die Oberfläche transportiert.

Neben den Lavaströmen entstehen regelmäßig glühende Steinschläge sowie pyroklastische Dichteströme. Diese heißen Gemische aus Gas, Asche und Gesteinsfragmenten gehören zu den gefährlichsten Begleiterscheinungen einer Eruption. Nachdem es in den letzten Wochen nur noch selten zu Abgängen von Dichteströmen kam, steigerte sich ihre Anzahl gestern auf 10.

Darüber hinaus registrierten Seismometer 398 Steinschlagsignale und 187 vulkanische Erdbeben, darunter 43 vulkanische Tremorphasen mit einer Dauer zwischen fünf und 45 Minuten. Der Schwefeldioxid-Ausstoß lag am 14. Juli bei sehr hohen 9.028 Tonnen pro Tag, was auf eine hohe Magmaförderung schließen lässt.

Über dem Krater stieg eine bis zu 1.200 Meter hohe Asche- und Dampffahne auf, die vom Wind nach Ostnordost und Südsüdost verfrachtet wurde. Messungen der Bodendeformation zeigen zudem eine anhaltende Inflation des Vulkangebäudes, lediglich im Nordostsektor wurde kurzfristig eine leichte Deflation festgestellt. Die Aufblähung gilt als Hinweis darauf, dass sich im Untergrund weiterhin Magma ansammelt.

Die Daten und Beobachtungen sprechen für eine deutliche Intensivierung der Eruption, vergleichbar mit der bisherigen Hochphase der Eruption. Die Alarmstufe bleibt auf Alert Level 3. Das Betreten der sechs Kilometer umfassenden permanenten Gefahrenzone ist weiterhin strikt untersagt.

Vulkanausbruch am Mayon erzeugte Aschephase

Aschephase am Mayon nach verstärkter Seismizität – Druck im Fördersystem könnte wieder steigen

Der philippinische Schichtvulkan Mayon bleibt auch am 189. Tag seiner überwiegend effusiven Eruption hochaktiv. Am Morgen des 13. Juli dokumentierten Beobachter des Vulkaninstituts PHIVOLCS kurzlebige Lavafontänen und Ascheemissionen aus dem Gipfelkrater. Darüber hinaus speist der wachsende Lavadom weiterhin Lavaströme, die durch die Schluchten Basud, Bonga und Mi-isi fließen und Längen von bis zu 3,8 Kilometern erreichen. Begleitet wird die Aktivität von Steinschlägen und pyroklastischen Dichteströmen, die lokal als „uson“ bezeichnet werden.

Mayon. © PHILVOLCS-DOST

Am 13. Juli stieg um 01:13 UTC eine Aschewolke bis auf etwa 2,7 Kilometer Höhe über dem Meeresspiegel auf. Aufgrund dichter Bewölkung konnte die Wolke auf Satellitenbildern nicht eindeutig nachgewiesen werden. Livecams dokumentierten jedoch die intensive Fontänenphase, wie sie von den Vulkanbeobachtern vor Ort bezeichnet wurde. Die Aufnahmen zeigen, wie Asche mit relativ hohem Druck aus dem Dom ausgestoßen wird. Zwar wurden auch rotglühende Schlacken gefördert, doch meiner Einschätzung nach war das Geschehen noch weit von einer echten Lavafontäne entfernt, wie sie die Beschreibung des Ereignisses in einem PHIVOLCS-Beitrag in den sozialen Medien suggeriert.

Die geophysikalischen Daten sprechen weiterhin für eine Verstärkung der Eruption, die in den vergangenen Wochen etwas nachgelassen hatte. Innerhalb von 24 Stunden registrierten die Messstationen 92 vulkanotektonische Erdbeben sowie 299 Signale von Steinschlägen. Der Schwefeldioxid-Ausstoß lag zuletzt bei 5.840 Tonnen pro Tag – ein sehr hoher Wert, der deutlich über den Messungen der Vorwoche liegt, als an den meisten Tagen rund 2.000 Tonnen SO₂ emittiert wurden. Ein erster signifikanter Anstieg der Schwefeldioxid-Emissionen wurde bereits am 10. Juli registriert, als mehr als 7.000 Tonnen des vulkanischen Gases gemessen wurden. Einen Tag später verdoppelte sich dieser Wert nahezu auf rund 13.100 Tonnen SO₂. Der hohe Schwefeldioxid-Ausstoß deutet darauf hin, dass vermehrt Magma im Fördersystem aufsteigt oder bereits den Lavadom erreicht. Dadurch steigt auch die Wahrscheinlichkeit größerer pyroklastischer Dichteströme deutlich an.

Zudem zeigen Messungen der Bodenverformung eine kurzfristige Deflation des Vulkangebäudes, während gleichzeitig an der Nordostflanke eine Inflation registriert wird. Auch diese Entwicklung könnte auf eine erneute Intensivierung der Aktivität hindeuten.

Für den etwa 2.460 Meter hohen Vulkan gilt weiterhin Alarmstufe 3, die auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit weiterer explosiver Eruptionen hinweist. Das Betreten der permanenten Gefahrenzone mit einem Radius von sechs Kilometern bleibt untersagt. Auch der Luftverkehr sollte den Gipfelbereich meiden, da jederzeit Ascheeruptionen, stärkere Lavafontänen, ballistische Blöcke oder neue pyroklastische Dichteströme auftreten können. Hinzu kommt während der Regenzeit die Gefahr von Laharen, wenn lockere Asche und vulkanisches Geröll durch starke Niederschläge mobilisiert werden.

Mayon: Warnung vor möglicher Aktivitätssteigerung

Hoher Schwefeldioxidausstoß am Mayon lässt Alarmglocken läuten: Vulkanologen warnen vor möglicher Aktivitätssteigerung

In den letzten Wochen war es um den Mayon relativ ruhig bestellt, was zum einen an einem Aktivitätsrückgang lag, zum anderen an dem schlechten Wetter auf den Philippinen, die von der Regenzeit erfasst wurden. Deshalb gab es kaum visuelle Beobachtungen des Geschehens und auch weniger Medienberichte. Während das schlechte Wetter bleibt, warnen die Vulkanbeobachtungsbehörden nun vor einer möglichen Aktivitätsverstärkung.

eruption
Mayon Archiv

Nach Angaben der Vulkanologen von DOST-PHIVOLCS befindet sich der Vulkan am 10. Juli 2026 weiterhin auf Alarmstufe 3. Die aktuelle Eruptionsphase dauert inzwischen den 186. Tag in Folge an. Zwar haben Steinschlagereignisse und pyroklastische Dichteströme zuletzt abgenommen, doch ein anderer Messwert deutet auf eine mögliche erneute Verstärkung der Aktivität hin: die außergewöhnlich hohen Schwefeldioxid-Emissionen.

Am 9. Juli wurde ein SO₂-Ausstoß von durchschnittlich 4.569 Tonnen pro Tag gemessen. Einen Tag später erreichte der Wert mit 7.475 Tonnen pro Tag den höchsten am Mayon registrierten Wert der vergangenen 16 Jahre. Zum Vergleich: Seit Beginn der aktuellen Eruptionsphase am 6. Januar 2026 lag der durchschnittliche Schwefeldioxid-Ausstoß bei gut 2.300 Tonnen pro Tag.

Die Vulkanologen warnen, dass der starke Anstieg der Gasemissionen ein Hinweis auf eine mögliche Zunahme der magmatischen Aktivität im Gipfelbereich sein könnte. Besonders auffällig ist, dass die erhöhten SO₂-Werte in eine Phase fallen, in der andere Anzeichen der Eruption bereits nachlassen. Weniger Steinschläge und eine rückläufige Aktivität pyroklastischer Ströme könnten zunächst auf eine Abschwächung des Domwachstums hindeuten, doch der Gasüberschuss zeigt, dass weiterhin große Mengen magmatischer Gase aus dem Untergrund aufsteigen.

Hinzu kommt, dass man auf dem Afar-TV-Livestream in Phasen geringerer Bewölkung intensive roten Lichtschein beobachten kann. Dieser deutet auf eine signifikante Verstärkung des Domwachstums hin.

Aktuell fördert der Mayon weiterhin Lava, die über die Basud-, Bonga- und Mi-isi-Schluchten an den Hängen des Vulkans abfließt. Die Lavaströme reichen bis auf 3,8 Kilometer (Basud), 3,2 Kilometer (Bonga) und 2,1 Kilometer (Mi-isi) unterhalb des Gipfels. Zusätzlich wurden innerhalb von 24 Stunden 14 vulkanisch bedingte Erdbeben und 75 Steinschlagereignisse registriert.

PHIVOLCS weist darauf hin, dass eine erneute Steigerung der Eruption möglich ist. Gefahren bestehen weiterhin durch Lavaströme, explosive Ereignisse, pyroklastische Dichteströme und bei Starkregen auch durch Lahare. Die Bevölkerung darf die sechs Kilometer große permanente Sperrzone um den Vulkan nicht betreten.

Mayon: Tag 170 des Vulkanausbruchs

Eruption am Vulkan Mayon hält seit 170 Tagen in Folge an – Lavadom speist drei Lavaströme

Der überwiegend effusive Ausbruch des Vulkans Mayon setzt sich unvermindert fort. Nach Angaben des Philippine Institute of Volcanology and Seismology (PHILVOLCS) wurde am frühen Morgen des 24. Juni zwischen 02:20 Uhr und 03:00 Uhr der Abgang glühender Schuttlawinen und Lavaströme beobachtet. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigten glühende Lava, die aus dem Gipfelbereich austrat und bestehende Lavaströme speiste.

Damit befindet sich der Vulkan bereits am 170. aufeinanderfolgenden Tag seiner anhaltenden effusiven Eruption. Die Aktivität erzeugt weiterhin glühende Lavaströme, pyroklastische Dichteströme, sowie zahlreiche Steinschläge an den steilen Flanken des Vulkans. VONA-Meldungen gab es in den letzten Tagen nicht, was aber nicht heißen muss, dass es keine Ascheemissionen gab. Vielmehr hüllt sich der Mayon die meiste Zeit in dichte Wolken, da auf den Philippinen die Regenzeit begonnen hat und visuelle Beobachtungen nur in kurzen wolkenfreie Perioden möglich sind.

Während den vergangenen 24 Stunden erreichten die drei Lavaströme unverändert Längen zwischen 3,8 Kilometern (Basud) und 1,8 Kilometern (Bonga). Zusätzlich registrierten die Messstationen neun vulkanisch bedingte Erdbeben, darunter vier Tremorphasen mit einer Dauer zwischen einer und 30 Minuten. Darüber hinaus wurden 213 Signale von Steinschlagereignissen aufgezeichnet. Ein pyroklastischer Strom wurde zuletzt am 22. Juni gemeldet.

Die Schwefeldioxid-Emission lag am 23. Juni bei durchschnittlich 3.157 Tonnen pro Tag. Über dem Krater wurde ein moderater Gas- und Dampfausstoß beobachtet, dessen Wolke in nordöstliche Richtung driftete. Die Kraterglut war bei klaren Bedingungen mit bloßem Auge sichtbar. Messungen der Bodendeformation zeigen eine kurzfristige Deflation des Vulkangebäudes, während an der Nordostflanke eine kurzfristige Inflation festgestellt wurde.

Für den Mayon gilt weiterhin Warnstufe 3 („magmatische Unruhe“). Phivolcs warnt vor möglichen Gefahren durch Lavaströme, pyroklastische Ströme, ballistische Auswürfe, Steinschläge, mittelstarke Explosionen sowie Lahare bei anhaltenden Starkniederschlägen. Das Betreten der permanenten Gefahrenzone im Umkreis von sechs Kilometern um den Krater bleibt streng verboten.

Vulkanausbruch Mayon erzeugt Strombolianer am laufenden Band

Mayon bleibt hochaktiv: Effusive Eruption dauert seit 151 Tagen an

Der philippinische Vulkan Mayon setzt seine anhaltende Eruptionsphase, die offiziell am 6. Januar begann, sich aber bereits früher durch Domwachstum ankündigte, unvermindert fort. Somit dauert die überwiegend effusive Eruption inzwischen 151 Tage und es werden kontinuierlich Lavaströme, glühende Gesteinslawinen und pyroklastische Dichteströme erzeugt. Hinzu kommen Phasen strombolianischer Explosionen, wie es heute wieder der Fall war. Die Alarmstufe 3 bleibt weiterhin in Kraft.

Strombolianer

Am Morgen des 5. Juni registrierten Beobachter eine schwache strombolianische Aktivität im Gipfelkrater. Auf Videoaufnahmen ist zu erkennen, wie Vulkanasche rhythmisch ausgestoßen wurde. Zeitgleich zeigten Überwachungskameras anhaltende Lavaförderung am Dom, die Lavaströme speist. Außerdem kommt es zu kollapsbedingten pyroklastischen Dichteströmen, die an den Flanken des Vulkans talwärts zogen. Diese heißen Asche- und Gaslawinen, lokal als „uson“ bezeichnet, entstehen durch den Einsturz instabiler Bereiche der aktiven Lavafronten.

Auch aus der Luft war die Aktivität deutlich sichtbar. Das VAAC Tokio meldete um 03:25 UTC eine Eruption, in deren Folge eine Aschewolke bis auf etwa 2.700 Meter Höhe aufstieg und sich in ostnordöstlicher Richtung ausbreitete. Die Ascheemission war in Satellitenbildern sowie durch Beobachtungen von PHIVOLCS bestätigt worden.

Die jüngsten geophysikalischen Daten veranschaulichen die Aktivität des Vulkans Mayon. Innerhalb von 24 Stunden wurden zwölf vulkanische Erdbeben registriert. Hinzu kamen 210 Signale von Steinschlägen sowie zwei Signale, die mit pyroklastischen Dichteströmen in Verbindung standen. Die Schwefeldioxid-Emissionen betrugen am 4. Juni 1.267 Tonnen pro Tag. Dieser Wert eignet sich gut für einen Vergleich mit den gestiegenen Schwefeldioxidemissionen am Taal, die in den letzten 24 Stunden bei gut 3100 Tonnen lagen, ohne dass an der Oberfläche Lava austrat.

Lavaströme fließen weiterhin durch die Schluchten von Basud, Bonga und Mi-isi und erreichen dort Längen von bis zu 3,8 Kilometern. Gleichzeitig zeigen geodätische Messungen eine kurzfristige Deflation des Vulkangebäudes bei gleichzeitiger Inflation im nordöstlichen Flankenbereich.

PHIVOLCS warnt weiterhin vor möglichen Gefahren durch pyroklastische Ströme, Lavafontänen, ballistische Auswürfe, Steinschläge und Lahare während starker Regenfälle. Das Betreten der sechs Kilometer umfassenden permanenten Gefahrenzone bleibt strikt untersagt.

Vulkanausbruch am Mayon bringt pyroklastische Ströme hervor

Mayon am 31. Mai. © PHIVOLCS

Anhaltende Aktivität am Mayon erzeugt pyroklastische Ströme und Ascheemissionen

Der philippinische Vulkan Mayon bleibt weiterhin in einer Phase erhöhter effusiver Aktivität, die von Domwachstum gekennzeichnet ist. Vom Lavadom geht nächtlich mit dem bloßen Auge sichtbare Rotglut aus, die vom Austritt frischer Lava an seiner Oberfläche zeugt. Der Dom speist 3 Lavaströme, und es gehen pyroklastische Dichteströme ab, die Aschewolken erzeugen, die wiederum den Flugverkehr gefährden könnten. Die Warnstufe 3 bleibt unverändert bestehen und signalisiert ein erhöhtes Risiko für gefährliche vulkanische Prozesse.

Am Sonntagnachmittag ging wieder ein größerer pyroklastischer Dichtestrom (PDC) ab. Dieses Phänomen wird lokal als „uson“ bezeichnet. Der heiße Strom aus Gasen, Lavabrocken und Asche bewegte sich rund zwei Kilometer weit durch die Mi-isi-Schlucht an der Südostflanke des Vulkans. Dabei entstanden gräuliche Asche- und Dampfwolken, die bis auf etwa 1.800 Meter über dem Meeresspiegel aufstiegen und anschließend in Richtung Ost-Nordost verfrachtet wurden.
Zeitgleich meldete das Tokyo Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) eine Eruption, die am 1. Juni um 03:22 UTC registriert wurde. Bilder des Wettersatelliten Himawari-9 konnten die Aschewolke aufgrund ungünstiger Beobachtungsbedingungen zwar nicht eindeutig identifizieren, doch die Eruption wurde von den Beobachtern am Boden bestätigt.

Der aktuelle Statusbericht von PHIVOLCS dokumentiert eine weiterhin aktive Lavastromförderung. Die drei Lavaströme erreichen derzeit Längen von bis zu 3,8 Kilometern in der Basud-Schlucht, 3,2 Kilometern in der Bonga-Schlucht und 1,8 Kilometern in der Mi-isi-Schlucht. Darüber hinaus wurden innerhalb von 24 Stunden genau so viele vulkanische Erdbeben registriert, darunter neun Tremorphasen mit einer Dauer von bis zu 48 Minuten. Zusätzlich erfassten die Messstationen 311 Steinschlagsignale und insgesamt zwei PDC-Ereignisse. PDC steht für „pyroclastic density current“.

Die Schwefeldioxid-Emissionen lagen zuletzt bei 1.638 Tonnen pro Tag und deuten auf anhaltende Magmenbewegungen im Untergrund hin. PHIVOLCS warnt weiterhin vor pyroklastischen Strömen, Lavalawinen, explosiven Ausbrüchen und Laharen während starker Regenfälle. Das Betreten der sechs Kilometer umfassenden permanenten Gefahrenzone bleibt strikt untersagt.