Mayon: Abgang eines größeren pyroklastischen Stroms am 13. Mai

Größerer pyroklastischer Strom verursachte hoch aufsteigende Aschewolke am Mayon

Heute Morgen (13. Mai) hat der philippinische Vulkan Mayon einen pyroklastischen Strom erzeugt, der größer als die meisten seiner Vorgänger war und etwa Dreiviertel des Weges vom Dom bis zur Basis des Vulkankegels zurücklegte, der am Mayon ausgesprochen symmetrisch angelegt ist. Nach Angaben des VAAC Tokio setzte das Ereignis um 03:22 UTC – entsprechend 11:22 Uhr Ortszeit – ein, das eine Aschewolke bis in 4,3 Kilometer Höhe über dem Meeresspiegel aufsteigen ließ. Satellitendaten von Himawari-9 registrierten die Vulkanasche zunächst südwestlich des Gipfels, während die Emissionen auch Stunden später noch anhielten und Hinweise auf weitere Abgänge pyroklastischer Dichteströme lieferten.

pyroklastischer Strom

Der VONA-Meldung ist nicht zu entnehmen, was der Auslöser der Aschewolke war, doch im Abgleich mit Livestreamaufnahmen von Afar-TV ist als Quelle der Ascheemission ein pyroklastischer Strom auszumachen. Ein pyroklastischer Dichtestrom ist eine extrem heiße Mischung aus Gas, Asche und Gesteinsfragmenten, die entweder durch Kollaps-Ereignisse am Lavadom oder den Fronten zäher Lavaströme entstehen oder durch Kollaps von Eruptionssäulen, so wie es jüngst am Dukono der Fall gewesen war.

Seit Anfang des Jahres erzeugt der Mayon täglich oft mehrere Dutzend Abgänge pyroklastischer Ströme, wobei Anzahl und Größe der Dichteströme stark variieren. Ein Grund, weshalb diese vulkanischen Phänomene so gefährlich sind, ist ihre Unberechenbarkeit. Weder Anzahl noch Größe pyroklastischer Ströme lassen sich vorhersagen, noch der genaue Zeitpunkt ihres Auftretens. Darüber hinaus können größere Exemplare mehrere Hundert Stundenkilometer schnell werden und Entfernungen von 20 Kilometern und mehr zurücklegen. Sie überfließen dabei auch größere Hindernisse wie Bergrücken.

Der Mayon befindet sich weiterhin auf Alarmstufe 3, die auf eine Phase verstärkter magmatischer Unruhe hinweist. Nach Angaben des philippinischen Vulkaninstituts PHIVOLCS fördert der Mayon derzeit kontinuierlich Lavaströme in mehrere Schluchten: Die längsten Lavaströme reichen bis zu 3,8 Kilometer weit in die Basud-Rinne. Neben episodischen strombolianischen Explosionen wurden in den vergangenen 24 Stunden sieben Signale registriert, die mit pyroklastischen Dichteströmen in Verbindung stehen.

Mayon: Lavadom bleibt aktiv

Lavadom am Mayon bleibt aktiv: Lavaströme, Ascheemissionen und strombolianische Eruptionen

Der auf der philippinischen Insel Luzon liegende Vulkan Mayon bleibt auch am 10. Mai aktiv und zeigt weiterhin deutliche Anzeichen magmatischer Aktivität. Nach Angaben des Instituts PHILVOLCS geht die effusive Eruption am Lavadom weiter, die Alarmstufe bleibt auf Level 3, was auf eine Phase intensiver Unruhe mit erhöhter Wahrscheinlichkeit gefährlicher Eruptionen hinweist.
Am Sonntagmorgen registrierte das VAAC Tokio eine neue Ascheemission des Vulkans. Laut einer VONA-Meldung begann die Eruption um 09:05 UTC, wobei Vulkanasche bis auf 2700 Meter Höhe über dem Meeresspiegel aufstieg. Die Aschewolke driftete in Richtung West-Südwest, was vor allem für den regionalen Flugverkehr von Bedeutung ist. Satellitendaten des Wettersatelliten Himawari-9 bestätigten die Aktivität nahezu in Echtzeit.

Bereits seit Anfang des Jahres fließen auf den Flanken des nahezu symmetrischen Stratovulkans mehrere Lavaströme. Diese bewegen sich durch die Schluchten von Basud über eine Länge von 3,8 Kilometern, Bonga mit 3,2 Kilometern sowie Mi-isi mit rund 1,6 Kilometern. Von den Lavafronten gehen Schuttlawinen und pyroklastische Dichteströme ab. Begleitet wird die Effusion von episodischer strombolianischer Aktivität und kurzlebigen Lavafontänen, so wie es gestern wieder beobachtet wurde.

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden verzeichnete PHIVOLCS elf vulkanisch bedingte Erdbeben, darunter drei Tremorphasen von bis zu 133 Minuten Dauer. Hinzu kamen 313 Steinschlagsignale sowie zwölf Signale pyroklastischer Dichteströme, die auf Instabilitäten und potenziell gefährliche Prozesse hindeuten. Besonders die Entstehung größerer pyroklastischer Ströme bleibt eine Gefahr.

Die Schwefeldioxid-Emission lag zuletzt bei 2443 Tonnen pro Tag, während aus dem Krater eine moderate Gas- und Dampffahne rund 200 Meter über den Gipfel aufstieg und ebenfalls nach Westen bis West-Südwesten verweht wurde.

Die Behörden warnen eindringlich vor einem Betreten der 6-Kilometer-Sperrzone rund um den Vulkan. Gefahren bestehen insbesondere durch pyroklastische Ströme, Lavaflüsse, ballistische Auswürfe, Steinschläge sowie Lahare bei starken Niederschlägen.

Mayon: Abgänge pyroklastischer Ströme töteten viele Nutztiere

Pyroklastische Ströme am Mayon töteten Dutzende Nutztiere – weitere Evakuierungen angeordnet

Der philippinische Vulkan Mayon sorgte gestern auf der Insel Luzon für Aufregung, als – wie berichtet – am Nachmittag zwei pyroklastische Ströme abgingen, die nicht nur hoch aufsteigende Aschewolken verursachten, sondern mit ihren Gleitstrecken von bis zu 4 Kilometern die Grenzen besiedelter Gebiete erreichten und am Rand der Evakuierungszone Dutzende Nutztiere töteten. Berichte über menschliche Opfer gibt es nicht. Die Behörden ordneten weitere Evakuierungen an und kontrollieren den Zugang zum Sperrgebiet stärker. Mehr als 5.000 Menschen sind derzeit in Notunterkünften untergebracht.

Mayon

Dass die pyroklastischen Dichteströme trotz einer Gleitstrecke von 4 Kilometern den Rand des Sperrgebiets erreichten, das einen Radius von 6 Kilometern um den Krater des Mayon hat, liegt daran, dass sie sich nicht direkt vom Lavadom im Krater lösten, sondern vom 1,6 Kilometer langen Lavastrom im Mi-isi-Gully ausgingen. Die beiden großen Dichteströme waren jedoch nicht die einzigen, sondern wurden von weiteren 12 kleineren Strömen begleitet. Darüber hinaus wurden 284 Schuttlawinen und Steinschläge registriert. Neben diesen Signalen gab es 34 vulkanisch bedingte Erdbeben, darunter 25 Tremor-Ereignisse mit einer Dauer von bis zu 25 Minuten.

Pyroklastische Ströme entstehen, wenn ein Vulkan explosiv Material ausstößt oder ein instabiler Lavadom beziehungsweise Lavastrom kollabiert, so wie es hier der Fall war. Dabei vermischen sich heiße Gase, Asche und Gesteinsfragmente zu einer extrem dichten, glühend heißen Lawine. Diese sogenannten Glutwolken können Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius erreichen und bewegen sich mit Geschwindigkeiten von oft über 100 km/h talwärts. Aufgrund ihrer Dichte folgen sie der Topografie und füllen Täler und Rinnen aus, wodurch sie weit in bewohnte Gebiete vordringen können. Die Kombination aus Hitze, Sauerstoffmangel und feinen Partikeln macht ein Überleben im direkten Einflussbereich eines solchen Stroms praktisch unmöglich. Wer den Kontakt mit einem pyroklastischen Strom überlebt, erleidet meist schwerste Verbrennungen.

Am Mayon konzentrieren sich die aktuellen Ströme vor allem entlang steiler Abflussrinnen, die wie natürliche Kanäle wirken. Besonders betroffen sind landwirtschaftlich genutzte Zonen am Fuß des Vulkans. Berichte beschreiben geschädigte Ernten und verendete Nutztiere in den direkt betroffenen Bereichen. Überwiegend verendeten Kühe und Maultiere, die an den Vulkanhängen innerhalb des Sperrgebiets grasten. Sie stammten von bereits zu Beginn der Eruptionsphase evakuierten Gehöften, deren Besitzer oft stundenweise zurückkehren, um ihr Vieh zu versorgen.

Neben den landwirtschaftlich genutzten Gebieten wirkten sich die pyroklastischen Ströme auch auf die Ortschaften am Fuß des Mayon aus. Es ging dichter Ascheregen nieder, der für Verkehrsbehinderungen sorgte und die Bewohner dazu veranlasste, Staubschutzmasken zu tragen. Die Aufräumarbeiten sind im vollen Gange.

Vulkanausbruch am Mayon: Zwei größere pyroklastische Ströme

Zwei größere pyroklastische Ströme am Mayon: Anhaltender Vulkanausbruch erreicht neue Intensität

Am Nachmittag des 2. Mai hat der philippinische Vulkan Mayon seine Gefährlichkeit unter Beweis gestellt. Innerhalb weniger Minuten gingen gleich zwei pyroklastische Dichteströme ab, die die Südwestflanke hinabstürzten, diese hinter sich ließen und in Richtung besiedelter Gebiete glitten, allerdings ohne diese zu erreichen. Die Abgänge ereigneten sich um 17:38 Uhr und 17:41 Uhr Ortszeit und wurden u.a. von einem Einsatzteam des Philippine Institute of Volcanology and Seismology dokumentiert.

Die pyroklastischen Ströme entstanden durch den Kollaps eines aktiven Lavastroms in der Mi-isi-Rinne und bewegten sich als extrem heiße Gemische aus Gas, Asche und Gestein mit hoher Geschwindigkeit talwärts. Laut PHIVOLCS erreichten die Ströme eine Distanz von bis zu vier Kilometern, während Aschewolken in west-südwestliche Richtung abdrifteten. Augenzeugen berichteten zudem von massiven, aufsteigenden Aschewolken über dem Vulkan.

Die Aschewolken wurden vom VAAC Tokio registriert und lösten 2 VONA-Warnungen aus, nach denen sich die Eruptionswolken in etwa 3.000 Meter Höhe (Flughöhe 100) nach West-Südwesten ausbreiteten. Satellitendaten bestätigten eine entsprechende Aschewolke über der Region.

Bilder zeigen, dass es zu starkem Ascheniederschlag in mehreren Ortschaften gekommen war. Besonders betroffen sind die Orte Liago City und Guinobatan westlich des Vulkans. Aber auch Legazpi im Süden blieb nicht verschont. Die Asche bedeckt Gebäude, Straßen und Fahrzeuge gleichermaßen und die Menschen versuchen, sich mit Staubschutzmasken zu schützen.

Im Gegensatz zu Lavaströmen bewegen sich pyroklastische Ströme schnell und eine Flucht vor ihnen gelingt nur selten. Das Gefährliche an ihnen ist, dass die Wolken nicht nur aus Vulkanasche bestehen, sondern auf ein glühend heißes Gaskissen zu Tale rasen, was sie nicht nur schnell, sondern auch nahezu geräuschlos macht. Wer in einen pyroklastischen Strom gerät, erleidet schwerste Verbrennungen, die in der Regel zum Tode führen.

Die Abgänge kamen nicht völlig überraschend: Seismische Daten zeigen, dass sich besonders die Steinschlagaktivität in den Stunden zuvor deutlich gesteigert hatte, was auf erhöhten  Magmanachschub und eine sich vergrößernde Instabilität am Dom und entlang der Lavaströme hinwies. Innerhalb von 24 Stunden wurden 376 Steinschlagereignisse registriert. Am Vortag waren es 221. Auch die Anzahl der vulkanisch bedingten Erdbeben war mit 39 Ereignissen höher als am Vortag. Unter diesen Erdbeben befanden sich 21 Tremor-Phasen mit einer Dauer von bis zu 44 Minuten, die registriert wurden. Der Schwefeldioxid-Ausstoß lag am Vortag bei rund 2.147 Tonnen pro Tag.

Die Messungen bestätigen eine kontinuierliche Lavaförderung, die zu aktiven Strömen in mehreren Rinnen führt: bis zu 3,8 Kilometer im Basud-Kanal, 3,2 Kilometer im Bonga-Kanal und 1,6 Kilometer im Mi-isi-Kanal. Zusätzlich wurden episodische strombolianische Explosionen und kurzzeitige Lavafontänen registriert.

Der Vulkan bleibt weiterhin auf Alarmstufe 3, was auf eine verstärkte magmatische Aktivität hinweist. PHILVOLCS warnt vor anhaltender Gefahrenlage und appelliert, das Sperrgebiet mit einem 6-Kilometer-Radius um den Krater nicht zu betreten.

Mayon: Vulkanausbruch geht am 1. Mai weiter

Überwiegend effusiver Vulkanausbruch am Mayon geht weiter – neue Phase strombolianischer Explosionen

Der Ausbruch des Vulkans Mayon setzt sich auch am 1. Mai fort und dauert nun bereits seit 116 Tagen an. Die Eruption ist überwiegend effusiver Natur und wird durch das Wachstum eines Lavadoms geprägt, der drei Lavaströme speist. Diese fließen durch Schluchten bzw. Abflussrinnen an der Vulkanflanke. Die Lavaströme sind zwischen 3,8 und 1,6 Kilometer lang; ihre Fronten stagnieren seit Wochen. Dynamisch zeigt sich hingegen das Geschehen am Lavadom, wo es immer wieder zu Phasen strombolianischer Eruptionen kommt. Diese deuten darauf hin, dass der Druck im System zeitweise zunimmt. Zuletzt wurde in der vergangenen Nacht eine solche Phase beobachtet.

Mayon
Strombolianier am Mayon

Die strombolianische Aktivität begann um 02:41 Uhr und ging von zwei Schloten im Krater aus, die den verstopfenden Lavadom durchbrachen. Laut Angaben der Vulkanologen von PHIVOLCS wurde glühende Tephra bis zu 100 Meter hoch ausgeworfen. Vulkanasche erreichte größere Höhen und driftete mit dem Wind in Richtung West-Südwest.

Nach Angaben des Tokyo VAAC stiegen die Aschewolken bis auf eine Höhe von 2.700 Metern (Fluglevel FL090) auf und breiteten sich in westlicher Richtung aus. Die Beobachtungen basieren unter anderem auf Daten des Satelliten Himawari-9 sowie des philippinischen Instituts PHIVOLCS.

Ein weiteres signifikantes Merkmal der Eruption ist das Auftreten glühender Schuttlawinen und pyroklastischer Ströme, die lokal als „Uson“ bezeichnet werden. Seismische Daten der letzten 24 Stunden zeigen, dass 221 Steinschläge und Schuttlawinen auftraten sowie drei pyroklastische Dichteströme abgingen, die sich nicht selten aus größeren Schuttlawinen entwickeln.

Die seismische Aktivität bleibt erhöht: Insgesamt wurden 28 vulkanisch bedingte Erdbeben registriert, darunter 13 Tremor-Episoden mit einer Dauer von 1 bis 62 Minuten. 15 Signale waren vulkanotektonischen Ursprungs und deuten auf Gesteinsbruch infolge anhaltenden Fluidaufstiegs hin. Darauf weist auch die weitere Aufblähung des Vulkangebäudes hin, die sich in einer Versteilung der Flanken äußert.

Nächtliche Beobachtungen mit dem Fernglas durch die Vulkanologen des lokalen Observatoriums zeigten deutlich sichtbares Kraterglühen, was auf anhaltend hohe Temperaturen im Gipfelbereich hindeutet.

Die Alarmstufe 3 für den Vulkan Mayon bleibt bestehen. Das Betreten der permanenten Gefahrenzone mit einem Radius von 6 Kilometern um den Krater ist strengstens verboten.

Mayon: Strombolianische Aktivität am 26. April

Vulkanologen dokumentierten schwache strombolianische Aktivität am Mayon-Krater

Der philippinische Vulkan Mayon zeigt weiterhin anhaltende eruptive Aktivität: Der überwiegend effusive Ausbruch dauert inzwischen den 111. Tag in Folge an und fördert überwiegend auf effusive Art Lava, die sich am Dom akkumuliert und Lavaströme bildet. Heute Morgen wurde die Tätigkeit aber von einer kurzen Phase strombolianischer Eruptionen aus dem Lavadom begleitet. Aktuelle Nahaufnahmen von PHILVOLCS dokumentieren gegen 18:26 Uhr schwache strombolianische Explosionen im Gipfelkrater, begleitet von sichtbarem Kraterglühen.

Mayon. © PHILVOLS

Die Eruptionen förderten neben rotglühender Tephra auch Vulkanasche, die auf Satellitenfotos von Himawari-9 zu sehen war und bis auf etwa 3,3 km Höhe aufstieg. Sie driftete mit dem Wind in westnordwestliche Richtung. Die bodengestützten Beobachtungen bestätigen zudem eine Eruptionssäule von 900 Metern Höhe über dem Krater.

Die effusive Aktivität bildet 3 kontinuierliche Lavaströme, die in Schluchten abfließen. Am weitesten fortgeschritten ist der Lavastrom in der Basud-Schlucht, wo er eine Entfernung von 3,8 km vom Dom zurücklegte. In der Bonga-Rinne floss die Lava 3,2 km weit, während es in der Mi-isi-Rinne ca. 1,6 km sind. Zudem werden wiederholt pyroklastische Dichteströme beobachtet, die zusammen mit häufigen Felsstürzen eine ernstzunehmende Gefahr für Vulkanbeobachter und Anwohner darstellen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 40 vulkanische Erdbeben registriert, darunter 19 Tremorphasen mit einer Dauer von bis zu 15 Minuten sowie 238 Felssturzereignisse.

Mit einem Schwefeldioxid-Ausstoß von 1673 Tonnen pro Tag bleibt die Entgasung hoch. Parallel dazu deuten geodätische Messungen auf eine kurzfristige Deflation des Vulkankegels bei gleichzeitiger Aufblähung an der Nordostflanke hin – ein Zeichen komplexer magmatischer Prozesse im Untergrund.

Die Alarmstufe 3 bleibt bestehen. Das Betreten der 6 km großen permanenten Gefahrenzone ist strikt untersagt. Gefahren gehen insbesondere von Lavaflüssen, pyroklastischen Strömen, ballistischen Fragmenten sowie möglichen Laharen bei starken Regenfällen aus.

Mayon: Neue Aschephase am 15. April

Kurze Asche-Exhalationsphase am Mayon beobachtet – Lavaströme bleiben aktiv

Am Morgen des 15. Aprils kam es am philippinischen Vulkan Mayon zu einer Eruption, die um 10:39 UTC begann. Dabei wurde Vulkanasche bis auf etwa 9.000 Fuß (ca. 2.700 Meter) Höhe geschleudert und driftete anschließend in westliche Richtung. Die Aschewolke löste eine VONA-Warnung aus und wurde unter anderem durch Satellitendaten sowie durch PHIVOLCS (philippinische Vulkanüberwachungsbehörde) bestätigt.

Mayon

Parallel dazu setzte sich die effusive Tätigkeit in bekannter Weise fort. Vom Lavadom im Vulkankrater, der über den Rand überquillt, gehen Lavaströme aus, die durch mehrere Schluchten an den Flanken des Vulkans fließen, darunter die Basud- (3,8 km), Bonga- (3,2 km) und Mi-isi-Rinne (1,3 km). Begleitet wurde dies von gelegentlichen, eher schwachen strombolianischen Explosionen sowie kurzen Episoden von Lavafontänen.

Eine dieser Episoden trat in den frühen Morgenstunden um 5:47 Uhr Ortszeit auf. Die Exhalation dauerte gut 1 Minute und erzeugte eine kleine Aschewolke, die gut 100 m über Kraterhöhe aufstieg und vom Wind schnell verdriftet wurde. Am Abend zuvor kam es gegen 21: 43 Uhr zu einer Phase mit schwacher strombolianischer Tätigkeit und Lavaspattering, die mehrere Minuten dauerte. Bei früheren Eruptionen des Mayons gingen diesen Phasen häufig Paroxysmen voraus, die sich diesmal bisher nicht zeigten.

Die höher aufsteigenden Aschewolken werden meines Erachtens weniger von Explosionen erzeugt, sondern von pyroklastischen Strömen, die infolge von Kollapsereignissen an den Lavafronten immer wieder entstehen, in den letzten Wochen aber seltener geworden sind. So wurden gestern nur 2 pyroklastische Ströme gemeldet. Das könnte ein Anzeichen für eine fortgeschrittene Entgasung des Magmas sein, denn der Gasgehalt der Lava innerhalb eines Kollaps ist mitentscheidend, ob bloß eine Schuttlawine oder ein pyroklastischer Strom entsteht.

Die seismische Aktivität blieb erhöht. Innerhalb von 24 Stunden wurden insgesamt 69 vulkanische Erdbeben registriert, darunter 9 Tremorphasen mit einer Dauer von jeweils 5 bis 8 Minuten. Zusätzlich wurden 283 Steinschläge beobachtet. Am Krater war ein mäßig starkes Glühen sichtbar, das mit bloßem Auge erkennbar war.

Die Gasemissionen waren ebenfalls deutlich: Der Schwefeldioxid-Ausstoß lag am 14. April bei rund 1.618 Tonnen pro Tag. Die Eruptionswolke erreichte etwa 500 Meter über dem Krater und zog überwiegend in südwestliche Richtungen ab.

Messungen der Bodenverformung zeigen eine kurzfristige Entleerung (Deflation) des Vulkangebäudes, während an der nordöstlichen Flanke gleichzeitig eine kurzfristige Aufwölbung (Inflation) festgestellt wurde.

Aufgrund der anhaltenden Aktivität wird dringend davon abgeraten, die permanente Gefahrenzone im Umkreis von 6 Kilometern um den Vulkan zu betreten. Es wird vor vielfältigen Vulkangefahren gewarnt.

Mayon: Buschfeuer am Fuß des Vulkans

Glühende Schuttlawine löste Buschbrand am Fuß des Mayon aus – Aktivität bleibt hoch

Der überwiegend effusive Vulkanausbruch am philippinischen Vulkan Mayon dauert nun seit gut 87 Tagen und wird von Domwachstum geprägt, das 3 Lavaströme speist. Zudem kommt es zu pyroklastischen Dichteströmen und Steinschlägen bzw. Schuttlawinen glühenden Materials. Genau solche erreichten gestern Abend den Fuß des Mayon und entfachten dort einen Buschbrand, der die Nacht über loderte und am frühen Morgen langsam erlosch.

Mayon

Die Fronten der Lavaströme in den Schluchten am Vulkanhang sind stationär und bewegten sich in den letzten Tagen kaum. Mit 3,8 km am längsten ist der Strom in der Basud-Schlucht, gefolgt von Bonga (3,2 km) und Mi-isi (1,3 km). Die effusive Aktivität wird begleitet von episodischer, schwacher strombolianischer Tätigkeit sowie kurzzeitigem Lavafontänen-Ausstoß.

Die seismische Aktivität ist erhöht: Innerhalb von 24 Stunden wurden 101 vulkanische Erdbeben registriert, darunter 12 vulkanische Tremorphasen mit einer Dauer von 3 bis 70 Minuten. Zusätzlich wurden 283 Steinschlag-Signale sowie ein Signal eines pyroklastischen Dichtestroms aufgezeichnet.

Am Krater ist ein deutliches Glühen sichtbar, das mit bloßem Auge als mäßig stark wahrgenommen werden kann. Der Ausstoß von Schwefeldioxid liegt bei 2510 Tonnen pro Tag. Die Eruptionswolke steigt etwa 500 Meter über den Krater auf, zeigt eine moderate Emission und driftet in südwestliche, nordwestliche und östliche Richtungen.

Messungen der Bodenverformung deuten darauf hin, dass der Vulkankörper aufgebläht ist, was auf anhaltenden Magmenaufstieg hinweist.

In den letzten 24 Stunden wurden insgesamt 101 vulkanische Erdbeben registriert, von denen 70 stark genug für eine Lokalisierung waren. Die meisten Beben manifestierten sich im nördlichen Bereich des Mayon.

Es wird dringend empfohlen, die permanente Gefahrenzone im Umkreis von 6 Kilometern um den Vulkan nicht zu betreten. Ebenso sollten Flugzeuge den Bereich in unmittelbarer Nähe des Vulkans meiden.

Zu den möglichen Gefahren zählen Steinschläge, Erdrutsche oder Lawinen, ballistische Auswurfprodukte, Lavaströme und Lavafontänen, pyroklastische Dichteströme, Explosionen mittlerer Stärke sowie Lahare bei starken und anhaltenden Regenfällen.

Mayon: Vulkanausbruch am 31. März

Vulkanausbruch am Mayon hält an – strombolianische Eruption dokumentiert

Der philippinische Vulkan Mayon bleibt auch am 31. März aktiv und eruptiert den 85. Tag in Folge. Bei wolkenfreiem Himmel gelang es heute Nacht, eine weitere strombolianische Eruption am Gipfel des Vulkans zu filmen, was in den letzten Wochen immer wieder einmal vorkam, aber kein alltägliches Ereignis darstellt. VONA-Warnungen bestätigen nach Südwesten driftende Ascheemissionen bis in 3300 m Höhe. Darüber hinaus setzt der Mayon seine effusive Tätigkeit fort und generiert auch Schuttlawinen und pyroklastische Dichteströme.

Weiterhin treten drei kontinuierliche Lavaströme auf, die mehrere Kilometer weit in verschiedenen Abflussrinnen unterwegs sind. Der längste Lavastrom misst 3,8 Kilometer und fließt durch die Basudschlucht Er hat fast die Basis des Kegels erreicht. Darüber hinaus wurden in den letzten 24 Stunden 2 pyroklastische Dichteströme und 165 Steinschläge und Schuttlawinen beobachtet.

Die seismische Aktivität bleibt erhöht, mit hunderten registrierten vulkanischen Erdbeben pro Tag. Zudem werden anhaltend hohe Schwefeldioxid-Emissionen gemessen, die auf eine kontinuierliche Magmazufuhr hindeuten.

Eine kontinuierliche Dampfwolke steigt mehrere hundert Meter über den Krater auf und driftet überwiegend in südwestliche Richtung. Messungen zeigen zudem eine Inflation des Vulkangebäudes, was auf weiteren Druckaufbau im Inneren hinweist.

Die aktuelle Eruption begann am 6. Januar 2026 nach einer Phase zunehmender Unruhe, verstärkter Steinschläge, erhöhter Seismizität und sichtbarer Kraterglut. Mit dem Einsetzen von Lavaförderung, Domwachstum und Abgängen pyroklastischer Ströme wurde Alarmstufe 3 ausgerufen.

Im weiteren Verlauf des Januars und Februars etablierte sich eine relativ stabile effusive Aktivität. Lava floss kontinuierlich über mehrere Kilometer, während wiederholt pyroklastische Ströme auftraten, die teils Distanzen von bis zu etwa 4 km erreichten. Gleichzeitig wurden sehr hohe Gasemissionen gemessen, mit Spitzenwerten von über 7.000 Tonnen SO₂ pro Tag.

Im März hielt die Aktivität auf moderatem Niveau an, ohne in eine große explosive Phase überzugehen. Dennoch blieb die Situation gefährlich, da jederzeit stärkere Explosionen möglich sind. Die Behörden richteten eine permanente Gefahrenzone von mindestens 6 km ein und evakuierten zahlreiche Anwohner aus den umliegenden Gemeinden.

Insgesamt handelt es sich um eine langanhaltende, überwiegend effusive Eruption mit stabiler, aber anhaltender Aktivität, deren Ende derzeit nicht absehbar ist.