Vulkane weltweit: Kilauea, Kizimen, Shiveluch

Einige Kurzmeldungen zu kleineren Vulkanausbrüchen langzeitaktiver Vulkane mit großem Potential:

Kilauea: in den letzten Tagen halten uns Meldungen über den Lavasee im Pitkrater des Halema`uma`u auf trabb. Der Lavasee stieg weiter an und steht nun nur noch 27 m unter dem Kraterrand. Langsam darf man anfangen darüber zu spekulieren, ob der Lavasee überlaufen wird?!

Die beiden Vulkane Kizimen und Shiveluch auf Kamtschatka entgasen stark und zeigen thermische Anomalien, sprich glühende Förderschlote. Am Kizimen wurden auch geringe Mengen rotglühender Lava gefördert. Besonders Shiveluch hat das Potential zu einer größeren Ascheeruption. Bilder hierzu in unserer facebookgruppe (Link siehe rechts).

Chris Weber von VEI plant für nächstes Jahr eine Kamtschatkareise anzubieten.

Vulkane weltweit: Kilauea, Popocatepetl, Sakura-jima, Shiveluch

An den Vulkanen der Welt ist einiges los!

Kilauea: der Stand des Lavasees im Pitkrater des Halemaʻumaʻu hat den höchsten Stand seit Monaten erreicht. Die Seismik ist leicht erhöht und der Schwefeldioxid-Ausstoß liegt bei 1200 Tonnen pro Tag. Am Puʻu ʻŌʻō-Krater steht Lava in 3 Schloten. Auf der Pali fließen Lavaströme, allerdings ohne den Ozean zu erreichen. Am Kilauea wird derzeit Inflation gemessen. Lava steigt im Inneren des Vulkans auf.

Popocatepetl: der Vulkan nahe der mexikanischen Hauptstadt ist weiterhin unruhig. Täglich finden mehrere explosive Eruptionen statt, die Asche bis zu 2 km über den Krater fördern. Nachts sieht man Rotglut am Krater.

Sakura-jima: der Vulkan im Süden Japans ist in den letzten Tagen besonders aktiv und produziert mehrere explosive Eruptionen am Tag. In unserer Facebookgruppe (Link siehe rechts) gibt es neue Fotos der LiveCams.

Shiveluch: auf Kamtschatka gab es wieder einmal einen Vulkanausbruch. Der Domvulkan Shiveluch eruptierte eine Aschewolke, die mehrere Kilometer hoch aufstieg.

Kamtschatka: Shiveluch mit Aschewolke

Der Vulkan Shiveluch auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka ist am 29 Mai ausgebrochen. Eine Explosion ließ eine Aschewolke 7,3 km hoch aufsteigen. Der Vulkanausbruch kam nicht überraschend, denn zuvor erschütterten Schwarmbeben den Vulkan. In der hufeisenförmigen Depression des Kraters wächst ein Lavadom.

Ereignisse wie das vom 29. Mai treten infolge der effusiven Domaktivität immer wieder auf. Da die Gegend um den Vulkan nur dünn besiedelt ist, kommt bei diesen Ausbrüchen normalerweise niemand zu Schaden. Hoch aufsteigende Aschewolken können allerdings den Flugverkehr gefährden.

Shiveluch: 8 km hohe Aschewolke

Dr. Olga Girina von KVERT berichtete, dass es gestern eine explosive Eruption gab, bei der eine Aschewolke bis zu 8 km hoch aufstieg. Auf Bildern der LiveCam sind zudem kleine vulkanische Blitze sichtbar. Die Eruption dauerte ca. 15 Minuten.

Der Shiveluch (Sheveluch) ist einer der aktivsten Vulkane der sibirischen Halbinsel Kamtschatka. Sein Krater gleicht einer hufeisenförmigen Depression, in der ein Lavadom wächst. Ähnlichkeiten mit dem Mt. St. Helens in den USA sind nicht von der Hand zu weisen.

Vulkanausbrüche weltweit: Sakura-jima, Shiveluch und Soufrière Hills Volcano

Sakura-jima: der Vulkanauf der japanischen Kirschblüteninsel zeigt sich in den letzten Tagen von seiner besonders aktiven Seite. Seit Montag finden dort die stärksten Vulkanausbrüche der letzten 2 Jahre statt. Explosionen schleudern 50 cm durchmessende Lavabomben bis zu 2 km weit.

Shiveluch: der Vulkan auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka macht von sich Reden. Vor 4 Tagen wurde eine Aschewolke beobachtet, die gut 1000 m hoch aufstieg. Fotos gibt es hier.

Soufrière Hills: der Vulkan auf der Karibikinsel Montserrat produzierte am 9.03. einen kleinen pyroklastischen Strom, der ca. 1 km Richtung Plymouth floss. Das zeigt, dass jederzeit eine Gefahr von dem Vulkan ausgeht, selbst in Zeiten geringer Aktivität.

Vulkane Kamtschatkas

Im wöchentlichen Bulletin des USGS und Smithsonian Institute dominieren die Vulkane Kamtschatkas:

Am Bezymianny wurden eine Zunahme der Gas-Emissionen, sowie eine thermische Anomalie beobachtet. Der Alarmstatus wurde auf „orange“ gesetzt.

Der Karymsky produzierte seismischen Daten zufolge einen Vulkanausbruch mit einer Aschewolke, die vermutlich bis 4,5 km hoch aufstieg.

Der Vulkan Kizimen war seismisch sehr aktiv. Es wurden vulkanische Erdbeben verzeichnet. Eine thermale Anomalie war über mehrere Tage sichtbar.

Am Shiveluch stieg eine Aschewolke bis zu 7.5 km hoch auf. Auch hier wurde am Lavadom eine thermale Anomalie beobachtet.

Alle 4 Vulkane stehen auf der Alarmstufe „orange“. Mit größeren Eruptionen ist jederzeit zu rechnen.

Die Geonauten planen indes für den September eine Reise zu allen 4 Vulkanen. Es sind noch 2 Plätze für Mitreisende verfügbar. Bei Interesse bitte unter info(at)vulkane.net melden. Der Reisepreis für die volle Tour liegt bei ca. 6000 € zzgl. Flug.