Bildergalerie Dallol

Die Fotos dieser Bildergalerie vom Dallol entstanden auf einer Expedition durch die äthiopische Wüste Danakil im Jahr 2008. Hauptziel der Reise war der Vulkan Erta Alé.

Das Thermalgebiet des Vulkans Dallol zählt zu den sonderbarsten Orten, die ich jemals bereiste. Es liegt in der äthiopischen Wüste Danakil am Rande des Assale Salzsees und unterhalb des Meeresspiegels. Dass dieses Gebiet bereits einmal vom Meer überflutet war zeigen nicht nur die Salzmassen, sondern auch versteinerte Korallen, die in der Gegend rumliegen. In der Danakil regnet es nur sehr wenig, allerdings verändert jeder Niederschlag die Landschaft. Wasser und Wind modellieren die Landschaft, die zum größten Teil aus Salz und Ton besteht. Zudem unterliegt der Wasserspiegel des Sees den Wind- und Gezeitenkräften. Selbst wenn diese nur minimale Schwankungen im Wasserstand verursachen, reichen sie aus um Feuchtigkeit in vorher trockene Gebiete wandern zu lassen. Auf nassem Salz wird eine Jeepfahrt dann zu einem abenteuerlichen Unterfangen.
Abenteuerlich ist es in der Danakil auch aus einem anderen Grund: Die Wüste befindet sich im Grenzgebiet zu Eritrea und Freiheitskämpfer, Rebellen, Terroristen und einfache Banditen mache die Gegend um den Assale Salzsee besonders unsicher. Immer wieder kommt es zu Überfällen auf Touristen. Beim jüngsten dieser Ereignisse im Januar 2012 starben mehrere Touristen auf dem Weg zum Vulkan Erta Alé. Unter den Opfern befanden sich 2 Deutsche. Eine weitere Gefahr geht von Minen aus, die zum größten Teil Überreste aus dem eritreischen Befreiungskrieg sind, zum Teil aber auch neu ausgelegt werden.
Trotz all dieser Gefahren wartet der Dallol mit einer unbeschreiblichen Landschaft auf, die kaum näher am Urzustand unseres Planeten sein könnte.  Das Thermalgebiet bildet ein Plateau das sich wie ein niedriger Tafelberg von einigen 10er Metern Höhe über die flache Salzebene erhebt. Am Rand wird der Dallol von Salzcanyons und Erosionstürmen begrenzt.  Die Landschaft der Wüste ist ganz in gelb- und ockertönen gehalten, dazwischen die weißen Türme der Mineralquellen und das Grün der Salzlake in den Wasserbecken. Die erbarmungslose Sonne dampft das Wasser ein und lässt Salzkristalle wachsen, die wie Schneeflocken auf dem Wasser treiben. Die Mineralsalze lassen einige exzentrische Gebilde wachsen, die in ihrem Aussehen den Naturgesetzen zu trotzen scheinen. Am sonderbarsten sind Mineraleier die innen hohl sind.

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