Kanlaon emittiert Aschewolken bis auf 3400 m Höhe

Kanlaon steigerte Aktivität – Aschewolken in 3400 m Höhe festgestellt, Warnstufe 2 bleibt bestehen

Der philippinische Vulkan Kanlaon steigerte Anfang des Jahres erneut seine Aktivität und löste mit der Emission von Vulkanasche bereits 6 VONA-Warnungen aus. Die jüngste stammt von heute Morgen, 7:23 UTC, als nach Nordwesten driftende Vulkanasche in einer Höhe von 3400 m detektiert wurde. Es kam zu leichten Ascheniederschlägen in Ortschaften unter der Aschewolke.




Kanlaon

Wie PHILVOLCS berichtet, begann der länger anhaltende Ascheausstoß am 7. Januar 2026 um 14:58 Uhr Ortszeit. Zeitrafferaufnahmen einer IP-Kamera des Kanlaon Volcano Observatory – Canlaon City (KVO-CC) dokumentieren, wie sich gräuliche Aschewolken bis zu 900 Meter über den Krater erhoben und anschließend vorwiegend nach Nordwesten verfrachtet wurden. Das Ereignis dauerte insgesamt drei Stunden und 30 Minuten.

Während dieses Zeitraums registrierten die Seismometer drei vulkanotektonische Erdbeben, die alle lokalisiert werden konnten. Zusätzlich wurde innerhalb von 24 Stunden ein Schwefeldioxid-Ausstoß von 1662 Tonnen gemessen. Die Bodenverformung liefert wichtige Hinweise auf Magmenakkumulation im Untergrund: Messungen zeigen, dass sich das Vulkangebäude weiter aufgebläht hat.

Für den Kanlaon gilt weiterhin Alarmstufe 2, die auf erhöhte Unruhe und ein erhöhtes Gefahrenpotenzial hinweist.

Die Behörden warnen ausdrücklich vor einem Betreten der permanenten Gefahrenzone (PDZ) im Umkreis von vier Kilometern um den Gipfel. Auch der Luftverkehr wird angehalten, den Vulkan weiträumig zu meiden. Als mögliche Gefahren gelten plötzliche phreatische, also dampfgetriebene Eruptionen, ebenso wie eine mögliche Vorläuferaktivität magmatischen Ursprungs, die zu stärkeren Ausbrüchen führen könnte.

Der Kanlaon ist mit rund 2435 Metern Höhe der höchste aktive Vulkan der Insel Negros und zählt zu den aktivsten Vulkanen der Philippinen. Er ist ein Stratovulkan, der aus abwechselnden Lagen von Lava, Asche und pyroklastischem Material aufgebaut ist. Historisch kam es immer wieder zu kurzfristigen, explosiven Ausbrüchen, die teilweise ohne lange Vorwarnzeit einsetzten. Entsprechend aufmerksam verfolgen Vulkanologen die aktuelle Entwicklung – denn auch scheinbar moderate Ascheemissionen können ein Vorzeichen für eine weitere Eskalation der Aktivität sein.

Der Kanlaon ist nicht der einzige aktive Vulkan der Philippinen: Besonders der Mayon, über den ich gestern berichtete, steigerte seine Aktivität weiter. Mehr dazu später.

Mayon: Pyroklastischer Strom am 06.01.2026

Pyroklastischer Strom am Mayon – Vulkan bleibt unter Alarmstufe 2

Am Dienstagvormittag ist es am Gipfel des philippinischen Vulkans Mayon zum Abgang eines kleinen pyroklastischen Dichtestroms gekommen, der infolge eines Lavaabbruchs am Dom entstand. Das zuständige Observatorium PHIVOLCS teilte mit, dass sich das Ereignis am Dienstag, dem 6. Januar 2026, um 12:26 Uhr (Ortszeit) ereignete. Der Abgang wurde sowohl von Überwachungskameras als auch von seismischen Messinstrumenten des Mayon-Vulkannetzwerks registriert.

Mayon. © PHILVOLCS

Bereits am Dienstagabend wurde der Abbruch einer glühenden Schuttlawine beobachtet. Solche Ereignisse sind eng mit der Entstehung pyroklastischer Dichteströme verknüpft: Im Endeffekt entscheiden die Größe des Kollapses am Dom und der Gasgehalt des abgebrochenen Lavapakets, ob eine Schuttlawine oder ein Dichtestrom entsteht.

Nach Angaben von PHIVOLCS wurden innerhalb der vergangenen 24 Stunden insgesamt 85 Felsstürze am Vulkan verzeichnet. Trotz der anhaltenden Aktivität bleibt der Mayon weiterhin unter Alarmstufe 2. Die Behörde betonte erneut, dass das Betreten der permanenten Gefahrenzone mit einem Radius von 6 Kilometern strikt untersagt ist.

Bereits am 1. Januar 2026 hatte PHIVOLCS die Alarmstufe von 1 auf 2 angehoben. Diese Stufe steht für eine zunehmende bis mäßige vulkanische Unruhe, die auf oberflächennahe magmatische Prozesse zurückzuführen ist. Laut PHIVOLCS besteht dabei die Möglichkeit gefährlicher magmatischer Eruptionen, weshalb eine erhöhte Wachsamkeit erforderlich ist.

Ein besonders aktiver Tag wurde am 31. Dezember 2025 registriert: An diesem Tag zählten die Experten 47 Felsstürze, die höchste Tageszahl im gesamten vergangenen Jahr.

Auch der Luftverkehr ist betroffen. Die philippinische Zivilluftfahrtbehörde (CAAP) verlängerte das Flugverbot im Umfeld zweier aktiver Vulkane – Mayon in der Provinz Albay und Kanlaon auf der Insel Negros – bis Dienstag, den 6. Januar. Beide Vulkane stehen derzeit ebenfalls unter Alarmstufe 2. Flüge in der Nähe dieser Vulkane sind streng untersagt, da plötzliche Ausbrüche eine ernsthafte Gefahr für den Luftverkehr darstellen könnten.

Der Vulkan Mayon gilt als einer der aktivsten und zugleich formschönsten Vulkane der Erde. Er liegt im Südosten der philippinischen Insel Luzon in der Provinz Albay und erreicht eine Höhe von etwa 2.463 Metern. Berühmt ist Mayon für seinen nahezu perfekten kegelförmigen Aufbau, der ihm den Beinamen „perfekter Vulkan“ eingebracht hat.

Taal: Zunahme der Seismizität am 4. Januar

Zunahme der Erdbeben am Taal-Vulkan sorgt für erhöhte Aufmerksamkeit

Der Taal-Vulkan auf den Philippinen hat in den vergangenen Tagen eine spürbare Zunahme seiner seismischen Aktivität gezeigt. Das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (PHIVOLCS) meldete, dass sich die Zahl der vulkanischen Erdbeben in den letzten 72 Stunden deutlich erhöht hat. Am 4. Januar 2026 wurden beispielsweise innerhalb von 24 Stunden 55 vulkanische Erdbeben registriert – eine deutliche Steigerung gegenüber den Tagen zuvor. Die 55 Erschütterungen enthalten 9 Tremore, darunter eine langanhaltende Phase, die am 3. Januar begann und auch heute aktiv ist. Solche langanhaltenden Tremorphasen kündigen oft hydrothermale Explosionen im Kratersee von Volcano Island an.

Im Dezember 2025 kam es zudem zu mehreren kleineren hydrothermalen Eruptionen, die von PHIVOLCS als „minor phreatic“ oder „minor phreatomagmatic“ Ereignisse klassifiziert wurden. Besonders am 4. Dezember stiegen Dampf- und Aschewolken bis zu 1,2 Kilometer auf. Ein weiteres ähnliches Ereignis wurde am 26. Dezember verzeichnet, bei dem Dampfwolken in einer Höhe von bis zu 600 Metern über dem Hauptkrater beobachtet wurden.

Hydrothermale Eruptionen entstehen, wenn Wasser in Kontakt mit heißem Magma oder Gestein kommt und sich explosionsartig in Dampf verwandelt. Diese kleineren Ausbrüche sind meist weniger gefährlich als größere magmatische Eruptionen, können aber Vorboten für eine zunehmende vulkanische Aktivität sein.

Die Vulkanologen beobachtet die aktuelle Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit, da steigende Erdbebenzahlen oft ein Hinweis auf Bewegung von Magma oder erhitztem Gestein im Untergrund sind. Begleitend zu den Erdbeben wurde auch ein anhaltendes Beben registriert, das seit dem Morgen des 3. Januar andauert. Die Alarmstufe für den Vulkan bleibt bei Stufe 1, was eine erhöhte, aber noch nicht kritische Unruhe signalisiert.

PHIVOLCS rät Anwohnern und Besuchern, die Warnungen ernst zu nehmen und den Vulkan weiterhin genau zu beobachten. Die seismische Unruhe des Taal bleibt ein Zeichen dafür, dass der Vulkan nicht zur Ruhe gekommen ist.

Mayon: Erhöhung der Alarmstufe am 01.01.2026

Mayon zeigt deutliche Unruhe – Alarmstufe angehoben

Der erste Bericht des neuen Jahres ist dem philippinischen Vulkan Mayon gewidmet: Aufgrund einer deutlichen Zunahme der Steinschlagaktivität infolge von Domwachstum haben die Vulkanologen von PHILOVLCS am frühen Morgen den Alarmstatus von 1 auf 2 (Gelb) erhöht.

Seismogramm

Wie PHILVOLCS berichtet, addiert sich zu den beschriebenen Symptomen anhaltende Bodenverformungen, die auf verstärkte magmatische Prozesse im Untergrund hindeutet.

Bereits seit November 2025 registrieren visuelle und seismische Messsysteme eine zunehmende Anzahl von Steinschlägen, die vom Lavadom im Gipfelbereich ausgehen. In den letzten beiden Monaten des Jahres wurden insgesamt 599 Steinschlagereignisse erfasst. Besonders auffällig war die Entwicklung in der letzten Dezemberwoche, als sich die tägliche Zahl der Ereignisse mehr als verdoppelte. Am 31. Dezember 2025 wurden sogar 47 Steinschläge an einem einzigen Tag verzeichnet – der höchste Wert des gesamten vergangenen Jahres.

Diese Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit dem Auftreten sogenannter Lava-Spines, die seit Anfang Dezember 2025 am Gipfeldom beobachtet werden. Dabei handelt es sich um steile, zackenartige Lavaauswüchse, die entstehen, wenn zähflüssige, frische Lava aus dem Inneren des Vulkans nach oben gepresst wird. Solche Spines gelten als typisches Anzeichen für verstärktes Domwachstum. Aufgrund ihrer Instabilität brechen sie häufig teilweise ab oder kollabieren, was wiederum zu erhöhter Steinschlagaktivität führt.

Vergleichbare Prozesse wurden auch vor dem Ausbruch des Mayon im Jahr 2023 dokumentiert. Zwar treten derzeit weder auffällige vulkanische Erdbeben noch erhöhte Schwefeldioxid-Emissionen auf, doch unterscheiden sich die aktuellen Bedingungen deutlich von früheren Phasen. Messungen mittels EDM, GPS und Neigungssensoren zeigen, dass sich der Vulkankörper – insbesondere an den östlichen bis nordöstlichen Flanken – bereits seit Juni 2024 aufbläht. Zusätzlich wurde seit Mai 2025 auch an den westlichen bis südwestlichen Hängen eine kurzfristige Inflation festgestellt.

Die Kombination aus anhaltender Deformation, Domwachstum und instabilen Lava-Spines erhöht die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen explosiven Ausbruchs am Gipfel. Infolgedessen warnt PHIVOLCS eindringlich vor dem Betreten der sechs Kilometer großen Permanent Danger Zone. Gefahren bestehen insbesondere durch plötzliche Explosionen, pyroklastische Ströme, Steinschläge, Erdrutsche und ballistische Gesteinsfragmente.

Lokale Behörden wurden angewiesen, Evakuierungsmaßnahmen vorzubereiten, falls sich die Lage weiter zuspitzt. Auch die Luftfahrt wurde gewarnt, den Gipfelbereich zu meiden. Der Mayon bleibt damit ein Vulkan unter genauer Beobachtung – und ein eindringliches Beispiel dafür, wie scheinbar moderate Unruhezustände rasch in gefährliche Aktivität umschlagen können.

Kanlaon emittiert nach Pause erneut Vulkanasche

Erhöhte Aktivität am Kanlaon: Vulkan auf Negros zeigt erneut Unruhe

Der Vulkan Kanlaon liegt auf der philippinischen Insel Negros und begann heute erneut Zeichen erhöhter Aktivität zu zeigen. Wie aus einer offiziellen VONA-Meldung des  VAAC Tokyo hervorgeht, ereignete sich um 02:29 UTC eine Eruption, bei der Tephra bis in eine Höhe von rund 2.700 Metern über dem Meeresspiegel (FL090) aufstieg. Zwar konnte in den Daten des HIMAWARI-9-Satelliten keine eindeutige Vulkanaschewolke identifiziert werden, dennoch dokumentierten Webcamaufnahmen von PHILVOLCS die Emissionen. Die Situation wird weiterhin genau überwacht.

Aus der Infografik von PHIVOLCS geht hervor, dass sich der Kanlaon derzeit auf Alarmstufe 2 befindet, was auf zunehmende magmatische oder hydrothermale Prozesse im Untergrund hindeutet. Innerhalb der letzten 24 Stunden wurde ein vulkanotektonisches Erdbeben registriert, während Messungen der Schwefeldioxid-Emissionen einen Ausstoß von 2.339 Tonnen pro Tag ergaben. Das ist ein vergleichsweise hoher Wert, der auf verstärkte Entgasung eines flachen Magmenkörpers hinweist.

Beobachtet wurde zudem eine etwa 75 Meter hohe Gas- und Dampfsäule, die moderat emittiert wurde und mit dem Wind nach Nordwesten driftete. Geodätische Messungen zeigen eine Inflation des Vulkangebäudes, was auf Druckaufbau im Fördersystem schließen lässt.

Die Behörden warnen eindringlich davor, die 4-Kilometer-Permanent-Danger-Zone (PDZ) zu betreten oder den Vulkan mit Flugzeugen zu überfliegen. Mögliche Gefahren umfassen plötzliche phreatische Explosionen, die ohne Vorwarnung auftreten können, sowie eine mögliche Eskalation hin zu magmatischer Aktivität.

Der Kanlaon ist mit 2.435 Metern Höhe der höchste aktive Vulkan der Insel Negros und zählt zu den aktivsten Feuerbergen der Philippinen. In den letzten zwei Jahren kam es wiederholt zu Unruhephasen mit stärkeren Eruptionen die pyroklastische Ströme generierten, erhöhter Seismizität und Evakuierungen. Mehrfach mussten Sperrzonen durchgesetzt werden, nachdem es zu plötzlichen Explosionen aus dem Gipfelkrater kam, was ein typisches Verhalten für diesen komplexen Stratovulkan darstellt.

Mayon: Wachsende Anzahl an Steinschlägen vom Dom

Lava-Spines am Dom des Mayon treiben Steinschläge in die Höhe – Bis zu 16 Steinschlägen am Tag

Der philippinische Vulkan Mayon zeigt weiterhin Anzeichen vulkanischer Unruhe, wie die neuesten PHILVOLCS-Beobachtungen vom 20. Dezember 2025 bestätigen. Die Behörde meldet sechs Felssturzereignisse innerhalb der letzten 24 Stunden, begleitet von einer anhaltenden Aufblähung des Vulkankörpers infolge von Inflation. Obwohl die Sicht auf den im Krater wachsenden Dom durch Wolken momentan beeinträchtigt ist, zeigten wolkenfreie Momente in den letzten Tagen die Lava-Spines, die sich Anfang des Monats bildeten. Die Schwefeldioxid-Emissionen wurden zuletzt mit rund 307 Tonnen pro Tag gemessen, ein Wert, der auf eine moderate Aktivität hinweist.

Lava-Spine

Den Lava-Spines am Gipfeldom gilt besondere Aufmerksamkeit. Einige der instabilen Lavatürme scheinen weiter gewachsen zu sein. Diese steinernen Auswüchse aus andesitischer bis rhyolithischer Lava sind ein sichtbares Zeichen für Magma, das in den Dom eindringt und die Lavatürme hervorbringt. Ihre Ausbildung geht oft mit Kollapsereignissen am Dom einher und löst häufig Felsstürze aus.

Im Verlauf des Dezembers hat sich die Zahl der Steinschläge erhöht. Während zu Monatsbeginn nur wenige Felsstürze pro Tag verzeichnet wurden, kletterte die Anzahl bis zur zweiten Dezemberwoche auf bis zu 16 Steinschläge täglich. Diese Zunahme steht in direktem Zusammenhang mit dem Wachstum der Lava-Spines, die durch ihr Gewicht und ihre brüchige Struktur immer wieder Material abbrechen lassen.

Trotz der erhöhten Instabilität am Dom und dem damit verbundenen erhöhten Risiko von Abgängen pyroklastischer Ströme lässt PHILVOLCS die Warnstufe auf 1 (niedriges Unruheniveau) und weist darauf hin, dass die permanente Gefahrenzone von 6 Kilometern um den Vulkan strikt zu meiden ist. Gefahren durch plötzliche phreatische Eruptionen, Erdrutsche und Schlammströme bei starkem Regen bleiben bestehen. Explizit vor pyroklastischen Strömen – die im Extremfall auch über die Grenzen des Sperrgebiets hinaus gleiten können – warnt PHILVOLCS seltsamerweise nicht.

Die Entwicklungen am Mayon sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie ein Vulkan trotz geringer Aktivität dynamische Veränderungen an seiner Oberfläche zeigt. Beobachter und Anwohner werden weiterhin dringend zur Vorsicht aufgerufen, während die Vulkanologen die Situation aufmerksam verfolgen.

Mayon: Steinschlagaktivität und Überflugverbot

Anhaltende Unruhe am Vulkan Mayon: Steinschläge, Gasemissionen und Flugbeschränkungen

Am philippinischen Vulkan Mayon (Provinz Albay) hält die vulkanische Unruhe weiter an. Das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (PHILVOLCS) registrierte innerhalb von 24 Stunden sechs Steinschlagereignisse am Vulkankegel. Die Beobachtungen erfolgten zwischen Sonntagmittag und Montagmittag und sind Teil der laufenden Überwachung des als aktivsten Vulkan des Landes geltenden Mayon.

Nach Angaben der Vulkanologen wurden im selben Zeitraum keine vulkanischen Erdbeben aufgezeichnet. Dennoch beobachteten die Wissenschaftler ein schwaches Kraterglühen, das nur mit einem Teleskop sichtbar war. Phivolcs-Direktor Teresito Bacolcol erklärte, dass diese Phänomene weiterhin auf eine geringe, aber anhaltende Aktivität des Vulkans hinweisen. Zudem bleibt der Vulkan aufgebläht, was auf magmatische Prozesse im Inneren des Fördersystems schließen lässt. Der Dom wächst langsam weiter – erst in der letzten Woche schoben sich markante Spines aus ihm heraus. Diese turmartigen Gebilde aus Lava sind kollapsgefährdet.

Bei den jüngsten Schwefeldioxidmessungen vom 10. Dezember wurden Emissionswerte von 307 Tonnen pro Tag gemessen. Mäßige Dampffahnen stiegen aus dem Gipfelbereich auf und drifteten in Richtung Westnordwest und Westsüdwest.

Angesichts der anhaltenden Unruhe bleibt für den Mayon weiterhin Alarmstufe 1 in Kraft. Diese steht für eine geringe vulkanische Aktivität, schließt einen kurzfristigen Ausbruch jedoch nicht völlig aus. Laut Phivolcs besteht derzeit keine unmittelbare Ausbruchsgefahr.

Die philippinische Zivilluftfahrtbehörde (CAAP) verlängerte unterdessen ihre Flugsicherheitswarnung (NOTAM) und hält die Flugbeschränkungen im Umfeld des Vulkans aufrecht. Der gesperrte Luftraum reicht bis in eine Höhe von 11.000 Fuß (ca. 3350 m). Flugbetreiber werden angewiesen, das Gebiet zu meiden.

Anwohner werden weiterhin vor möglichen Gefahren gewarnt, darunter plötzlich auftretende phreatische Eruptionen, Steinschläge, Erdrutsche sowie Schlammströme, sofern starke Regenfälle auftreten sollten. Das Betreten der permanenten Gefahrenzone im Umkreis von sechs Kilometern um den Gipfel bleibt strikt untersagt.

Der Mayon ist nicht der einzige als aktiv eingestufte Vulkan der Philippinen. Obwohl es in den letzten Wochen um den Kanlaon ruhiger geworden ist, könnte er jederzeit seine Aktivität verstärken. Der Vulkan gilt immer noch als aufgebläht und in den letzten 24 Stunden wurden 6 vulkanotektonische Erdbeben registriert. Der Schwefeldioxidausstoß lag bei 1340 Tonnen am Tag und somit deutlich höher als man Mayon.

Mayon: Neue Lava-Spines am Lavadom

Instabile Lava-Spines am Mayon-Dom. © DOST-PHILVOLCS

Intrusion am Mayon bildet Lava-Spines: Neue Aktivität verursacht steigendes Gefahrenpotenzial

Der Mayon, einer der aktivsten und zugleich ikonischsten Stratovulkane der Philippinen, zeigt gesteigerte Aktivität. Neue Nahaufnahmen des Gipfels, die in wolkenfreien Momenten zwischen dem 8. und 10. Dezember 2025 gefertigt wurden, dokumentieren frische, dunkle Lava-Spines, die aus dem Lavadom im Gipfelkrater ausgetreten sind. Diese turmähnlichen Gebilde aus erkalteter Lava werden aus dem Dom gedrückt, wenn frische Lava durch den Schlot in diesen intrudiert. Das ist ein deutliches Warnsignal, dass sich am Mayon demnächst Ungemach ausbreiten könnte.

Dieses Ungemach könnte in Form von pyroklastischen Strömen über das Umland des Mayons hereinbrechen: Sie können entstehen, wenn Teile des Lavadoms instabil werden und kollabieren. So ein Kollaps kann jederzeit und ohne weitere Vorwarnung eintreten. Da der Dom den Förderschlot verstopfen kann und somit die Entgasungsprozesse der Magma beeinträchtigt, könnte sich zudem ein hoher Gasdruck aufbauen, der Explosionen generiert, was wiederum zu pyroklastischen Strömen führen könnte.

Die jüngsten Messdaten unterstreichen diese Einschätzung. Das aktuelle Tagesprotokoll verzeichnet 15 Felssturzereignisse, ein Wert, der über dem langjährigen Durchschnitt liegt und mit der frischen Lava sowie dem instabilen Material am Dom zusammenhängt. Am Banaag-Sektor wurde nachts zudem ein schwaches Kraterglühen beobachtet, das jedoch nur mit Teleskop sichtbar war und auf hohe Temperaturen im Gipfelbereich hinweist.

Die Gasemissionen bleiben ein wichtiger Indikator: Der zuletzt gemessene SO₂-Ausstoß lag bei 534 Tonnen pro Tag, ein Wert, der auf fortgesetzte Entgasung und damit auf frisches Magma im System hindeutet. Es gibt mäßige Dampfemissionen, die in Richtung Westnordwest und West verdriften. Gleichzeitig bestätigen Bodenverformungsdaten, dass das Vulkangebäude derzeit aufgebläht ist, was ein klassisches Signal für zunehmenden inneren Druck darstellt.

Trotz dieser Hinweise blieb die seismische Aktivität niedrig. In den vergangenen 24 Stunden wurden keine vulkanischen Erdbeben registriert; auch in einem Zwei-Wochen-Fenster blieb die Seismik unauffällig. Dies ist nicht untypisch für den Mayon, da viele seiner Domprozesse ruhig und ohne starke Erdbebensignaturen ablaufen, was auf freie Magmaaufstiegswege in der Tiefe hindeutet.

Die Behörde DOST-PHIVOLCS hält weiterhin Alarmstufe 1 aufrecht, warnt jedoch eindringlich vor dem Betreten der sechs Kilometer breiten permanenten Gefahrenzone. Mögliche Gefahren bleiben phreatische Explosionen, Felsstürze, pyroklastische Ablagerungen sowie Lahare bei starken Regenfällen.

Taal: Phreatische Eruption am 3. Dezember

Eruption vom Taal lässt Eruptionswolke auf 1500 m Höhe aufsteigen – VONA-Warnung veröffentlicht

Am philippinischen Taal-Vulkan kam es heute zu einer explosiven Eruption. Laut dem Vulkanaschewarnzentrum in Tokio begann der Ausbruch um 16:59 UTC. Auf den Philippinen war es zu diesem Zeitpunkt 00:59 Uhr Ortszeit. Die Aschewolke erreichte eine Höhe von etwa 1.500 Metern über dem Krater, was dem Flugniveau FL050 entspricht.

Die Beobachtungen basieren auf Daten des Himawari-9-Wettersatelliten sowie auf Informationen der philippinischen Vulkanbehörde PHIVOLCS. Zum Zeitpunkt der letzten Auswertung um 17:00 UTC konnte in den Satellitenbildern aufgrund dichter Bewölkung keine klar erkennbare Vulkanaschewolke festgestellt werden. In der betroffenen Höhe herrschten Winde aus Nordost mit rund 28 Knoten.

Taal © PHILVOLCS

Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelte es sich um eine phreatische oder phreatomagmatische Eruption, wie sie für den Taal in den letzten Jahren typisch ist. Aufgrund der VONA-Warnung kann von einem gewissen Ascheanteil in der Eruptionswolke ausgegangen werden, was nahelegt, dass es sich um eine der stärkeren phreatomagmatischen Eruptionen handelte. Diese Eruptionsform geht vom Kratersee auf Volcano Island aus.

Der Inselvulkan war in den letzten Tagen Schauplatz einer langanhaltenden Tremorphase, die am 1. Dezember begann. Solche Tremorphasen werden durch starke Fluidbewegungen verursacht und treten besonders dann auf, wenn das Fördersystem des Vulkans blockiert oder verstopft ist. Bereits am 27. November betrug der Schwefeldioxidausstoß 208 Tonnen pro Tag. Der Wert wurde seitdem nicht aktualisiert. In meinem letzten Update zum Taal hatte ich darüber spekuliert, dass sich das Vulkansystem langsam abkühlen könnte. Die heutige Eruption scheint dem zu widersprechen. Von anderen Vulkanen ist jedoch bekannt, dass es in einer Abkühlphase vermehrt zu phreatischen Eruptionen kommen kann, weil sinkende Gastemperaturen Kondensations- und Kristallisationsprozesse in den Aufstiegswegen begünstigen, was zu den erwähnten Blockaden führt.

Handelte es sich jedoch um eine phreatomagmatische Eruption, müsste Magma mit Grundwasser in Kontakt gekommen sein. Das stünde eher im Gegensatz zu einer fortschreitenden Abkühlphase.

Update: Gerade als ich mit dem Schreiben des Artikels fertig geworden bin, veröffentlichte PHILVOLCS Bilder der Überwachungskameras. Die Aufnahmen bestätigen meine Spekulationen betreffend des Ausbruchscharakters: Es war eine phreatomagmatische Eruption. Vor diesem Ausbruch gab es eine kleine hydrothermale Explosion.