Anhaltender Vulkanausbruch am Kanlaon – Vulkanasche in 3600 m Höhe detektiert
Der philippinische Vulkan Kanlaon bleibt weiter aktiv und am 3. Juni jährt sich der Beginn der Eruptionen bereits zum 2. Mal. Gestern stieß der Vulkan bei schönstem Wetter Asche aus, die laut PHILVOLCS und dem VAAC Tokyo höher als sonst aufstieg und eine Höhe von 3600 m erreichte. Dass die Aschewolke so hoch aufstieg, war auch dem fast windstillen Wetter geschuldet. Die Ascheemissionen halten heute weiterhin an.

Der Kanlaon zählt mit einer Höhe von 2435 Metern zu den höchsten Bergen der zentralen Philippinen und ist zugleich einer der aktivsten Vulkane des Landes. Es handelt sich um einen sogenannten Schichtvulkan (Stratovulkan), der aus wechselnden Lagen von Lava, Asche und pyroklastischem Material aufgebaut ist. Solche Vulkane sind für explosive Eruptionen bekannt und entstehen häufig entlang von Subduktionszonen – in diesem Fall am pazifischen Feuerring.
Am Morgen des 28. Mai begann laut Beobachtungen des Kanlaon Volcano Observatory gegen 6 Uhr eine Ascheemission aus dem Gipfelkrater. Graubraune Aschewolken stiegen bis zu 1200 Meter über den Krater auf und drifteten anschließend nach Südwesten. Satellitenbilder des japanischen Wetter- und Erdbeobachtungssatelliten Himawari-9 bestätigten die anhaltende Aktivität. Das Tokyo VAAC registrierte eine Vulkanaschewolke bis etwa 3600 Meter Höhe, die sich mit einer Geschwindigkeit von 9 km/h südwärts bewegte.
Daten von PHILVOLCS zeigen, dass innerhalb von 24 Stunden drei Ascheemissionen am Kanlaon registriert wurden, die zwischen 31 und 85 Minuten andauerten. Zudem verzeichneten Seismometer 14 vulkanisch bedingte Erdbeben, darunter einen 41 Minuten langen vulkanischen Tremor. Die Schwefeldioxid-Emission lag am 28. Mai bei 1984 Tonnen pro Tag. Sie weisen darauf hin, dass es im Fördersystem anhaltende magmatische Prozesse gibt. Gleichzeitig zeigen Messungen eine Aufblähung des Vulkangebäudes.
PHIVOLCS belässt die Warnstufe bei 2. Die Behörden warnen vor plötzlichen phreatischen Explosionen und möglicher magmatischer Aktivität. Das Betreten der permanenten Gefahrenzone im Umkreis von vier Kilometern bleibt untersagt.







