Erdbeben-News 17.09.21: Tote in China

In China manifestierte sich ein moderates Erdbeben mit Todesopfern. Das stärkste Erdbeben der letzten Tage ereignete sich in Vanuatu.

Vanuatu: Erdbeben Mw 5,8

Datum: 17.09.2021 | Zeit: 10:28:40 UTC | Lokation:  13.43 S ; 167.41 E | Tiefe: 10 km | Mw 5,8

In Vanuatu bebte es mit einer Magnitude von 5,8. Der Erdstoß manifestierte sich in einer Tiefe von 10 km. Das Epizentrum wurde offshore, 52 km nördlich von Sola verortet. Der Inselstaat liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone nahe des Vanutau-Grabens.

Alaska: Erdbeben Mw 5,6

Datum: 16.09.2021 | Zeit: 17:51:56 UTC | Lokation: 55.23 N ; 156.55 W | Tiefe: 25 km | Mw 5,6

Südlich der Halbinsel von Alaska fand ein Erdstoß der Magnitude 5,6 statt. Die Tiefe des Hypozentrums wurde mit 25 km angegeben. Das Epizentrum lag 250 km östlich von Sand Point, direkt an der Subduktionszone des Feuerrings. In Alaska gibt es zahlreiche Vulkane, von denen derzeit einige aktiv sind.

China: Erdbeben Mw 5,4

Datum: 15.09.2021 | Zeit: 20:33:32 UTC | Lokation: 29.21 N ; 105.36 E | Tiefe: 10 km | Mw 5,4

Vorgestern ließ ein moderates Erdbeben in China 737 Gebäude einstürzen und richtete nicht nur große Schäden an, sondern verursachte auch 2 Todesopfer und mindestens 60 Verletzte. Das Beben der Magnitude 5,4 ereignete sich in 10 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 58 km östlich von Zigong lokalisiert. Die Stadt Luzhou lag nur 30 km vom Epizentrum entfernt. Hier entstanden die größten Schäden. Insgesamt wurden mehr als 7000 Gebäude beschädigt. Der Strom fiel aus und das öffentliche Leben kam zum Erliegen. Die großen Schäden, die von dem moderaten Beben verursacht wurden, sprechen für eine marode Bausubstanz mit großen Mängeln. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua brachte es das Beben auf M 6,0. Wenn dem so war, dann handelte es sich bestimmt um eine Messung der Lokalmagnitude.

Japan: Erdstoß Mb 5,4

Datum: 16.09.2021 | Zeit: 09:42:29 UTC | Lokation: 09:42:29 | Tiefe: 10 km | Mb 5,4

Vor der Westküste der japanischen Insel Honshu manifestierte sich ein Erdbeben der Magnitude 5,4. Der Erdbebenherd befand sich 10 km tief. Das Epizentrum lag 55 km nördlich von Nanao.

Vulkan-News 17.09.21: Cumbre Vieja, Erta Alé

Auf La Palma gab es weitere Erdbeben und Inflation. Am Fagradalsfjall ereignete sich ein größerer Kollaps im Krater. Der Erta Alé zeigt eine thermische Anomalie und der Fuego erzeugt einen kurzen Lavastrom.

Cumbre Vieja: Inflation weiter gestiegen

Staat: Spanien | Koordinaten: 28.57-17.84 | Eruption: Magmenintrusion

Nachdem die Seismizität am Cumbre Vieja gestern kurzzeitig zurückgegangen war, zog sie mittags wieder an. Dabei manifestierte sich ein Erdbeben Ml 3,1 in nur 6 km Tiefe. Auf dem Seismogram erkannte man einen Tremorpuls. Die Vulkanologen vom IGN berichten, dass sich die Inflation weiter erhöht hat und der Boden nun um bis zu 10 cm angehoben wurde. In so kurzer Zeit ist das schon ein beachtlicher Wert. Zuvor wurde gemeldet, dass sich mittlerweile gut 11 Millionen Kubikmeter Magma im Untergrund angesammelt haben. Wenn es weiteren Magmenaufstieg geben sollte, stehen die Chancen auf eine Eruption nicht schlecht. Einstweilen machen sich viele Vulkanologen auf den Weg nach La Palma, um den Vulkan besser zu überwachen.

Erta Alé: Lava im Krater

Staat: Äthiopien | Lokation: 13.60, 40.70 | Eruption: Hawaiianisch

Im Südkrater des äthiopischen Vulkans Erta Alé scheint wieder Lava zu stehen. Wahrscheinlich bildete sich ein Lavapool im Pitkrater. Auf Sentinell-Satellitenfotos erkennt man eine thermische Anomalie von kleiner Ausdehnung. MIROVA detektierte eine moderate Wärmestrahlung mit 54 MW Leistung.

Fagradalsfjall: Kollaps löst Lavafontäne aus

Staat: Island | Koordinaten: 63.903, -22.273 | Eruption: Hawaiianisch

Augenzeugen berichteten mir, dass gestern 2 rötlich-braune Aschewolken aus dem neuen Krater am Fagradalsfjall-Vulkan aufgestiegen sind. Nach einem der Ereignisse wurde eine kurzweilige Lavafontäne beobachtet. Allem Anschein nach kam es zu größeren Kollaps-Ereignissen am, bzw. im Krater. Das Material stürzte in den Lavasee und triggerte so die Fontäne. Darüber hinaus flossen wieder Lavaströme durch das Tal Geldingadalir. Der Tremor pulst weiter in schneller Frequenz und erreicht größere Amplituden, als wir es in den letzten Wochen gesehen haben.

Fuego mit Lavastrom

Staat: Guatemala | Koordinaten: 14.47, -90.88 | Eruption: Vulcanianisch

In Guatemala erzeugt der Fuego einen kurzen Lavastrom: er fließt aus dem Krater durch die Schlucht Ceniza und hatte gestern eine Länge von 300 m erreicht. Von seiner Front gehen Schuttlawinen ab. Darüber hinaus ist der Fuego weiter explosiv tätig und eruptiert zwischen 5 und 12 Mal die Stunde. Aschewolken steigen bis auf einer Höhe von 4800 m auf.

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