Mexiko: Erdbeben und Vulkanausbruch

Im Golf von Mexiko ereignete sich ein Seebeben der Magnitude 6,6. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe und gut 100 km südwestlich der Ortschaft „Los Mochis“. Über Schäden liegen noch keine Meldungen vor. Dem Hauptbeben ging eine Serie schwächerer Beben voran. Mit weiteren Erdbeben muss gerechnet werden.

Der Vulkan Colima ist ebenfalls wieder aktiver geworden und eruptiert Aschewolken. Die Vulkanasche regnete über einige Ortschaften nieder.

Sizilien: Erdbebenschwarm

Schwarmbeben bei den Liparischen Inseln. © EMSC11 km vor der Küste der Insel Alicudi ereignete sich vor 3 Tagen ein kleiner Erdbebenschwarm. Die stärkste Erschütterung hatte eine Magnitude von 4,1 und lag in 12,2 km Tiefe. Alicudi ist die westlichste Insel der Liparischen Inseln und ist vulkanischen Ursprungs. Im Nordosten des Archipels liegt Stromboli. Die Karte zeigt auch leichte Erdbebentätigkeit unter der Ostflanke des Ätnas.

Kongo: Erdbeben M 5,6

Die Lage des Hypozentrums am Kivu See. © EMSCIm Südwesten des Kivu-Sees in der Demokratischen Republik Kongo bebte die Erde gleich zwei Mal mit Magnituden von 5,6 und 5,5. Die Hypozentren der Beben lagen in ca. 10 km Tiefe. Es entstand großer Sachschaden und es gab mindestens 2 Tote und zahlreiche Verletzte. Besonders schlimm betroffen ist der Ort Kalehe.

Im Norden des Sees liegen die beiden aktiven Vulkane Nyamuragira und Nyiragongo. In deren Kratern brodeln derzeit Lavaseen. Obwohl die Erdbeben sehr wahrscheinlich nicht in direktem Zusammenhang mit dem Vulkanismus stand, könnten die Erdstöße das Verhalten der Vulkane beeinflussen.

Aleuten: schweres Erdbeben

Erdbeben bei den Aleuten. © EMSC+

Der zu Alaska gehörende Inselbogen der Aleuten wurde von einem schweren Erdbeben der Magnitude 7,4 (6,9) erschüttert. Die Gegend ist nur dünn besiedelt und man geht nicht von Opfern aus. Das Hypozentrum lag in 20 km Tiefe und ca. 60 km vor Chuginadak Island. Dort befinden sich 4 Vulkane von denen Mount Cleveland der bekannteste und aktivste ist. Der Vulkan zeigte bereits in den letzten Tagen Anzeichen einer bevorstehenden Eruption. Wenn man von der Annahme ausgeht, das starke Erdbeben Vulkanausbrüche auslösen können, sollte man eigentlich in der nächsten Zeit eine entsprechende Antwort des Vulkans bekommen.

Erdbeben vor Puerto Rico und Java

Vor der Südküste Ostjavas ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 5,8. Das Hypozentrum lag in 80 km Tiefe. Aufgrund der Tiefe dürfte kein Tsunami entstehen. Dennoch könnte sich das Erdbeben auf aktive Vulkane wie den Raung auswirken.

Schwarmbeben im Norden der großen Karibik-Inseln. © ESMC

Vor der Nordküste Puerto Ricos findet seit mehreren Wochen ein starker Erdbebenschwarm statt. Die seismische Tätigkeit steht im Zusammenhang mit der Subduktionszone vor der Erdbebenzone. Ebenfalls in der Karibik (Grenada) liegt der Unterwasservulkan Kick ’em Jenny der in den letzten Tagen für Aufregung sorgte. Dort geht die seismische Aktivität derzeit allerdings zurück. Interessanter Weise verzeichnete das EMSC nicht einen einzigen Erdstoß dort. Es liegt die Vermutung nahe, dass die registrierten Beben dort sehr schwach waren.

Island: massives Schwarmbeben

Update 02.07.2015: Bisher fanden 553 Einzelbeben statt. 36 brachten es auf Magnituden größer als 3. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 5,0. In den letzten Stunden ist die Bebenhäufigkeit stark rückläufig.

Update 23.00 Uhr: IMO hat heute Abend den Alarmstatus der Vulkaninsel Eldey auf „gelb“ angehoben. Sie liegt 15 km offshore der Reykjanes-Halbinsel und im Randgebiet des massiven Schwarmbebens. Eldey besteht aus Palagonit und ist wahrscheinlich während eines Vulkanausbruches auf dem Reykjanes-ridge im Jahre 1210 entstanden. Die kleine Insel ist Vogelschutzgebiet und darf nur mit Sondergenehmigung betreten werden. Es kann also angenommen werden, dass das Schwarmbeben im Zusammenhang mit einer Magmenintrusion steht.

Originalmeldung: Vor der isländischen Küste manifestiert sich seit gestern Abend ein massives Schwarmbeben mit (bisher) 307 Einzelevents. 15 Beben hatten eine Magnitude größer als 3. Die Hypozentren liegen unter dem „Reykjanes ridge“ gut 40 km vor der Südwestküste Islands. Die Tiefen der Erdbebenherde streuen zwischen 15 und 1 km.

Beben sind „Reykjanes ridge“ keine Seltenheit, doch so massive Schwarmbeben sieht man nicht alle Tage. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Beben mit der Intrusion eines Magmenkörpers assoziiert sind.

Der „Reykjanes ridge“ ist Teil des Mittelatlantischen Rückens. Entlang dieses submarinen Gebirges verläuft die Grenze zwischen Nordamerika und Europa. Am „Reykjanes ridge“ entfernen sich die Kontinente um jährlich 2,5 cm voneinander. Die Erdbeben hier sind oft tektonischer Natur, aber auch mit der Intrusion von Magma verbunden. Durch die Divergenz der Platten entsteht ein Riss, der mit Magma ausgefüllt wird. Dieser Riss, oder vielmehr Störungssystem zieht sich auch durch ganz Island. Die Insel liegt auf dem Mittelatlantischen Rücken, der hier durch einen Mantelplume hochgedrückt wird und zusätzlich für Magmanachschub sorgt.

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© IMO

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Jan Mayen: Erdbeben M 5,1

Der Beerenberg-Vulkan. © Dreizung/Wikipedia

Wenige Kilometer westlich der arktischen Vulkaninsel ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 5,2. Das Hypozentrum lag offshore in 10 km Tiefe.

Jan Mayen liegt auf dem Mittelatlantischen Rücken. Ähnlich wie auf Island drückte zusätzlich ein Mantelplume das Gebiet übersee. Der 2277 m hohe Beerenberg ist der größte Vulkan der Insel. An seiner Nordflanke kam es zuletzt 1985 zu einem Vulkanausbruch. Bei dem Vulkangebiet handelt es sich um eines der Nördlichsten.

Jan Mayen ist bis auf die 18-köpfige Besatzung einer Forschungsstation unbewohnt. Politisch wird sie Norwegen zugeordnet.

Hawaii: Erdbeben 5,2

Erdbeben am Kilauea. © EMSCAm Vulkan Kilauea auf Hawaii gab es heute Morgen ein Erdbeben der Magnitude 5,2. Das Hypozentrum lag in 9 km Tiefe wenige Kilometer südlich des Puʻu ʻŌʻō-Kraters. Es folgte ein schwächeres Beben M 3,2. Es bleibt spannend abzuwarten ob der Vulkan auf das Erdbeben reagiert. Auf den Livecams sieht man noch keine signifikanten Veränderungen

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