Home-Reef-Volcano: Vulkanausbruch hält Ende Februar an

Vulkanausbruch am Home Reef in Toga geht weiter – Rotglut im Krater detektiert

Der Home-Reef-Vulkan in Tonga bleibt auch Ende Februar aktiv und eruptiert eine Asche-Dampf-Wolke, die zuletzt in westlicher Richtung driftete. Darüber hinaus ist auf dem letzten wolkenfreien Satellitenfoto vom 20. Februar im normalen Lichtspektrum Rotglut im Krater auszumachen, was relativ selten vorkommt. Im Infrarotspektrum ist eine ausgeprägte thermische Anomalie sichtbar gewesen.

Home Reef

Die jüngsten Beobachtungen der geologischen Behörde von Tonga bestätigen ebenfalls das Anhalten der Aktivität, die bereits seit mehreren Wochen andauert. Am aktiven Schlot steigen kontinuierlich Dampfwolken und vulkanische Gase auf, die auf Satellitenfotos lange weiße Dampfbänder über der Meeresoberfläche erzeugen, bevor sie sich in der Atmosphäre verteilen. Satellitenaufnahmen zeigen zudem verfärbtes Wasser im Umfeld des Vulkans, was als ein Hinweis gilt, dass sich vulkanisches Material, Gase und Thermalwasser mit dem umgebenden Meer vermischen.

Auch den Vulkanologen vom Geological Survey Tonga ist die Rotglut im Krater nicht entgangen. Sie beschreiben das rötliche Leuchten im Bereich des Förderschlotes als besonders auffällig und interpretieren das Signal als Anzeichen der vulkanischen Aktivität. Die gemessene thermische Strahlungsleistung bewegt sich derzeit auf moderatem Niveau, was auf eine anhaltende, aber sich nicht steigernde Aktivität schließen lässt. Ascheemissionen sind möglich, treten jedoch offenbar nur phasenweise auf.

Die Alarmstufe für den Flugverkehr wurde auf „Orange“ gesetzt, da bei anhaltender Aktivität zeitweise Asche in die Atmosphäre gelangen kann. Für die Bevölkerung der Inselgruppen Vava’u und Ha’apai gilt hingegen der terrestrische Farbcode „Grün“, da aktuell nur ein geringes Risiko besteht. Der Schiffsverkehr wird ausdrücklich angewiesen, einen Sicherheitsabstand von mindestens zwei Seemeilen einzuhalten.

Home Reef liegt rund 25 Kilometer südwestlich von Late Island sowie zwischen den Inselgruppen Vava’u und Ha’apai im zentralen Tonga-Archipel. Der Vulkan ist bekannt für wiederholte submarine Ausbrüche, bei denen sich zeitweise neue kleine Inseln aus lockerem vulkanischem Material bilden können.

Home Reef: Vulkaninsel veränderte sich deutlich

Satellitenaufnahmen dokumentieren Veränderungen am Inselvulkan Home Reef in Tonga

Der südpazifische Unterwasservulkan Home Reef ist weiterhin aktiv und hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verändert. Neue Satellitenaufnahmen zeigen, dass die im Jahr 2022 entstandene Insel seit Dezember 2025 spürbar gewachsen ist. Nach rund fünf Monaten relativer Ruhe setzte am 17. Dezember eine neue Eruptionsphase ein, die aktuell noch andauert, wie man an Wärmestrahlungsmessungen und Infrarotaufnahmen von Satelliten sehen kann.

Home Reef
Home Reef

Besonders eindrucksvoll dokumentieren Aufnahmen der Satelliten Landsat 8 und 9 das Fortschreiten der Aktivität. Die Bilder vom 3. und 27. Dezember 2025 sowie vom 28. Januar 2026 belegen, wie sich frische Lavaströme zunächst nach Osten und Süden ausbreiteten. In den darauffolgenden Wochen verlagerte sich das Wachstum nach Nordwesten und schließlich nach Norden. Messungen mit dem Radar des deutschen Satelliten TerraSAR-X zeigen, dass die Insel bis Anfang Februar um fast acht Hektar anwuchs – eine beträchtliche Erweiterung für einen so jungen Vulkanbau.

Während der gesamten Phase stiegen aus einem etwa 100 Meter breiten Krater Gas- und Dampfwolken auf. In der letzten Januarwoche registrierten Piloten eine zunehmende Höhe der Emissionen, woraufhin der geologische Dienst von Tonga die Warnstufe für den Flugverkehr auf Orange anhob. Neben sichtbaren Asche-Dampf-Wolken lieferten auch Wärmedaten der Instrumente MODIS und VIIRS Hinweise auf frische Lava nahe der Oberfläche.

Auffällig ist zudem die anhaltende Verfärbung des Meerwassers rund um die Insel. Sie entsteht durch austretende Gase, mineralreiches Wasser und Schwefelpartikel, die sich mit dem Ozeanwasser vermischen. Trotz des Wachstums des Inselvulkans bleibt die Aktivität deutlich schwächer als beim Vulkan Hunga Tonga-Hunga Haʻapai, der ebenfalls zum Archipel von Tonga gehört.

Der Vulkanausbruch am Home Reef stellt für die Bewohner von Tonga derzeit nur ein geringes Risiko dar, so die Behörden.

Home-Reef-Vulkan: Stärkerer Vulkanausbruch befürchtet

Stärkerer Vulkanausbruch am Home-Reef-Vulkan befürchtet – Thermalstrahlung deutet Aufheizung an

Die vulkanische Aktivität am Inselvulkan Home Reef (Tonga) hält an und hat sich im Verlauf der letzten Tage weiter verstärkt. Nach Angaben des Tonga Geological Services (TGS) wurden höhere Emissionen von Dampf und vulkanischen Gasen beobachtet, die von einer zunehmenden Wärmestrahlung begleitet werden. Es besteht die Möglichkeit von explosiven Eruptionen mit starkem Ascheausstoß. Die Warnstufe für die Luftfahrt bleibt auf „Orange“.

Wärmeanomalie

Die Vulkanologen vom TGS teilten mit, dass der Mitte Dezember begonnene Ausbruch unvermindert andauert. Seit Beginn der Eruption steigen aus dem Hauptkrater kontinuierlich Asche-Dampf-Wolken auf. Der Hauptschlot des Vulkans befindet sich weiterhin an derselben Position. Seine Ausdehnung wurde anhand von hochauflösenden Satellitenaufnahmen am 7. Januar auf etwa 100 × 130 Meter geschätzt. Am 28. Januar wurde – wie berichtet – der Alarmcode „Orange“ ausgegeben.

Beobachtungen der vergangenen Tage zeigen, dass die Höhe dieser Emissionen zugenommen hat. Zusätzlich sind auf aktuellen Satellitenbildern Wasserverfärbungen erkennbar, die sich über ein großes Areal ausbreiten und auf anhaltende Aktivität unter der Wasseroberfläche hinweisen.

Neueste Satellitendaten vom 31. Januar und 1. Februar 2026 detektieren zudem mittelstarke Wärmeanomalien vom Hauptkrater, aber auch von einigen Stellen entlang der Küste. Sie belegt, dass die Oberfläche der neu entstandenen Insel weiterhin stark erhitzt ist und Lava im Fördersystem steht. Die Wärmeabstrahlung hat eine Leistung von bis zu 68 MW.

Trotz der fortgesetzten Aktivität stuft der TGS das Risiko für die Bevölkerungen von Vava’u und Ha’apai derzeit als gering ein. Für die Schifffahrt gelten jedoch weiterhin besondere Vorsichtsmaßnahmen: Seeleute werden dringend aufgefordert, einen Sicherheitsabstand von mindestens zwei Seemeilen zum Home Reef einzuhalten. Eine Gefahrenkarte wurde veröffentlicht, um die Navigation in dem betroffenen Seegebiet zu erleichtern.

Geografisch liegt Home Reef rund 25 Kilometer südwestlich von Late Island, etwa 22 Kilometer nordöstlich von Lateiki (Metis Shoal) und ungefähr 75 Kilometer nordwestlich von Mo’unga’one Island. Die Position des Vulkans wird mit 18,992° südlicher Breite und 174,775° westlicher Länge angegeben.

Home-Reef-Vulkan: Vulkanologen halten Warnung aufrecht

Home-Reef in Tonga: Inselvulkan gefährlich für die Schifffahrt

Der submarine Vulkan Home Reef ist auch Ende des Monats weiterhin aktiv und emittiert eine deutlich messbare Thermalstrahlung. Darüber hinaus stößt der kleine Inselvulkan im Südpazifik – der offiziell noch als submariner Vulkan geführt wird – Dampfwolken aus, die zudem feine Aschen enthalten. Vulkanologen des TGS (Tonga Geological Services) beobachteten auch Schlammfontänen, die marine Sedimente enthielten, was auf phreatische Eruptionen hindeutet. Damit zeigt Home-Reef, wie dynamisch die Erde unter den Ozeanen ist.

Home Reef
Thermische Anomalie

Die Aktivität hält seit Mitte Dezember 2025 an und das TGS veröffentlichte heute eine weitere Warnung, nach der die Eruption eine Gefahr für den Schiffsverkehr darstellt. Für Kapitäne gilt eine Sperrzone von 2 Seemeilen (fast 4 km) um den Inselvulkan und auch Flugkapitäne sollen die Gegend meiden: Aufgrund der Möglichkeit stärkerer Ascheeruptionen wurde der Farbcode für den Flugverkehr auf „Orange“ erhöht. Eine größere Gefahr für die Bewohner umliegender Inseln des Archipels von Tonga besteht derzeit nicht, hier steht der Alarmstatus auf „Grün“. Dieser Status bedeutet nicht, dass es überhaupt keine Gefahr gibt, denn sobald die Warnampel an einem Vulkan anspringt, gilt er als aktiv und steht unter besonderer Beobachtung.

Home Reef gehört zum Tofua-Vulkankomplex, zu dem auch eine große Caldera gehört. Die Vulkane Tongas reihen sich entlang einer der aktivsten Subduktionszonen der Erde auf, die für ihre große Anzahl submariner Vulkane bekannt ist, darunter dem Hunga-Tonga-Hunga-Ha’apai, der vor 4 Jahren die größte je von Menschen beobachtete Eruptionswolke hervorbrachte.  Die aktuelle Vulkaninsel liegt nur wenige Meter über dem Meeresspiegel und erhob sich infolge intensiver Eruptionen im Jahr 2022 über der Wasserlinie. Seitdem wuchs der Krater des Vulkans auf einen Durchmesser von 100 × 130 Metern an. Ob die kleine Vulkaninsel von Dauer sein wird, hängt von der weiteren eruptiven Aktivität ab. An dieser Stelle hatte sich schon in früheren Jahren eine Insel gebildet, die immer wieder von der Kraft des Wassers erodiert wurde.

In eruptiven Zeiten, in denen der Förderschlot unter Wasser liegt, bietet Home-Reef das besondere Naturspektakel surtseyanischer Eruptionen. Bei diesen Ausbrüchen kommt es zum Kontakt zwischen Lava und Meerwasser, was die Explosivität verstärkt und spektakuläre Eruptionswolken hervorbringt, die nicht nur aus Dampf und Vulkanasche bestehen, sondern mit dem Ausstoß von Wasser- und Schlammfontänen einhergehen.

Home-Reef-Volcano zeigt deutliche Wärmeanomalie

Wärmeanomalie im Krater des Home-Reef-Vulkans in Tonga – starke Dampfentwicklung und Wasserverfärbungen

Eine ausgeprägte Wärmeanomalie im Kraterbereich von Home Reef, die durch MIROVA/MODIS registriert wird und eine thermischen Leistung von 26 Megawatt aufweist, liefert einen wichtigen Hinweis auf die aktuellen Prozesse im Inneren des submarinen Vulkans, der inzwischen eigentlich eine Vulkaninsel bildet. Die konzentrierte Hitzequelle spricht dafür, dass sich Magma in sehr geringer Tiefe befindet oder zeitweise offen an die Oberfläche gelangt. Vulkanologen schließen daraus, dass strombolianische Eruptionen möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich sind. Hierbei handelt es sich um kurze, gasgetriebene Explosionen, bei denen glühende Schlacken und Lavafetzen ausgestoßen werden, ohne dass es zu großräumigen, zerstörerischen Ausbrüchen kommt.

Die thermische Anomalie ist auf einem Sentinel-Satellitenfoto von heute im Infrarotspektrum sichtbar. Im normalen Lichtspektrum sieht man östlich der kleinen Vulkaninsel grünliche Wasserverfärbungen, die von Mineraleintrag zeugen, der entweder direkt von Lava stammen kann oder aber von Fluiden hervorgerufen wird. Das Bild enthüllt auch eine ausgeprägte Dampfwolke, die in Richtung Westen driftet.

Solche Aktivität passt gut zu einem jungen Vulkansystem wie Home Reef. Der Vulkan liegt in der hochaktiven Tonga-Kermadec-Subduktionszone, wo die Pazifische Platte in den Erdmantel abtaucht. Wiederholte Ausbrüche haben hier bereits mehrfach kurzlebige Inseln entstehen lassen. Auch die heutige Insel ist das Ergebnis fortgesetzter Eruptionen, die den Inselvulkan in den letzten Jahren über den Meeresspiegel anwachsen ließen. Doch diese neu geborene Landmasse ist fragil. Brandung, Erosion und Hangrutschungen verändern ihre Form ständig, ein Prozess, der ebenso Teil der Inselentstehung ist wie der Vulkanismus selbst.

Eine wissenschaftliche Expedition die der Geologischen Dienstes von Tonga im November durchführte bestätigte diesen Eindruck. Forschende aus Tonga sowie von den Universitäten Otago und Auckland untersuchten die Vulkane Hunga Tonga–Hunga Haʻapai, Tofua und Home Reef. Während am Hunga-Tonga-Komplex keine aktuelle Aktivität beobachtet wurde und die Überreste des gewaltigen Ausbruchs von 2022 weiter erodieren, zeigte sich Home Reef weiterhin aktiv. Die neue Insel misst inzwischen über einen Kilometer Durchmesser und ragt rund 70 Meter über den Meeresspiegel. Gasmessungen ergaben Emissionen von ca. 100 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag, ein klarer Hinweis auf Magma nahe der Oberfläche.

Die Expedition kommt zu dem Schluss, dass derzeit keine unmittelbare Gefahr für größere Siedlungen besteht. Dennoch bleibt Vorsicht geboten. Home Reef ist aktiv, kleinere Ausbrüche sind jederzeit möglich und die Ereignisse rund um Hunga Tonga zeigen, wie schnell sich die Lage in dieser Region ändern kann.

Home Reef: Vulkanologen untersuchen erstmalig junge Vulkaninsel

Erste vulkanologische Expedition untersucht Tongas Home Reef – Aktive Vulkaninsel wächst weiter

Eine internationale Forschergruppe hat im November 2025 erstmals vor Ort den Home Reef Vulkan im Königreich Tonga untersucht. Der Unterwasservulkan, der in den letzten Monaten mehrfach ausgebrochen ist, hat durch seine Aktivität eine neue Insel mit mehr als einem Kilometer Durchmesser und rund 70 Metern Höhe über dem Meeresspiegel geschaffen.

Home Reef zählt zu den aktivsten Vulkanen Tongas und wird noch zu den submarinen Vulkanen gezählt, da die junge Vulkaninsel noch nicht als stabil angesehen wird und wieder in den Fluten des Meeres versinken könnte. Der Vulkan wächst durch fortlaufende Eruptionen vom Boden des Ozeans aus, durch Lava, deren Magma aus der Tiefe des Erdmantels aufsteigt, und durch explosive Eruptionen sowie Lavaströme, die neues Land bilden.

Eine kürzlich durchgeführte Expedition, die von der University of Otago, der University of Auckland und dem tongaischen Ministerium für Land, Vermessung, Planung und natürliche Ressourcen organisiert wurde, hatte das Ziel, den aktuellen Zustand der Vulkaninsel genau zu erfassen. Die Wissenschaftler nutzten Drohnen, um detaillierte topografische Daten zu erheben, und konnten daraus gemeinsam mit NASA-Experten ein hochpräzises 3D-Modell der Insel erstellen.

Home-Reef-Vulkan. © Tonga MLSP&NR.

Die Untersuchungen zeigten, dass der Vulkan nach wie vor sehr aktiv ist. Täglich werden etwa 100 Tonnen Schwefeldioxid freigesetzt, was auf Magma nahe der Oberfläche hinweist. Zudem sind noch frische Ascheablagerungen und Lavaströme sichtbar. Der Krater liegt mittlerweile über dem Meeresspiegel und ist von einem Kegel aus festem Lavagestein umgeben.

An den Hängen der Insel wurden kleine Erdrutsche beobachtet. Sollte es zu größeren Kollapsen kommen, könnten lokale Tsunamis ausgelöst werden. Das umliegende Meerwasser ist durch vulkanische Gase stark gedüngt, was zu Algenblüten führt.

Die Vulkaninsel dürfte nach Einschätzung der Forscher mehrere Jahre bestehen bleiben, da das Lavagestein relativ stabil ist. Mit weiteren Ausbrüchen ist zu rechnen, die vor allem Asche und Lavaströme freisetzen könnten und die Insel weiter anwachsen lassen. Die Gefahrenzone erstreckt sich auf etwa zehn Kilometer um Home Reef. Sollten in den nächsten Jahren jedoch Eruptionen ausbleiben, wird die Insel von den Ozeanwellen abgetragen und erodiert wieder unter der Wasseroberfläche.

Die tongaischen Behörden überwachen den Vulkan täglich mit Satellitentechnik, um frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können und die Bevölkerung zu schützen.

Home Reef: Eruption und Kollaps

Ascheeruptionen und Kollapsereignisse am Inselvulkan Home Reef in Tonga

Mittenimnirgendwo, 10.06.2025Der Inselvulkan Home Reef im Zentralbereich des Tonga-Archipels ist weiterhin explosiv aktiv und erzeugt Aschewolken unbekannter Höhe, die aber auf Satellitenaufnahmen zu erkennen sind. Zudem emittierte der Vulkan bis zum 27. Mai eine moderate Wärmestrahlung.

Home Reef mit Aschewolke. © Copernicus

Der 27. Mai scheint ein Stichtag zu sein, denn wie der Geologische Dienst Tonga in einem Bulletin vom 7.Juni mitteilt, gab es an diesem Tag nicht nur starke Explosionen, die eine größere Aschewolke erzeugten, sondern auch Kollapsereignisse an 3 Stellen der Vulkanflanke, die möglicherweise von diesen Explosionen ausgelöst wurden. Die Hangrutschmassen erreichten die Küste, doch sie waren zu klein um einen Tsunami auszulösen.

Die Ereignisse vom 27. Mai vergrößerten auch den Krater, der nun 245 x 110 Meter misst. Seit der stärkeren Explosion veränderte sich der Eruptionscharakter und es wurden keine thermischen Signale mehr registriert. Die Geowissenschaftler vermuten nun, dass die effusive Tätigkeit, die bis zu diesem Zeitpunkt auftrat, stoppte.

Unser Vereinsmitglied Manfred Meyer war gestern auf den Sentinel-Seiten von Copernicus unterwegs und entdeckte auf einem Satellitenfoto vom 5. Juni das erneute Auftreten von Aschewolken, die in Richtung Südwesten drifteten. Außerdem ist eine intensive Wasserverfärbung um die Insel zu erkennen. Solche Wasserverfärbungen entstehen für gewöhnlich durch den Eintrag vulkanischer Gase oder sogar durch Lavaströme. Im Infrarot-Spektrum ist allerdings keine entsprechende Wärmestrahlung auszumachen.

Zufällig entdeckte ich auf besagter Seite gerade auch schwache Wasserverfärbungen, die von einem Punkt bei den Koordinaten -19.178908, -174.850022 südlich von Home Reef ausgehen. Hier lag bis vor kurzem noch Metis Shoal, auch als Lateiki Island bekannt. Während man auf Google Maps hier noch eine kleine Insel entdecken kann, ist auf dem aktuellen Sentinel-Foto kein Land auszumachen. Bei Metis Shoal handelt es sich um einen submarinen Vulkan, der temporäre Vulkaninseln hervorbringt. Die zuletzt gebildete aus dem Jahr 2019 ist nun wieder im Meer versunken bzw. bis unter die Meeresoberfläche erodiert. Die Wasserverfärbungen zeigen aber, dass es zumindest Entgasungen am Vulkan gibt.

Home Reef: Thermische Anomalie und Wachstum detektiert

Inselvulkan Home Reef in Tonga vergrößerte sich und zeigt thermische Anomalie

Das junge Vulkaneiland Home Reef gehört zum Südseearchipel Tonga und liegt in der Tonga-Kermadec-Subduktionszone, einer Region mit hoher tektonischer Aktivität. Home Reef erblickte erst im Jahr 2022 das Licht der Welt. Seitdem wuchs die Insel in mehreren Phasen weiter an. Die jüngste dieser Phasen begann im letzten Dezember. Seitdem werden immer wieder thermische Anomalien registriert, die auf Satellitenfotos im Infrarotspektrum sichtbar sind. Eine dieser Anomalien erzeugt heute eine schwache Thermalstrahlung mit 3 MW Leistung. Auf einem Sentinel-Satellitenfoto von gestern erkennt man, dass die Anomalie vom Krater ausgeht, der sich am südwestlichen Inselrand befindet. Zudem ist das Wachstum der Insel zu erkennen, das hier anhand von Bildern vom Dezember 2024 und Februar 2025 dokumentiert wird.

Der Unterwasservulkan, der 2022 erstmals über die Meeresoberfläche hinausragte, hat seither mehrfach neues Land gebildet. Nach Ausbrüchen in den Jahren 2023 und 2024 erreichte die Insel eine Fläche von 12,2 Hektar, bevor sie während der jüngsten Aktivitätsphase von Dezember 2024 bis Januar 2025 um weitere 3,7 Hektar wuchs.

Satellitenbilder zeigen nicht nur, wie sich das neue Land durch ausströmende und erkaltende Lava formte, sondern auch dass sich das Wasser entlang der Küsten durch freigesetzte Gase und Schwefel verfärbte. Während einige der emittierten Stoffe das Wachstum von Phytoplankton fördern, sind die heißen, sauren Fontänen für viele Meereslebewesen schädlich. Bis das neu entstandene Land von höheren Tierarten dauerhaft besiedelt wird, werden noch Jahre vergehen, doch schon heute dient die Insel als Rastplatz für Seevögel und amphibische Meeresbewohner.

Frühere Eruptionen in diesem Gebiet bildeten oft instabile Inseln aus leicht erodierbarem Material. So wurden die jungen Vulkaninseln innerhalb von Monaten wieder auf Unterseetiefe abgetragen. Die aktuelle Insel besteht jedoch aus widerstandsfähigerem Gestein, weshalb Geologen von einer längeren Beständigkeit ausgehen.

Die Eruptionen des Home-Reef-Vulkans waren nicht stark genug, um die Bevölkerung des Inselreiches Tonga zu beeinflussen. Anders sieht es mit den Eruptionen des weiter südlich gelegenen Inselvulkans Hunga Tonga-Hunga Ha‘apai aus, der im Jahr 2022 groß ausbrach und explodierte. Diese Eruption löste Tsunamis und Ascheregen aus, unter denen die Bevölkerung Tongas litt.

Home Reef: Vulkaninsel wächst

Eruption am Home-Reef-Vulkan hält an – Insel vergrößert sich

Im Inselstaat Tonga hält die Eruption des Inselvulkans Home Reef seit 2 Wochen an. Aufgrund der abgeschiedenen Lage der kleinen Insel findet der Vulkanausbruch praktisch im Verborgenen statt und Augenzeugenberichte fehlen. Einzig die Daten der Satellitenfernerkundung stehen uns zur Verfügung, um uns ein Bild der Lage zu machen. Zunächst wurde man aufgrund der Wärmestrahlung auf die Eruption aufmerksam, dann sah man auch auf Satellitenfotos Dampfwolken vom Vulkan aufsteigen. Im Infrarotspektrum offenbarte sich, dass Lava austrat, und nun sind auch morphologische Veränderungen sichtbar: Die Lava fließt vor allem an der Ostküste ins Meer und vergrößert dort die Insel. Neues Land entsteht, das allerdings ziemlich instabil ist.

Normalerweise trotzen neue Lavadeltas, die sich aus Lavaströmen an Küsten bilden, der erosiven Kraft von Wind und See nur wenige Monate. Doch sollte der Ausbruch monatelang weitergehen, besteht die Chance, dass der Landzugewinn so groß ist, dass er das Fundament eines weiteren Inselwachstums bildet. Letztendlich hat jede Vulkaninsel einmal klein angefangen, als sich der Gipfel eines Unterwasservulkans langsam über den Meeresspiegel erhob und von Eruption zu Eruption wuchs. Doch letztendlich ist das Schicksal eines jeden Inselvulkans bereits besiegelt, sobald er erlischt: Im Laufe der Zeit verschwindet jede Vulkaninsel, entweder weil sie erodiert wird oder weil sie mit dem Förderband der Plattentektonik immer weiter in Richtung Ozeanrand wandert und irgendwann subduziert wird.

Ein weiterer Inselvulkan Tongas ist der Tofua, von dessen Krater ebenfalls eine thermische Anomalie ausgeht. Ob nur heiße Gase austreten oder sogar strombolianische Eruptionen stattfinden, lässt sich anhand der Satellitenaufnahmen nicht genau sagen. Da der Aktivitätsstatus im Mai auf „grün“ gesenkt wurde, ist erstere Option die Wahrscheinlichere.

Warnstufe am Home-Reef auf „Orange“ erhöht

Leider gibt es zum Home-Reef-Vulkan keine aktuellen Berichte beim GVP. Der Geologische Dienst in Tonga teilte am 13. Dezember allerdings mit, dass thermische Anomalien detektiert wurden, und veranlasste eine Erhöhung der Alarmstufe auf „orange“. Damit einher ging die Einrichtung einer Sperrzone mit einem Radius von 4 Kilometern um die Insel. Wasserfahrzeugen jeder Art ist es untersagt, sich der Insel weiter anzunähern.

Update 18:00 Uhr: Heute Nachmittag hat sich im Norden von Tonga ein Erdbeben Mw 6,0 ereignet. Das Hypozentrum lag in 193 Kilometern Tiefe. Einen direkten Zusammenhang mit dem Vulkan gibt es nicht, dennoch könnten die Erschütterungen die Vulkanaktivität beeinflussen.