Vulkan Sakurajima: Ascheeruption am 13. September

Japanischer Vulkan Sakurajima eruptiert Vulkanasche bis auf 3700 m Höhe

Am Sakurajima im Süden von Kyushu ist es am 13. September zu einer weiteren Eruption gekommen. Der explosive Vulkanausbruch manifestierte sich um 17:10 Uhr Ortszeit im Gipfelkrater Minamidake. Nach Angaben der japanischen Wetter- und Meteorologiebehörde JMA stieg die Eruptionswolke bis auf eine Höhe von 2.400 Metern über dem Kraterrand auf. Die Vulkanasche wurde vom Wind in nordwestliche Richtung verfrachtet und zog damit in Richtung des Internationalen Flughafens von Kagoshima.



Die JMA-Prognosen zum Ascheniederschlag gehen davon aus, dass es bis 23:00 Uhr Ortszeit zu mäßig starkem Ascheniederschlag kommen kann. In den Orten auf der Kirschblüteninsel wird mit etwas stärkerem Aschefall gerechnet, während unter anderem Tarumizu, Aira, Satsumasendai, Hioki und Akune von geringerem Aschefall betroffen sein können. In den stärker belasteten Gebieten empfiehlt die JMA, Schutzmaßnahmen gegen die Asche wie Atemschutzmasken und Regenschirme zu verwenden und langsamer zu fahren, da Vulkanasche die Sicht beeinträchtigen und Straßen rutschig machen kann.

Neben der Asche wurde größere Tephra ausgeworfen. Größere Blöcke gingen – wie auch bei den letzten stärkeren Eruptionen – bis in einer Entfernung von 1 Kilometer zum Gipfelkrater nieder.

Auch das VAAC Tokyo bestätigte die Eruption. Der Ausbruch wurde um 08:10 UTC registriert, wobei die Aschewolke eine Flughöhe von gut 3.700 Metern über dem Meeresspiegel erreichte. Auf Satellitenbildern war die Aschewolke anschließend nicht eindeutig auszumachen, da sich die Aschewolke unter Wetterwolken mischte.

Auf den diversen Livecams in der Region Kagoshima ist zu erkennen, wie sich die Aschewolke fast senkrecht über den Krater erhebt. Dabei stieg sie relativ langsam auf. Es herrschte relativ schwacher Wind und die Wolke wurde erst in der Höhe seitwärts verfrachtet.

Die neue Eruption fügt sich in eine anhaltende Phase erhöhter Aktivität ein. Bereits Anfang September wurden wiederholt vulkanische Erdbeben registriert. Zwischen dem 7. und 11. September traten täglich mehrere vulkanische Beben auf.

Auffällig ist auch der Schwefeldioxidausstoß, der bei einer Messung am 10. September 2.100 Tonnen pro Tag betrug. Die Vulkanologen bewerten die Gasfreisetzung als weiterhin hoch und gehen davon aus, dass die eruptive Aktivität anhalten wird.

Die Vulkanwarnstufe 3 bleibt bestehen. Damit gelten Einschränkungen für den Zugang zu den Gipfelbereichen. Neben Ascheregen besteht insbesondere eine Gefahr durch ballistisch ausgeworfene Gesteinsbrocken und pyroklastische Ströme. Ein Ende der eruptiven Phase ist nicht in Sicht.

Tokachidake: Alarmstufe des Vulkans auf „3“ angehoben

Alarmstufe wegen zunehmender Erdbeben am Tokachidake angehoben – Vulkanausbruch droht

Am japanischen Vulkan Tokachidake auf Hokkaido ist die Vulkanwarnstufe am 12. September 2026 von „2“ auf „3“ angehoben worden. Die JMA begründete den Schritt mit einer Zunahme vulkanisch bedingter Erdbeben sowie anhaltenden Anzeichen für eine Aktivierung des Vulkans. Für das Gebiet um den Krater 62-2 gilt eine Zutrittsbeschränkung mit einem Radius von 3 Kilometern um den Krater, wo eine Gefahrenzone eingerichtet wurde.

Tokachidake (Archiv)

Die vulkanische Aktivität des Tokachidake ist bereits seit Monaten erhöht. Seit März registrieren Messungen eine Bodenhebung, die auf eine Inflation in mittlerer Tiefe unter dem Vulkan hindeutet. Seit April wird zudem eine erhöhte Schwefeldioxidfreisetzung festgestellt. Zu Spitzenzeiten wurden mehr als 2500 Tonnen des vulkanischen Gases ausgestoßen. Zuletzt wurden ca. 1000 Tonnen pro Tag registriert.

Auch die thermische Aktivität am Krater ist seit dem 17. August verstärkt. Langperiodische seismische Signale treten bereits seit längerer Zeit auf. Aufgrund dieser Entwicklung war die Warnstufe am 18. Juni von 1 auf 2 erhöht worden.

Seit dem 17. August wurden außerdem fünf stärkere vulkanische Erdbeben registriert. Zwei ereigneten sich am 20. August, zwei weitere am Samstagmorgen. Das jüngste Beben gegen 08:20 Uhr erreichte an der Messstation Iouzawa eine maximale Amplitude von etwa 24 Mikrometern. Nach Einschätzung der JMA könnte es am Fuß des Berges wahrgenommen worden sein. Trotz der vergleichsweise geringen Zahl der Ereignisse bewertet die Behörde deren Stärke und die Kombination mit den anderen Aktivitätsparametern als besorgniserregend.

Mit der Warnstufe 3 wurde das Gebiet, in dem bei einer Eruption mit großen ballistischen Gesteinsbrocken gerechnet werden muss, von etwa 1,5 auf rund drei Kilometer erweitert. Betroffen sind unter anderem Biei, Kamifurano, Furano, Minamifurano und Shintoku. Der Berg ist für Bergsteiger gesperrt. Vulkanasche und kleinere Gesteinsfragmente können zudem in Windrichtung deutlich weiter verfrachtet werden.

Der Tokachidake eruptierte zuletzt 1988 und 1989. Besonders gefürchtet ist jedoch die Katastrophe von 1926, als ein phreatischer Ausbruch eine Schlammlawine auslöste, die 144 Menschen das Leben kostete. Die damaligen Verhältnisse mit einer mächtigen Schneedecke sind im September allerdings nicht gegeben. Zum Zeitpunkt der aktuellen Warnstufenerhöhung war der Gipfel von Wolken verhüllt, sodass die JMA keine direkte Beobachtung des Kraters vornehmen konnte.

Fuji: Starkregen löst Erdrutsch aus

Erdrutsch am Fuji begräbt drei Autos – Starkregen der Auslöser

Am japanischen Vulkan Mount Fuji hat Starkregen eines Tropensturms in der Nacht zum Mittwoch einen Erdrutsch ausgelöst. An der 5. Station (Fujinomiya-guchi) auf der Südseite des Vulkans rutschten in den frühen Morgenstunden größere Mengen Geröll aus Pyroklastika ab und erreichten den Parkplatz. Dabei wurden drei dort abgestellte Fahrzeuge von den Hangrutschmassen erfasst und teilweise verschüttet. Menschen kamen nach bisherigen Angaben nicht zu Schaden.

Fuji-Erdrutsch

Der Erdrutsch steht im Zusammenhang mit einer ausgeprägten Starkregenlage, die derzeit weite Teile Japans betrifft und Unwetter mit sich bringt. Ursache ist vor allem Taifun Nr. 24 „Krovanh“, der zuvor über dem Pazifik unterwegs war. Obwohl der tropische Wirbelsturm nicht direkt über den Fuji zog, führten seine feuchten Luftmassen zusammen mit einer über Japan liegenden herbstlichen Regenfront zu ausgiebigen Niederschlägen. Die Wetterlage brachte seit Sonntag Überschwemmungen und Erdrutsche in mehreren Regionen. So ertrank in Fukushima eine Frau in einem überfluteten Fahrzeug; für mehrere Präfekturen gelten weiterhin hohe Warnstufen vor Erdrutschen.

Bemerkenswert ist die derzeit ungewöhnlich hohe Sturmaktivität im Westpazifik. Neben dem Taifun Krovanh sind auch zwei weitere Stürme – die Systeme Nr. 25 „Dujuan“ und Nr. 26 „Surigae“ – aktiv. Damit sind gegenwärtig drei tropische Systeme im westlichen Pazifik vorhanden. Allerdings handelt es sich nicht bei allen drei gleichzeitig um Taifune im meteorologischen Sinn, sondern sie entsprechen der Kategorie Tropenstürme.

Der vom Hangrutsch betroffene Mount Fuji ist mit 3776 Metern Höhe der höchste Berg Japans und ein aktiver Stratovulkan. Sein letzter Ausbruch ereignete sich am Anfang des 18. Jahrhunderts während der Hōei-Eruption. Der Erdrutsch manifestierte sich nicht weit unterhalb der Gipfelregion auf etwa 2400 Metern Höhe. Sie ist der höchstgelegene Ausgangspunkt der vier offiziellen Fuji-Aufstiegsrouten.

Sakurajima: Neue Eruption am 8. September 2026

Sakurajima setzt Eruptionen nach kurzer Pause fort – Asche in 2400 m Höhe detektiert

Am japanischen Vulkan Sakurajima hat sich die eruptive Aktivität am 8. September in einer weiteren Ascheeruption manifestiert. Nach Angaben des japanischen Wetterdienstes JMA – der auch für Naturereignisse wie Erdbeben und Vulkanausbrüche zuständig ist – begann der Ausbruch am 8. September um 12:46 Uhr Ortszeit (03:46 UTC) am Minamidake-Gipfelkrater. Eine Aschewolke stieg dabei bis auf etwa 1.300 Meter über dem Krater auf und wurde vom Wind in südliche Richtung verfrachtet.

Sakurajima

Das VAAC Tokyo registrierte die Eruption ebenfalls. In seinem aktuellen Vulkanausbruchsbericht wird eine Aschewolke angegeben, die bis zu einer Flughöhe von FL080 aufgestiegen ist, was etwa 2.400 Metern über dem Meeresspiegel entspricht. Zum Zeitpunkt der Satellitenbeobachtung um 03:50 UTC war die Aschewolke in den Himawari-9-Daten allerdings bereits nicht mehr eindeutig identifizierbar. Wegen der schlechten Erkennbarkeit wurde keine weitere Aschewolkenprognose erstellt.

Der Ausbruch von Vulkanasche war allerdings auf Livecam-Aufnahmen zu sehen: Die Aschewolke schob sich bei relativ starkem Wind aus dem Krater und wurde direkt vom Wind erfasst, weswegen die Asche schnell verdriftete. Zusätzlich mischte sie sich unter Wetterwolken, was erklärt, warum sie auf den Satellitenbildern nur bedingt auftauchte.

Die Eruption ereignete sich im Rahmen der moderaten Aktivitätsphase der letzten Woche. Im jüngsten JMA-Lagebericht wurden zwischen dem 4. und 7. September mehrfach kleine Eruptionen am Minamidake beobachtet, die keine VONA-Warnungen beim VAAC Tokyo auslösten. Die letzte Warnung vor der aktuellen stammte vom 2. September. Am Showa-Krater wurden dagegen weder Eruptionen noch Rotglut festgestellt. Vulkanische Erdbeben treten derzeit nur selten auf, während vulkanischer Tremor gelegentlich registriert wird.

Gleichzeitig gibt es Hinweise auf eine anhaltende Magmazufuhr in der Tiefe. GNSS-Messungen zeigen seit etwa Mai eine leichte Verlängerung einiger Messlinien auf Sakurajima, was auf eine Ausdehnung des Vulkankörpers hindeutet. Auch im Untergrund der Aira-Caldera wird eine langfristige Ausdehnung beobachtet. Nach Einschätzung der JMA sammelt sich dort weiterhin Magma an. Zudem ist die Freisetzung von Schwefeldioxid allgemein hoch.

Die Vulkanwarnstufe 3 bleibt bestehen. Im Umkreis von etwa 2 Kilometern um die Gipfelkrater muss weiterhin mit ballistischen Gesteinsbrocken und pyroklastischen Strömen und – bei Regen – mit Laharen gerechnet werden.

Aso-san: Erhöhung der Alarmstufe des Vulkans in Japan

Warnstufe 3 nach deutlicher Zunahme der Aktivität am Aso – Zusammenhang mit Kumamoto-Erdbeben denkbar

Am Aso auf Kyushu hat sich die vulkanische Aktivität innerhalb weniger Tage deutlich verstärkt. Die japanische Meteorologische Agentur JMA hob am 14. August um 15:45 Uhr die Vulkanwarnstufe von 2 auf 3 an. Damit gilt rund um den bei Touristen beliebten ersten Krater des Nakadake eine Sperrzone von etwa zwei Kilometern. Dort besteht im Falle einer Eruption Gefahr durch große vulkanische Bomben und pyroklastische Ströme.

Aso-san

Auslöser der Hochstufung war vor allem eine signifikante Zunahme des vulkanischen Tremors, dessen Amplitude seit dem Abend des 12. August anstieg. Am Nachmittag des 14. August überschritt der gleitende Ein-Minuten-Mittelwert an einer Messstation 4 Mikrometer pro Sekunde. Gleichzeitig nahm die Freisetzung von Schwefeldioxid massiv zu: Bei der Messung vom 14. August wurden 2.700 Tonnen SO₂ pro Tag registriert, nachdem am 6. August noch 1.200 Tonnen gemessen worden waren.

Die Entwicklung ist allerdings nicht völlig neu. Bereits am 21. Juni war der Aso wegen zunehmenden Tremors und einer erhöhten SO₂-Freisetzung auf Warnstufe 2 gesetzt worden. Damals wurden 1.700 Tonnen SO₂ täglich gemessen.

Von besonderem Interesse ist der zeitliche Zusammenhang der Aktivitätssteigerung des Aso mit dem jüngsten starken Erdbeben Mw 6,8 vom 28. Juli in der Region Kumamoto. Ob das Beben die Aktivitätszunahme am Vulkan beeinflusst hat, ist derzeit nicht geklärt. Die JMA erklärte am 14. August, es gebe keine eindeutigen Daten für einen Zusammenhang, gleichzeitig könne ein Einfluss nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Grundsätzlich wäre ein solches Wirken des Erdbebens auf den Vulkan denkbar. Starke Erdbeben können Spannungen in der Erdkruste verändern, vorhandene Störungen reaktivieren und Fluid- oder Magmawege beeinflussen. Gerade am Aso ist eine solche Wechselwirkung von besonderem Interesse, da das Vulkansystem von einem komplexen Störungsnetz durchzogen wird.

Allerdings sprechen die über Wochen und Monate beobachteten Veränderungen auch für eine eigenständige Entwicklung des Vulkansystems. Der aktuelle Tremoranstieg und die extreme Zunahme der Gasemissionen sind deshalb kein Beleg dafür, dass das Erdbeben die vulkanische Aktivität ausgelöst hat. Möglich bleibt vielmehr, dass ein Erdbeben als zusätzlicher Trigger auf ein bereits angespanntes magmatisches System gewirkt haben könnte. Ein solcher Zusammenhang müsste durch die weitere Entwicklung der seismischen, geodätischen und vulkanischen Messdaten erst nachgewiesen werden, was sich grundsätzlich schwierig gestaltet.

Vulkan Sakurajima: Aschewolke hüllt Kagoshima ein

Vulkanausbruch am Sakurajima hüllte Bucht von Kagoshima mit Vulkanasche ein – Sicht ging gegen Null

Der japanische Kirschinselblütenvulkan Sakurajima liegt auf Kyushu in der Bucht von Kagoshima und hüllte die gleichnamige Stadt in eine Aschewolke ein, die nicht nur starken Ascheniederschlag bedingte, sondern die Sicht auf nahezu Null reduzierte. Die verursachende Eruption manifestierte sich am Spätnachmittag des 8. August um 17:14 Uhr Ortszeit (08:14 UTC) und manifestierte sich am Gipfelkrater des Minamidake. Die Aschewolke stieg bis in eine Höhe von 3.400 m über dem Meeresspiegel auf und wurde vom Wind nach Westen verfrachtet.

Aschewolke

Auf der Zahio-Livecam in Kagoshima ist sehr gut zu sehen gewesen, wie die Aschewolke meteorologische Wolken durchbrach und vom starken Wind über das Meer auf die Stadt zugetrieben wurde. Fallwinde drückten die Eruptionswolke zusätzlich Richtung Boden, wo sie die Menschen am Hafen von Sakurajima buchstäblich einhüllte und ihnen Sicht und Atem nahm. Wer schon einmal mit Vulkanascheniederschlag in Kontakt gekommen ist, weiß, wie unangenehm das sein kann: Die Asche findet ihren Weg unter die Kleidung und kriecht in jede Ritze. Ohne Kopfbedeckung hat man verloren. Der Straßenverkehr kann in solchen Situationen zum Erliegen kommen. Neben schlechter Sicht zu verursachen, macht Vulkansche die Straßen rutschig.

Um 18:33 Uhr Ortszeit meldeten der JMA eine weitere, etwa 900 Meter über den Kraterrand aufsteigende Eruptionswolke, ebenfalls mit einer Ausbreitung nach Westen. Damit setzte sich die anhaltende explosive Aktivität des Sakurajima fort. Erst am 7. August war eine Eruption am Minamidake registriert worden.

Besonders bemerkenswert ist auch die Entwicklung der vulkanischen Gasemissionen. Bei der jüngsten Messung am 4. August wurden gut 4.600 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag festgestellt. Damit hat sich der SO₂-Ausstoß gegenüber der Messung vom 13. Juli mit 2.200 Tonnen am Tag mehr als verdoppelt.

Während die Seisizität eher gering blieb, zeigen GNSS-Messungen weiter eine langsame Ausdehnung der Aira-Caldera. Sie gilt als Hinweis auf eine fortgesetzte Magmazufuhr beziehungsweise Druckzunahme in einem tiefer gelegenen Magmenreservoir unter der Caldera.

Die japanischen Behörden halten die Eruptionswarnstufe 3 mit Zugangsbeschränkungen aufrecht und warnen vor diversen Vulkangefahren.

Tokachidake emittiert Vulkanasche 300 m hoch

Tokachidake in Japan emittiert erneut Aschewolke und löst VONA-Meldung aus

Der japanische Vulkan Tokachidake liegt auf der nördlichen Insel Hokkaidō und ist heute erneut ausgebrochen. Nach Angaben der JMA begann die Eruption am 6. August 2026 um 14:17 Uhr Ortszeit (05:17 UTC). Der Ausbruch ereignete sich am aktiven Krater 62-2, der bereits seit mehreren Jahren immer wieder aktiv wird. Die Asche- und Gaswolke stieg 300 Meter über den Krater auf und erreichte damit eine Höhe von etwa 2.400 Metern über dem Meeresspiegel. Da die Eruptionssäule nahezu senkrecht aufstieg, wurde sie zunächst kaum vom Wind verdriftet.

Tokachidake (Archiv)

Das Tokyo Volcanic Ash Advisory Centre (VAAC) veröffentlichte kurz nach der Eruption eine Warnung für den Luftverkehr, obwohl bei der geringen Aufstiegshöhe der Aschewolke kaum mit einer Gefährdung zu rechnen war. Allerdings kann sich eine zu Beginn schwache Emission im weiteren Verlauf zu einem stärkeren Ausbruch entwickeln, weshalb vorsorglich Warnungen ausgegeben werden. Die Aschewolke konnte auf Satellitenfotos nicht eindeutig identifiziert werden und sich laut Prognosen schnell auflösen. Weitere Warnungen sollen nur ausgegeben werden, falls auf Satellitenbildern tatsächlich Asche nachgewiesen wird.

Die Eruption kam nicht völlig überraschend. Der Tokachidake befindet sich seit Jahren in einer Phase erhöhter Aktivität. Für den Vulkan gilt Alarmstufe 2, die den Zugang zum Kraterbereich untersagt. Die Behörden warnen weiterhin vor der Möglichkeit, dass Explosionen Lavablöcke auswerfen, die in einem Umkreis von bis zu 1,5 Kilometern um den Krater niedergehen können.

Bereits seit dem Frühjahr werden Anzeichen einer flachen Magmaakkumulation registriert. Messungen zeigen eine anhaltende Bodenhebung. Gleichzeitig wurden erhöhte Schwefeldioxid-Emissionen, intensivere Fumarolenaktivität und ungewöhnlich hohe Gastemperaturen im Bereich des Kraters 62-2 festgestellt. Auch die Seismizität nahm zuletzt leicht zu.

Der Tokachidake ist ein etwa 2.077 Meter hoher Stratovulkan im Daisetsuzan-Vulkangebiet im Zentrum Hokkaidōs. Er zählt zu den aktivsten Vulkanen Japans. Besonders bekannt wurde er durch den Ausbruch von 1926, bei dem pyroklastische Ströme und Lahare mehr als 140 Menschen das Leben kosteten. Auch in den vergangenen Jahrzehnten kam es wiederholt zu kleineren phreatischen und magmatischen Eruptionen.

Vulkan Sakurajima: Aschewolken in 4300 Meter Höhe

Sakurajima erzeugte Eruptonsserie und förderte Aschewolke auf 4300 Meter Höhe

Der japanische Vulkan Sakurajima erhebt sich in der Aira-Caldera und erzeugte am Sonntag mehrere Eruptionen, die vom VAAC Tokio registriert wurden und dort 7 VONA-Meldungen auslösten. Der Halbinselvulkan gehört zu den aktivsten Feuerbergen Japans und liegt unmittelbar vor der Stadt Kagoshima, in der mehr als eine halbe Milionen Menschen wohnen.

Nach Angaben des VAAC Tokyo setzte sich die seit Tagen erhöhte eruptive Aktivität auch am 2. August fort. Zuletzt wurde um 17:20 UTC eine Aschewolke detektiert, die vom Gipfelbereich des Sakurajima bis in Höhen von 14.000 Fuß (etwa 4.300 Meter) über dem Meeresspiegel aufstieg. Die Asche driftete zunächst in südwestliche Richtung und wurde mit einer Geschwindigkeit von etwa 18 km/h verfrachtet. Modellberechnungen zufolge sollte die Aschewolke in den folgenden Stunden weiter über das Meer in Richtung Südwesten ziehen.

Eine besonders kräftige Eruption ereignete sich am Sonntag um 23:34 Uhr Ortszeit am Minamidake-Gipfelkrater. Dabei stieg eine dunkle Aschesäule bis auf 3.000 Meter über den Kraterrand auf. Nach Angaben der japanischen Wetterbehörde JMA erreichte die Eruption ihre Intensitätsspitze kurz vor Mitternacht. Um 00:30 Uhr am 3. August ließ die Ascheemission nach und es wurde Entwarnung gegeben. Die Asche driftete in Richtung Südwesten, wodurch für Teile der Stadt Kagoshima, einschließlich des Sakurajima-Gebiets, leichter bis mäßig starker Ascheniederschlag vorhergesagt wurde.

Zwischen dem 31. Juli und dem 3. August registrierte die JMA am Minamidake-Krater insgesamt 17 Eruptionen sowie zwei Explosionen. Bei einer dieser Explosionen wurden große vulkanische Gesteinsbrocken beobachtet, die über einen Kilometer weit geschleudert wurden. Zudem registrierten empfindliche Kameras nachts vulkanisches Glühen im Kraterbereich.

Die langfristige Überwachung zeigt weiterhin eine langsame Ausdehnung der Aira-Caldera, was auf eine anhaltende Magmazufuhr in der Tiefe hindeutet. Gleichzeitig bleibt die Schwefeldioxid-Freisetzung hoch.

Die Vulkanwarnstufe 3 mit Zugangsbeschränkungen bleibt bestehen. Innerhalb eines Radius von etwa zwei Kilometern um die Krater müssen Besucher mit dem Auftreten großer Vulkanbomben und pyroklastischer Ströme rechnen. Zusätzlich warnt die JMA vor weitreichendem Aschefall sowie vor kleinen Gesteinsfragmenten, die vom Wind verfrachtet werden können.

Die JMA geht deshalb davon aus, dass die aktive Phase des Sakurajima weiter anhalten wird.

Vulkan Sakurajima bricht am 1. August erneut aus

Sakurajima erutpierte am 1. August Vulkanasche bis auf 4000 m Höhe – Warnung vor Ascheniederschlag

Der japanische Vulkan Sakurajima ist am Samstag, dem 1. August um 14:45 UTC ein weiteres Mal ausgebrochen. Die Eruption aus dem Minamidake-Gipfelkrater transportierte Vulkanasche mehrere Kilometer hoch und verursachte Ascheniederschlag in bewohnten Gebieten. Die japanische Wetterbehörde (JMA) hält deshalb an der Eruptionswarnstufe 3 fest, die den Zugang zum Vulkan einschränkt.

Sakurajima

Nach Angaben des VAAC Tokio begann die jüngste explosive Phase am 1. August um 14:45 UTC (23:45 Uhr Ortszeit). Die Aschewolke erreichte zunächst eine Höhe von ca. 4 Kilometern über dem Meeresspiegel und wurde mit dem Wind nach Südwesten verfrachtet. Wenig später meldete die JMA, dass die Eruption weiterhin andauere. Die sichtbare Aschewolke stieg im Fortgang des Ausbruchs bis auf 1.500 Meter über den Krater auf, nachdem sie Anfangs eine maximale Höhe von 2.800 Metern über dem Krater erreicht hatte.

Rotglühende Tephra wurde auch in der Anfangsphase der Eruption nicht ausgeworfen. Dafür konnte man bei genauer Betrachtung der Livecamaufnahmen einige vulkanische Blitze in der Eruptionswolke aufleuchten sehen.

Kurz nach Mitternacht Ortszeit wurde eine zweite Eruptionsmeldung veröffentlicht. Demnach zog die Asche in Richtung Süden über die Halbinsel Satsuma. Für Teile der Stadt Kagoshima, insbesondere den Sakurajima-Distrikt, wurde mäßiger bis stellenweise starker Ascheniederschlag prognostiziert. Auch die Stadt Tarumizu musste mit leichtem Ascheregen rechnen. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, Masken und Regenschirme als Schutz vor der Vulkanasche zu verwenden und im Straßenverkehr besonders vorsichtig zu fahren. Zudem können bis in eine Entfernung von zwei Kilometern vom Krater kleine vulkanische Lapilli niedergehen.

Der aktuelle Aktivitätsschub fügt sich in eine bereits seit Wochen anhaltende Phase erhöhter Unruhe ein. Zwischen dem 27. und 31. Juli registrierte die JMA am Minamidake-Gipfelkrater 20 Eruptionen, darunter eine Explosion. Die höchste Aschewolke dieser Periode erreichte 2.200 Meter über dem Krater. Ballistisch ausgeworfene Lavabrocken flogen dabei bis zu 900 Meter weit. Am benachbarten Showa-Krater wurden dagegen keine Eruptionen beobachtet.

Die Messungen zeigen außerdem eine seit Jahren andauernde Ausdehnung der Aira-Caldera, was auf eine fortgesetzte Magmaansammlung in größerer Tiefe hindeutet. Gleichzeitig bleiben die Schwefeldioxid-Emissionen auf hohem Niveau. Dies spricht dies dafür, dass die vulkanische Aktivität weiter anhalten dürfte.