Japanischer Vulkan Sakurajima eruptiert Vulkanasche bis auf 3700 m Höhe
Am Sakurajima im Süden von Kyushu ist es am 13. September zu einer weiteren Eruption gekommen. Der explosive Vulkanausbruch manifestierte sich um 17:10 Uhr Ortszeit im Gipfelkrater Minamidake. Nach Angaben der japanischen Wetter- und Meteorologiebehörde JMA stieg die Eruptionswolke bis auf eine Höhe von 2.400 Metern über dem Kraterrand auf. Die Vulkanasche wurde vom Wind in nordwestliche Richtung verfrachtet und zog damit in Richtung des Internationalen Flughafens von Kagoshima.
Die JMA-Prognosen zum Ascheniederschlag gehen davon aus, dass es bis 23:00 Uhr Ortszeit zu mäßig starkem Ascheniederschlag kommen kann. In den Orten auf der Kirschblüteninsel wird mit etwas stärkerem Aschefall gerechnet, während unter anderem Tarumizu, Aira, Satsumasendai, Hioki und Akune von geringerem Aschefall betroffen sein können. In den stärker belasteten Gebieten empfiehlt die JMA, Schutzmaßnahmen gegen die Asche wie Atemschutzmasken und Regenschirme zu verwenden und langsamer zu fahren, da Vulkanasche die Sicht beeinträchtigen und Straßen rutschig machen kann.
Neben der Asche wurde größere Tephra ausgeworfen. Größere Blöcke gingen – wie auch bei den letzten stärkeren Eruptionen – bis in einer Entfernung von 1 Kilometer zum Gipfelkrater nieder.
Auch das VAAC Tokyo bestätigte die Eruption. Der Ausbruch wurde um 08:10 UTC registriert, wobei die Aschewolke eine Flughöhe von gut 3.700 Metern über dem Meeresspiegel erreichte. Auf Satellitenbildern war die Aschewolke anschließend nicht eindeutig auszumachen, da sich die Aschewolke unter Wetterwolken mischte.
Auf den diversen Livecams in der Region Kagoshima ist zu erkennen, wie sich die Aschewolke fast senkrecht über den Krater erhebt. Dabei stieg sie relativ langsam auf. Es herrschte relativ schwacher Wind und die Wolke wurde erst in der Höhe seitwärts verfrachtet.
Die neue Eruption fügt sich in eine anhaltende Phase erhöhter Aktivität ein. Bereits Anfang September wurden wiederholt vulkanische Erdbeben registriert. Zwischen dem 7. und 11. September traten täglich mehrere vulkanische Beben auf.
Auffällig ist auch der Schwefeldioxidausstoß, der bei einer Messung am 10. September 2.100 Tonnen pro Tag betrug. Die Vulkanologen bewerten die Gasfreisetzung als weiterhin hoch und gehen davon aus, dass die eruptive Aktivität anhalten wird.
Die Vulkanwarnstufe 3 bleibt bestehen. Damit gelten Einschränkungen für den Zugang zu den Gipfelbereichen. Neben Ascheregen besteht insbesondere eine Gefahr durch ballistisch ausgeworfene Gesteinsbrocken und pyroklastische Ströme. Ein Ende der eruptiven Phase ist nicht in Sicht.








