Kilauea: Vulkanausbruch Nr. 46 hat begonnen

Die 46. Lavafontänen-Episode am Kilauea beginnt – Lavafontäne gewinnt schnell an Höhe

Am Kilauea auf Hawaii ist die 46. Lavafontänen-Episode am Start. Der Ausbruch begann heute Abend um 20:17 Uhr MESZ (morgens am 5. Mai um 08:17 Uhr Hawaii-Zeit) nach einer relativ kurzen Vorbereitungsphase, bei der es erstmals gestern Nachmittag zu Lavaüberläufen kam, woraufhin bereits die Alarmstufe erhöht wurde und der Flugfarbcode auf Orange gesetzt wurde. Wie schon bei den 45 Vorgängereruptionen spielt sich die Aktivität im Halemaʻumaʻu-Krater ab, wobei es zu Tephra-Niederschlag auch außerhalb des Kraters kommen kann. 

Zurzeit gewinnt die Lavafontäne aus dem nördlichen Förderschlot schnell an Höhe und speist einen Lavastrom, der sich über dem Kraterboden ausbreitet. Der südliche Schlot blieb zunächst inaktiv, beginnt nun aber ebenfalls mit dem Aufbau einer Lavafontäne, die aber noch nicht so richtig durchstartet. Die Deflation des Gipfels hat aber bereits eingesetzt, was sich entsprechend in einer Verringerung der messbaren Hangneigung widerspiegelt.

Relativ ungewöhnlich für diese Eruption war ein seismischer Schwarm, der sich gestern unter der Gipfelcaldera ereignete und aus fast 80 Beben bestand. Ungewöhnlich auch, dass sich seit Episode 45 eine deutliche Verkürzung des Pausenintervalls ergeben hat, das diesmal 11 Tage und 22 Stunden betrug.

Das Naturspektakel ist wieder prima per Livestream zu beobachten: (Player entfernt)
Das USGS betont in seinen Gefahrenhinweisen, dass die aktuelle Aktivität vollständig auf den Krater innerhalb des Hawaii-Volcanoes-Nationalparks begrenzt ist. Dennoch können vulkanische Gase und Asche durch schwache und wechselhafte Winde im Gipfelbereich sowie in Richtung Norden und Nordwesten verteilt werden. Besonders in einem Umkreis von etwa fünf Kilometern ist mit stärkerem Aschenfall zu rechnen, während feinere Partikel und sogenannte „Pele’s Hair“ deutlich weiter getragen werden können.

Kilauea: Das war der 45. Vulkanausbruch in Folge

Am Kilauea endete die 45. Ausbruchsepisode nach 8,5 Stunden – bis zu 300 m hohe Lavafontäne gefördert

Die 45. Lavafontänen-Episode am Kilauea endete am 23. April 2026 abrupt um 10:01 Uhr HST. Damit pausiert der Vulkanausbruch in der Gipfelcaldera, der am 23. Dezember 2024 begann, erneut. Nach rund 8,5 Stunden intensiver Aktivität kam der Lavaausstoß ebenso plötzlich zum Erliegen, wie er begonnen hatte. Zur Hochphase der Eruption wurde eine bis zu 300 m hohe Lavafontäne gefördert. Lavaströme überfluteten Teile des Halemaʻumaʻu-Kraters, der sich nach seinem großen Kollaps 2018 immer weiter auffüllt.

Die Episode setzte um 1:34 Uhr HST ein, nachdem bereits seit dem 20. April vereinzelte Vorläufereruptionen registriert worden waren. Zunächst zeigte sich Aktivität am südlichen Förderschlot, die von meterhohen Fontänen geprägt war. Innerhalb kurzer Zeit verlagerte sich das Geschehen vollständig auf den nördlichen Krater, wo die Lavafontänen rasch an Intensität gewannen. Ein deutlicher Anstieg des seismischen Tremors sowie eine messbare Deflation des Vulkangebäudes signalisierten den Übergang in die Hauptphase der Eruption.

Gegen 3:00 Uhr erreichte die Aktivität ihren Höhepunkt: Lava schoss mit einer Förderrate von über 300 Kubikmetern pro Sekunde in die Höhe. Die Fontänen erreichten dabei Höhen von mindestens 220 Metern, während Ausläufer sogar über 300 Meter hinausreichten. Insgesamt wurden während Episode 45 rund 5,2 Millionen Kubikmeter Lava gefördert, die etwa die Hälfte des Kraterbodens vom Halemaʻumaʻu überfluteten.

Im weiteren Eruptionsverlauf ließ die Intensität des Ausbruchs allmählich nach. Die Fontänenhöhe sank kontinuierlich und lag kurz vor dem Ende der Episode nur noch bei etwa 100 Metern. Parallel dazu nahm auch die Höhe der Eruptionswolke ab, die zuvor bis auf etwa 6.000 Meter über dem Meeresspiegel angestiegen war und mit einiger Verzögerung eine VONA-Warnung beim VAAC Washington auslöste

Die vorherrschenden Winde aus nördlichen Richtungen transportierten Asche und vulkanisches Material vor allem nach Süden und Südwesten. Während im Hawaii-Volcanoes-Nationalpark selbst keine nennenswerten Tephra-Ablagerungen gemeldet wurden, berichtete die rund 32 Kilometer entfernte Ortschaft Pāhala von leichtem Aschefall und dem Auftreten von Lavafäden, den sogenannten Pele-Haaren.

Bemerkenswert war die vergleichsweise geringe seismische Aktivität während der gesamten Episode. Anders als beim Ende der vorherigen Episode 44 blieb eine stärkere Erdbebenserie aus. Der Tremor schwankte zwar im Rhythmus der Fontänenaktivität, bewegte sich jedoch insgesamt im erwartbaren Bereich.

Nach dem Ende der Eruption senkte das HVO die Warnstufe für den Vulkan sowie den Farbcode für den Luftverkehr. Auch eine zuvor ausgegebene Aschewarnung wurde aufgehoben.

Das Pausenintervall verkürzte sich gegenüber den letzten Eruptionen deutlich. Das macht Kalkulationen für den Beginn der 46. Episode schwierig. Vulkanspotter, die nach Hawaii reisen, sollten ein entsprechend großes Zeitfenster einplanen.

Erdbeben unter Mauna Loa

Kilauea ist nicht der einzige aktive Vulkan auf Big Island: Größer, aber seltener in Eruption begriffen ist der Mauna Loa, der gewaltigste Schildvulkan der Erde. Unter ihm wurden in den letzten Tagen vermehrt Erdbeben registriert. Gestern eins mit Mb 2,1 in nur 360 m Tiefe. Auch das tiefe Schwarmbeben bei Pahala intensivierte sich wieder. Dort steigt Magma auf, das sowohl die Reservoirs unter Mauna Loa als auch Kilauea mit Schmelze versorgt.

Kilauea: Lavafontänen-Episode Nr. 45 ist am Start

Situation am Kilauea spitzt sich zu – intensive Lavastromtätigkeit und erste Fontäne markiert Startphase der Episode 45.

In der Gipfelcaldera des Kilauea spitzt sich die Lage weiter zu: Die Vorläuferaktivität für die erwartete 45. Lavafontänen-Episode hält nicht nur an, sondern hat in den letzten Stunden deutlich zugenommen. Jüngste Beobachtungen belegen, dass aus dem südlichen Schlot im Halemaʻumaʻu erneut Lavaströme austraten, begleitet von einer aktuell wachsenden Lavafontäne ein Anzeichen dafür, dass die Lavafontänen-Episode Nr. 45 beginnt.

Bereits seit dem 20. April rechnen Fachleute mit dem Beginn der neuen Episode innerhalb weniger Tage. Prognosen deuten aktuell auf ein Zeitfenster zwischen dem 22. und 26. April hin, wobei insbesondere die frühen Termine als wahrscheinlich gelten. Die Entwicklung wird durch eine fortgesetzte Bodenaufblähung gestützt: Seit dem Ende der letzten Episode Anfang April hat sich der Gipfel messbar gehoben, ein klares Indiz für steigenden Magmadruck.

Auch visuell bleibt der Vulkan aktiv. Nächtliches Glühen in beiden Kratern sowie sporadische Lavafontänen und Flammenerscheinungen – vermutlich durch entzündete vulkanische Gase – unterstreichen die anhaltende Unruhe. Begleitend dazu wurden in den letzten 24 Stunden mehrere schwache Erdbeben registriert, die auf Bewegungen im Untergrund hinweisen.

Die Schwefeldioxid-Emissionen bewegen sich weiterhin auf moderatem Niveau, während in den Riftzonen keine auffälligen Veränderungen festgestellt wurden. Dies bestätigt, dass sich die Aktivität derzeit auf den Gipfelbereich konzentriert.

Insgesamt verdichten sich die Hinweise, dass eine neue Lavafontänen-Episode unmittelbar bevorsteht bzw. gerade dabei ist durchzustarten. Meiner Meinung nach ist der Punkt bereits überschritten, an dem die Eruption noch mal runterfahren kann. Das Hawaiian Volcano Observatory beobachtet die Entwicklung daher kontinuierlich, um mögliche Gefahren frühzeitig einzuschätzen.

Update 15:45 Uhr: Inzwischen ist die Episode 45 voll im Gange und die Lavafontäne aus dem Südkrater erreicht eine Höhe von ca. 300 m. Das HVO warnt vor Tephra in einer Höhe von 5000 m. Eine VONA-Warnung der VAAC Washington steht noch aus. Die Bodenverformung ist von Inflation (Hebung) auf Deflation (Absenkung) umgesprungen.

Kilauea: Steigende Erdbebentätigkeit und Ausbruchsrisiko

Flache Erdbeben unter Halemaʻumaʻu-Krater – 45. Ausbruchsepisode am Kilauea erwartet

Der Kilauea auf Hawaii steht relativ kurz vor der 45. Lavafontänen-Episode, die innerhalb der nächsten 4 Tage erwartet wird. Gestern begannen bereits erste Lavaüberläufe aus einem der beiden Förderschlote im Südwesten des Halemaʻumaʻu-Kraters. Der Alarmstatus des Vulkans wurde von „Advisory“ auf „Watch“ erhöht. Der Farbcode für den Flugverkehr wurde auf „Orange“ gesetzt. Heute veröffentlichte das USGS zudem eine Meldung über erhöhte Erdbebentätigkeit.

Die erhöhte seismische Aktivität geht mit einer beschleunigten Bodenhebung im südlichen Bereich der Gipfelcaldera des Kilauea einher. Der Schwerpunkt des Geschehens liegt unterhalb des Kraters Halemaʻumaʻu. In den vergangenen Monaten traten dort wiederholt flache Erdbeben auf, zuletzt etwa zehn schwache Ereignisse innerhalb eines Tages in 1–2 km Tiefe. Die meisten dieser Beben sind nicht spürbar, zeigen aber, dass sich weiterhin Magma unter dem Vulkan akkumuliert. Auch tiefere Beben unter dem Gipfel bleiben typisch für die aktuelle Eruptionsphase.

Messungen zeigen zudem eine leichte Anhebung des südlichen Kraterrandes um einige Zentimeter, deren Ursache noch unklar ist. Vergleichbare Muster gingen in der Vergangenheit mit der Öffnung neuer Spalten und kurzfristigen Ausbrüchen einher. Die nächste Aktivitätsphase wird zwischen dem 21. und 26. April 2026 erwartet und könnte sich schnell entwickeln, so dass wenig Vorwarnzeit bleibt.

Die Bodenhebung hat inzwischen wieder das Niveau wie vor der Episode 44 erreicht, dennoch könnten noch einige Tage vergehen, bis es zu einem Ausbruch kommt. Normalerweise steigern sich die Lavaüberläufe aus den Förderschloten signifikant, bevor die Lavafontänen-Episode durchstartet.

Das Gebiet bleibt äußerst gefährlich: Instabile Kraterwände, Risse und Steinschläge können durch Erdbeben verstärkt werden. Frühere Ereignisse zeigten zudem Risiken durch heiße Tephra. Besucher im Hawaii-Volcanoes-Nationalpark sollten Sperrzonen strikt meiden und sich bei Erschütterungen sofort vom Kraterrand entfernen, da sich die Lage schnell verschärfen kann.

Am Kilauea gibt es nicht nur Erdbeben unter dem Gipfel, sondern auch wieder eine Häufung von Beben unter der Küstenebene bei Pāhala. Diese Beben weisen oft Magnituden im Zweierbereich auf und liegen in Tiefen um 30 Kilometer – eine typische Tiefe für Beben infolge von Magmaaufstieg im Bereich der oberen Asthenosphäre.

Kilauea: Flammen schlagen aus Förderschlot

Flammen schießen aus Förderschlot am Kilauea- nächste Lavafontänen-Episode bereits nächste Woche

Am Kilauea auf Hawaii ist der Fokus der Vulkanologen derzeit nicht nur auf die nächste Lavafontänen-Phase gerichtet, die sich nach einer kürzeren Pause ereignen könnte, als es nach den letzten Episoden der Fall war, sondern auch auf ein interessantes Zwischenspiel im Krater des Halemaʻumaʻu: Dort wurden in den vergangenen Tagen ungewöhnlich große Flammen gesichtet, die überwiegend aus dem südlichen Förderschlot schossen. Ein Phänomen, das besonders in den Dämmerungsstunden ästhetische Fotos ermöglichte.

Kilauea. © HVO-Livestream

Die Flammen treten nicht kontinuierlich, sondern in Phasen auf und sind nachts besonders gut sichtbar. Das Schauspiel hängt mit starker Entgasung des Magmas im Untergrund zusammen und ist auf die Entzündung austretender vulkanischer Gase zurückzuführen. Es handelt sich vor allem um heiße Gasgemische, die unter Druck aus dem Magma aufsteigen und beim Kontakt mit Sauerstoff reagieren. Unter den richtigen Bedingungen können sich Bestandteile wie Wasserstoff oder Schwefelverbindungen entzünden und sichtbare Flammen erzeugen.

Solche Erscheinungen sind keineswegs dauerhaft zu beobachten und gelten als seltene Begleitphänomene des Vulkanismus. Ihr Auftreten hängt stark von Gaszusammensetzung und Temperatur ab. Derzeit scheinen diese Faktoren günstig zu sein, was die ungewöhnlich deutliche Aktivität erklärt. Während am südlichen Krater wiederholt Flammen registriert wurden, bleibt der nördliche Krater vergleichsweise ruhig – auch wenn dort weiterhin Gase entweichen.

Zudem lädt der Vulkan weiter auf und zeigt klare Anzeichen der Druckbeaufschlagung. Messungen belegen eine fortschreitende Aufblähung des Gipfelbereichs seit dem Ende der letzten Lavafontänen-Episode am 9. April. Diese Inflation ist ein typischer Vorbote neuer eruptiver Aktivität. Prognosemodelle gehen davon aus, dass die 45. Eruptionsphase zwischen dem 20. und 25. April einsetzen könnte. Sollten die Prognosen eintreffen, dann hat sich das Pausenintervall deutlich verkürzt, was auf stärkeren Magmenaufstieg hindeutet. Die dabei erwarteten Lavafontänen dürften erneut aus einem oder beiden Schloten innerhalb von Halemaʻumaʻu austreten.

Abseits des Kilauea-Gipfels bleibt die Lage vergleichsweise ruhig. Entlang der Ost- und Südwest-Riftzone wurden weder erhöhte seismische Aktivität noch signifikante Bodenverformungen festgestellt. Auch die Gasemissionen in diesen Bereichen liegen weiterhin auf niedrigem Niveau. Die aktuelle Warnstufe bleibt auf „Advisory“.

Abseits des Vulkangeschehens meldet das HVO, dass in den letzten Tagen pausenlos Techniker am Kilauea im Einsatz waren, die Schäden an Messstationen und Kommunikationsanlagen behoben, die durch das bei der letzten Eruption stattgefundene Bombardement mit Tephra verursacht worden waren.

Kilauea: Vulkanausbruch Nr. 44 wirkte sich großräumig aus

Lavafontänen-Episode 44 förderte am Kilauea grobe Tephra, die außerhalb des Nationalparks niederregnete

Die 44. Lavafontänen-Episode am Kilauea begann am 9. April um 11:10 Uhr Ortszeit (23:10 Uhr MESZ) und endete bereits nach 8,5 Stunden. Wie bei den Vorläufer-Eruptionen auch wurden die Förderschlote im Südwesten des Halemaʻumaʻu-Kraters aktiviert, wobei der aktivste Schlot der nördliche war. Er förderte eine bis zu 240 m hohe Lavafontäne, die nicht senkrecht aufstieg, sondern geneigt war. Dadurch schoss grobe Tephra in die Höhe, die außerhalb der Grenzen des Hawaii-Volcano-Nationalparks niederregnete und für einige Aufregung sorgte.

Die Aufheizphase des Vulkans dauerte mit 30 Tagen relativ lange. Die Anzeichen der bevorstehenden Eruption verstärkten sich bereits eine Woche vor dem tatsächlichen Eruptionsbeginn, als es zu ersten Lavaüberläufen am Krater kam. Am frühen Morgen des 9. Aprils steigerte sich die Aktivität und es war klar, dass die Lavafontänen-Episode kurz bevorstand. Der stärkste Lavaausstoß wurde gegen 12:30 Uhr registriert, als aus dem nördlichen Krater enorme Mengen Magma mit hoher Förderrate austraten.

Begleitet wurde diese Phase von starkem seismischen Tremor und einer anhaltenden Deflation des Gipfelbereichs. Messungen des HVO zeigen eine Absenkung von rund 17 Mikroradian, was auf den Abfluss großer Magmamengen hindeutet. Insgesamt wurden während der Episode etwa 2,8 Millionen Kubikmeter Lava gefördert.

Besonders bemerkenswert war der intensive Tephra-Niederschlag, der sich bis über die Grenzen des Nationalparks hinaus auswirkte. Entlang eines schmalen Korridors in Windrichtung nach Nordnordosten kam es zu starken Ablagerungen. Im Wohngebiet Volcano Golf Course, jenseits des Highway 11, wurden Tephra-Ablagerungen mit Partikelgrößen von bis zu 30 Zentimetern gemeldet. Diese vulkanischen Bomben zerbrachen beim Aufprall und verdeutlichen die erhebliche Gefährdung auch in größerer Entfernung vom Krater. Innerhalb des Hawaii-Volcanoes-Nationalparks konzentrierten sich die stärksten Niederschläge im Bereich zwischen Kilauea Overlook, Wahinekapu und dem Kilauea Military Camp. Dort wurden sogar glühende Tephra-Brocken von der Größe von Softbällen beobachtet.

Im Verlauf des Nachmittags nahm die Intensität der Lavafontänen allmählich ab. Die Höhen sanken auf unter 150 Meter, und auch der Tephra-Ausstoß ließ nach. Infolgedessen senkte der United States Geological Survey die Vulkanwarnstufe von „Warnung“ auf „Beobachtung“, während der Farbcode für die Luftfahrt aufgrund der bis zu 3.000 Meter hohen Aschewolke weiterhin auf „Rot“ blieb. Während der Hochphase der Eruption wurde eine bis zu 4800 m hohe Aschewolke registriert. Damit blieb die Höhe deutlich hinter früheren Ereignissen zurück, was an dem schrägen Auswurf und dem starken Wind lag.

Kilauea: Schwarmbeben vor erwartetem Vulkanausbruch

Kilauea zeigt anhaltende Vorläuferaktivität vor Lavafontänen-Episode 44 – Schwarmbeben detektiert

Der Kilauea auf Hawaii bleibt aktiv und erzeugt kleinere Ausbrüche in form von Lavaüberläufen aus dem südlichen Förderschlot am Rand des Halema’uma’u-Kraters. Laut Berichten des Hawaii Volcano Observatory (HVO) begann die Vorläuferaktivität am 3. April und setzte sich auch heute fort. Bis gestern wurden mehr als 30 kleinere Lavaströme und Fontänen von 1–2 Metern Höhe registriert, begleitet von starkem nächtlichem Glühen im nördlichen Krater.

Neben den beschriebenen Phänomenen wurden gestern ein Schwarm schwacher Erdbeben unterhalb des Gipfels registriert. Er ereignete sich zwischen 1:50 und 7:00 Uhr HST, in Tiefen von 6 bis 8 Kilometern. Insgesamt wurden 74 Beben geringer Stärke aufgezeichnet, die meisten Beben hatten Magnitude kleiner 2. Die Aktivität scheint jedoch keinen Einfluss auf den bevorstehenden Beginn von Episode 44 zu haben.

Erdbebenhäufigkeit am Kilauea. © HVO

Die Neigungsmesser am Gipfel zeigen weiterhin eine Aufblähung des Magmas, wobei der UWD-Sensor seit dem Ende von Episode 43 eine geschätzte Aufblähung von 24,4 Mikroradian registrierte, bevor es am Morgen zu einer kurzzeitigen Absenkung kam. Die SO₂-Emissionen liegen während eruptiver Pausen zwischen 1.000 und 5.000 Tonnen pro Tag, der Wind weht konstant aus Nordosten mit 16–24 km/h.

Entlang der östlichen und südwestlichen Riftzone zeigt der Vulkan derzeit keine signifikante Aktivität.

Der Nationale Wetterdienst warnte kürzlich vor möglichem Tephra-Niederschlag durch Episode 44, insbesondere in windabgewandten Gebieten, sollte der Ausbruch Mitte bis Ende nächster Woche beginnen. Basierend auf Modellberechnungen wird der Start der Lavafontänen von Episode 44 derzeit zwischen dem 6. und 14. April erwartet, mit hoher Wahrscheinlichkeit zwischen dem 6. und 10. April.

Seit dem 23. Dezember 2024 eruptiert der Kilauea episodisch aus zwei Schloten in Halemaʻumaʻu. Fontäneneruptionen dauern in der Regel weniger als 12 Stunden und werden von längeren Pausen unterbrochen, die momentan gut 3 Wochen dauern.

Das HVO überwacht den Vulkan weiterhin rund um die Uhr und arbeitet eng mit dem Hawaii Volcanoes National Park und der Katastrophenschutzbehörde des Hawaii County zusammen.

Kilauea: Erste Lavaüberläufe kündigen neuen Vulkanausbruch an

Neue Lavaüberläufe als Vorzeichen der Lavafontänen-Episode 44 am Kilauea

Die Aktivität am Vulkan Kīlauea nimmt erneut zu und deutet auf eine bevorstehende Lavafontänen-Episode hin. Am Gipfel wurden wieder kleine Lavaüberläufe aus dem südlichen Schlot beobachtet, begleitet von Spritzern und schwachen Lavafontänen von etwa ein bis zwei Metern Höhe. Gleichzeitig zeigt der Vulkan eine anhaltende Aufblähung, ein typisches Anzeichen dafür, dass sich Magma im Untergrund ansammelt. Seismische Messungen registrieren kontinuierlichen Tremor sowie kleinere Erdbeben, während ein sichtbares Glühen der nördlichen Schlote bestehen bleibt. Diese Entwicklungen sprechen klar dafür, dass eine neue Episode mit kräftigen Lavafontänen bevorsteht.

Die Prognosen des United States Geological Survey sehen ein mögliches Zeitfenster für Episode 44 zwischen dem 6. und 14. April, wobei der Beginn zwischen dem 6. und 10. April als besonders wahrscheinlich gilt. Während dieser Phase könnten erneut hohe Lavafontänen auftreten, ähnlich wie bei der vorherigen Episode am 10. März, die große Mengen Tephra freisetzte. Diese vulkanischen Partikel – darunter Asche, Bims und feine Glasfäden – stellen sowohl gesundheitliche Risiken als auch Gefahren für den Verkehr dar.

Zusätzlich warnte der National Weather Service vor möglichen Wetteränderungen: Sollten die Winde wie prognostiziert von Nordost auf Süd drehen, könnten vulkanische Gase (Vog) und Tephra erneut den Gipfelbereich einhüllen. Vog kann Atemprobleme verursachen, insbesondere bei empfindlichen Personen, während Tephra Augen und Haut reizt.

Trotz der anhaltenden Aktivität gibt es auch Fortschritte: Im Hawaii-Volcanoes-Nationalpark wurden nach aufwendigen Räumarbeiten nach Episode 43 mehrere Bereiche wieder geöffnet, darunter ein Aussichtspunkt sowie Teile des Kraterrandwegs. Andere Abschnitte bleiben jedoch gesperrt, während weitere Ablagerungen entfernt werden und man sich auf mögliche neue Ausbrüche vorbereitet. Gleichzeitig steigt die Besucherzahl, nicht zuletzt wegen eines großen Festivals in der nahegelegenen Stadt Hilo, was zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen erforderlich macht im Hawaii-Volcanoes-Nationalpark.

Hawaii: Erdbebenschwarm am Mauna Kea detektiert

Erdbebenschwarm am Mauna Kea auf Hawaii – 28 Erschütterungen detektiert

Bereits am Donnerstag manifestierte sich unter der Nordostflanke des hawaiianischen Vulkans Mauna Kea ein Erdbebenschwarm. Wie das USGS mitteilte, wurden am 26. März zwischen 14:00 und 22:00 Uhr HST 28 Erdbeben detektiert. Die Epizentren lagen in einer als Hāmākua bekannten Region, die vom Gipfel aus in Richtung Nordküste liegt. Die Herdtiefen betrugen zwischen 5 und 10 Kilometer. Die beiden stärksten Beben hatten die Magnitude 3,0 und wurden von Anwohnern der Region verspürt.

Zu Beginn des Schwarms war die Aktivität relativ gering, steigerte sich dann aber, bis sich die beiden stärkeren Beben ereigneten, die sich im Abstand von einer Stunde zutrugen. Danach wird eine 90-minütige Pause beschrieben, bevor die seismische Aktivität erneut einsetzte.

Schwarmbeben
Lage des Schwarmbebens. © USGS

Nach Einschätzung der Wissenschaftler stehen diese Beben nicht mit aufsteigendem Magma in Verbindung, sondern sind rein tektonischer Natur. Vergleichbare Schwärme wurden in derselben Region zwischen den Jahren 2002 und 2010 alle zwei Jahre beobachtet. Auch damals lagen die Maximalmagnituden bei etwa 3, während der Großteil der Erschütterungen schwächer als Magnitude 2 blieb.

Die Schwarmbeben ereignen sich unterhalb des Mauna Kea sowie im darunterliegenden Kohala-Vulkan, dessen Riftzone sich bis zum submarinen Hilo-Rücken östlich des Mauna Kea erstreckt. Die Aktivität wird vermutlich durch wiederkehrende Spannungsentladungen im langgestreckten Kohala-Vulkan verursacht, wobei sich die Spannungen langsam aufbauen – wahrscheinlich infolge des enormen Gewichts der Insel Hawaii.

Der Mauna Kea selbst ist ein Schildvulkan auf der Insel Hawaii im zentralen Pazifik (USA). Er erreicht eine Höhe von etwa 4.207 m über dem Meeresspiegel und gilt, vom Meeresboden aus gemessen, mit über 10.000 m als einer der höchsten Berge der Erde. Sein letzter Ausbruch ereignete sich vor rund 4.500 Jahren. Daher wird er nicht als erloschen, sondern als ruhend eingestuft, da zukünftige Ausbrüche theoretisch noch möglich sind. Allerdings geht die Mehrzahl der Forscher davon aus, dass Mauna Kea zu weit vom Hotspot entfernt ist, um nochmals auszubrechen.

Anders sieht es am Kilauea im Süden von Big Island aus. Seit Weihnachten 2024 befindet sich der Vulkan im Stadium eines episodischen Vulkanausbruchs, bei dem es bereits zu 43 Lavafontänen-Episoden gekommen ist. Die 44. Episode ist in Vorbereitung und könnte sich ab Ostern manifestieren.