Marapi: Weiterer explosiver Vulkanausbruch am 11. Juni

Marapi erzeugte explosive Eruption – Aschewolke in FL 180 beobachtet

Am indonesischen Vulkan Marapi auf Sumatra kam es heute erneut zu einer explosiven Eruption, die nach Angaben des VAAC Darwin eine Aschewolke bis in Flughöhe FL180 erzeugte. Umgerechnet aufs metrische System entspricht das einer Höhe von gerundeten 5500 m über dem Meeresspiegel. Die Aschewolke war nicht in Satellitendaten auszumachen. Beobachtungen des indonesischen Vulkanbeobachtungsdienstes bestätigten am Morgen, als es hell wurde, dass die Aschesäule etwa 2.400 m über dem Krater aufstieg und in nordöstliche Richtung driftete.

Marapi

Besonders auffällig war in den 24 Stunden vor der Eruption die seismische Aktivität, die eindeutig auf erhöhte Magmen- und Gasbewegungen im Untergrund hinweist. Insgesamt wurden 28 Ereignisse von nicht-harmonischem Tremor registriert. Sie hatten Amplituden zwischen 4 und 8,2 mm und hielten bis zu 282 Sekunden an. Diese hohe Anzahl sowie die vergleichsweise lange Dauer der Tremorphasen sind ein klarer Hinweis auf ein anhaltend instabiles Fördersystem, in dem sich magmatische Fluide bewegen. Ergänzend wurde ein kontinuierlicher Tremor mit einer Grundamplitude von 1–3 mm festgestellt, was auf eine dauerhafte Bewegung von Fluiden im Vulkangebäude hindeutet. Neben dem Tremor wurden auch vermehrt seismische Signale durch starke Entgasungen registriert. Gestern waren es 25.

Zusätzlich traten mehrere langperiodische Erdbeben sowie tiefe vulkanotektonische Beben auf, darunter ein stärkeres Beben in größerer Tiefe mit 17 mm Amplitude. Diese Erdbebenkombination spricht für einen aktiven Magmenaufstieg.

Insgesamt zeigt der Marapi eine Phase deutlich erhöhter Aktivität, wobei insbesondere der hohe Tremoranteil als Warnsignal für eine potenziell eskalierende vulkanische Situation zu bewerten ist. Eine stärkere Eruption ist ohne weitere Vorwarnung jeder Zeit möglich. Vorsicht bleibt daher in der Umgebung des Kraters zwingend erforderlich. Das Sperrgebiet um den Krater hat einen Radius von 3 Kilometern. Ein Eindringen in diese Zone ist nicht empfehlenswert. Im Dezember 2023 kamen 23 Vulkanwanderer infolge einer plötzlichen Explosion am Marapi ums Leben.

Marapi: Vulkanausbruch förderte Aschewolke auf 3500 m

Marapi mit Ascheeruption und steigendem Tremor – wachsende Explosionsgefahr

Der indonesische Vulkan Marapi auf der Insel Sumatra (nicht zu verwechseln mit dem Merapi auf Java, über den ich bereits vormittags berichtete) eruptierte am Nachmittag des hat am 9. Juni eine Aschewolke. Nach Angaben des Darwin Volcanic Ash Advisory Center wurde um 15:19 UTC eine Ascheemission beobachtet, die bis auf 3.350 Meter Höhe aufstieg und vorübergehend eine potenzielle Gefahr für den regionalen Luftverkehr darstellte

VONA

Zum Zeitpunkt der Warnmeldung um 21:50 UTC konnte die Aschewolke auf Satellitenbildern allerdings nicht mehr eindeutig identifiziert werden. Die vorherrschenden Winde in den unteren Atmosphärenschichten wehten mit rund 19 km/h aus westlicher Richtung und hätten die Asche nach Osten verdriften lassen können.

Das indonesische Vulkanologiezentrum PVMBG registrierte die eruptive Phase ebenfalls und attestierte ihr eine Dauer von 162 Sekunden. Darüber hinaus wurden 33 Ausgasungsbeben sowie 72 nicht-harmonische Tremorereignisse aufgezeichnet. Diese Signale deuten auf anhaltende Bewegungen von Gasen und Magma im Fördersystem des Vulkans hin und steigerten sich seit Monatsanfang signifikant. Daher kann es sein, dass sich der Marapi auf eine stärkere Eruptionsphase vorbereitet. Hinweise der Behörden zu Sperrgebiete sollten daher dringendst beachtet werden. Zusätzlich wurden ein lokales tektonisches Erdbeben und drei weiter entfernte tektonische Beben registriert.

Die Sichtbedingungen am Vulkan waren wechselhaft. Der 2.891 Meter hohe Marapi war zeitweise wolkenfrei und gut sichtbar, wurde zwischenzeitlich aber auch von Nebel und Regen verdeckt. Eine kontinuierliche Gasfahne konnte während der Beobachtungsperiode nicht festgestellt werden. Möglicherweise aufgrund der meteorologischen Bedingungen: Die Lufttemperaturen lagen zwischen 17 und knapp 20 Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit erreichte nahezu 100 Prozent, was die Kondensation von Dampf erschwert.

Der Marapi zählt zu den aktivsten Vulkanen Sumatras und zeigt seit Jahren eine erhöhte Grundaktivität. Auch wenn die aktuelle Eruption vergleichsweise klein ausfiel, unterstreichen die seismischen Messdaten, dass das Vulkansystem weiterhin aktiv bleibt. Die Behörden beobachten die Entwicklung daher aufmerksam.

Marapi: Vulkanausbruch am 16.04.2026

Marapi auf Sumatra stößt Vulkanasche aus – nicht-harmonischen Tremor detektiert

Eine aktuelle VONA-Meldung (Volcano Observatory Notice for Aviation) des VAAC Darwin berichtet von einem Ausbruch des Mount Marapi, der sich am 16. April 2026 um 01:43 UTC (08:43 Uhr Ortszeit) manifestierte. Dabei wurde Vulkanasche bis in eine Höhe von etwa 4,5 Kilometern (Flight-Level 150) ausgestoßen. Die Aschewolke bewegte sich anschließend mit einer Geschwindigkeit von 9 km/h in nordöstlicher Richtung. Zum Zeitpunkt der Meldung hielt die Aktivität noch an, was insbesondere für den Luftverkehr in der Region relevant ist.

Bereits am Vortag hatte der Marapi Anzeichen erhöhter Aktivität gezeigt. Visuelle Beobachtungen dokumentierten eine anhaltende Gas- und Dampffreisetzung aus dem Hauptkrater, mit weißen bis grauen Emissionen in Höhen von etwa 100 bis 300 Metern über dem Gipfel. Gleichzeitig registrierten die Messinstrumente eine erhöhte seismische Aktivität. Dazu gehörten elf Ausgasungsereignisse, 23 nicht-harmonische Tremore sowie 3 flache vulkanotektonische Beben. Diese Kombination deutet auf ein instabiles System hin, in dem sich Druck im Inneren des Vulkans aufbaut.

Besonders aufschlussreich sind die aufgezeichneten Tremore. Vulkanischer Tremor beschreibt ein anhaltendes seismisches Signal, das durch Bewegungen von Magma und Gas im Untergrund entsteht. Dabei wird zwischen harmonischem und nicht-harmonischem Tremor unterschieden. Harmonischer Tremor weist ein gleichmäßiges, rhythmisches Muster auf und wird meist mit einem kontinuierlichen Magmafluss in Verbindung gebracht. Er gilt oft als Hinweis auf eine stabile Förderbewegung.

Nicht-harmonischer Tremor hingegen ist unregelmäßig und chaotisch. Er entsteht typischerweise durch turbulente Prozesse im Fördersystem, etwa wenn Gasblasen im Magma aufsteigen, platzen oder durch Engstellen gepresst werden. Auch wechselnde Druckverhältnisse und kurzfristige Blockaden im Schlot können solche Signale erzeugen. Diese Form des Tremors weist daher eher auf eine instabile Situation hin, in der sich Gas und Magma ungleichmäßig bewegen, als auf einen gleichmäßigen Fluss aufsteigenden Magmas.

Die am 15. April beobachteten nicht-harmonischen Tremore sprechen dafür, dass im Inneren des Marapi vor dem Ausbruch vor allem gasreiche Prozesse dominierten. In Kombination mit der sichtbaren Entgasung und den Ausgasungsbeben ergibt sich das Bild eines zunehmend „aufgeladenen“ Systems. Der Ausbruch am folgenden Tag kann somit als Folge dieser Druckentwicklung interpretiert werden, wobei es sich um eine phreatomagmatische Eruption gehandelt haben könnte.

Der 2885 m hohe Marapi ist ein komplexer Stratovulkan im Westen Sumatras und erzeugt seit Monaten sporadische Eruptionen in Abstand von einigen Tagen. Anzeichen für eine dramatische Erhöhung der Aktivität gibt es trotz des Tremors nicht, eine leichte Erhöhung der Aktivität ist durchaus möglich.

Marapi: Vulkanausbruch mit Blitzen

Marapi erzeugt stärkeren explosiven Vulkanausbruch – vulkanische Blitze in der Eruptionswolke

Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats generierte der indonesische Vulkan Marapi eine stärkere explosive Eruption, bei der nicht nur eine kilometerhohe Aschewolke aufstieg, sondern auch rotglühende Tephra mehrere hundert Meter hoch in die Luft geschleudert wurde. Die Eruption war so kräftig, dass erneut ein vulkanisches Gewitter mit mehreren Blitzen in der Eruptionswolke entstand. Hier die Details der Beobachtungen.

Am veröffentlichte Das VAAC Darwin veröffentlichte am 15. März 2026 um 07:00 UTC eine VONA-Meldung zu einer Eruption des Mount Marapi auf Sumatra. Der Meldung zufolge stieg Vulkanasche bis Flugfläche FL220 (etwa 6,7 km Höhe) auf. Die Asche driftete mit einer Geschwindigkeit von ca. 19 km/h nach Nordosten, bevor sie laut Satellitendaten des Himawari‑9 nicht mehr eindeutig identifiziert werden konnte.

Die Vulkanbeobachter des Observatoriums am Marapi berichten von einer explosiven Eruption am späten Abend des 14. März Ortszeit. Sie hörten einen lauten Knall, gefolgt von einer mehrere Minuten andauernden Aktivitätsphase mit Auswurf glühenden Materials. Die Eruption erzeugte ein seismisches Signal von 201 Sekunden und führte in einigen Ortschaften am Fuß des Vulkans zu leichtem Ascheregen.

Vulkanischer Blitz

Auf Livekameraaufnahmen war eine eindrucksvolle Szene in schlechter Bildqualität zu erkennen. Aus dem Gipfelkrater stieg eine mehrere hundert Meter hohe Eruptionssäule aus glühender Tephra auf, die über den Kraterrand hinausgeschleudert wurde. Kurzzeitig bildete sich über der Eruptionssäule zudem ein vulkanisches Gewitter: Mehrere Blitze zuckten innerhalb der Aschewolke auf – ein Phänomen, das entsteht, wenn Partikel aus Asche und Gesteinsfragmenten durch Reibung elektrische Ladungen aufbauen.

Die seismischen Daten des Marapi sind weitestgehend unauffällig und liefern keine Hinweise auf eine weitere Verstärkung der Aktivität. Dennoch scheint sich im Fördersystem immer wieder großer Druck aufzubauen, der zu den Explosionen führt. Vermutlich sind die tiefen Magma-Aufstiegswege frei und im Schlotbereich kommt es zu Blockaden, so dass sich hoher Druck aufbaut und es zu explosiven Schloträumern kommt, die nicht zu prognostizieren sind.

Der Mount Marapi gehört zu den aktivsten Vulkanen Sumatras und zeigt seit Jahren wiederkehrende kurze, explosive Eruptionen. Diese entstehen typischerweise durch das plötzliche Entweichen gasreicher Magmen im oberflächennahen Fördersystem. Die Aktivität des Vulkans wird vom indonesischen Vulkanologiedienst weiterhin genau überwacht. Für das Gebiet um den Krater gilt weiterhin eine Sperrzone von etwa drei Kilometern, die von der Bevölkerung nicht betreten werden soll.

Marapi: Vulkanausbruch fördert Vulkanasche auf 4500 m Höhe

Marapi mit explosivem Vulkanausbruch – Vulkanasche in 4500 m Höhe detektiert

Am Mount Marapi auf Sumatra kam es heute Morgen um 08:46 Uhr Ortszeit (WIB) zu einer kurzen explosiven Eruption. Dabei stieg eine dichte graue Aschesäule auf etwa 1600 m über den Gipfel auf und erreichte damit ungefähr 4491 m Höhe über dem Meeresspiegel. Die Aschewolke driftete in östliche Richtung. Das eruptive Ereignis wurde auch seismisch registriert und zeigte eine maximale Amplitude von etwa 30 mm bei einer Dauer von rund 33 Sekunden.

Archivbild

Das VAAC Darwin veröffentlichte eine entsprechende Warnung für den Flugverkehr, nach der sich die Aschewolke auf Flugfläche 150 mit einer Geschwindigkeit von 18 km/h in Richtung Westen bewegte, was im krassen Widerspruch zu den Angaben am Boden steht, die offenbar Ost und West vertauschten. Möglicherweise driftete die Wolke in niedrigen Höhen aber in eine andere Richtung, bevor sie von anderen Luftströmungen erfasst wurde. In Ortschaften am Fuß des Vulkans kam es zu leichtem Ascheniederschlag.

Neben diesem Ausbruch wurden 13 Entgasungsbeben mit Amplituden zwischen 1,7 und 3,7 mm und Dauern von 35 bis 55 Sekunden aufgezeichnet. Zusätzlich registrierten die Instrumente 10 nicht-harmonische Tremorereignisse mit Amplituden von 1,9 bis 4,4 mm und Dauern von 68 bis 236 Sekunden, was auf anhaltende Bewegung von Gasen oder Magma im Fördersystem hinweist. Diese Art des Tremors nahm in den letzten Wochen deutlich zu und könnte signalisieren, dass sich der Marapi auf weitere Eruptionen vorbereitet. Außerdem wurde ein kontinuierlicher Tremor mit Amplituden zwischen 0,5 und 3 mm beobachtet, was an diesem Vulkan selten vorkommt und auf anhaltende innere Unruhe des Marapis hindeutet.

Der Alarmstatus steht auf „2“ und die Behörden des Center for Volcanology and Geological Hazard Mitigation (PVMBG) riefen Bevölkerung, Bergsteiger und Touristen dazu auf, einen Mindestabstand von drei Kilometern zum Verbeek-Krater des Mount Marapi einzuhalten. Bewohner in der Nähe von Tälern und Flussläufen, die am Gipfel des Vulkans entspringen, sollen außerdem besonders wachsam sein, da dort bei starken Regenfällen vulkanische Schlammströme (Lahare) auftreten können.

Marapi verursacht Vulkanausbruch am 1. März

Explosive Eruption am Vulkan Marapi auf Sumatra – Aschewolke steigt bis auf 4.750 m Höhe

Der auf der indonesischen Insel Sumatra gelegene Mount Marapi ist nach mehrtägiger Pause erneut explosiv ausgebrochen. Dabei stieg eine Aschewolke bis zu 1.500 m über Kraterhöhe auf und wurde vom Wind in Richtung Südosten verfrachtet. In Gemeinden am Fuß des Vulkans kam es zu Ascheniederschlag. In solchen Fällen ist die Bevölkerung angehalten, sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten. Sollte es dennoch notwendig sein, das Haus zu verlassen, wird empfohlen, Staubschutzmasken zu tragen. Außerdem sollten offene Brunnen und Wasserspeicher abgedeckt werden, um sie vor Kontamination durch Vulkanasche zu schützen.

Die Eruption blieb dem VAAC Darwin nicht verborgen, das eine VONA-Warnung für den Flugverkehr herausgab. Demnach bewegte sich die Aschewolke in die angegebene Richtung auf Flugfläche FL150 (etwa 4.750 m über dem Meeresspiegel) und kann sich mehrere Stunden in der Atmosphäre halten. Aufgrund niedriger Bewölkung konnte die Aschewolke jedoch nicht per Satellit detektiert werden.

Aus seismischer Sicht erzeugte die Explosion ein Signal von über einer Minute Dauer mit einer Maximalamplitude von fast 30 mm. Zudem wurden elf starke Entgasungsereignisse, sieben Phasen nicht-harmonischen Tremors sowie zwei weiter entfernte tektonische Erdbeben registriert.

Auf Wochensicht hat die Seismizität insgesamt zugenommen. Obwohl Explosionen bis dahin ausgeblieben waren, wurden an einzelnen Tagen mehr als 50 unterschiedliche Erdbebensignale aufgezeichnet. Besonders auffällig ist die deutliche Zunahme von nicht-harmonischem Tremor und starken Entgasungen. Zwar handelt es sich bislang nur um eine moderate Erhöhung der Seismizität, sie könnte jedoch ein Hinweis darauf sein, dass die Explosivität in den kommenden Tagen weiter zunimmt.

Der Alarmstatus bleibt auf „Gelb“, was allgemein als „Achtung“ interpretiert wird. Es gilt eine 3-Kilometer-Sperrzone um den aktiven Krater, die nicht betreten werden darf.

Vulkanausbruch am Marapi förderte Vulkanasche

Aschewolke vom Marapi stieg bis auf 3300 m Höhe auf – VONA-Warnung ausgegeben

Der Marapi auf Sumatra (Indonesien) brach heute Nacht gegen 03:53 UTC (10:53 WIB) explosiv aus und förderte eine Aschewolke, die gemäß einer VONA-Meldung des VAAC Darwin bis auf 3300 m Höhe (FL110) aufstieg und mit einer Geschwindigkeit von 38 km/h verdriftet wurde. Die Eruption fand zwar bei bewölktem Himmel statt, dennoch gelang es Anwohnern, Bilder der Aschewolke aufzunehmen. In der Umgebung des Vulkans kam es überdies zu Ascheniederschlag.

Der Volcanological Survey Indonesia (VSI) meldete, dass die Eruption ein seismisches Signal von 31 Sekunden Länge mit einer Maximalamplitude von 30 mm erzeugte. Es handelte sich also um eine einzelne, relativ kurze Explosion, wie sie am Marapi alle paar Tage vorkommt. In diesem Jahr registrierten die Vulkanologen 18 Ausbrüche des Vulkans. Tabellenspitzenreiter bleibt der Semeru mit 350 gelisteten Eruptionen. Der Marapi nimmt Tabellenplatz 4 in der Rangliste der am häufigsten eruptierenden Vulkane Indonesiens ein.

Um den aktiven Verbeek-Krater des Marapi gibt es eine 3-Kilometer-Sperrzone, die nicht betreten werden darf, da es jederzeit zu Explosionen kommen kann. Diese erfolgen ohne Vorwarnung und lösen im Vorfeld auch keine stärkeren Erdbeben aus – jedenfalls keine, die vom VSI detektiert und gemeldet würden.

Der Marapi liegt in der Provinz Westsumatra nahe der Stadt Bukittinggi und erreicht eine Höhe von 2.885 Metern. Der Name „Marapi“ bedeutet in der lokalen Sprache schlicht „Feuerberg“. Der Vulkan ist ein komplexer Stratovulkan und als solcher aus abwechselnden Schichten von Lava, Asche und pyroklastischem Material aufgebaut. Sein Gipfelbereich besteht aus mehreren Kratern, von denen momentan nur der Verbeek-Krater aktiv ist.

Der Marapi ist Teil des Pazifischen Feuerrings, einer tektonisch hochaktiven Zone, in der die Indisch-Australische Platte unter die Eurasische Platte subduziert wird. Diese geologische Situation führt zu häufigen Ausbrüchen meist moderater Stärke, jedoch mit potenziellen Gefahren für umliegende Gemeinden. Bewohnte Gegenden sind vor allem durch Lahare bedroht, die während der Regenzeit häufiger entstehen..

Marapi: Vulkanausbruch fördert Asche 3300 m hoch

Gunung Marapi eruptierte mehrfach – Vulkanasche in 3300 m Höhe detektiert

Der indonesische Vulkan Gunung Marapi eruptierte am Montag mehrfach und löste dabei VONA-Warnungen aus. Nach Angaben des Vulkanbeobachtungspostens (PGA) Marapi ereignete sich die längste Eruption gegen 22:46 Uhr Ortszeit (WIB). Sie hatte eine Dauer von rund 44 Sekunden und wurde von Seismografen mit einer Amplitude von 9,4 mm aufgezeichnet. Eine Aschewolke konnte jedoch nicht visuell beobachtet werden.

Bereits gegen 17:00 Uhr hatte es eine kürzere Eruption gegeben, die 35 Sekunden dauerte, aber ein deutlich stärkeres seismisches Signal mit einer Amplitude von 24 mm generierte. Dieser Ausbruch löste eine VONA-Warnung aus, nach der sich die Aschewolke bis auf eine Höhe von 3300 m (FL110) erhob. Der Vulkan hat eine Gipfelhöhe von 2.890 Metern über dem Meeresspiegel. Somit ist klar, dass die Aschewolke gut 400 m über Kraterhöhe aufstieg.

Neben den Aschewolken emittierte der Marapi auch Wärme, die auf Satellitenaufnahmen im Infrarotbereich als thermischer Hotspot am Gipfel sichtbar wurde. und einen Hinweis auf den Ausstoß heißer Gase liefert.

Die indonesische Behörde für Vulkanologie und geologische Gefahrenminderung (PVMBG) bekräftigte ihre bestehenden Sicherheitsempfehlungen. Demnach gilt weiterhin ein striktes Betretungsverbot im Umkreis von drei Kilometern um den aktiven Krater Verbeek. Die Alarmstufe bleibt weiterhin auf II (Waspada).

Das PVMBG warnt ausdrücklich vor der Gefahr von Laharen (Schlammströmen), insbesondere entlang von Flussläufen, die vom Gipfelbereich des Vulkans ausgehen. Diese Gefahr kann sich vor allem bei starken Regenfällen während der Regenzeit rasch erhöhen. Anwohner in den betroffenen Tälern wurden zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.

Für den Fall von Ascheregen empfiehlt die Behörde das Tragen von Atemschutzmasken, um gesundheitliche Beeinträchtigungen der Atemwege zu vermeiden. Gleichzeitig appellierten die Behörden an die Öffentlichkeit, keine Falschinformationen oder Gerüchte zu verbreiten, um unnötige Unruhe zu vermeiden.

Der Gunung Marapi zeigt seit Anfang Februar wiederholt kurzzeitige, überwiegend schwache eruptive Aktivität, ohne dass es bislang zu größeren Explosionen oder ausgedehnten Aschewolken gekommen ist.

3 explosive Vulkanausbrüche am Marapi auf Sumatra

Drei explosive Eruptionen erschütterten den Marapi  – Vulkanasche in 5900 Metern höhe detektiert

Der indonesische Vulkan Marapi auf Sumatra ist am Donnerstag dreimal ausgebrochen und förderte dabei Aschewolken. Die stärkste Explosion ereignete sich abends um 22:25 Uhr Ortszeit (WIB). Nach Angaben des indonesischen Zentrums für Vulkanologie und geologische Gefahrenminderung stieg eine Aschesäule rund 3000 Meter über den Gipfel des Vulkans auf, was einer Höhe von etwa 5890 Metern über dem Meeresspiegel entspricht. Die Aschewolke wurde als dicht und grau beschrieben und driftete überwiegend in nordöstliche Richtung. Seismische Messungen registrierten eine maximale Amplitude von 30,3 Millimetern bei einer Dauer von 87 Sekunden, was auf eine explosive Eruption hindeutet.

Auch das VAAC Darwin bestätigte den Ausbruch. Satellitendaten des Wettersatelliten Himawari-9 zeigten Vulkanasche bis in eine Höhe von Flughöhe 200 (rund 6100 Metern), die sich in südöstlicher Richtung verlagerte. Entsprechend wurde eine Vulkanaschewarnung für den Flugverkehr herausgegeben.

Die beiden anderen Eruptionen waren deutlich schwächer und förderten Aschewolken nur einige Hundert Meter über Gipfelhöhe. Darüber hinaus stellen die Sensoren am Vulkan mehrere unterschiedliche Erdbebensignale fest. Darunter befanden sich 2 starke Entgasungen, 3 Erdbeben mit niedrigen Frequenzen und 4 vulkanotektonische Erdbeben. Insgesamt eine vergleichsweise bescheidene Seismizität für einen der aktivsten Vulkane Sumatras. Dennoch belegen die Signale, dass sich unter dem Vulkan Magma akkumuliert. Seit November letzten Jahres nahm die Erdbebentätigkeit unter dem Marapi leicht zu.

Die letzten Explosionen manifestierten sich Ende Januar. In diesem Monat erfolgten die Eruptionen in kürzeren Abständen als es momentan der Fall ist.

Der 2885 Meter hohe Marapi zählt zu den aktivsten Vulkanen Indonesiens. Die Behörden riefen die Bevölkerung erneut dazu auf, das Sperrgebiet mit einem Radius von 3 Kilometern um den Verbeek-Krater einzuhalten und sich über offizielle Kanäle über die weitere Entwicklung zu informieren. Die Alarmstufe steht auf „2“ bzw. „Gelb-Achtung“.