Explosive Eruption am Vulkan Marapi auf Sumatra – Aschewolke steigt bis auf 4.750 m Höhe
Der auf der indonesischen Insel Sumatra gelegene Mount Marapi ist nach mehrtägiger Pause erneut explosiv ausgebrochen. Dabei stieg eine Aschewolke bis zu 1.500 m über Kraterhöhe auf und wurde vom Wind in Richtung Südosten verfrachtet. In Gemeinden am Fuß des Vulkans kam es zu Ascheniederschlag. In solchen Fällen ist die Bevölkerung angehalten, sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten. Sollte es dennoch notwendig sein, das Haus zu verlassen, wird empfohlen, Staubschutzmasken zu tragen. Außerdem sollten offene Brunnen und Wasserspeicher abgedeckt werden, um sie vor Kontamination durch Vulkanasche zu schützen.

Die Eruption blieb dem VAAC Darwin nicht verborgen, das eine VONA-Warnung für den Flugverkehr herausgab. Demnach bewegte sich die Aschewolke in die angegebene Richtung auf Flugfläche FL150 (etwa 4.750 m über dem Meeresspiegel) und kann sich mehrere Stunden in der Atmosphäre halten. Aufgrund niedriger Bewölkung konnte die Aschewolke jedoch nicht per Satellit detektiert werden.
Aus seismischer Sicht erzeugte die Explosion ein Signal von über einer Minute Dauer mit einer Maximalamplitude von fast 30 mm. Zudem wurden elf starke Entgasungsereignisse, sieben Phasen nicht-harmonischen Tremors sowie zwei weiter entfernte tektonische Erdbeben registriert.
Auf Wochensicht hat die Seismizität insgesamt zugenommen. Obwohl Explosionen bis dahin ausgeblieben waren, wurden an einzelnen Tagen mehr als 50 unterschiedliche Erdbebensignale aufgezeichnet. Besonders auffällig ist die deutliche Zunahme von nicht-harmonischem Tremor und starken Entgasungen. Zwar handelt es sich bislang nur um eine moderate Erhöhung der Seismizität, sie könnte jedoch ein Hinweis darauf sein, dass die Explosivität in den kommenden Tagen weiter zunimmt.
Der Alarmstatus bleibt auf „Gelb“, was allgemein als „Achtung“ interpretiert wird. Es gilt eine 3-Kilometer-Sperrzone um den aktiven Krater, die nicht betreten werden darf.


