Marapi verursacht Vulkanausbruch am 1. März

Explosive Eruption am Vulkan Marapi auf Sumatra – Aschewolke steigt bis auf 4.750 m Höhe

Der auf der indonesischen Insel Sumatra gelegene Mount Marapi ist nach mehrtägiger Pause erneut explosiv ausgebrochen. Dabei stieg eine Aschewolke bis zu 1.500 m über Kraterhöhe auf und wurde vom Wind in Richtung Südosten verfrachtet. In Gemeinden am Fuß des Vulkans kam es zu Ascheniederschlag. In solchen Fällen ist die Bevölkerung angehalten, sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten. Sollte es dennoch notwendig sein, das Haus zu verlassen, wird empfohlen, Staubschutzmasken zu tragen. Außerdem sollten offene Brunnen und Wasserspeicher abgedeckt werden, um sie vor Kontamination durch Vulkanasche zu schützen.

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Marapi

Die Eruption blieb dem VAAC Darwin nicht verborgen, das eine VONA-Warnung für den Flugverkehr herausgab. Demnach bewegte sich die Aschewolke in die angegebene Richtung auf Flugfläche FL150 (etwa 4.750 m über dem Meeresspiegel) und kann sich mehrere Stunden in der Atmosphäre halten. Aufgrund niedriger Bewölkung konnte die Aschewolke jedoch nicht per Satellit detektiert werden.

Aus seismischer Sicht erzeugte die Explosion ein Signal von über einer Minute Dauer mit einer Maximalamplitude von fast 30 mm. Zudem wurden elf starke Entgasungsereignisse, sieben Phasen nicht-harmonischen Tremors sowie zwei weiter entfernte tektonische Erdbeben registriert.

Auf Wochensicht hat die Seismizität insgesamt zugenommen. Obwohl Explosionen bis dahin ausgeblieben waren, wurden an einzelnen Tagen mehr als 50 unterschiedliche Erdbebensignale aufgezeichnet. Besonders auffällig ist die deutliche Zunahme von nicht-harmonischem Tremor und starken Entgasungen. Zwar handelt es sich bislang nur um eine moderate Erhöhung der Seismizität, sie könnte jedoch ein Hinweis darauf sein, dass die Explosivität in den kommenden Tagen weiter zunimmt.

Der Alarmstatus bleibt auf „Gelb“, was allgemein als „Achtung“ interpretiert wird. Es gilt eine 3-Kilometer-Sperrzone um den aktiven Krater, die nicht betreten werden darf.

Vulkanausbruch am Marapi förderte Vulkanasche

Aschewolke vom Marapi stieg bis auf 3300 m Höhe auf – VONA-Warnung ausgegeben

Der Marapi auf Sumatra (Indonesien) brach heute Nacht gegen 03:53 UTC (10:53 WIB) explosiv aus und förderte eine Aschewolke, die gemäß einer VONA-Meldung des VAAC Darwin bis auf 3300 m Höhe (FL110) aufstieg und mit einer Geschwindigkeit von 38 km/h verdriftet wurde. Die Eruption fand zwar bei bewölktem Himmel statt, dennoch gelang es Anwohnern, Bilder der Aschewolke aufzunehmen. In der Umgebung des Vulkans kam es überdies zu Ascheniederschlag.

Der Volcanological Survey Indonesia (VSI) meldete, dass die Eruption ein seismisches Signal von 31 Sekunden Länge mit einer Maximalamplitude von 30 mm erzeugte. Es handelte sich also um eine einzelne, relativ kurze Explosion, wie sie am Marapi alle paar Tage vorkommt. In diesem Jahr registrierten die Vulkanologen 18 Ausbrüche des Vulkans. Tabellenspitzenreiter bleibt der Semeru mit 350 gelisteten Eruptionen. Der Marapi nimmt Tabellenplatz 4 in der Rangliste der am häufigsten eruptierenden Vulkane Indonesiens ein.

Um den aktiven Verbeek-Krater des Marapi gibt es eine 3-Kilometer-Sperrzone, die nicht betreten werden darf, da es jederzeit zu Explosionen kommen kann. Diese erfolgen ohne Vorwarnung und lösen im Vorfeld auch keine stärkeren Erdbeben aus – jedenfalls keine, die vom VSI detektiert und gemeldet würden.

Der Marapi liegt in der Provinz Westsumatra nahe der Stadt Bukittinggi und erreicht eine Höhe von 2.885 Metern. Der Name „Marapi“ bedeutet in der lokalen Sprache schlicht „Feuerberg“. Der Vulkan ist ein komplexer Stratovulkan und als solcher aus abwechselnden Schichten von Lava, Asche und pyroklastischem Material aufgebaut. Sein Gipfelbereich besteht aus mehreren Kratern, von denen momentan nur der Verbeek-Krater aktiv ist.

Der Marapi ist Teil des Pazifischen Feuerrings, einer tektonisch hochaktiven Zone, in der die Indisch-Australische Platte unter die Eurasische Platte subduziert wird. Diese geologische Situation führt zu häufigen Ausbrüchen meist moderater Stärke, jedoch mit potenziellen Gefahren für umliegende Gemeinden. Bewohnte Gegenden sind vor allem durch Lahare bedroht, die während der Regenzeit häufiger entstehen..

Marapi: Vulkanausbruch fördert Asche 3300 m hoch

Gunung Marapi eruptierte mehrfach – Vulkanasche in 3300 m Höhe detektiert

Der indonesische Vulkan Gunung Marapi eruptierte am Montag mehrfach und löste dabei VONA-Warnungen aus. Nach Angaben des Vulkanbeobachtungspostens (PGA) Marapi ereignete sich die längste Eruption gegen 22:46 Uhr Ortszeit (WIB). Sie hatte eine Dauer von rund 44 Sekunden und wurde von Seismografen mit einer Amplitude von 9,4 mm aufgezeichnet. Eine Aschewolke konnte jedoch nicht visuell beobachtet werden.

Bereits gegen 17:00 Uhr hatte es eine kürzere Eruption gegeben, die 35 Sekunden dauerte, aber ein deutlich stärkeres seismisches Signal mit einer Amplitude von 24 mm generierte. Dieser Ausbruch löste eine VONA-Warnung aus, nach der sich die Aschewolke bis auf eine Höhe von 3300 m (FL110) erhob. Der Vulkan hat eine Gipfelhöhe von 2.890 Metern über dem Meeresspiegel. Somit ist klar, dass die Aschewolke gut 400 m über Kraterhöhe aufstieg.

Neben den Aschewolken emittierte der Marapi auch Wärme, die auf Satellitenaufnahmen im Infrarotbereich als thermischer Hotspot am Gipfel sichtbar wurde. und einen Hinweis auf den Ausstoß heißer Gase liefert.

Die indonesische Behörde für Vulkanologie und geologische Gefahrenminderung (PVMBG) bekräftigte ihre bestehenden Sicherheitsempfehlungen. Demnach gilt weiterhin ein striktes Betretungsverbot im Umkreis von drei Kilometern um den aktiven Krater Verbeek. Die Alarmstufe bleibt weiterhin auf II (Waspada).

Das PVMBG warnt ausdrücklich vor der Gefahr von Laharen (Schlammströmen), insbesondere entlang von Flussläufen, die vom Gipfelbereich des Vulkans ausgehen. Diese Gefahr kann sich vor allem bei starken Regenfällen während der Regenzeit rasch erhöhen. Anwohner in den betroffenen Tälern wurden zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.

Für den Fall von Ascheregen empfiehlt die Behörde das Tragen von Atemschutzmasken, um gesundheitliche Beeinträchtigungen der Atemwege zu vermeiden. Gleichzeitig appellierten die Behörden an die Öffentlichkeit, keine Falschinformationen oder Gerüchte zu verbreiten, um unnötige Unruhe zu vermeiden.

Der Gunung Marapi zeigt seit Anfang Februar wiederholt kurzzeitige, überwiegend schwache eruptive Aktivität, ohne dass es bislang zu größeren Explosionen oder ausgedehnten Aschewolken gekommen ist.

3 explosive Vulkanausbrüche am Marapi auf Sumatra

Drei explosive Eruptionen erschütterten den Marapi  – Vulkanasche in 5900 Metern höhe detektiert

Der indonesische Vulkan Marapi auf Sumatra ist am Donnerstag dreimal ausgebrochen und förderte dabei Aschewolken. Die stärkste Explosion ereignete sich abends um 22:25 Uhr Ortszeit (WIB). Nach Angaben des indonesischen Zentrums für Vulkanologie und geologische Gefahrenminderung stieg eine Aschesäule rund 3000 Meter über den Gipfel des Vulkans auf, was einer Höhe von etwa 5890 Metern über dem Meeresspiegel entspricht. Die Aschewolke wurde als dicht und grau beschrieben und driftete überwiegend in nordöstliche Richtung. Seismische Messungen registrierten eine maximale Amplitude von 30,3 Millimetern bei einer Dauer von 87 Sekunden, was auf eine explosive Eruption hindeutet.

Auch das VAAC Darwin bestätigte den Ausbruch. Satellitendaten des Wettersatelliten Himawari-9 zeigten Vulkanasche bis in eine Höhe von Flughöhe 200 (rund 6100 Metern), die sich in südöstlicher Richtung verlagerte. Entsprechend wurde eine Vulkanaschewarnung für den Flugverkehr herausgegeben.

Die beiden anderen Eruptionen waren deutlich schwächer und förderten Aschewolken nur einige Hundert Meter über Gipfelhöhe. Darüber hinaus stellen die Sensoren am Vulkan mehrere unterschiedliche Erdbebensignale fest. Darunter befanden sich 2 starke Entgasungen, 3 Erdbeben mit niedrigen Frequenzen und 4 vulkanotektonische Erdbeben. Insgesamt eine vergleichsweise bescheidene Seismizität für einen der aktivsten Vulkane Sumatras. Dennoch belegen die Signale, dass sich unter dem Vulkan Magma akkumuliert. Seit November letzten Jahres nahm die Erdbebentätigkeit unter dem Marapi leicht zu.

Die letzten Explosionen manifestierten sich Ende Januar. In diesem Monat erfolgten die Eruptionen in kürzeren Abständen als es momentan der Fall ist.

Der 2885 Meter hohe Marapi zählt zu den aktivsten Vulkanen Indonesiens. Die Behörden riefen die Bevölkerung erneut dazu auf, das Sperrgebiet mit einem Radius von 3 Kilometern um den Verbeek-Krater einzuhalten und sich über offizielle Kanäle über die weitere Entwicklung zu informieren. Die Alarmstufe steht auf „2“ bzw. „Gelb-Achtung“.

Marapi: Aschewolke in 3600 m Höhe detektiert

Weitere Eruption am Marapi auf Sumatra – Vulkanasche in 3600 m Höhe detektiert

Der indonesische Vulkan Marapi in Westsumatra ist heute um 10:51 Uhr WIB erneut ausgebrochen und stieß Vulkanasche aus, die nach Angaben des VAAC Darwin bis auf eine Höhe von 3600 m (FL120) aufgestiegen ist. Der Wind verfrachtete die Aschewolke in Richtung Westen. Meldungen über Ascheniederschlag gibt es nicht.

Die Angaben des VIS weichen von jenen des VAAC ab. Demnach stieg die Eruptionswolke bis zu 300 Meter über Kraterhöhe auf, was etwa 3200 m über dem Meeresspiegel entspricht. Die Vulkanbeobachter des örtlichen Observatoriums beschrieben die Färbung der Aschesäule von weiß bis grau und sie soll ihren Angaben zufolge in Richtung Norden und Nordosten aufgestiegen sein.

Die Eruption wurde von Seismographen aufgezeichnet und verursachte auf dem Seismogramm ein Explosionssignal mit einer maximalen Amplitude von 7 Millimetern und einer Dauer von 2 Minuten und 25 Sekunden. In den letzten 24 Stunden ereignete sich ein vulkanotektonisches Beben sowie 4 weiter entfernte tektonische Erschütterungen.

Der Marapi eruptierte in den letzten Tagen mehrfach. Eruptionen mit Aschewolken – deren Höhen aber nicht bestimmt werden konnten – gab es am 8.1.2026 und 13.1.2026. Am letzten Mittwoch (14.1.2026) schleuderte der Marapi Asche bis zu 1600 m hoch, worüber ich bereits berichtete.

Der Alarmstatus befindet sich weiterhin in Stufe „2“. Die Bevölkerung wird gebeten, sich nicht dem Krater zu nähern und keine Aktivitäten im Umkreis von drei Kilometern durchzuführen. „Wir appellieren an alle, die in der Nähe von Tälern oder Flüssen leben, die am Gipfel des Mount Marapi entspringen, stets auf die potenzielle Lavagefahr zu achten, insbesondere bei Regen“, betonte ein Mitarbeiter des lokalen Observatoriums gegenüber der Lokalpresse.  Darüber hinaus wird den Bewohnern geraten, bei Ascheregen Masken zu tragen, da dieser gesundheitsgefährdend sein kann.

Der letzte große Ausbruch des Mount Marapi ereignete sich am 3. Dezember 2023, wobei 23 Bergsteiger ums Leben kamen. Seitdem ist der Berg weiterhin aktiv. Am Samstag, dem 5. November 2024, ereignete sich eine weitere Katastrophe in Form eines Lahars, der zahlreiche Einwohner in den Regierungsbezirken Tanah Datar, Agam und Padang Pariaman tötete.

Marapi eruptierte Aschewolken 1600 m hoch

Marapi erneut ausgebrochen – Vulkanasche 1600 m über Kraterhöhe aufgestiegen

Am Mittwoch ist der Vulkan Marapi in Westsumatra erneut explosiv ausgebrochen. Die Eruption ereignete sich um 09:36 Uhr westindonesischer Zeit (WIB). Dabei wurde eine Aschesäule beobachtet, die eine Höhe von etwa 1.600 Metern über dem Gipfel erreichte, was einer Gesamthöhe von rund 4.491 Metern über dem Meeresspiegel entspricht. Das VAAC Darwin veröffentlichte eine VONA-Meldung, nach der die Asche sogar bis auf 6000 m Höhe aufgestiegen sein soll und nach Osten driftete. So große Diskrepanzen zwischen visueller Beobachtung und Satellitendaten sind selten, kommen aber vor.  Aktuell gibt es auch eine VONA-Warnung, allerdings ist nur eine kleine Aschewolke unterwegs.

Nach Angaben der Beobachter des Vulkanologischen Observatoriums am Marapi war die Aschewolke grau gefärbt und zeigte eine zunehmende Dichte in nordöstlicher Richtung, was auf die vorherrschenden Windverhältnisse zum Zeitpunkt des Ausbruchs hindeutet. Die Explosion erzeugte ein seismisches Signal mit einer Amplitude von 29 mm und 31 Sekunden Dauer. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts hielt die eruptive Aktivität weiterhin an, was darauf schliessen lässt, dass es anhaltende Ascheemissionen gab, die aber relativ „geräuschlos“ verliefen und keine weitere Seismik erzeugten.

Im Rahmen der Eruption gab es auch eine Tremorphase; die restliche Seismizität ist unauffällig und deutet nicht darauf hin, dass ein grosser Ausbruch bevorsteht. Dennoch ist eine gewisse Wachsamkeit in Vulkannähe geboten. Es gilt eine 3-Kiloometer-Sperrzone um den aktiven Krater. von einer Besteigung des Vulkans ist abzusehen. Im Falle starker Regenereignisse drohen Lahare, die auch im weiteren Umfeld des Marapi eine Gefahr darstellen können. Hiervon sind besonders Flussläufe und Schluchten betroffen.

Der Ausbruch unterstreicht die anhaltende Aktivität des Marapi, einem der aktivsten Vulkane Indonesiens. Die zuständigen Behörden beobachten die Situation weiterhin aufmerksam und bewerten mögliche Gefahren für die umliegenden Regionen.

Auf der Nachbarinsel Java ist der Namensähnliche Merapi aktiv: Er baut an seinem Lavadom und es können jederzeit pyroklastische Ströme abgehen.

Marapi: Explosive Eruption verursachte lauten Knall

Lauter Knall: Eine explosive Eruption erschütterte den Marapi auf Sumatra

Die Anwohner des indonesischen Vulkans Marapi wurden heute Abend vom Knall einer lauten Explosion aus ihrer Ruhe gerissen, als es gegen 19:59 Uhr Ortszeit zu einem Ausbruch kam. Das Unheimliche an dem Geschehen war, dass die Eruption nur zu hören, aber aufgrund dichter Bewölkung nicht zu sehen gewesen war. Dennoch gab es vom VAAC Darwin eine VONA-Warnung, nach der die Aschewolke in fast 4000 m Höhe (Fl130) vermutet wurde und ostwärts trieb.

VONA-Warnung Marapi

Der Ausbruch wurde vom zuständigen Observatorium seismisch registriert. Auf dem Seismogramm zeigte sich eine maximale Amplitude von 30,3 Millimetern bei einer Dauer von rund 35 Sekunden.

Bislang liegen keine Berichte über Aschefall in bewohnten Gebieten vor. Der Vulkan verbleibt weiterhin in Warnstufe II (Waspada). Die Behörden empfehlen dringend, alle Aktivitäten im Umkreis von drei Kilometern um den Krater zu unterlassen.

Die Eruption kam nicht ganz ohne Ankündigung, denn in den letzten 24 Stunden wurden 4 Tremor-Signale mit Maximalamplituden von 1,8 Millimetern und bis zu 113 Sekunden Dauer aufgezeichnet. Tremor deutet im Allgemeinen auf Fluidbewegungen im Untergrund hin. Vermutlich war Grundwasser verdampft worden und es kam zu einer phreatischen Explosion.

Zudem gab es zwei tiefe vulkanotektonische Erdbeben mit Amplituden von 0,9 bis 1,5 Millimetern und 5 tektonisch bedingte Erschütterungen. Bis auf den Tremor war die Erdbebenaktivität unauffällig.

Die indonesischen Vulkanologen und die Regionalregierung rufen die Bevölkerung zu Vorsicht und Besonnenheit auf. Insbesondere bestehen sie auf strikter Einhaltung des Sperrradius von drei Kilometern um den Verbeek-Krater. Anwohner entlang von Tälern und Flussläufen, die am Marapi entspringen, sollen sich der Gefahr von Laharen bewusst sein. Bei möglichem Aschefall wird das Tragen von Atemschutzmasken empfohlen.

In der Vergangenheit kam es wiederholt zu tödlichen Zwischenfällen, insbesondere mit Bergsteigern, die sich zu nah am Krater aufhielten. Daher gilt Marapi als Vulkan, bei dem Zugangsverbote strikt durchgesetzt werden müssen.

Der Mount Marapi ist einer der aktivsten Vulkane Indonesiens. Er liegt auf der Insel Sumatra, etwa 20 Kilometer nordöstlich der Stadt Bukittinggi, und erreicht eine Höhe von rund 2.891 Metern. Der Stratovulkan gehört zum Sunda-Vulkanbogen, der durch die Subduktion der Indo-Australischen Platte unter die Eurasische Platte entsteht.

Marapi auf Sumatra eruptierte 1200 m hohe Aschewolke

Vulkan Marapi stößt bis zu 1200 Meter hohe Aschewolke aus – VONA-Warnung ausgegeben

Der Vulkan Marapi auf der indonesischen Insel Sumatra ist am Sonntag, dem 14. Dezember 2025, erneut ausgebrochen. Nach Angaben der lokalen Vulkanbeobachtungsstation (PGA) ereignete sich die Eruption um 16:37 Uhr Ortszeit (WIB). Dabei wurde eine Aschesäule bis in eine Höhe von rund 1200 Metern über dem Gipfel ausgestoßen, was einer Gesamthöhe von etwa 4091 Metern über dem Meeresspiegel entspricht.

Das VAAC Darwin gab eine VONA-Warnung aus, nach der sich die Asche auf FL140 in Richtung Norden bewegt. FL140 entspricht einer Höhe von ca. 4300 m über dem Meeresspiegel.

Beobachter beschrieben die Aschewolke von heute als grau mit mittlerer Intensität, die sich überwiegend in nördlicher Richtung ausbreitete. Der Ausbruch wurde seismisch deutlich registriert: Ein Seismograph zeichnete eine maximale Amplitude von 9,8 Millimetern bei einer Dauer von etwa 61 Sekunden auf.

Die Seismizität des Vulkans ist eher gering, mit nur wenigen vulkanotektonischen Erdbeben am Tag. Gestern wurden aber 4 nicht-harmonische Tremorphasen registriert.

Es war die vierte Eruption im Dezember. Anfang des Monats hatte es bereits zwei vergleichbare Ereignisse gegeben. Zuletzt brach der Marapi am 11. Dezember aus, doch aufgrund des schlechten Wetters konnte die Eruptionswolke nicht beobachtet werden.

Der Marapi liegt in den Regierungsbezirken Agam und Tanah Datar in der Provinz Westsumatra und zählt zu den aktivsten Vulkanen Indonesiens. Der etwa 2891 Meter hohe Stratovulkan ist Teil des pazifischen Feuerrings und bekannt für häufige, meist explosive Ausbrüche. Aufgrund seiner Nähe zu dicht besiedelten Regionen stellt er eine erhebliche Gefahr für die lokale Bevölkerung dar.

Aktuell gilt für den Vulkan weiterhin Alarmstufe II (Waspada). Das indonesische Zentrum für Vulkanologie und geologische Gefahrenabwehr (PVMBG) hat die Bevölkerung sowie Touristen eindringlich aufgefordert, einen Sicherheitsradius von mindestens drei Kilometern um den aktiven Verbeek-Krater einzuhalten. Zudem wird vor sekundären Gefahren gewarnt, insbesondere vor durch starke Regenfälle ausgelösten Laharen.

Diese Schlamm- und Geröllströme können sich entlang der Flüsse entwickeln, die am Vulkan entspringen, und stellen vor allem während der Regenzeit eine große Bedrohung dar. Ein vergleichbares Ereignis im Mai 2024 hatte zahlreiche Todesopfer gefordert.

Marapi: Explosion förderte Aschewolke

Explosion am Marapi auf Sumatra – Aufstieg einer Aschewolke registriert

Auf der indonesischen Insel Sumatra kam es heute zu einer explosiven Eruption, die aufgrund von Bewölkung von den Satelliten nicht wahrgenommen wurde. Dafür konnte sie von Beobachtern am Boden gesichtet werden. Demnach stieg die Asche mehrere hundert Meter über den Krater auf. Die Vulkanologen vom VSI kommunizierten, dass die Explosion ein seismisches Signal mit einer maximalen Amplitude von 30,3 mm und von 51 Sekunden Dauer erzeugte.

Vor der Eruption registrierte das seismische Netzwerk am Marapi gestern 3 starke Entgasungen, 4 nichtharmonische Tremore und ein vulkanotektonisches Erdbeben. Die Seismizität ist somit vergleichsweise niedrig und deutet keine stärkere Eruptionsphase an.

Der Vulkanausbruch hatte auch keine großen Auswirkungen doch in Zeiten starker Monsunregenfälle auf Sumatra ist das Lahar-Risiko besonders hoch. Da kommen zusätzliche Ascheablagerungen auf den Vulkanhängen nicht gut. Der Katastrophenschutz warnt vor Laharen und anderen Vulkangefahren. Der Alarmstatus steht auf „2“.

Besucher, Bergsteiger und Einwohner wurden aufgefordert, einen Sicherheitsradius von mindestens drei Kilometern rund um den Verbeek-Krater strikt einzuhalten. Besonders Menschen in Tälern und entlang von Flussläufen, die vom Gipfel herunterführen, sollen wachsam bleiben: Während der Regenzeit steigt das Risiko von Laharen – schlammigen Vulkanfluten – sowie Erdrutschen deutlich an. Bei Ascheniederschlag wird dringend empfohlen, Masken zu tragen, um Atemwegsreizungen zu vermeiden.

Die lokalen Verwaltungen der Ortschaften im Schatten des Vulkans stehen in direktem Austausch mit dem Zentrum für Vulkanologie und geologische Katastrophenprävention (PVMBG). Die Bevölkerung wird gebeten, offizielle Informationen zu beachten und keine Falschmeldungen zu verbreiten, die die Lage unnötig verschärfen könnten.

Ein Vulkan mit langer Geschichte

Der Marapi, nicht zu verwechseln mit dem berühmten Merapi auf Java, zählt zu den aktivsten Vulkanen Sumatras. Er ist ein klassischer Stratovulkan – ein steil aufragender Schichtvulkan, der durch abwechselnde Lavaströme, Ascheschichten und pyroklastische Ablagerungen entstanden ist. Diese Bauweise macht seine Ausbrüche häufig explosiv, aber meist von moderater Stärke.

Die Ausbrüche des Marapis sind in der Regel klein bis mittelstark, treten jedoch regelmäßig in Phasen auf – oft mehrmals innerhalb eines Jahrzehnts. Historische Berichte reichen zurück bis ins 18. Jahrhundert. Für die Bevölkerung der umliegenden Städte Bukittinggi und Padang Panjang gehört der Vulkan daher seit jeher zum Alltag, zugleich aber auch zu den bedeutendsten Naturgefahren der Region.