Sakurajima: Vulkanausbruch verursacht Ascheregen

Lange anhaltende Eruption am Sakurajima verursacht Ascheregen und legt Teile von Kagoshima unter graubraunem Schleier

Nach einer Woche ohne nennenswerte Eruption brach der Sakurajima gestern Abend europäischer Zeit erneut aus und erzeugte eine mehrere Stunden lang anhaltende Ascheeruption. Starker Wind drückte die Asche zu Boden und erzeugte so ein dichtestromähnliches Phänomen, das in der Präfektur Kagoshima für erhebliche Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens sorgte. Die Asche brachte den Verkehr teilweise zum Erliegen und zwang Menschen, sich in Gebäuden aufzuhalten oder im Freien Staubschutzmasken und Brillen zu tragen. Bereits Anfang Juni wies das JMA auf verstärkte seismische Unruhen und Inflation des Gipfelbereichs hin und warnte vor stärkeren Ausbrüchen.

Für die Japaner war es zur Zeit des Ausbruchs bereits Sonntagmorgen, als sich gegen 5 Uhr Ortszeit die ersten Ascheeruptionen manifestierten, die sich innerhalb kurzer Zeit zu einem beständigen Ascheausstoß steigerten. Livecambilder zeigen, dass die Bewohner Kagoshimas bereits kurz vor 6 Uhr von einem ungewöhnlich starken Ascheregen überrascht wurden: Starke Winde mit Geschwindigkeiten von mehr als 15 Metern pro Sekunde verfrachteten die Vulkanasche direkt über das Stadtgebiet. Dort entstand das als „Hai-Kagura“ bekannte Phänomen – ein regelrechter Tanz aus aufgewirbelter Asche, der Straßen, Fahrzeuge und Gebäude in eine graubraune Staubschicht hüllte.

Nach Angaben des Tokyo Volcanic Ash Advisory Center ereignete sich gegen 11:06 Uhr Ortszeit eine weitere Eruption. Die Aschewolke stieg dabei auf gut 2.400 Meter Höhe auf und wurde dann in südöstliche Richtung verfrachtet. Satellitenaufnahmen des Wettersatelliten Himawari-9 bestätigten die Ausbreitung der Aschefahne über die Region.

Eine weitere Eruption förderte um 16:15 Uhr Lokalzeit eine Aschewolke bis auf 3500 m Höhe. Die Eruption manifestierte sich aus dem Gipfelkrater Minamidake. Die Asche wurde in Richtung Südosten getragen und erreichte die Städte Tarumizu und Kanoya. Für Teile der Präfektur Kagoshima wurde mäßiger bis stärkerer Ascheniederschlag vorhergesagt. Selbst in der Präfektur Miyazaki, mehr als 50 Kilometer entfernt, rechneten die Behörden noch mit leichtem Aschefall. Zudem bestand die Gefahr, dass kleine vulkanische Gesteinsfragmente bis zu zehn Kilometer östlich des Kraters niedergehen könnten.



Die anhaltende Aktivität kommt nicht überraschend. Messungen zeigen seit Ende Mai neben tiefer Magmaakkumulation unter der Aira-Caldera auch eine Aufwölbung des Gipfelbereichs des Vulkans, die auf zunehmenden Magmadruck im Untergrund hindeutet. Die Zahl vulkanotektonischer Erdbeben nahm leicht zu. Gleichzeitig wurden hohe Schwefeldioxid-Emissionen von 2.900 Tonnen pro Tag registriert.

Die Vulkanologen warnen, dass weitere Ausbrüche jederzeit möglich sind. Neben Ascheniederschlägen stellen insbesondere größere vulkanische Gesteinsbrocken, pyroklastische Ströme sowie starke Druckwellen eine Gefahr dar. Die Bevölkerung wird aufgefordert, aktuelle Warnungen zu beachten und bei Aschefall Schutzmaßnahmen wie Masken, Schutzbrillen und vorsichtiges Fahren einzuhalten. Das JMA hält weiterhin die Eruptionswarnstufe 3 aufrecht, die den Zugang zu Bereichen in Gipfelnähe einschränkt.

Kräfte Explosion am Vulkan Sakurajima bei schlechtem Wetter

Vulkanausbruch am Sakurajima erzeugte hochaufsteigende Aschewolke – Null Sicht am Berg

In der japanischen Aira-Caldera eruptierte der Vulkan Sakurajima explosiv und förderte eine Aschewolke, die nach Angaben des Tokyo Volcanic Ash Advisory Centers (VAAC) bis auf FL 170 aufstieg. Diese Flughöhen-Angabe in Fuß entspricht einer Höhe von gerundet 5200 m über dem Meeresspiegel. Die Aschewolke wurde von einer Eruption ausgestoßen, die sich am 27. Mai 2026 um 05:12 UTC ereignete. Die Aschewolke wurde fast 20 Kilometer südwestlich von Kagoshima City beobachtet und bewegte sich anschließend in östlicher Richtung mit etwa 58 km/h. Die Eruption fand unter ungünstigen Wetterbedingungen bei Nullsicht am Vulkan statt, so dass es diesmal keine aktuellen Bilder gibt, außer von einem wolkenverhangenen Vulkan.

VONA

Auch die japanischen Wetter- und Katastrophenbehörden meldeten die explosive Aktivität am Südschlot des Hauptkraters Minamidake. Demnach stieg eine Eruptionssäule bis zu 3.500 Meter über den Kraterrand auf, was sich mit den VONA-Angaben deckt, die auf die Daten des JMA zurückgriffen Die Asche wurde vom Wind in südöstlicher Richtung verfrachtet und führte innerhalb kurzer Zeit zu messbarem bis teils starkem Ascheniederschlag in Kagoshima City sowie in den Städten Tarumizu und Kanoya. Feine Aschepartikel wurden sogar bis in Teile der Präfektur Miyazaki transportiert.

Die Behörden warnen zudem vor pyroklastischen Fragmenten, die bis zu zehn Kilometer östlich des Kraters niedergehen könnten. Im unmittelbaren Umfeld der beiden Krater Minamidake und Showadake wurden zudem ausgeworfene Gesteinsblöcke beobachtet, die über einen Kilometer weit flogen.

Auch langfristige Messdaten deuten auf eine anhaltende magmatische Aktivität hin. Geodätische Beobachtungen zeigen eine langsame Ausdehnung des Untergrunds im Bereich der Aira-Caldera. Zwar sind vulkanische Erdbeben derzeit selten, doch bleibt die Gefahr explosiver Ereignisse bestehen.

Die Eruptionswarnstufe 3 ist weiterhin in Kraft. Es gelten Einschränkungen für den Zugang zum Sakurajima. Es wird vor Aschefall, pyroklastischen Strömen und Laharen gewarnt. Aufgrund starker Regenfälle ist das Auftreten von Schlammströmen aktuell durchaus möglich.

Sakurajima: Vulkanausbruch am 19 Mai fördert Aschewolke

Neue Aschewolke durch Eruption am Sakurajima in Japan – Aktivität bleibt erhöht

Nach einer gut 10 Tage dauernden Eruptionspause hat der japanische Vulkan Sakurajima heute Nacht (gestern Nachmittag Ortszeit) wieder eine Aschewolke ausgestoßen. Davon zeugt eine neue Die VONA-Meldung des VAAC Tokio vom 19. Mai um 00:29 UTC, die in erster Linie für den Luftverkehr herausgegeben wurde, berichtet, dass bereits um 00:03 UTC Vulkanasche südlich des Flughafens Kagoshima in einer Höhe von etwa 2.100 Metern registriert wurde. Satellitendaten des Wettersatelliten Himawari-9 sowie ein Pilotenbericht bestätigten die Aschewolke, die sich westwärts ausbreitete. Für den Luftverkehr in Südjapan bedeutete dies erhöhte Aufmerksamkeit, da selbst vergleichsweise kleine Aschewolken Triebwerke beschädigen und die Sichtverhältnisse erheblich beeinträchtigen können.

Tatsächlich war die Aschewolke nicht nur auf Satellitenaufnahmen sichtbar, sondern auch per Livestream über Webcams zu beobachten. Die Eruption ereignete sich bei bewölktem Wetter, doch zeitweise ermöglichten Wolkenlücken freie Sicht auf das Geschehen. Der Ausbruch verlief in drei explosiven Schüben und dauerte mehr als 40 Minuten. Zunächst stieg die Asche vergleichsweise langsam auf und die Eruptionswolke erschien dabei hellgrau – ein Hinweis darauf, dass überwiegend älteres Material aus dem Schlot ausgeworfen wurde. Die beiden späteren Schübe waren deutlich kräftiger und erzeugten eine dunkler gefärbte Eruptionswolke. Solche Emissionen gehen am Sakurajima häufig einer Phase stärkerer Eruptionen voraus, mit denen auch in den kommenden Stunden und Tagen gerechnet werden muss.

Nach Angaben der Vulkanologen des JMA ereignete sich der Ausbruch am Gipfelkrater Minamidake und begann am 18. Mai um 16:15 Uhr Ortszeit. Die Eruptionswolke stieg dabei etwa 3.500 Meter über den Kraterrand auf – eine deutliche Abweichung zu den Satellitenbeobachtungen, die lediglich eine Höhe von rund 2.100 Metern erfassten. Anschließend driftete die Vulkanasche südöstlich in Richtung Tarumizu und Kanoya. Die japanischen Behörden warnten vor mäßigem Ascheniederschlag im Raum Kagoshima, insbesondere auf Sakurajima selbst sowie in Tarumizu. Leichter Ascheregen wurde sogar bis in die Präfektur Miyazaki erwartet, darunter auch für die Stadt Kushima.

Zusätzlich bestand in einem Umkreis von zehn Kilometern östlich des Kraters die Gefahr kleiner vulkanischer Lapilli, die durch den Wind verfrachtet werden könnten. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Schutzmaßnahmen gegen die Asche zu ergreifen. Dazu gehörten das Tragen von Atemschutzmasken sowie vorsichtiges Fahren auf aschebedeckten Straßen. In besonders gefährdeten Bereichen sollten geschlossene Gebäude aufgesucht werden.

Die Vulkanwarnstufe 3 bleibt weiterhin bestehen, ebenso die damit verbundenen Zugangsbeschränkungen. Zwar wurden in den vergangenen Tagen überwiegend kleinere Explosionen registriert, doch nächtliches Glühen am Minamidake-Krater deutet darauf hin, dass sich weiterhin heißes Material nahe der Oberfläche befindet.

Die Alarmstufe bleibt auf Gelb. Weitere Ascheemissionen gelten als wahrscheinlich.

Starker explosiver Vulkanausbruch am Sakurajima in Japan

Sakurajima explodiert und fördert Vulkanasche bis auf 4600 m Höhe – starker Ascheniederschlag gemeldet

Heute scheint Vulkanexplosionstag zu sein: Einige Stunden nachdem es am indonesischen Vulkan Dukono eine starke Explosion gegeben hat, bei der mindestens 3 Menschen starben, kam es auch am Sakurajima in Japan zu einem stärkeren explosiven Vulkanausbruch, bei dem Vulkanasche bis auf 4600 m Höhe geschleudert wurde und sich großflächig verteilte. Nach Angaben des Tokyo Volcanic Ash Advisory Center ereignete sich die Eruption um 07:15 UTC (16:15 Uhr Ortszeit). Die Aschewolke driftete mit hoher Geschwindigkeit nach Südosten. Satellitenbilder des Wettersatelliten Himawari-9 zeigten, wie sie sich rasch in südöstlicher Richtung über die Bucht von Kagoshima ausbreitete.

Die japanische Wetterbehörde JMA meldete, dass die Eruption am Minamidake-Gipfelkrater stattfand. Bereits kurz nach dem Ausbruch erreichte die dunkle Eruptionssäule 3.500 Meter über dem Kraterrand.

Aufnahmen dokumentierten das Ereignis und zeigen eine ungewöhnlich dichte Aschewolke. Sie zog allerdings nicht in Richtung Kagoshima, sondern in die entgegengesetzte Richtung und driftete weit über das Meer. Weiterführende Bildanalysen zeigen, dass starke Fallwinde die Vulkanasche schnell zu Boden drückten, was ungünstig für Leute in Vulkannähe war. Besonders betroffen war die Stadt Tarumizu, wo innerhalb kurzer Zeit starker Ascheniederschlag registriert wurde. Selbst in weiter entfernten Regionen der Präfektur Miyazaki wurde Ascheregen erwartet.

Kurz nach der Eruption warnten Behörden vor den Folgen des Ausbruchs. In Gebieten mit stärkerem Ascheregen wurden Autofahrer zu langsamer Fahrt aufgefordert, da Straßenmarkierungen unter der grauen Schicht kaum noch sichtbar seien. Bewohner sollten Masken und Regenschirme nutzen, um sich vor der feinen Vulkanasche zu schützen. Zudem bestand im Umkreis von etwa zehn Kilometern östlich des Kraters die Gefahr herabfallender kleiner vulkanischer Gesteinsbrocken.

Die Eruption kam nicht völlig überraschend: Seit gestern wurde eine verstärkte Bodenhebung infolge von Magma-Inflation festgestellt, auf die das JMA in seinem kurz vor der Eruption veröffentlichten Update hinwies. Neigungs- und Dehnungsmesser auf der Insel weisen darauf hin, dass sich Magma unter der Aira-Caldera ansammelt. Vulkanologen sehen darin ein Zeichen anhaltenden Druckaufbaus im Untergrund. Ob die aktuelle Eruption den Druck bereits abgebaut hat oder ob weitere Ausbrüche folgen werden, ist offen.

Die offizielle Vulkanwarnstufe bleibt deshalb auf Stufe 3 bestehen, was Zugangsbeschränkungen rund um den Krater bedeutet. Experten warnen, dass weitere explosive Ausbrüche möglich seien. Bereits in den vergangenen Tagen wurden größere Gesteinsbrocken mehr als einen Kilometer weit geschleudert, außerdem traten kleinere pyroklastische Ströme auf.

Sakurajima: Vulkanausbruch am 18. April

Mehrere explosive Eruptionen am Sakurajima – Vulkanasche in 3700 m Höhe

Am Sakurajima kam es in den Abendstunden des 18. Aprils und in der Nacht zum 19. April (Ortszeit) zu mindestens 3 explosiven Ascheeruptionen aus dem Gipfelkrater Minamidake. Es wurden VONA-Warnungen ausgelöst, die den Flugverkehr vor Aschewolken warnten, die bis auf eine Höhe von 4700 m (Flight-Level 120) aufgestiegen sind und in Richtung Westen drifteten. Die Aschewolken wurden mit Hilfe des HIMAWARI-9-Satelliten detektiert, waren aber auch per Livecam zu beobachten gewesen.

Sakurajima am 18. April. © Zahio

Die Aufnahmen der stärksten Eruption um 23:30 Uhr Ortszeit zeigen, wie Gasschwaden und Wolken über dem Krater zu Beginn der Eruption rot aufleuchteten. Sekunden später schoss glühende Tephra in die Luft und landete auf der äußeren Vulkanflanke. Größere Bomben wurden bis in eine Entfernung von etwa 700 Metern über den Krater hinaus geschleudert. Die Aschewolke stieg vergleichsweise langsam auf und ohne dass es zu einem vulkanischen Gewitter gekommen wäre.

Laut einer JMA-Notiz stieg bei dieser Eruption Vulkanasche bis zu 2300 Meter über den Kraterrand auf. Die Asche wurde in Richtung der Stadt Kagoshima geweht. Für die betroffenen Gebiete wurde innerhalb kurzer Zeit mäßig starker Aschefall prognostiziert. Dieser kann die Sicht deutlich einschränken und den Alltag erheblich beeinträchtigen. Behörden riefen dazu auf, Schutzmaßnahmen wie Masken und Regenschirme zu nutzen sowie im Straßenverkehr vorsichtig zu sein.

Nur wenig später, am 19. April um 01:12 Uhr Ortszeit, folgte eine weitere Explosion. Dabei erreichte die Aschewolke etwa 1000 Meter Höhe über dem Krater, was rund 6800 Fuß über dem Meeresspiegel entspricht. Die Eruptionswolke driftete erneut in westliche Richtung. Das Aschevolumen wurde als mittelgroß eingestuft.

Begleitend wurden auch ballistische Auswürfe beobachtet: große vulkanische Gesteinsbrocken landeten in ca. 500 m Entfernung zum Gipfelkrater. Zudem registrierten Instrumente wie der Seto-Infrarot-Sensor erhöhte Werte, was auf aktive magmatische Prozesse hinweist.

Laut aktuellen Statusberichten bleibt die Eruptionswarnstufe 3 bestehen, was Zugangsbeschränkungen rund um den Vulkan bedeutet. Messungen zeigen eine weiterhin hohe Freisetzung von Schwefeldioxid sowie eine langsame Ausdehnung der Aira-Caldera, ein Hinweis auf Magmaansammlungen in der Tiefe.

Neben Ascheregen besteht weiterhin Gefahr durch größere Gesteinsbrocken und möglicherweise auch pyroklastische Ströme. In windabgewandten Gebieten können zudem kleinere Partikel mehrere Kilometer weit transportiert werden. Auch Druckwellen infolge von Explosionen stellen ein Risiko dar, da sie Schäden wie zerbrochene Fensterscheiben verursachen können. Die Behörden fordern die Bevölkerung daher auf, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und Schutzmaßnahmen konsequent einzuhalten.

Sakurajima: Starker Vulkanausbruch am 11. April

Starke Explosion förderte am Sakurajima Vulkanasche auf 4500 m Höhe – Aschenniederschlag gemeldet

Die stärkste Explosion, die sich dieses Jahr bislang am japanischen Vulkan Sakurajima ereignete, förderte eine massive Aschewolke bis auf eine Höhe von 4500 m über dem Meeresspiegel und verursachte in mehreren Gemeinden in Windrichtung starken Ascheregen. Die Eruption markiert den vorläufigen Höhepunkt einer Eruptionsserie, die am 7. April mit gelegentlichen Ascheemissionen begann. Der Ausbruch löste eine VONA-Warnung für den Flugverkehr aus. Die Bilder der Aschewolke zeigen eindrücklich, dass tatsächlich eine Gefahr für niedrig fliegende Flugzeuge bestand, die sich im Anflug oder Abflug des nahegelegenen Flughafens von Kagoshima befanden.

Der Vulkanausbruch manifestierte sich am 11. April um 12:04 Uhr Ortszeit (03:04 UTC) und ereignete sich am Gipfelkrater Minamidake. Es wurde eine dichte Aschewolke bis auf etwa 3.400 Meter über den Kraterrand geschleudert, was einer Höhe von rund 4.500 Metern über dem Meeresspiegel entspricht. Die Eruptionssäule wurde von den Vulkanologen des JMA zum ersten Mal in diesem Jahr als groß eingestuft.

Die Aschewolke driftete mit einer Geschwindigkeit von 45 km/h nach Südosten und damit in Richtung der Städte Tarumizu und Kanoya. In den Stunden nach der Explosion kam es in Kagoshima und Tarumizu zu mäßig starkem Ascheniederschlag, während weiter entfernte Gebiete wie Kanoya und Osaki geringere Mengen abbekamen.

Neben feiner Asche wurden auch kleinere vulkanische Gesteinsfragmente durch den Wind verfrachtet, die in einem Umkreis von bis zu 7 Kilometern südöstlich des Kraters niedergingen.

Begleitet wurde die Explosion von einer messbaren Schockwelle, die am Seto-Luftseismographen eine Stärke von 20,5 Pa anzeigte. Größere Lavablöcke und Bomben gingen in einer Entfernung von bis zu 1 Kilometer vom Krater nieder und schlugen in der Nähe der 7. Messstation auf der Vulkanflanke ein.

Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, Schutzmaßnahmen zu ergreifen – etwa das Tragen von Masken und vorsichtiges Verhalten im Straßenverkehr. In stärker betroffenen Gebieten wird empfohlen, möglichst in Gebäuden zu bleiben.

Einordnung der aktuellen Aktivität

Sakurajima zählt zu den aktivsten Vulkanen Japans und zeigt regelmäßig explosive Tätigkeit. Die aktuelle Serie hebt sich jedoch durch die Kombination aus anhaltender Aschefreisetzung und wiederholten Explosionen hervor, was auf eine erhöhte Aktivitätsphase hindeutet.

Ob sich die Eruption weiter verstärken wird oder in den kommenden Tagen abschwächt, bleibt abzuwarten. Die zuständigen Behörden und Vulkanologen beobachten die Situation weiterhin genau.

Sakurajima: 2 Eruptionen am 10. April

Sakurajima eruptierte 2 Mal hintereinander – Vulkanasche in 2700 m Höhe detektiert

Auf der japanischen Insel Kyushu eruptierte der Vulkan Sakurajima innerhalb von einer halben Stunde 2 Mal: Die erste Eruption wurde um 07:10 UTC gemeldet und förderte eine Aschewolke bis auf 2400 m Höhe. Um 07:37 UTC gab es eine 2. VONA-Meldung, nach der Asche in 2700 m Höhe detektiert wurde. Sie driftete mit einer Geschwindigkeit von 92 km/h in Richtung Nordosten und breitete sich über große Entfernung aus. Aufgrund des starken Windes wurden die Eruptionswolken flachgedrückt. Bei der zweiten Explosion wurde Asche über den Vulkanhang geweht, wo sie auch die Straße am Fuß des Vulkans erreichte und einhüllte. Es kam zu Ascheniederschlag, der sich auf der Fahrbahn ablagerte und die Straße rutschig machte. Die Eruptionen gehen weiterhin ausschließlich vom Minamidake aus. Der Showadake bleibt ruhig.

Bereits am 9. April kam es um 00:26 Uhr zu einem Ausbruch im Gipfelkrater. Die Asche- und Gaswolke stieg dabei bis zu 500 m über den Kraterrand auf. In der Nacht wurden zudem mithilfe hochempfindlicher Kameras Glüheffekte im Krater beobachtet.

Vulkanische Erdbeben treten derzeit häufiger als sonst auf: Täglich werden zwischen 20 und 30 Beben registriert. Gelegentlich kommt es zu vulkanischem Tremor. Die Schwefeldioxid-Emissionen liegen auf hohem Niveau.

GNSS-Messungen zeigen über längere Zeit hinweg eine langsame Ausdehnung der Basislinien im Bereich der Aira-Caldera (innerer Teil der Kagoshima-Bucht). Dies deutet auf eine fortschreitende Magmaansammlung in größerer Tiefe hin. Unterhalb der Aira-Caldera sammelt sich bereits seit längerer Zeit Magma an. Daher ist davon auszugehen, dass die vulkanische Aktivität anhält.

Es gilt weiterhin die Alarmstufe „3“ und ein Besteigungsverbot des Sakurajima. Die Vulkanologen warnen vor einem großen Spektrum an Vulkangefahren. Hierunter befinden sich pyroklastische Ströme und Lahare, die neben dem Ascheregen auch außerhalb des Sperrgebiets auftreten könnten. Explosionsbedingte Druckwellen können Fensterscheiben beschädigen oder zerstören. Entsprechende Vorsicht ist geboten.

Beim Sakurajima handelt es sich derzeit um den aktivsten Vulkan Japans. Ebenfalls häufig eruptiert der Inselvulkan Suwanosejima, der südlich von Kyushu liegt. Zu diesem Vulkan wird beim JMA eine Meldung vom 28. März angezeigt, nach der es zu einer explosiven Eruption gekommen war, die Vulkanasche bis zu 1000 m über Kraterhöhe ausgeworfen hatte.

Sakurajima: Anhaltende Asche-Eruptionen am 9. April

Sakurajima emittiert weitere Aschewolken – Vulkanasche in 2700 m Höhe festgestellt

Am Sakurajima auf Kyushu (Japan) manifestierte sich am 8. April 2026 um 15:26 UTC (9. April, 00:26 Uhr Ortszeit) eine weitere Eruption. Dabei stieg eine Aschewolke bis auf Flugniveau 090 (ca. 2.700 m Höhe) auf und breitete sich mit einer Geschwindigkeit von 37 km/h in nordöstlicher Richtung aus. Prognosen deuten darauf hin, dass sich die Wolke in den folgenden Stunden weiter nach Norden bis Nordosten ausdehnte.

Sakurajima am 9. April

Zusätzliche Daten der japanischen Meteorologiebehörde (JMA) bestätigen, dass die Eruption vom Minamidake-Gipfelkrater ausging und eine mittelstarke Ascheemission mit einer Höhe von etwa 1.500 m über dem Krater erzeugte. Die Eruptionssäule wurde vom Wind erfasst und zunächst nach Nordosten, später nach Norden transportiert. Solche Ereignisse sind typisch für Sakurajima und können lokal zu Ascheregen und Beeinträchtigungen des Flugverkehrs führen.

Livecam-Aufnahmen zeigen, dass es auch in der Morgendämmerung zu einer weiteren Eruption kam, bei denen die Asche aufgrund von starkem Wind nicht so hoch aufstieg und niedergedrückt wurde. Dennoch löste die Eruption eine weitere VONA-Warnung aus.

Bereits in den Tagen vor der Eruption zeigte der Vulkan eine anhaltende Aktivität. Im Minamidake-Krater kam es zu wiederholten kleinen Ausbrüchen, begleitet von nächtlichem Glühen, das auf heißes Material im Fördersystem hinweist. Der Showa-Krater blieb hingegen ruhig.

Die seismische Aktivität schwankte: Nach einem leichten Anstieg der vulkanischen Erdbeben am 3. April nahm die Aktivität in den folgenden Tagen wieder ab. Zusätzlich wurde ein kurzfristiger vulkanischer Tremor registriert. Der tiefe Untergrund der Aira-Caldera dehnt sich aus, was auf anhaltende Magmaakkumulation hindeutet. Die eruptive Aktivität dürfte auch in Zukunft anhalten.

Für Sakurajima gilt weiterhin Eruptionswarnstufe 3, was Zugangsbeschränkungen rund um den Vulkan mit sich bringt. Besonders im Umkreis von 2 Kilometern um die Krater besteht Gefahr durch herabfallende große Gesteinsbrocken. In größerer Entfernung können Ascheniederschläge auftreten und Druckwellen, die Fensterscheiben zum Bersten bringen. Bei Regen drohen Lahare. Ferner wird vor pyroklastischen Strömen gewarnt.

Sakurajima mit Ascheemissionen und Erdbeben

Sakurajima emittiert Aschewolke – zahlreiche Erdbeben Anfang April

In den frühen Morgenstunden meldete das VAAC Tokyo eine neue Ascheemission des Vulkans Sakurajima. Laut der VONA-Meldung wurde um 05:05 UTC Vulkanasche in einer Flughöhe von etwa 5.000 Fuß (rund 1.500 Meter) festgestellt. Die Aschewolke befand sich 20 Kilometer südlich des Flughafens Kagoshima und driftete in östliche Richtung. Die Informationen basieren auf Daten der Japan Meteorological Agency (JMA), Pilotenberichten sowie Satellitenbeobachtungen durch Himawari-9. Auf Livestream-Auszeichnungen war eine langanhaltende diffuse Emissionswolke zu sehen gewesen.

Die aktuelle VAAC-Meldung fügt sich in die andauernde eruptive Aktivität des Sakurajima ein, bei der sich aktivere Phasen mit ruhigeren abwechseln. Bereits im Zeitraum vom 3. bis 6. April wurde über eine fortgesetzte Tätigkeit am Minamidake-Gipfelkrater berichtet. Dort kommt es immer wieder zu kleineren Ausbrüchen, begleitet von nächtlichem Glühen illuminierter Dampfwolken, das auf einen hohen Magmastand im Fördersystem hinweist.

Auch wenn die Eruptionen zuletzt eher schwach ausfielen, zeigen die aktuellen Ascheemissionen, dass Potenzial für stärkere Explosionen besteht. Die emittierten Aschewolken stellen insbesondere für den Flugverkehr eine relevante Gefahr dar, da selbst geringe Konzentrationen von Vulkanasche Triebwerke beschädigen können.

Geophysikalische Hinweise auf anhaltende Unruhe

Messdaten deuten darauf hin, dass das magmatische System unter dem Vulkan weiterhin unter hohem Druck steht. GNSS-Beobachtungen zeigen eine langsame Ausdehnung im Bereich der Aira-Caldera, was auf Magmazufuhr in größerer Tiefe hinweist. Gleichzeitig bleibt die Emission von Schwefeldioxid auf erhöhtem Niveau.

Die seismische Aktivität schwankte zuletzt: Nach einem deutlichen Anstieg am 3. April, als 111 vulkanotektonische Erdbeben registriert wurden, nahm die Zahl der vulkanischen Erdbeben wieder ab. Dennoch zeigen einzelne vulkanische Beben, dass das System weiterhin unter Spannung steht.

Gefahrenlage vor Ort

Für die Umgebung des Vulkans bleibt die Warnstufe 3 bestehen, was mit Zugangsbeschränkungen verbunden ist. Im Umkreis von etwa zwei Kilometern um den Krater besteht weiterhin Gefahr durch ausgeworfene Gesteinsbrocken und mögliche pyroklastische Ströme.

Zusätzlich können Asche und kleinere Gesteinsfragmente durch den Wind über größere Entfernungen verfrachtet werden. Bei stärkeren Explosionen sind auch Druckwellen möglich, die Schäden verursachen können. Bei Niederschlägen besteht zudem die Gefahr von Laharen, also schlammartigen Abflüssen aus Vulkanasche.