Sakurajima: Neue Eruption am 8. September 2026

Sakurajima setzt Eruptionen nach kurzer Pause fort – Asche in 2400 m Höhe detektiert

Am japanischen Vulkan Sakurajima hat sich die eruptive Aktivität am 8. September in einer weiteren Ascheeruption manifestiert. Nach Angaben des japanischen Wetterdienstes JMA – der auch für Naturereignisse wie Erdbeben und Vulkanausbrüche zuständig ist – begann der Ausbruch am 8. September um 12:46 Uhr Ortszeit (03:46 UTC) am Minamidake-Gipfelkrater. Eine Aschewolke stieg dabei bis auf etwa 1.300 Meter über dem Krater auf und wurde vom Wind in südliche Richtung verfrachtet.

Sakurajima

Das VAAC Tokyo registrierte die Eruption ebenfalls. In seinem aktuellen Vulkanausbruchsbericht wird eine Aschewolke angegeben, die bis zu einer Flughöhe von FL080 aufgestiegen ist, was etwa 2.400 Metern über dem Meeresspiegel entspricht. Zum Zeitpunkt der Satellitenbeobachtung um 03:50 UTC war die Aschewolke in den Himawari-9-Daten allerdings bereits nicht mehr eindeutig identifizierbar. Wegen der schlechten Erkennbarkeit wurde keine weitere Aschewolkenprognose erstellt.

Der Ausbruch von Vulkanasche war allerdings auf Livecam-Aufnahmen zu sehen: Die Aschewolke schob sich bei relativ starkem Wind aus dem Krater und wurde direkt vom Wind erfasst, weswegen die Asche schnell verdriftete. Zusätzlich mischte sie sich unter Wetterwolken, was erklärt, warum sie auf den Satellitenbildern nur bedingt auftauchte.

Die Eruption ereignete sich im Rahmen der moderaten Aktivitätsphase der letzten Woche. Im jüngsten JMA-Lagebericht wurden zwischen dem 4. und 7. September mehrfach kleine Eruptionen am Minamidake beobachtet, die keine VONA-Warnungen beim VAAC Tokyo auslösten. Die letzte Warnung vor der aktuellen stammte vom 2. September. Am Showa-Krater wurden dagegen weder Eruptionen noch Rotglut festgestellt. Vulkanische Erdbeben treten derzeit nur selten auf, während vulkanischer Tremor gelegentlich registriert wird.

Gleichzeitig gibt es Hinweise auf eine anhaltende Magmazufuhr in der Tiefe. GNSS-Messungen zeigen seit etwa Mai eine leichte Verlängerung einiger Messlinien auf Sakurajima, was auf eine Ausdehnung des Vulkankörpers hindeutet. Auch im Untergrund der Aira-Caldera wird eine langfristige Ausdehnung beobachtet. Nach Einschätzung der JMA sammelt sich dort weiterhin Magma an. Zudem ist die Freisetzung von Schwefeldioxid allgemein hoch.

Die Vulkanwarnstufe 3 bleibt bestehen. Im Umkreis von etwa 2 Kilometern um die Gipfelkrater muss weiterhin mit ballistischen Gesteinsbrocken und pyroklastischen Strömen und – bei Regen – mit Laharen gerechnet werden.

Vulkan Sakurajima: Hohe Anzahl an Eruptionen bestätigt

Sakurajima eruptiert in dichter Folge – 13 Aschewarnungen innerhalb von zwei Tagen

Der japanische Vulkan Sakurajima ist in eine Phase deutlich gesteigerter explosiver Aktivität eingetreten. Seit dem 30. August wurden vom VAAC Tokio bereits 13 Vulkanasche-Warnungen herausgegeben. Die Meldungen dokumentieren eine ungewöhnlich dichte Folge von Eruptionen, bei denen Aschewolken teilweise mehrere Kilometer hoch aufstiegen und vom Wind über die Bucht von Kagoshima verfrachtet wurden. Die JMA bestätigte in ihrem jüngsten Bulletin 22 Eruptionen innerhalb von 4 Tagen.

Die deutliche Aktivitätssteigerung begann am Sonntag, dem 30. August, und setzte sich auch heute fort. Nach Angaben des VAAC ereignete sich die bisher jüngste Eruption um 17:44 Uhr Ortszeit. Wie die anderen Ascheeruptionen auch ging sie vom Minamidake-Gipfelkrater aus. Die Aschewolke erreichte eine Höhe von etwa 3.000 Metern über dem Meeresspiegel, was einer Höhe von 1.900 Metern über dem 1.117 Meter hohen Vulkan entspricht. Der Wind wehte die Asche in drei Kilometern Höhe mit einer Geschwindigkeit von etwa 20 km/h in Richtung Nordwesten und damit auf den Flughafen Kagoshima zu.

Die Aktivitätssteigerung kam nicht völlig unerwartet, denn in der Vorwoche wurden 2 Phasen mit Bodenhebungen am Sakurajima registriert, die von aussteigendem Magma zeugten. Die japanische Wetterbehörde JMA registrierte zwischen dem 28. und 31. August 22 Eruptionen am Minamidake-Gipfelkrater, während der etwas tiefer gelegene Showadake ruhig blieb. Die Eruptionswolken steigen bis zu 2.000 Meter über den Kraterrand auf.

Die JMA, die Entwicklung, warnt, dass Lavabrocken auf ballistischen Bahnen mehr als einen Kilometer weit geschleudert werden können. Außerdem besteht die Gefahr kleiner pyroklastischer Ströme. Deshalb bleibt die Vulkanwarnstufe 3 bestehen; der Zugang zum Vulkan und insbesondere der Aufstieg in die Gipfelregion bleiben untersagt.

Für die Bevölkerung von Kagoshima ist die Aktivität unmittelbar spürbar. Bei einer Eruption wurden Ascheablagerungen in Richtung Südwesten prognostiziert. Für die Stadt Kagoshima, einschließlich des Sakurajima-Gebiets, wurde zeitweise mäßig starker Aschefall erwartet. Bei stärkerem Aschefall können Sichtbehinderungen auftreten, während kleine vulkanische Gesteinsfragmente vom Wind verfrachtet werden können.

Vulkan Sakurajima generiert mehrere Eruptionen am 30. August

Sakurajima mit mehreren Ascheeruptionen – Vulkanasche steigt bis 3,4 Kilometer Höhe auf

Der japanische Vulkan Sakurajima liegt im Süden der Insel Kyushu und hat seine explosive Aktivität am 30. August erneut verstärkt. Innerhalb weniger Stunden wurden mehrere Eruptionen registriert. Bei schönstem und fast windstillem Wetter stiegen Asche-Dampfwolken fast senkrecht auf und verursachten VONA-Warnungen für den Flugverkehr. Das VAAC Tokyo veröffentlichte bislang drei Vulkanasche-Warnungen. Die höchste Aschewolke wurde bei einer Eruption am Sonntagvormittag beobachtet und erreichte eine Höhe von 3,4 Kilometern über dem Meeresspiegel. Die Aschewolke war von Kagoshima aus gut sichtbar und wurde via Webcams dokumentiert.



Die stärkste Eruption ereignete sich um 10:30 Uhr Ortszeit (01:30 Uhr UTC). Das Tokyo VAAC meldete die Eruption 13 Minuten später und gab eine Höhe von FL110 an. Interessanterweise konnte die Aschewolke in den Satellitendaten von Himawari-9 anschließend nicht eindeutig identifiziert werden, was wahrscheinlich daran lag, dass sich die Eruptionswolke mit einer meteorologischen Wolke vermischte und nur einen geringen Ascheanteil besaß. Der Wind blies mit einer geringen Geschwindigkeit von etwa 4 km/h, was den fast senkrechten Aufstieg der Eruptionswolke begünstigte, die bei stärkerem Wind schnell verweht worden wäre.

Bereits kurz zuvor, um 09:58 Uhr Ortszeit, hatte eine weitere Explosion eine Aschewolke erzeugt, für die VAAC eine Höhe von etwa 3,0 Kilometern meldete. Später folgte eine dritte Eruption. Damit entwickelte sich am Sakurajima innerhalb weniger Stunden eine vergleichsweise dichte Folge explosiver Ereignisse.

Auch die Japan Meteorological Agency (JMA) registrierte am Nachmittag eine weitere Eruption am Minamidake-Gipfelkrater. Sie manifestierte sich um 15:24 Uhr Ortszeit und förderte eine Aschewolke 1.200 Meter über den Kraterrand.

Messdaten deuten oberflächennahe Magmenakkumulation an – stärkere Vulkanausbrüche wahrscheinlich

Obwohl die Eruptionen bisher ohne großen Druck ausgespien werden und nur wenig Asche enthalten, könnten sie den Auftakt für eine stärkere Eruptionsphase bilden. Grund zu dieser Annahme liefert der jüngste JMA-Bericht zum Status des Sakurajima für den Beobachtungszeitraum 24. bis 28. August. In dieser Periode wurden zwei kurzlebige Phasen oberflächennaher Bodenhebungen detektiert, die darauf hindeuten, dass frisches Magma in das flache Speichersystem des Sakurajima intrudierte.

Besonders auffällig ist auch die hohe Schwefeldioxidfreisetzung, die am 27. August mit 3.400 Tonnen SO₂ pro Tag freigesetzt wurde – laut JMA ein sehr hoher Wert. Gleichzeitig zeigen GNSS-Messungen seit Mai eine leichte Ausdehnung des Vulkangebäudes. Auch unter der Aira-Caldera im Norden der Kagoshima-Bucht wird eine langfristige Ausdehnung beobachtet.

Die JMA geht deshalb davon aus, dass die Eruptionsaktivität weiter anhalten wird. Die Vulkanwarnstufe 3 mit Einreisebeschränkungen bleibt bestehen.

Sakurajima: Japanischer Vulkan hält Kagoshima in Atem

Sakurajima bleibt explosiv: Sechs VONA-Warnungen innerhalb von 24 Stunden

Der japanische Vulkan Sakurajima liegt im Süden der japanischen Insel Kyushu und ist weiterhin explosiv aktiv. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden löste der Vulkan sechs VONA-Warnungen für den Flugverkehr aus. Mehrere explosive Eruptionen schleuderten Vulkanasche und Gesteinsfragmente in die Atmosphäre. Dunkle Eruptionswolken zogen dabei in Richtung Kagoshima, wo mehr als eine halbe Million Menschen leben.



In den vergangenen Tagen stand der Wind ungünstig für die Metropole in rund 10 Kilometern Entfernung zum Vulkan, sodass die Eruptionswolken in Richtung Stadt geweht wurden und Ascheregen verursachten. Auch für den Flugverkehr könnten die Aschewolken, die zuletzt bis auf 2.700 m Höhe (FL090) aufgestiegen waren, problematisch sein. Allerdings wurden die Eruptionswolken in den vergangenen Tagen auch nach Süden geweht, während der Flughafen Kagoshima nördlich des Vulkans liegt.

Eine der jüngsten vom VAAC Tokio registrierten Eruptionen ereignete sich am 10. August um 20:41 UTC. Eine Aschewolke stieg bis auf etwa 2.700 Meter über dem Meeresspiegel auf und wurde vom Wind mit einer Geschwindigkeit von 9 km/h nach Westen verfrachtet. Die Aschewolke konnte sich anschließend über größere Entfernungen ausbreiten.

Auch die japanische Wetterbehörde JMA meldete in den vergangenen Tagen explosive Aktivität am Minamidake-Gipfelkrater. Demnach stieg eine Eruptionswolke sogar bis zu 3.000 Meter über den Kraterrand auf. Vulkanasche wurde in südwestlicher Richtung transportiert. Für Teile von Kagoshima wurde kurzfristig mäßiger Aschefall erwartet. Zudem bestand in einem Bereich bis etwa drei Kilometer vom Krater die Gefahr niedergehender kleiner vulkanischer Bomben.

Die Aktivität entspricht dem länger anhaltenden Muster des Sakurajima. Nach Angaben der JMA wurden zwischen dem 7. und 10. August mehrere Eruptionen registriert, die vom Gipfelkrater Minamidake ausgingen. Dabei wurden Lavabrocken ballistisch bis in die Umgebung der achten Messstation geschleudert, die sich etwa 600 Meter vom Krater entfernt befindet. Für das Gebiet um den Gipfel- und den Showa-Krater gilt weiterhin Alarmstufe 3 mit Zugangsbeschränkungen.

Auch die längerfristigen Messungen deuten auf anhaltenden Magmanachschub hin. GNSS-Daten zeigen seit Mai leichte Veränderungen bestimmter Messstrecken auf Sakurajima und eine allmähliche Ausdehnung des Untergrunds der Aira-Caldera, unter der sich ein großes Magmareservoir befindet. Gleichzeitig bleibt der Schwefeldioxidausstoß vergleichsweise hoch.

Die Daten und Beobachtungen sprechen dafür, dass die vulkanische Aktivität zunächst anhält. Neben Ascheregen stellen insbesondere ballistische Geschosse und pyroklastische Ströme Gefahren dar, die im Umfeld des Sakurajima auftreten können.

Vulkan Sakurajima: Aschewolke hüllt Kagoshima ein

Vulkanausbruch am Sakurajima hüllte Bucht von Kagoshima mit Vulkanasche ein – Sicht ging gegen Null

Der japanische Kirschinselblütenvulkan Sakurajima liegt auf Kyushu in der Bucht von Kagoshima und hüllte die gleichnamige Stadt in eine Aschewolke ein, die nicht nur starken Ascheniederschlag bedingte, sondern die Sicht auf nahezu Null reduzierte. Die verursachende Eruption manifestierte sich am Spätnachmittag des 8. August um 17:14 Uhr Ortszeit (08:14 UTC) und manifestierte sich am Gipfelkrater des Minamidake. Die Aschewolke stieg bis in eine Höhe von 3.400 m über dem Meeresspiegel auf und wurde vom Wind nach Westen verfrachtet.

Aschewolke

Auf der Zahio-Livecam in Kagoshima ist sehr gut zu sehen gewesen, wie die Aschewolke meteorologische Wolken durchbrach und vom starken Wind über das Meer auf die Stadt zugetrieben wurde. Fallwinde drückten die Eruptionswolke zusätzlich Richtung Boden, wo sie die Menschen am Hafen von Sakurajima buchstäblich einhüllte und ihnen Sicht und Atem nahm. Wer schon einmal mit Vulkanascheniederschlag in Kontakt gekommen ist, weiß, wie unangenehm das sein kann: Die Asche findet ihren Weg unter die Kleidung und kriecht in jede Ritze. Ohne Kopfbedeckung hat man verloren. Der Straßenverkehr kann in solchen Situationen zum Erliegen kommen. Neben schlechter Sicht zu verursachen, macht Vulkansche die Straßen rutschig.

Um 18:33 Uhr Ortszeit meldeten der JMA eine weitere, etwa 900 Meter über den Kraterrand aufsteigende Eruptionswolke, ebenfalls mit einer Ausbreitung nach Westen. Damit setzte sich die anhaltende explosive Aktivität des Sakurajima fort. Erst am 7. August war eine Eruption am Minamidake registriert worden.

Besonders bemerkenswert ist auch die Entwicklung der vulkanischen Gasemissionen. Bei der jüngsten Messung am 4. August wurden gut 4.600 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag festgestellt. Damit hat sich der SO₂-Ausstoß gegenüber der Messung vom 13. Juli mit 2.200 Tonnen am Tag mehr als verdoppelt.

Während die Seisizität eher gering blieb, zeigen GNSS-Messungen weiter eine langsame Ausdehnung der Aira-Caldera. Sie gilt als Hinweis auf eine fortgesetzte Magmazufuhr beziehungsweise Druckzunahme in einem tiefer gelegenen Magmenreservoir unter der Caldera.

Die japanischen Behörden halten die Eruptionswarnstufe 3 mit Zugangsbeschränkungen aufrecht und warnen vor diversen Vulkangefahren.

Vulkan Sakurajima: Aschewolken in 4300 Meter Höhe

Sakurajima erzeugte Eruptonsserie und förderte Aschewolke auf 4300 Meter Höhe

Der japanische Vulkan Sakurajima erhebt sich in der Aira-Caldera und erzeugte am Sonntag mehrere Eruptionen, die vom VAAC Tokio registriert wurden und dort 7 VONA-Meldungen auslösten. Der Halbinselvulkan gehört zu den aktivsten Feuerbergen Japans und liegt unmittelbar vor der Stadt Kagoshima, in der mehr als eine halbe Milionen Menschen wohnen.

Nach Angaben des VAAC Tokyo setzte sich die seit Tagen erhöhte eruptive Aktivität auch am 2. August fort. Zuletzt wurde um 17:20 UTC eine Aschewolke detektiert, die vom Gipfelbereich des Sakurajima bis in Höhen von 14.000 Fuß (etwa 4.300 Meter) über dem Meeresspiegel aufstieg. Die Asche driftete zunächst in südwestliche Richtung und wurde mit einer Geschwindigkeit von etwa 18 km/h verfrachtet. Modellberechnungen zufolge sollte die Aschewolke in den folgenden Stunden weiter über das Meer in Richtung Südwesten ziehen.

Eine besonders kräftige Eruption ereignete sich am Sonntag um 23:34 Uhr Ortszeit am Minamidake-Gipfelkrater. Dabei stieg eine dunkle Aschesäule bis auf 3.000 Meter über den Kraterrand auf. Nach Angaben der japanischen Wetterbehörde JMA erreichte die Eruption ihre Intensitätsspitze kurz vor Mitternacht. Um 00:30 Uhr am 3. August ließ die Ascheemission nach und es wurde Entwarnung gegeben. Die Asche driftete in Richtung Südwesten, wodurch für Teile der Stadt Kagoshima, einschließlich des Sakurajima-Gebiets, leichter bis mäßig starker Ascheniederschlag vorhergesagt wurde.

Zwischen dem 31. Juli und dem 3. August registrierte die JMA am Minamidake-Krater insgesamt 17 Eruptionen sowie zwei Explosionen. Bei einer dieser Explosionen wurden große vulkanische Gesteinsbrocken beobachtet, die über einen Kilometer weit geschleudert wurden. Zudem registrierten empfindliche Kameras nachts vulkanisches Glühen im Kraterbereich.

Die langfristige Überwachung zeigt weiterhin eine langsame Ausdehnung der Aira-Caldera, was auf eine anhaltende Magmazufuhr in der Tiefe hindeutet. Gleichzeitig bleibt die Schwefeldioxid-Freisetzung hoch.

Die Vulkanwarnstufe 3 mit Zugangsbeschränkungen bleibt bestehen. Innerhalb eines Radius von etwa zwei Kilometern um die Krater müssen Besucher mit dem Auftreten großer Vulkanbomben und pyroklastischer Ströme rechnen. Zusätzlich warnt die JMA vor weitreichendem Aschefall sowie vor kleinen Gesteinsfragmenten, die vom Wind verfrachtet werden können.

Die JMA geht deshalb davon aus, dass die aktive Phase des Sakurajima weiter anhalten wird.

Vulkan Sakurajima bricht am 1. August erneut aus

Sakurajima erutpierte am 1. August Vulkanasche bis auf 4000 m Höhe – Warnung vor Ascheniederschlag

Der japanische Vulkan Sakurajima ist am Samstag, dem 1. August um 14:45 UTC ein weiteres Mal ausgebrochen. Die Eruption aus dem Minamidake-Gipfelkrater transportierte Vulkanasche mehrere Kilometer hoch und verursachte Ascheniederschlag in bewohnten Gebieten. Die japanische Wetterbehörde (JMA) hält deshalb an der Eruptionswarnstufe 3 fest, die den Zugang zum Vulkan einschränkt.

Sakurajima

Nach Angaben des VAAC Tokio begann die jüngste explosive Phase am 1. August um 14:45 UTC (23:45 Uhr Ortszeit). Die Aschewolke erreichte zunächst eine Höhe von ca. 4 Kilometern über dem Meeresspiegel und wurde mit dem Wind nach Südwesten verfrachtet. Wenig später meldete die JMA, dass die Eruption weiterhin andauere. Die sichtbare Aschewolke stieg im Fortgang des Ausbruchs bis auf 1.500 Meter über den Krater auf, nachdem sie Anfangs eine maximale Höhe von 2.800 Metern über dem Krater erreicht hatte.

Rotglühende Tephra wurde auch in der Anfangsphase der Eruption nicht ausgeworfen. Dafür konnte man bei genauer Betrachtung der Livecamaufnahmen einige vulkanische Blitze in der Eruptionswolke aufleuchten sehen.

Kurz nach Mitternacht Ortszeit wurde eine zweite Eruptionsmeldung veröffentlicht. Demnach zog die Asche in Richtung Süden über die Halbinsel Satsuma. Für Teile der Stadt Kagoshima, insbesondere den Sakurajima-Distrikt, wurde mäßiger bis stellenweise starker Ascheniederschlag prognostiziert. Auch die Stadt Tarumizu musste mit leichtem Ascheregen rechnen. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, Masken und Regenschirme als Schutz vor der Vulkanasche zu verwenden und im Straßenverkehr besonders vorsichtig zu fahren. Zudem können bis in eine Entfernung von zwei Kilometern vom Krater kleine vulkanische Lapilli niedergehen.

Der aktuelle Aktivitätsschub fügt sich in eine bereits seit Wochen anhaltende Phase erhöhter Unruhe ein. Zwischen dem 27. und 31. Juli registrierte die JMA am Minamidake-Gipfelkrater 20 Eruptionen, darunter eine Explosion. Die höchste Aschewolke dieser Periode erreichte 2.200 Meter über dem Krater. Ballistisch ausgeworfene Lavabrocken flogen dabei bis zu 900 Meter weit. Am benachbarten Showa-Krater wurden dagegen keine Eruptionen beobachtet.

Die Messungen zeigen außerdem eine seit Jahren andauernde Ausdehnung der Aira-Caldera, was auf eine fortgesetzte Magmaansammlung in größerer Tiefe hindeutet. Gleichzeitig bleiben die Schwefeldioxid-Emissionen auf hohem Niveau. Dies spricht dies dafür, dass die vulkanische Aktivität weiter anhalten dürfte.

Vulkanausbruch am Sakurajima: Asche in 3300 m Höhe detektiert

Erneuter Ausbruch am Vulkan Sakurajima – Aschewolke steigt gut 3.300 m hoch auf

Der japanische Vulkan Sakurajima auf der Insel Kyūshū ist auch heute ungewöhnlich aktiv und hat Aschewolken bis in eine Höhe von gut 3.300 Metern über dem Meeresspiegel ausgestoßen. Nach Angaben der japanischen Meteorologischen Behörde ereignete sich die jüngste Eruption am 29. Juli 2026 um 23:13 Uhr Ortszeit (14:13 UTC). Der Vulkanasche-Warndienst des VAAC Tokyo bestätigte den Ausbruch wenige Minuten später anhand von Satellitenbeobachtungen des Wettersatelliten Himawari-9. Die Eruption war auch auf Livecam-Aufnahmen zu erahnen gewesen, fand allerdings unter völliger Abwesenheit rotglühender Tephra statt. Auch vulkanische Blitze fehlten.

Im letzten Blogartikel schrieb ich noch im Zusammenhang mit den Pyrocumulonimbus-Wolken in den Waldbrandgebieten Südwesteuropas über Blitze, die von Nichtgewitterwolken ausgehen, und dachte dabei auch an den Sakurajima, der bis vor wenigen Jahren für seine intensiven vulkanischen Gewitter bekannt war. Nun muss ich in diesem Zusammenhang verkünden, dass diese Phase am Sakurajima offensichtlich zu Ende ist. Die aktuellen Eruptionen erzeugen zwar relativ viel Asche, aber diese wird mit wenig Rumms gefördert, so dass es nicht zur elektrischen Ladungstrennung in den Eruptionswolken kommt. Auch das Fehlen rotglühender Pyroklastika ist ein Indiz dafür, dass der Gasdruck nachgelassen hat bzw. dass die Schmelze relativ tief im Fördersystem steht, so dass etwaige rotglühende Brocken nicht über den Kraterrand hinaus aufsteigen.

Während die früheren Blitzwolken von dem seitlich gelegenen Showadake ausgingen, erfolgen die Eruptionen der letzten Jahre aus dem Gipfelkrater Minamidake. Die Aschewolke erreichte nach Angaben der JMA eine Höhe von etwa 2.200 Metern über dem Kraterrand, was einer Höhe der Eruptionswolke über dem Meeresspiegel von ungefähr 10.700 Fuß (rund 3.260 Meter) entspricht. Die ausgestoßene Vulkanasche driftete aufgrund der vorherrschenden Windströmung in südöstliche Richtung.

Auffällig ist, dass noch Stunden nach der eigentlichen explosiven Eruption Asche emittiert wird, so dass es besonders in Windrichtung zu starkem Ascheniederschlag kommt. Daher warnt die JMA vor diesen Ascheablagerungen und davor, dass die Sicht eingeschränkt sein kann und Fahrzeuge sowie Gebäude durch die feinen Partikel belastet werden.

Vulkan Sakurajima stößt nahzu kontinuierlich Vulkanasche aus

Sakurajima bleibt hochaktiv – Serie von Eruptionen mit kontinuierlichem Ascheausstoß sorgt für Aschefall und Flugwarnungen

Der japanische Vulkan Sakurajima ist weiterhin ungewöhnlich aktiv und erzeugt nicht nur explosive Eruptionen, sondern erzeugt auch Phasen mit kontinuierlichem Ascheausstoß. Daher gibt es seit gestern Abend 5 VONA-Warnungen vom VAAC Tokio, die den Flugverkehr vor Vulkanasche warnen. Die Japan Meteorological Agency (JMA) registrierte seit dem 24. Juli zahlreiche Eruptionen aus dem Minamidake-Gipfelkrater. Allein bis zum Nachmittag des 27. Juli (Ortszeit) wurden 15 Ausbrüche gezählt. 

Die jüngste Ascheeruption ereignete sich am 27. Juli um 15:39 Uhr Ortszeit. Der Ausbruch erzeugte eine mittelstarke Eruptionswolke, die etwa 1.000 Meter über den Kraterrand aufstieg. Zuvor hatten sich bereits mehrere kräftigere Explosionen ereignet. Satellitendaten von Himawari-9 zeigten eine Aschewolke bis in rund 3.000 Meter Höhe über dem Meeresspiegel (Flugfläche FL100) und warnten, dass sich die Aschewolken Richtung Westen ausbreiteten. Vor allem im Umkreis des Vulkans kam es zu Ascheniederschlag.

Auf Livecams lässt sich das Geschehen gut aus der Ferne verfolgen, wobei die Aschewolken nicht aus jeder Perspektive gleich gut sichtbar sind. Close ups zeigen die Eruptionen, oft weniger gut als Totalen. Auf einer der Weitwinkeleinstellungen waren in den letzten Stunden langanhaltende Phasen nahezu kontinuierlichen Ascheausstoßes sichtbar, die einen Schirm aus Asche und Dampf erzeugten, der über der Vulkanhalbinsel schwebte und im Gegenlicht eine eigentümliche Lichtstimmung bedingte.

Bereits am Abend des 25. Juli hatte eine länger anhaltende Eruption zu erheblichem Ascheniederschlag geführt. In der Stadt Kagoshima auf der gegenüberliegenden Seite der Aira-Caldera wurde stellenweise mäßiger Ascheregen registriert, während weniger starker Ascheregen mehrere Gemeinden im Osten der Präfektur traf. Die Behörden empfahlen, beim Aufenthalt im Freien Masken und Regenschirme zu benutzen sowie im Straßenverkehr wegen der rutschigen Fahrbahnen vorsichtig zu fahren.

Trotz der regen Eruptionstätigkeit blieb die Zahl vulkanotektonischer Erdbeben vergleichsweise gering. Registriert wurde überwiegend vulkanischer Tremor im Zusammenhang mit den Ausbrüchen. Messungen des GNSS-Netzes zeigen weiterhin eine langsame Ausdehnung der Aira-Caldera. Sie gilt als Hinweis darauf, dass sich in größerer Tiefe langfristig Magma ansammelt. Gleichzeitig bleibt der Ausstoß von Schwefeldioxid erhöht: Täglich werden zwischen 2000 und 2800 Tonnen des vulkanischen Gases ausgestoßen. Ein Indiz für Magma, das nahe der Oberfläche entgast.

Die Alarmstufe 3 („Zutrittsbeschränkung“) bleibt daher unverändert in Kraft. Die JMA warnt u.a. vor großen vulkanischen Bomben und kleineren pyroklastischen Strömen in einem Umkreis von mehr als einem Kilometer um den Minamidake-Krater.