Klimakatastrophen weltweit

Landunter in Deutschland, Hitzewelle im Osten der USA und Dürrekatastrophe in Somalia: Das Klima spielt während des Sommers auf der Nordhalbkugel verrückt!

Deutschland: seit Tagen hängt über Deutschland eine fast geschlossene Wolkendecke. Besonders im Süden und Osten der Republik ist Dauerregen angesagt. Südlich der Donau können heute bis zu 20 l Regen niedergehen, in Brandenburg bis zu 40 l. Die Flüsse des Oder-Neiße Gebiets schwellen an und verursachen Vielerorts Hochwasser. Zahlreiche Straßen und Keller wurden bereits überflutet.

USA: im Mittleren Westen und an der Ostküste herrscht eine Hitzewelle mit Temperaturen über 40 Grad Celsius. Höchstwerte von 51 Grad wurden registriert. In Chicago wurden Kühlzentren eingerichtet.22 Menschen starben infolge der hohen Temperaturen.

Somalia: das Bürgerkriegsland wird von einer Dürre- und Hungerskatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes getroffen. Seit 3 Jahren hat es dort nicht mehr richtig geregnet. 12 Millionen Menschen hungern, eine halbe Millionen Kinder sollen vom Hungertod bedroht sein. Flüchtlingslager in Kenia sind überfüllt und der Lage nicht Herr. Hilfe läuft nur langsam an; die Helfer dürfen Somalia nicht betreten, da sie von somalischen Milizionären bedroht werden. Die Dürre soll durch das Klimaphänomen „La Ninja“ hervorgerufen werden, bei dem sich das Wasser des Pazifiks stark abkühlt und sich Niederschläge neu verteilen.

Ob diese Häufung klimatischer Phänomene direkt mit den anthropogenen Klimawandel in Verbindung stehen lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Allerdings sollte es langsam auch den letzten Skeptikern klar werden, dass  unsere Gesellschaftsform der „freien Marktwirtschaft“  ein Auslaufmodell ist: ein System, dass auf beständigem Wirtschaftswachstum basiert (= stetig wachsender Konsum) kann in einer Welt beschränkter Ressourcen und regenerativer Kräfte auf Dauer nicht funktionieren, wenigstens nicht, wenn dieses System zum globalen Modell wird. Wenn wir nachhaltig etwas Ändern möchten, müssen alternative Lebensformen gesucht und gefunden werden und schon Schulkinder auf eine ökologische Lebensweise trainiert werden. Leider ist der Trend wohl absolut gegenläufig. Mit einer Politik der „kleinen Schritte“ wie sie Kanzlerin Merkel vor einigen Jahren postulierte kommen wir nicht weiter!

Starkregen in Berlin-Brandenburg

Am Wochenende sorgte Regentief “Jörg” für heftige Niederschläge in Brandenburg. Im Durchschnitt fielen 40 Liter Regen pro Quadratmeter. Das entspricht der Regenmenge eines Monats. In Wittstock wurden Rekordwerte von ca. 100 Litern gemessen.

Im Mai regnete es in der gleichen Region am Wenigsten und man sprach bereits von einer Dürre. Zugleich war der Mai ungewöhnlich warm und es kam zu Staubstürmen mobilisierter Erde von den Äckern. Die ersten Juli-Tage waren hingegen mit 11,8 Grad die Kältesten seit Beginn der Klimaaufzeichnung im Jahr 1893.

Inzwischen befürchten Klimaexperten einen globalen Temperaturanstieg von bis zu 6 Grad. Ziel des Klimaschutzes war es, den globalen Temperaturanstieg auf 2 Grad zu begrenzen. Alles darüber hinaus hätte unabsehbare Folgen auf das Ökosystem der Erde und somit auch für die Ökonomie des Menschen. Dieses Ziel kann bereits jetzt als gescheitert angesehen werden.

EHEC: Mutation und Ausbreitungsweg

Mit der Mutation von EHEC haben wir den jüngsten Beweis: die Evolution geht weiter! Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) entschlüsselten in Zusammenarbeit mit chinesischen Kollegen das Erbgut des EHEC-Bakteriums. Demnach handelt es sich um einen neuen Erreger, der vermutlich aus der Verschmelzung von zwei bereits bekannten Versionen des EHEC Erregers hervorgegangen ist. Einer dieser Erreger soll aus Ostafrika kommen. Der Infektionsweg auf dem das Bakterium die Menschen infiziert ist scheinbar weiterhin unklar. Die Gurken aus Spanien waren es scheinbar nicht.
Die Erkrankung scheint sich global auszubreiten. Erste Infektionen aus den USA wurden gemeldet. Die Krankheit könnte zu einer Pandemie werden.

Die ersten EHEC-Infektionen sind Anfang Mai in Deutschland aufgetaucht. Das Bakterium kommt ursprünglich in den Därmen von Wiederkäuern wie Rindern, Schafen und Ziegen vor, die aber nicht erkranken. Erst wenn das Bakterium auf Menschen übertragen wird verursacht es die Durchfall-Erkrankung. Normalerweise verläuft diese Erkrankung weniger problematisch, doch die neue Mutation des Erregers verursacht in 15 – 20% der Fälle Komplikationen in Form des Hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS). Dieses kann zum Zerfall des Blutplasmas und Nierenversagen führen. In bisher 18 Fällen starben die Patienten daran.
Das EHEC-Bakterium produziert Zellgifte. Diese docken an die Endothelzellen der Blutgefäße an und verändern diese. Vom Immunsystem werden die veränderten Endothelzellen nun als Erreger angesehen und es werden „Killerzellen“ losgeschickt, um die veränderten körpereigenen Endothelzellen zu bekämpfen. Dadurch entstehen besonders in den Nieren Blutgerinnsel, wodurch diese versagen.

Ich habe heute Morgen mit meiner Mutter darüber gesprochen und sie hatte die Idee, dass der Erreger vielleicht mit den Staubstürmen der letzten Wochen von den -vorher gegüllten- Äckern aufgewirbelt und verteilt wurde. Wenn ich mich recht erinnere, war am 8.April in der Nähe von Rostock ein schwerer Sandsturm und nochmal welche Mitte Mai, als die Epidemie bis in die Schlagzeilen vordrang. In Medienberichten sah man Aufnahmen, wie Bauern die Staubtrockenen und sturmgepeitschten Äcker befeuchteten, um den Staub zu binden. Ob dazu Wasser, oder Gülle verwendet wurde, war nicht zu sehen. Klar ist aber, dass Äcker zu dieser Jahreszeit gegüllt werden. Evtl. ist sogar ein Aerosol mit dem Erreger entstanden. Die feinen Partikel könnten mit dem Wind weite Strecken zurücklegen und z.B. auf Lebensmitteln abgelagert werden und so in die Nahrungskette gelangen.
Was haltet ihr von dieser Hypothese? Ich finde sie gar nicht mal so abwegig. Allerdings weiß ich nicht, wie lange sich der EHEC-Erreger im Staub halten kann.

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Tornado USA

Eine starke Tornadosaison hält die USA in Atem. Am Sonntag wütete ein Wirbelsturm in der Kleinstadt Joplin im US-Bundesstaat Missouri. Der Tornado hinterließ eine Schneise der Verwüstung und gilt als der schlimmste Tornado seit 60 Jahren. 132 Leichen wurden aus den Trümmern geborgen, 156 Menschen werden noch vermisst. Die Identifizierung zahlreicher Opfer ist nur über DNA-Analysen und Fingerabdruck-Vergleiche möglich.