White Island: Zunahme der Seismik

Wissenschaftler des neuseeländischen GEONET halten ein Auge auf die Vulkaninsel White Island gerichtet und beobachten die sich ändernde seismische Aktivität genau. In den letzten Monaten wurde eine Zunahme vulkanotektonischer Erdbeben registriert, die sich in relativ flachen Regionen des Untergrunds ereignen. Gleichzeitig nahm der Ausstoß an Schwefeldioxid zu. Andere Parameter wie Inflation und Temperatur der Fluide blieben indes konstant. In einem Zeitungsinterview des NZ Herald kommentiert der Vulkanologe Yannik Behr, dass die Aktivität auf dem höchsten Level seit 3 Jahren sei. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Seismik und Schwefeldioxid-Ausstoß nur Änderungen im hydrothermalen System des Vulkans widerspiegeln. Dennoch rechnet man vor Ort mit weiteren geysirartigen Eruptionen aus dem Kratersee, wie man sie in den letzten Monaten bereits beobachten konnte.

Ätna erzeugt Dampfring

Der Tremor am Ätna ist weiterhin erhöht und repräsentiert explosive Eruptionen in den Gipfelkratern. Als sich heute Morgen die Wolken kurz lichteten, fotografierte Dr. Boris Behncke einen Dampfring, der über dem Vulkan schwebte. Er entstand durch eine Explosion, die sehr wahrscheinlich von der Voragine ausging. Per LiveCam konnte ich eine Aschewolke erahnen, die von Nordostkrater ausging. Der mächtigste Vulkan Europas ist also weiterhin aktiv, auch wenn spektakuläre Fotos der Eruptionen derzeit wetterbedingt ausbleiben.

Sabancaya weiterhin aktiv

Erst gestern stand der peruanische Vulkan Sabancaya wegen seinem Lavadom in den Schlagzeilen, heute wegen seinen anhaltenden Ascheeruptionen. Seit gestern wurden 4 Aschewolken detektiert. Die Asche stieg bis auf einer Höhe von 7300 m über dem Meeresspiegel auf.

Semeru eruptierte Aschewolke

Der indonesische Vulkan Semeru eruptierte eine Aschewolke. Das VAAC Darwin registrierte eine geringe Menge Vulkanasche in einer Höhe von 4500 m über dem Meeresspiegel. Im Krater des Vulkans auf Java befindet sich ein flacher Lavadom. Ober er momentan weiter wächst ist unbekannt.

Kerinci mit Eruption

Ein weitere Vulkan des indonesischen Archipels stieß heute Vulkanasche aus. Sie erreichte ebenfalls eine Höhe von gut 4500 m. Der Kerinci liegt auf Sumatra und wird als höchster Berg des Archipels gerne von einheimischen Touristen bestiegen.

Stromboli: Zahlreiche Explosionen

In den letzten 24 Stunden hat die Aktivität am Stromboli (Liparische Inseln) wieder etwas zugenommen. Das LGS registrierte eine hohe Anzahl strombolianischer Eruptionen, die teilweise auch stärker als in den letzten Tagen waren. In Zahlen ausgedrückt wurden 252 Strombolianer registriert. Einige erzeugten einen sehr hohen Schalldruck von 10,5 bar. Die Anfangsgeschwindigkeit der Tephra war bei diesen Explosionen mit 57 m/s ebenfalls hoch. Die Anzahl der sehr langperiodischen Erdbeben (VLP) steigerte sich auf 16,7 Ereignissen in der Stunde. Sie zeigen Magmenbewegungen im Untergrund an. Der Schwefeldioxid-Ausstoß betrug 71 Tonnen am Tag. Aktuell steigt de Tremor leicht. MIROVA registriert eine moderate Wärmeabstrahlung.

Nicht nur die Messdaten zeigten eine Zunahme der Aktivität. Diese konnte man via LiveCam sehr schön beobachten. Wolfgang Künker teilte den Screenshot oben in unserer Fb-Gruppe. Dazu schrieb er, dass einzelne Lavabomben fast bis zur Webcam auf der Cima flogen.

Sanbacaya mit Domwachstum

Seit 2016 ist der Vulkan in den peruanischen Anden aktiv und eruptiert Aschewolken. Im Jahr 2017 wurde ein kleiner Lavadom im Krater entdeckt, der nur langsam wuchs. Nun beobachteten die Vulkanologen der Bergbaubehörde (INGEMMET Peru), dass sich das Wachstum des Lavadoms im Krater beschleunigte. In den vergangenen Tagen wurde der Krater mit einer Drohne observiert und vermessen. Der Lavadom bedeckt nun eine Fläche von gut 50.000 Quadratmetern und hat ein Volumen von 4,6 Millionen Kubikmetern. Wenn das Wachstum weiter anhält, könnte der Dom in den nächsten Monaten den Krater komplett ausfüllen und über dessen Rand hinaus wachsen. Dann drohen pyroklastische Ströme abzugehen, die bis zu 12 km weit fließen könnten. Möglich wäre auch die Entstehung kurzer Lavaströme, die vom Dom ausgehen könnten. Aufgrund der anhaltenden Ascheeruptionen drohen in der regenreichen Zeit Lahare. Spannende Zeiten am Sabancaya.

Anak Krakatau macht weiter

In den letzten 24 Stunden wurden 5 VONA-Meldungen über Eruptionen am Anak Krakatau veröffentlicht. In den Berichten des VSI wurde die Höhe der Eruptionswolken mit 357 m über dem Krater angegeben. Das VAAC Darwin registrierte Vulkanasche hingegen in einer Höhe von 600 m. Die längste Eruptionen dauerte gut 5 Minuten und erzeugte ein seismische Signale mit einer Maximalamplitude von 41 mm.

Erta Alé: Lavasee gedeckelt

Erst vor wenigen Wochen schrieb ich hier über ein Aufleben der Lavasee-Aktivtät am Erta Alé, welche sich in einer Steigerung der Wärmeabstrahlung widerspiegelte. Nun besuchte eine Expedition von volcano discovery den Vulkan und fand den Lavasee gedeckelt vor. Das bedeutet, dass die Oberfläche des Lavasees erstarrte und der Spiegel dann etwas abfiel. Unter der dicken Lavakruste brodelte aber noch die Schmelze. Sie war durch einige Entgasungslöcher in der Kruste sichtbar. Die geringere Oberflächenaktivität kann man auch an den neusten Satellitenfotos ablesen, auf denen das Infrarot-Signal wieder deutlich kleiner geworden ist und nur noch besagte Entgasungslöcher anzeigt. MIROVA registriert eine Wärmestrahlung mit einer Leistung von 64 MW. Den größten Anteil dieser Strahlung dürfte der Front eines Lavastroms geschuldet sein. Der Strom fließt auch zum größten Teil unter dem Decken einer Tube. Den ganzen Fotobericht findet ihr in unserer FB-Gruppe. Interessanterweise hatte es in der Danakil -eine der trockensten Wüsten der Welt- geregnet. Auf ihrem Weg zum Dallol, mussten die Abenteurer durch eine überflutete Salzwüste fahren.

Piton de la Fournaise: Eruption stoppte

Bereits gestern Abend stoppte die Eruption am Piton de la Fournaise auf La Réunion. Vor dem ende des Ausbruchs beobachten die Vulkanologen eine 1 stündige Phase starker Gaseruptionen. Solche „Gas pistons“ kündigen am Fourniase meistens das Eruptionsende an. Der Schwefeldioxid-Ausstoß normalisierte sich schnell, allerdings wurden 2 vulkanotektonische Erdbeben nahe der Oberfläche registriert.

Klyuchevskoy eruptiert Vulkanasche

Das VAAC Tokio registrierte in gestern 5 Eruptionen des Vulkans. Vulkanasche stieg bis auf einer Höhe von 6700 m ü.N.N. auf. Heute liegen noch keine Meldungen über Aschewolken vor.

Ätna weiterhin aktiv

Trotz des starken Bewölkung am Vulkan Ätna, gelangen Dr. Boris Behncke einige Aufnahmen der Aktivität, in den wenigen wolkenfreien Momenten. Sie zeigen, dass der Vulkan weiterhin aktiv ist und aus allen 4 Rohren feuert. Die visuellen Beobachtungen werden von den Messdaten gestützt, die sich in den letzten Daten praktisch nicht nennenswert veränderten. Was sich nun nachhaltig zu ändern scheint, sin die Wetterprognosen für die Ätnaregion. Ab Mitte der Woche soll der erste Schnee der Saison fallen und der Winter hält Einzug am mächtigsten Vulkan Europas.

Piton Fournaise: Lavastrom stagniert

Die Eruption am Piton de la Fournaise geht weiter, allerdings reduzierte sich nachts die Aktivität deutlich, nachdem der Tremor am Abend angestiegen war und es so aussah, als würde mehr Lava nachkommen. Die Front des Lavastroms stagnierte gut 250 m vor der Küstenstraße. Heute Morgen war nur ein kurzer Lavastrom aktiv, dessen Front sich ca. 200 m vom Förderschlot entfernt hatte. Der noch aktive Schlot befindet sich auf einer Höhe von 1050 m ü.N.N. und eruptiert derzeit strombolianisch. Glühende Tephra steigt bis zu 20 m hoch auf. Um den Schlot bildete sich ein kleiner Kegel, der ca. 10 m hoch ist.

Bisher sieht es so aus, als würde nur das neu aufgestiegene Magma aus dem Dyke eruptieren. Sein Volumen ist begrenzt. Bei der großen Eruption im Jahr 2007 bestand eine direkte Verbindung zum obersten Stockwerk des Magmenreservoirs, das dann leer lief. Die Eruption dauerte mehrere Monate und der Hauptkrater Dolomieu sackte ein und vergrößerte sich stark.

Anak Krakatau: neuer Förderschlot aktiv

Gestern setzte sich die Eruptionsserie an Anak Krakatau fort. Dabei entstand auch ein neuer Screenshot einer Livecam-Aufnahme. Auf dieser sieht man, dass die Eruptionswolke aus einem Schlot im rechten Randbereich des Kratersees kommt. Auf weiteren Bildern lässt sich erahnen, dass dort ein neuer Kraterbereich entsteht. Auf dem Seismogramm des VSI erkennt man mehrere Tremorphasen. Vulkanotektonische Erdbeben gibt es derzeit keine.

Kadovar eruptiert wieder

Der Inselvulkan in der Bismark-See (PNG) eruptiert wieder. Bilder, die in unserer FB-Gruppe „volcanoes and volcanism“ geteilt wurden, belegen die Eruption. Aus dem Gipfelkrater wird Vulkanasche gefördert, die mehrere Hundert Meter hoch aufsteigt. Doch das Interessanteste ist, dass man auf den Bildern einen Lavadom erkennt, der den Krater auffüllt. Nicht zu erkennen ist, ob der Dom aktuell wächst. MIROVA registrierte dieser Tage eine schwache Wärmeanomalie auf Kadovar. Die Fotos stammen von Claudio Jung.

Askja mit thermischen Signal

Vom isländischen Vulkan Askja geht derzeit eine schwache Wärmestrahlung mit einer Leistung von 7 MW aus. Diese stammt sehr wahrscheinlich aus dem Bereich des Kraters Viti und könnte von heißen Fumarolen erzeugt werden. Ein Anstieg der Gastemperaturen könnte von aufsteigendem Magma hervorgerufen werden. Um das endgültig zu beurteilen, wären Messungen vor Ort nötig.

Anak Krakatau mit 4 VONA-Meldungen

Seit gestern dreht Anak Krakatau auf und eruptierte 4 Mal. Die Eruptionen lösten VONA-Meldungen für den Flugverkehr aus. In ihnen wird berichtet, dass Vulkanasche ca. 200 m über den Krater aufstieg. Bei den Eruptionssäulen handelte es sich um ein Gemisch aus Asche, Schlamm und Gas. Die Explosionen waren kurzlebig und dauerten weniger als 1 Minute. Sie verursachten seismische Signale mit Maximalamplituden um 50 mm. Vergleichbare phreatische Eruptionen fanden in den letzten Monaten häufiger statt. Oft traten sie phasenweise auf. Das Bild stammt aus dem Archiv.

Ätna: Erdbeben Ml 3,4

Heute Nacht ereignete sich am Ätna auf Sizilien ein Erdstoß der Magnitude 3,4. Das Hypozentrum lag in 5 km Tiefe. Das Epizentrum befand sich 3 km nordwestlich von Milo und damit am Rand des Valle del Bove. Bereits in der letzten Woche gab es in diesem bereich einen vergleichbaren Erdstoß, der von den Anwohnern gespürt wurde. Viele Menschen reagierten nervös, da sie ein stärkeres Erdbeben befürchteten. Erst im letzten Jahr verursachten 2 Erdstöße Schäden in der Region. Das aktuelle Beben muss nicht unbedingt ein Vorzeichen eines stärkeren Erdstoßes sein, trotzdem besteht diese Gefahr immer am Ätna.

Derweilen gibt es weiterhin zahlreiche Mikrobeben unter dem Gipfel des Vulkans. Sie stehen im Zusammenhang mit Magmenbewegungen. Der Vulkan ist weiterhin aktiv, auch wenn es aufgrund der Wolken keine aktuellen Fotos gibt.

Stromboli: Aktivität stabil

In den letzten Tagen ist es um Stromboli deutlich ruhiger geworden. Die Aktivität ist zurück gegangen und hat sich auf einem Level knapp oberhalb durchschnittlicher Werte eingependelt. So wurden gestern 14,3 seismischen VLP-Ereignisse registriert. Der Tremor wird als mittelmäßig stark eingestuft. Trotzdem gab es 174 strombolianische Eruptionen, was eine recht hohe Anzahl ist. Der Schwefeldioxid-Ausstoß betrug 82 Tonnen am Tag.

Piton Fournaise ausgebrochen

Update 26.10.19: Die Aktivität am Piton Fournaise hält an, ist aber deutlich rückläufig. Der Tremor war in den ersten 3 Stunden nach Eruptionsbeginn stabil, seitdem nimmt er progressiv ab, was typisch für die Eruptionen des Fournaise ist. Es wurden 37 vulkanotektonische Erdbeben registriert, die sich nahe der Oberfläche ereigneten, aber keine Beben in der Tiefe. Die Vulkanologen observierten den Ort des Geschehens per Helikopter und konnten eine Lavaprobe sammeln. Sie bestätigten, was man anhand der Messdaten vermutete: Heute Morgen (Ortszeit) war noch ein Schlot aktiv. Aus ihm wurden kleine Strombolianer generiert, die Tephra zwischen 10 und 20 m hoch förderten. Es floss ein Lavastrom, der sich hangabwärts in 2 Arme teilte. Ein Arm strömte in den Wald hinein und entzündete die Vegetation. Beide Fronten der Lavaströme befanden sich ca. 400 m von der Küstenstraße entfernt und bewegten sich langsam auf sie zu. Ob die Eruption lange genug anhält, so dass die Lava die Küstenstraße erreichen kann, ist derzeit ungewiss.

Originalmeldung: Die erwartete Eruption am Piton de la Fournaise hat um 14.40 Uhr (Ortszeit) begonnen. Ersten berichten zufolge öffneten sich 2 Spalten relativ weit unten am Vulkanhang auf 1400 m Höhe. sie liegen ca. 1 km nördlich des Piton Tremblet, der sich im Jahr 2007 bei einer großen Flankeneruption bildete. Es begannen mehrer Lavaströme zu fließen, von dem mindestens einer noch aktiv ist und schon unterhalb des Piton Tremblet befindet. Die Lava fließt am Rand des älteren Lavafelds von 2007 und setzte Vegetation in Brand. Löschflugzeuge werden eingesetzt, um die Flammen zu bekämpfen. Eruptionen so weit unten am Vulkan habe oft das Potenzial die Küstenstraße zu unterbrechen. Die Lava könnte sogar das Meer erreichen. Es ist der 5. Vulkanausbruch auf La Réunion in diesem Jahr.

Piton Fournaise: Erneute seismische Krise

In den frühen Morgenstunden (Ortszeit) wird am Piton de la Fournaise eine neue seismische Krise festgestellt. Die zahlreichen Erdbeben gehen einher mit schneller Bodendeformation, die durch das Aufsteigen von Magma hervorgerufen wird. Es ist gut möglich, dass in den nächsten Stunden eine Eruption beginnen wird. Bereits vor 2 Tagen wurde eine ähnliche seismische Krise registriert, die nach einigen Stunden ohne Ausbruch endete. Innerhalb von 30 Minuten fanden 300 vulkanotektonische Erdbeben statt. Vor den letzten Eruptionen verhielt es sich ähnlich. Der Zugang zur Caldera wurde bereits gesperrt. Ausnahmsweise ist die Sicht auf den Vulkan ungetrübt und die LiveCams bieten einen schönen Blick auf den Vulkan. Bisher scheinbar ohne Eruption.

Der Piton de la Fournaise ist ein Schildvulkan auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean. Ähnlich Hawaii bildete sich die Insel über einen Hot Spot.

Kilauea: Kratersee wird immer größer

Der See im Haema’uma’u-Krater des Vulkans Kilauea wird immer größer: Mittlerweile hat er die Dimensionen eines Football-Feldes und somit eine Länge von mehr als 100 m überschritten. Der See ist mehr als 10 m tief und hat das Potenzial eine Tiefe von 70 m zu erreichen. Dann liegt der Seespiegel auf höhe des Grundwasser-Niveaus. Die Oberfläche des Kratersees liegt ca. 600 m unter dem Westrand des Kraters. Die Wassertemperatur liegt bei 70 Grad Celsius. Die Vulkanologen beobachten das Wachstum des Sees mit Sorge, da die Gefahr phreatomagmatischer Eruptionen mit der Wassermenge steigt. Natürlich müsste dazu erst wieder Magma aufsteigen. Ohne direkten Kontakt zwischen Wasser und Magma sind phreatische Eruptionen möglich.

Sakurajima mit doppelter Eruption

Seit einigen Tagen ist der Sakurajima wieder aktiver geworden. Gestern ereignete sich eine doppelte Eruption aus dem Hauptkrater und den Showa-dake. Aus diesem gab es als erstes eine Explosion, bei der glühende Tephra bis auf die Außenflanke des Kegels geworfen wurde. Dann stieg Vulkanasche aus dem zentralen Krater auf. Bereits in der letzten Woche gab es eine Eruption aus dem Showa-dake, bei der vulkanische Blitze generiert wurden.

Shishaldin eruptiert Lavaströme

Seit einigen Tagen wird am Vulkan Shishaldin in Alaska eine sehr hohe thermische Strahlung registriert. Heute hatte sie eine Leistung von 767 MW. Das AVO schreibt dazu, dass Lava den Krater auffüllte und 2 kurze Lavaströme im oberen Bereich der Vulkanflanke unterwegs sind. Da der Gipfel des Vulkans schneebedeckt ist entstehen Lahare. Der bisher Längste floss 2,6 km weit. Die Gegend des Vulkans ist weitestgehend unbewohnt und Menschen sind nicht in Gefahr.

Klyuchevskoy eruptiert Aschewolke

Im fernen Kamtschatka (Russland) eruptierte der Vulkan Klyuchevskoy Aschewolken. Das VAAC Tokio registrierte Vulkanasche in einer Höhe von mehr als 6000 m und brachte 2 VONA-Meldungen heraus. KVERT berichtet über Aschewolken, die bis auf Höhen zwischen 5000 und 6000 m ü.N.N. aufsteigen. Klyuchevskoy ist der höchste aktive Vulkan Kamtschatkas und einer der aktivsten Feuerberge der Region. In diesem Jahr wurden bereits 50 Meldungen über Aschewolken herausgebracht.

Mount Washington: Erdbeben und Steinschläge

Auf Fiji ereignete sich in den letzten Tagen mehrere moderate Erdbeben. Das Stärkste hatte die Magnitude 5,3 auf der Richterskala und lag in 10 km Tiefe. Das Epizentrum manifestierte sich nördlich der Insel Kadavu. Zudem gab es mehrere moderate Erschütterungen im Erdmantel, die sich südöstlich des Archipel ereigneten. Lokale Medien berichten davon, dass die Beben Steinschläge am Vulkan Mount Washington ausgelöst haben, welche auch auf einem Video dokumentiert wurden. In bewohnten Gebiet entstanden Risse und Senklöcher. Nun wird ein Erwachen des Vulkans befürchtet. Mount Washington hört auch auf den Namen Delai Nabukelevu, liegt im Westen der Insel Kadavu und hat eine Höhe von 805 m. Sein letzter Ausbruch fand um 1660 statt. Der Vulkan förderte eine hoch viskose Lava die Dome formte. Eine erneute Eruption erscheint durchaus möglich und birgt ein hohes Gefahrenpotenzial. Die Vulkane des Archipels werden nur rudimentär überwacht, wenn es überhaupt eine systematische Observierung gibt.

Vesuv: Jahrestag der Eruption

Heute jährt sich der katastrophale Vulkanausbruch, der vor 1940 Jahren die römischen Städte Pompeji, Herculaneum und Stabiae zerstörte. Warum das längst vergangene Ereignis eine Meldung in den News wert ist? Weil das Datum der Eruption erst im letzten Jahr geändert wurde! Bisher glaubte man, dass sich die Eruption am 24.August 79 n. Chr. ereignete, doch neu entdeckte Graffitis und Wandinschriften belegten einen Fehler bei der früheren Interpretation des Datums. Aktueller ist da ein Schwarmbeben, welches sich am 11. Oktober ereignete. Es wurden 23 Erschütterungen registriert. Die beiden Stärksten hatten die Magnitude 1,5.

Popocatepetl eruptiert Aschewolken

Der Popocatepetl in Mexiko ist weiterhin sehr aktiv und stößt Aschewolken aus. Sie erreichen höhen von bis zu 7600 m über dem Meeresspiegel. Gestern registrierte das VAAC Washington 3 solcher Eruptionen. CENAPRED berichtet hingegen von 2 moderaten Explosionen und 16 schwächeren Ausbrüchen. Nachts war zu erkennen, dass glühende Tephra ausgestoßen wurde. Sie landete auf der Außenflanke des Vulkans. Darüber hinaus gab es 226 Exhalationen. Es wurden 335 Minuten Tremor aufgezeichnet. Neue Meldungen über den Status des Lavadoms gibt es nicht. Es ist unklar, ob dieser noch im Krater wächst, oder bereits wieder ausgeblasen wurde.

Ätna: 4 Krater aktiv

Wie bereits gestern berichtet, sind derzeit alle 4 Gipfelkrater aktiv. Auf einem aktuellen Sentinel-Satellitenfoto erkennt man gut die Wärmeanomalien, die von insgesamt 5 aktiven Schloten ausgehen. In der Bocca Nuova sind 2 Schlote aktiv. Die stärkste Anomalie geht vom Nordostkrater aus, die schwächste vom Neuen Südostkrater. Das alle Gipfelkrater zur gleichen Zeit aktiv sind, kommt selten vor. Heute sieht man allerdings keine Aschewolken aufsteigen. Bemerkenswert ist auch die Seismik unter dem Vulkan: Unter den Gipfelkratern ereignen sich besonders viele Erdbeben. Einen 2. Cluster gibt es im Valle del Bove, genauer, im Bereich des Monte Centenari. Es kann davon ausgegangen werden, das die Beben von Magmenbewegungen hervorgerufen werden. Obwohl die Gipfelkrater aktiv sind, wird vergleichsweise wenig Material ausgestoßen. Mich würde es nicht wundern, wenn wir in den nächsten Monaten eine größere Show am Ätna erleben würden.

Vulkane Indonesiens mit starken Wärmesignalen

Auf MIROVA werden derzeit starke thermische Signale an mehreren Vulkanen Indonesiens angezeigt. Besonders hohe Werte gehen vom Rinjani und der Tengger-Caldera aus. Diese Signale sind ausgedehnten Buschbränden geschuldet und stehen nicht in Verbindung mit vulkanischer Aktivität. Normalerweise sollte sich die Trockenzeit in Indonesien dem Ende zuneigen, doch anstatt es anfängt zu regnen, herrscht weiterhin Dürre.